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Was ist beim Motortuning sinnig und was nicht?

Erstellt von Azrael2011, 04.09.2018, 11:10 Uhr · 47 Antworten · 2.677 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Was ist beim Motortuning sinnig und was nicht?

    #1
    Moinsen .

    Bin ja in den Planungen mir ein Moped auf zu bauen (Rahmen vonner r 100 gs habsch schon...und ne Husaberg Gabel...also fast komplettes Moped.), soll sowohl im Gelände als auch auf Fernreisen seinen Dienst tun.

    Da ich mir eh alles in Einzelteilen hole, kommt ein Rumpfmotor zuerst dran und jener soll dann gepimpt werden.

    Von BMW habe ich bisher recht wenig Ahnung...um genau zu sein, gar keine.
    Da bin ich jetzt bei mir das bei zu bringen, Internet sei dank

    Insgesamt soll ein Big-Bore-Kit von Siebenrock ran, Köppe bisserl Flow-Bench, halt eine Optimierung, muss nicht unbedingt das letzte Quentchen Leistung raus.

    Soll zwar Power haben aber auch standfest sein.

    Was wäre da sinnig wenn man sich den Motor eh komplett neu aufbaut/aufbauen lässt?

    Wird ein Langzeitprojekt und geht auch erst nächstes Frühjahr los, zuerst muss das aktuelle Projekt aus dem Wohnzimmer raus

    Danke schonmal für Denkanstöße

  2. Registriert seit
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    #2
    Sinnvoll ist was Spaß macht und was das Budget hergibt. Mit BBK, vernünftig gemachten Köpfen, Zündung und noch ein paar Kleinigkeiten geht die Reise schnell auf über 5000,-€. Man kann auch einem 1000er Motor mit wenig Budget gut zum Laufen bekommen wenn man weiß wie. Die gewonnenen 90cm³ an Hubraum machen den Kohl nicht fett. Da sind andere Sachen entscheidender.

  3. Registriert seit
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    #3
    Moin.
    Na dann mal viel Spaß und Erfolg.
    Hab das ganze auch hinter mir.
    Tolle Reise Maschiene.
    Rahmenverstärkung--Siebenrocck kit---990ktm Gabel usw usw.

    Schau mal in 2ventiler.de und gib in der Suche
    "Alles hat mit der Gabel angefangen " ein.
    Das ist der Bericht von Eric.
    Das ist ganz genau das was du suchst,
    Glaubs mir.

    Rahmenverstärkung schau mal bei Manuel
    Swt-sports.de

    Nun viel Spaß
    Ich hab ihn mit meiner HPMaggus.
    Bin nur mir ihr unterwegs und die ST steht sich die Reifen eckig.
    Gruß HPMaggus
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken 20180624_113227-1.jpg   20180901_094331.jpg  

  4. Registriert seit
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    #4
    Moin!

    Bei einem unbegrenzten Budget geht viel. Manches davon ist aber nicht
    unbedingt sinnvoll, wenn man lange - speziell auf Fernreisen - Spaß haben
    will.

    BBK = 2200€
    Köpfe machen lassen = min 600€ (ohne Anpassung der Quetschflächen / DZ)
    Rumpfmotor machen lassen = min 1000€ (wenn nichts Wesentliches ersetzt wird)
    Getriebe überholen lassen = min 600€ ( wenn siehe oben...)
    Ignitech-Zündanlage (meine Empfehlung, weil frei programmierbar)
    = ~ 200€ ohne Zündspulen
    Auspuffanlage, die nicht nur durch Lautstärke Leistung suggeriert, sondern
    tatsächlich auch mehr Leistung bringt = ~ 1200€
    Kleinkram, wie Dichtsatz (hier IMMER Originalteile nehmen!) etc. = min 300€
    usw...

    Selber machen ist natürlich günstiger aber nicht ohne Tücken.

