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Fragen zu HPN-Umbau

Erstellt von Ingmar, 09.09.2007, 21:35 Uhr · 8 Antworten · 2.730 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Fragen zu HPN-Umbau

    #1
    Hallo zusammen,

    bei mir reift so langsam der Wunsch meiner R100GS einer Umbau ala HPN zu gönnen. Das endgültige Ziel ist mir noch nicht klar. Es soll aber in Richtung Tourenmopped gehen. Ich möchte gerne bei einer Einarmschwinge bleiben. Hier bietet HPN ja auch welche aus den 4-Ventilern an. Wo ist da der Vorteil? Ist es das zentraler gelegene Federbein oder gibt es andere technische Vorteile? Wie groß ist der Aufwand für den Einbau?

    Danke für eure Antworten im Voraus.

    Gruß
    Ingmar

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    #2
    Hallo Ingmar,
    ich beschäftige mich auch schon seit längerem mit dem Thema. Hauptgrund für den Umbau auf die 1100er/1150er Schwinge bei HPN ist die Verlängerung des Radstandes (besserer Gereadeauslauf bei hohen Tempi im Gelände) und Ausgleich der Fahrwerksanhebung vorne meist durch lange White Power (oder früher Marzocchi) Gabel. Durch diese Fahrwerksänderung steigt die Belastung des Rahmens (vor allem im harten Gelände), so daß dieser durch Einschweißen von Knoten ausgesteift wird. Das ganze ist sehr kostspielig und für den normalo Tourer völlig unnötig.
    Als Bausatz (Rolling Chassis von HPN) solltest Du mit 6kEuro aufwärts rechnen. Das ist allerdings nur Rahmen und Fahrwerk. Dann hast Du noch keinen Supermotor.
    Wenn Du viele Euros übrig hast, kannst Du Dir ein Unikat von GS bauen lassen. Wenn die Kohle nicht so locker sitzt, solltest Du Dich auch die wichtigen Komponenten beschränken (Fahrwerk ohne Federwegverlängerung),Bremsen und ggf. Motor.

  3. Registriert seit
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    #3
    Morgen Andi,

    danke für die Erklärungen zur Schwinge. Das hilft mir wieder ein Stück dichter an das Ziel zu rücken.

    Danke und Grüße
    Ingmar

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    #4
    hallo Ingmar,

    hinsichtlich deiner Frage gibt es natürlich viele Antwortmöglichkeiten. Grundsätzlich würde ich dir den Einbau einer 1100/1150iger Schwinge ohne weiteres zutrauen, ich kenne ja deine bis dato durchgeführten Arbeiten die du an deiner 100 GS vorgenommen hast, aber nur grundsätzlich.

    dies deshalb, da du die angeführten Schwingen nicht so ohne weiteres in den Rahmen bekommst. Der Rahmen muss etwas umgebaut werden, dass heißt, dass der Abstand der beiden Schwingenaufnahmen zwischen der originalen alten Schwinge zu einen der beiden neuen unterschiedlich ist.

    HPN verändert den Abstand entsprechend der neue bevorzugten Schwinge. Gleichzeitig werden die von Andi angeführten Rahmenverstärkungen durchgeführt, was zu mehr Stabilität des Rahmens führt

    meiner Meinung nach ist damit aber erst der halbe Weg getan, sprich man sollte um der Gemometrie genüge zu tun auch die Gabel verändert. sprich, der Umbau auf eine entsprechend lange WP oder Marzocchi sollte obligatorisch sein und auch hier wird von HPN der Rahmen entsprechend den Erfordernissen abgeändert und verstärkt.

    Andi hat ja auch das Rolling Chasis angeführt, meiner Meinung ist das ein Beginn, auf den man dann aufbauen kann. Ob man z.B. den Motor sofort verbessern muss und dementsprechend ein wenig Kleingeld benötigt, bleibt jedem selbst überlassen - ich habe dafür noch keine Notwendigkeit gesehen, sicher bringt der Umbau des Motors etwas, aber wenn ich bedenke, mit wieviel Gepäck und auch ohne ich in der Sahara, im Baltikum, Russland und der Ukraine unterwegs war, hat es bis jetzt immer gereicht

    wenn du an einen Umbau denkst und dabei so günstiger aussteigen möchtest, würde ich dir dazu raten, deinen Rahmen bei HPN verstärken zu lassen. entweder mit der 1150iger oder 11oo Schwinge, je nach Vorstellung. mit der 11ooter Schwinge hast du mehr Möglichkeit der Bodenfreiheit und des längeren Radstandes, aufgrund deiner Größe würde ich dir eher zu dieser Schwinge raten, wobei es aber vermutlich am besten wäre, wenn du HPN einen Besuch abstattest, dort kannst du nach vorheriger Absprache sicher sowohl eine GS mit 1150iger als auch mit 1100ter Probefahren.

    am günstigsten ist es vermutlich den Rahmen zu verstärken, die Schwinge samt den notwendigen Verstrebungen und die Gabel selbst einzubauen, und zu denken wäre natürlich auch an eine eventuelle Typisierung bzw. Eintragung der Änderungen

    wie du siehst kommt man beim Beantworten von Fragen sofort wieder auf neue Fragen - so etwas wie die unendliche Geschichte

  5. Registriert seit
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    #5
    Hallo Michael,

    danke für deine Antwort. Schön von dir zu hören/lesen.

