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KW-Simmerring richtig einbauen?

Erstellt von gs-ralle, 24.08.2009, 17:37 Uhr · 8 Antworten · 10.121 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Frage KW-Simmerring richtig einbauen?

    #1
    Hallo an alle GS-Schrauber,
    im März habe ich nach `nem Getriebeschaden auch gleich den KW-Simmerring neu eingebaut, und jetzt sabbert meine GS schon wieder an der Kupplung unten raus (ist def. Motoröl, Getriebeöl riecht anders.
    Was hab ich falsch gemacht , der Ring ist damals stramm montieren gegangen, und in Öl hab ich in vorher auch eingelegt.
    Braucht man vielleicht eine Montagevorrichtung oder gibt es noch einen speziellen Trick um das Teil dicht zu bringen?
    Vielen Dank schon im Voraus...

    Ralf

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    #2
    Wie sah die Dichtfläche an der Kurbelwelle aus? Eventuell ist diese eingelaufen, dann kann kein Simmerring mehr was ausrichten. Ich hatte sowas am Abtriebsflansch beim Getriebe, die Auflagefläche der Dichtlippe war wie eine runde Nut ausgeschliffen.

    Bei der Montage kann man einiges falsch machen, aber wenn du nicht gleich 2 linke Hände hast und den Simmerring mit einem passenden flächig abstützenden Rohr o.ä. eingetrieben hast, sollte da nicht viel schief gehen. Im Idealfall nutzt man eine Pressvorrichtung, die nicht abkippen kann, bzw. der Simmerring wird nur axial in das Motorengehäuse eingeschoben, ohne dass er schräg kommen kann.

    Am besten alles nochmal runter und nachsehen. In der Gegend könnte auch die Oelpumpe undicht geworden sein (schwache Hoffnung)

    Greetz

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    #3
    Die Dichtfläche sah eigentlich recht gut aus. Den O-Ring hab ich damals nicht mitgewechselt, jetzt kommt er aber mit rein. Ne Einpressvorrichtung hab ich auch gebaut und dann hoff ich das die Kuh dicht ist...

    Gibts eigentlich irgendwo im Netz Zeichnungen für div. Vorrichtungen zum selberbauen???

    Gruß Ralf

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    #4
    Hallo Ralf

    Um Simmerringe einzubauen beschaffe ich mir ein im Durchmesser passendes Stück Rohr, welches ich auf dem Drehbank noch anpassen kann, vorallem der Aussendurchmesser muss passen. Das Rohr hat ein Untermass von ca. 0,5-1mm, damit es in die Bohrung eintauchen kann. Als "Presse" kann man dann ein Stück Flacheisen hernehmen und über min. 2 Schrauben (bzw. Gewindestangen und Muttern) quer über dem Rohr liegend axial an der Kurbelwelle oder am Gehäuse (wo es halt Gewinde hat) den Simmerring einziehen.
    Wichtig ist eigentlich nur, dass der Simmerring nicht verkantet und die Dichtlippe(n) nicht beschädigt werden. Mit einer solchen Einrichtung bekommt man grosse Simmerringe relativ gut und günstig eingebaut.
    Man kann den Motor auch in eine Presse einlegen und den KWS so einbauen, dazu muss man den Motor allerdings ausbauen und z.T. zerlegen.
    Es gibt auch Spezies, die kloppen den Simmerring mit einem weichen Hammer ein, das erfordert aber sehr viel Erfahrung und ist eher fehlerbehaftet.

    Greetz Ronny

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    #5
    Ganz wichtig ist,dass der Simmering ohne jede Beschädigung der Dichlippen eingebaut wird.
    Es scheint oft so dass man das Ding leicht reingedrückt kriegt. Aber dann bleibt ein klitzekleines Gummistückchen am Rand hängen und schon schert es ab. Man putzt das weg und denk.. Sind ja noch 3 oder 4 andere Lippen heile.
    Sch**
    Immer ein passgenaues Eintreibwerkzeug verwenden UND leicht mit Dichtmasse einreiben.. Jedenfalls hat das bei mir immer geholfen..

  6. Registriert seit
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    #6
    Hallo!

    Ja gerade einpressen ist wichtig!
    Aber schau dir auf jeden fall noch die Welle an! die Lauffläche am Dichtring muss tadellos sein! wenn da ein paar Längsriefen oder so drin sind bringt das ganze wechseln nix! Diese Riefen transportieren bei jeder Umdrehung der Welle immer ein paar Tröpfchen Öl nach draussen.

    Gruß Hannes

  7. Registriert seit
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    #7
    Moin Moin!!!

    Beim Einbau scheiden sich die Geister, hab meine Simmeringe bis jetzt immer mit einer passenden Nuß aus dem Ratschenkasten eingebaut und hat immer gefunzt.

    Das Problem liegt da wohl eher an einer eingelaufenen Welle.

    Wenn möglich, denn Simmering net ganz einschlagen, sondern um einige Millimeter versetzt.

    Dieser Abstand läßt sich am Besten mit einer Teflondichtung der selben Größe bewerkstelligen, je nach Spielraum.

    ( Zweite Möglichkeit in Klammern, die Feder im Simmering ein wenig kürzen! )

    Ich geb natürlich keine Garantie auf meine Angaben, hab´s aber so bei meiner Kardanwelle gemacht und die ist mittlerweile nach vier Simmeringen dicht!!!

    Gruß Hans

  8. Registriert seit
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    #8
    Hallo Hans!
    Genau so machts der alte Fachmann auch.

    Gruß
    Karl

  9. Registriert seit
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    #9
    So, jetzt hab ich alles wieder zusammen und hoffe jetzt ist die Kuh dicht. Hab mir so ne Vorrichtung wie BMW es hat gebaut und der Wechsel hat super geklappt. Kurz ne Runde gefahren, bis jetzt kommt kein Öl mehr und ich hoff das bleibt auch so!!!!

    Danke an alle für eure Tipps!!!
    Gruss Ralf


 

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