    Aus eigener (schmerzhaft teurer) Erfahrung würde ich nicht zu viel Leistung
    bei (zu) hohen Drehzahlen anpeilen. Braucht man auf Fernreisen eh nicht. Eher
    die Variante wählen, die mit relativ geringer Drehzahl gut und lange läuft. BBK
    ist da nicht die schlechteste, aber schon eher die Luxusvariante.

    Wobei das Zusammenspiel mit unbearbeiteten Quetschflächen zwar funktioniert,
    aber alles andere als optimal ist...

    Ich bau mir grade einen Motor auf, wobei der nur leichte Kolben und eine
    umgeschliffene Seriennocke mit 1mm mehr Hub bekommt. Köpfe mit erhöhter
    Verdichtung und DZ liegen schon parat, brauchen aber neue Ventile, Führungen
    und Sitze, da gut 150tKm gelaufen. Dazu n Satz Dellortos. Damit bewegt
    man sich schon ungefähr auf dem Leistungsniveau, das der BBK bringt, hat aber
    noch einiges im Geldbeutel. Wenn man das alles selbst vernünftig auslegen und
    auch zusammenbauen kann.

    Flowbench für die Köppe kannst Du sparen. Die Gasführung ist so mies (ca 120°
    um die Ecke), dass da nur wenig zu holen ist (außer an den Ventilsitzwinkeln!),
    wenn man nicht die Kanäle so umarbeitet, dass die Gaser in Richtung vom Motor
    weg zeigend stehen. Das bringt dann aber Probleme mit den Leitungen zum
    Luftfilter hin und ist eher bei high end Rennmotoren ohne Lufi zu sehen und damit
    auf Fernreisen eher hinderlich.

    Die entscheidende Frage, die Du Dir stellen solltest: Was will ich haben? Viel
    Drehmoment, hauptsächlich unten und in der Mitte, und damit einen auf Dauer
    haltbaren Motor? Oder viel Leistung obenrum? Letzteres mit deutlichen Abstrichen
    in der Lebensdauer, wenn man die Leistung auch gerne abruft.

    Beides geht nicht.

    Aus über 30 Jahren 2V-Erfahrung würde ich kurz und bündig sagen: Motoren
    mit richtig viel Dampf gehören auf die Rundstrecke. Totalschäden sind da aber
    nicht gerade ausgeschlossen... Vernünftig gemachte Motoren mit Leistungen
    bis um die 75PS halten gerne auch mal 150tKm oder länger.

    Und glaube bitte nicht Kataloganpreisungen, die nur durch eine andere Zünd-
    anlage "bis zu 15%" Mehrleistung versprechen (hab ich neulich im Netz gesehen).
    Diversen Nockenwellen wird Ähnliches angedichtet. Wunderzündkerzen und Zünd-
    kabel gibts auch. Sorgt aber nur vor der Eisdiele bei Unbedarften für Staunen...

    Wenns sooo einfach wäre, wärs zu einfach!

  5. Registriert seit
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    #5
    Moin.

    @ Gut geschrieben Jörge 👍

    Ich hab nur den 1000sender SR mit Doppelzündung (die macht echt Sinn.
    Gutes Startverhalten)
    Leistung langen mir die 60 PS.
    Auch zu zweit.😊
    Alles andere ist von Motor bis Zündung orginal.
    Somit bekomme ich immer und überall Teile.

    Viel Spaß
    Mfg HPMaggus

  6. Registriert seit
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    #6
    Hey, danke für die Meinungen .

    Soll kein Ps-Monster werden, dafür sind andere Mopeds geeigneter denke ich.
    Soll halt Durchzug von untenraus sein, Oben ist mir schnuppe...Ps so um die 70/80 rum, langt vollkommen.

    Doppelzündung und sauber aufgebauter Motor solls werden, habe mich da mal bei dem Israel durchgeschaut...lohnt sich denn dieses "Super Finishing"?.
    Halt kürzerer 1. Gang, längerer 5. Gang etc.., Auspuff wohl von Siebenrock, ebenso der BigBorekit. möchte da alles angepasst haben.