    Eine Probefahrt wird sicher das Beste sein. Ich bin mir auch nicht sicher, ob der verlängerte Radstand für mich sinnvoll ist. Das Haupteinsatzgebiet meiner Q liegt auf kleinen kurvigen Strassen. Gutes Handling ist mir wichtig (ich weiß aber auch nicht, ob es beim Umbau schlechter wird). Dafür spricht die bereits von dir angesprochenen Sitzhöhe. Ein paar Zentimeter wären hier schon klasse. Auch dafür spricht die Optik. Besseren Geradeauslauf bei hohen Geschwindigkeiten brauch ich nicht. Ich bin ja eher langsam.
    Die Motorleistung ist für mich auch völlig ausreichend. Hier würde ich höchstens ein paar Details verbessern. Die Verbrennung zum Beispiel .
    Wenn, dann werde ich einen Rahmen bei HPN verstärken und vorbereiten lassen.

    Danke und Grüße nach Graz
    Ingmar

  6. Registriert seit
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    #6
    hallo,

    ich bin auch einer von denen, die jahrelang mit serienmässigen 2-ventilern um die halbe welt gefahren und meistens gut zu hause angekommen sind; über mangelnde leistung konnte ich mich selten beschweren (höchstens auf fast 5000 meter hohen pässen ;-)), aber wenn ich mir überlege, welche rüttelei es oft mit den gepäckbergen auf schlechten strecken war, würde ich auch einem durschnittlichen tourenfahrer zum rahmenumbau bei HPN raten - es muss ja nicht einmal der aufwendige umbau mit langem radstand und demzufolge anderen federbeinen sein.

    fahr mal einen HPN-modifizierten Boxer, es ist schon ein beeindruckend stabiles und gleichwohl handliches fahrwerk (HPN passt zum ausgleich für die schwingenverlängerung den lenkkopfwinkel an). modelle ohne langen radstand bin ich noch nicht gefahren, die dinger müssten eigentlich *noch* handlicher sein; das problem ist dann, dass du keine ausreichend engen kurven mehr finden wirst ;-)




    gruss

  7. Registriert seit
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    #7
    Hallo zusammen!
    Ich habe eine HPN Ralleysport mit der HPN Aluschwinge und einer 48er USD Gabel.
    Wer gerne gemütlich auf engen,kurvigen Landstraßen oder Schotterpässen unterwegs ist, hat sicher keine Freude an diesem Fahrwerk.

    Durch die Gabel ist der Lenkanschlag stark begrenzt und in verbindung mit der langen Schwinge (gleiche Länge wie 1100GS) hat das Mopped einen Wendekreis wie ein LKW.

    Wer Keine Ralley fährt dem reicht das Chassis mit 1150er Schwinge aus.
    Die 3cm Bodenfreiheit merkt der große Fahrer auch nur an der Ampel.

    Mfg Maik
    (Ich fahre auch keine Ralleys und mir würde auch das Chassis mir 1150er Schwinge reichen)

  8. Registriert seit
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    #8
    Hallo Leute,

    danke für eure Erfahrungen und Tipps. Sehr hilfreich. Werde aber trotzdem noch versuchen eine Probefahrt z.B. mit einer HPN Basis zu machen.

    Danke
    Ingmar

  9. Registriert seit
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    #9
    Hallo Ingmar,
    so weit ich weiß. hat HPN keine HPN Basis im Werksfuhrpark. Ich habe eine Probefahrt mit der Rallye Sport und der Sport gemacht. Nach reiflicher Überlegung und Abwägung aller Vor- und Nachteile werde ich auf eine Rahmenverstärkung verzichten, da diese nur bei langem Fahrwerk und Einsatz im harten Gelände Sinn macht. Wenn Du, wie ich, ein schönes Tourenmopped haben möchtest, dann rüste das Fahrwerk und die Bremsen um und gönn Dir einen flotten Motorumbau a la HPN. Für das sündhaft teure Fahrwerk gönne ich mir lieber 'nen schönen Moppedurlaub (2008 nach Island :-) ).


 

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