    Kosten...joa...deshalb wird das Projekt ja auch so 2-3 Jahre dauern, Altenpfleger müssen sparen .
    Habe für den Motor so grob 6/7000 angesetzt, fürs Fahrwerk das gleiche.

    Da wird dann SWT bemüht werden

    Möchte natürlich so viel als möglich selber machen, nicht nur um Knete zu sparen sondern um hauptsächlich besser in die Materie rein zu kommen, das lernt man halt nur durch anfassen

    Und jetzt schmökere ich mal die ganzen Umbauthreads

    Nachtrag:
    Strange, ...bei mir war auch zuerst die Gabel da, dann ist mir der Rahmen zugestolpert und ich suche mir auch alles zusammen

  7. Registriert seit
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    #7
    Eigentlich ist Tuning ja "nur" eine Überarbeitung. Für mich ist ein Motortuning eher mit Leistungssteigerung und damit praktisch immer mit Verdichtungserhöhung und Frühzündung verbunden.
    Bei einem Reisemoped steht meiner Meinung nach neben der Zuverläßigkeit immer die Forderung im Vordergrund, bei schlechter Verfügbarkeit von hochoktanigem Sprit, dann auch schlechtere Spritqualitäten fahren zu können. Hubraumvergrößerungen, aufwendige Kopfbearbeitung etc sind dann bei einem Reisemoped einfach Perlen vor die Säue.

    Diese beiden Anforderungen sind aber praktisch nicht unter einen Hut zu bringen und da muß man sich erstmal entscheiden. Solange da keine eindeutige Prioritäten gesetzt werden ist jede Diskussion einfach müßig.

  8. Registriert seit
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    #8
    Nunja,..Abstriche muss man bei beidem machen wenn man eine "goldene Mitte" haben möchte.
    Das bei einer Leistungssteigerung Abstriche in der Lebenserwartung gemacht werden müssen und auch mehr Wartung/Verschließ bedeutet, ist klar und logisch.

    Einerseits möchte ich paar Roadbookrallys fahren, andererseits aber auch mal in die Ferne.....wobei wohl die Priorität auf ersterem liegen wird, schon aus Zeitgründen, mehr als 2 Wochen Urlaub am Stück ist in meiner Branche selten drin.

    Da ich die Mopete aus Einzelteilen quasi neu aufbaue ist es für mich logisch auch eine moderate Leistungssteigerung ein zu planen, wenn man eh schon bei ist?.

    Ergo,..mehr PS/Drehmoment/Durchzug bei akzeptabler Verringerung der Lebensdauer und erhöhtem Verschleiß.

    Mit diesem Motor wird es eher unwahrscheinlich sein das man mich irgendwo am Amazonas findet, eher irgendwo in Schweden, fluchend im Schlamm steckend oder auf der Hardalpi um einfach Spaß zu haben, dafür solls Moped taugen.
    ( Und nein, ne KTM is mir nix, die sind mir einfach zu klein...außerdem hab ich schon als Jugendlicher die HPN`s angehimmelt und jetzt baue ich mir quasi meine eigene )

    Für Kasachstan oder ähnliches wird sich dann eh ein 2. Motor ins Regal gelegt welcher dann speziell für diese Art von Tour ausgelegt ist.

    Und deshalb der Thread...was ist überhaupt sinnvoll?.

    Lese so einiges von Kurbelwellenerleichterung, schön, dreht schneller hoch ( mehr Verschleiß) und weniger Gewicht (wer mag das nicht?)...aber stimmt dann für mich die Relation zwischen Leistungsgewinn und Lebensdauer bzw Ausfallfreudigkeit?.

    Und da sind für mich halt die Erfahrungswerte von anderen wichtig, nicht die Werbung der Motorenüberholer/Tuner.

    Für den Bau werde ich so 2-3 Jahre benötigen und da soll was gescheites bei rauskommen und auch Spaß bringen.
    Und da ich halt bis dato absoluter BWM-Neuling bin, frage ich halt Löcher in den Bauch, stellenweise, ganz sicher sogar...total unsinniges weil ichs halt noch nicht besser weiß....mea culpa.

    Hoffe konnte da bisserl Aufklärung reinbringen.

  9. Registriert seit
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    #9
    Hallo Azrael,
    die wirklichen Spezies sitzen im 2-Ventiler Forum.
    Aber für das was du für deinen Motor ausgeben möchtest, gibt es auf jeden Fall was vernüftiges. Aber es gibt da natürlich immer gegenteilige und unterschiedliche Meinungen. Da ist es schwer das Richtige für sich zu finden.
    Wichtig ist, denke ich, das man etwas aus einem Guss macht. Es sollte dann alle Komponenten des Gasweges betreffen. Lufi, Vergaser, Auspuff, Nockenwelle, (<-minimum)(maximum->),Zylinder (-Kopf), und auch die Zündung. Kurbelwellen sind ein Punkt da scheiden sich die Geister. Ein leichter Schwung, bringt wohl ein leichteres hochdrehen aber angeblich auch ein schlechteres Standgas. Feinwuchten reduziert die Vibrationen. Kreutzbohren sorgt für eine bessere Ölverteilung an den Lagern, die beim tunen wohl auch die Druckverhältnisse im Motor ändern und die Ölversorgung beeinflussen können, hängt aber wohl auch von der Leistung ab die man aus dem Motor kitzelt. Alles was man an leichteren beweglichen Bauteilen einbauen kann (Pleuel und Kolben(nach Möglichkeit gleich schwer)) reduziert die Virbrationen. Bei den Kolben und dem Zylinderkopf sollte die Quetschkante aufeinander abgestimmt sein, das vermindert die Klingekneigung. Eine ordentlich eingestellte Zündung minimiert den Effekt nochmal zusätzlich (Ignitech, frei porgrammierbar). Die Ignitech hat auch den Vorteil, das du sie mit eigenem Laptop auf schlechte Spritverhältnisse umprogrammieren könntest.
    Im 2-Ventiler Frorum sind einige Gewerbetreibende die sich damit recht gut auskennen und günstiger sind als Motoren Israel. Da solltest du dich auf jeden Fall beraten lassen.
    So genug geschwafelt.
    Von wo kommste eigentlich her?

    Gruß Hermann

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von Azrael2011 Beitrag anzeigen
    ..außerdem hab ich schon als Jugendlicher die HPN`s angehimmelt und jetzt baue ich mir quasi meine eigene )

    Für Kasachstan oder ähnliches wird sich dann eh ein 2. Motor ins Regal gelegt welcher dann speziell für diese Art von Tour ausgelegt

    Für den Bau werde ich so 2-3 Jahre benötigen und da soll was gescheites bei rauskommen und auch Spaß bringt.
    Moin.
    Will nicht uff de Sa.. gehen.

    Erstens: so ging es mir auch eine HPN wollte ich auch-- zu teuer zu lange Wartezeit ---also Selbermachen(darum HPM) mit dem was es an anderen Firmen gibt.
    Hier aber kann ich nur Swt-sports hervorheben.
    Manuel war immer erreichbar und sehr hilfsbereit.

    Zweitens: warum einen zweiten Motor ins Regal legen?
    Den dann evt bei einer anstehenden Reise wechseln--ich glaube das machst du einmal und dann wist du die Schnauze voll haben.

    So wie ich das lese liegt dein Fokus mehr auf Roadbook/Rallye Aktivitäten.
    Übrigens hol dir mal die neue Motorrad
    Ausgabe 19 .
    Bericht über eine HPN bei der Gibralta Race.

    Drittens:Ja mindestens 2 Jahre wirst du brauchen.

    Ja ich weiß nicht das Thema.
    Ich war inspiriert vom
    Possi's Webseiten
    Das Reisen liegt bei mir im Fokus deswegen auch nur sehr geringe Motor "tuning"
    Wobei ich auch schon mal querfeld ein und Enduro Traininge mitmache.
    Geschont wird sie nicht .
    Aber auch hier langen die 60PS.

    So dann
    Grüße HPMaggus


 
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