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Vergleich R 80 G/s vs R 1200 GS

Erstellt von Kieler, 08.12.2010, 01:22 Uhr · 22 Antworten · 4.433 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Entstehungsgeschichte R80 G/S

    #11
    Zitat Zitat von moeli Beitrag anzeigen
    R80 G/S eigentlich jemals gefahren? Das war damals die schwerste und stärkste Enduro. Herausgebracht nicht aus deinen genannten Gründen. die sollte nie ne Sportmaschine sein. Aber dabei trotzdem total handlich. Fahr das Dingen einmal. Du wirst dich wundern.
    Ich bin mal eine ausgiebige Runde auf einer R100GS gefahren, lass mal stecken. Aber jetzt war doch 30-jähriges GS-Jubiläum, da wurde die Entstehungsgeschichte der R80 G/S überall hoch und runtergehechelt. BMW brauchte ein preisgünstiges Einsteigermodell in die Boxer-Welt, nachdem die R65 und R45 zu teuer in der Produktion waren und sich nicht gut verkauften. Bei der Motorleistung konnte BMW damals schon mit den japanern nicht mithalten, deshalb war es sinnlos, ein Sport-Mopped zu bringen. BMW Motorrad war damals so gut wie pleite. Aber in einer Groß-Enduro hat man eine Lücke gesehen. Und bei aller Begeisterung für das R80 G/S-Konzept hatten sie in der Anlaufphase Qualitätsprobleme, weil sie bei den Herstellungskosten zu sehr geknausert hatten. Dennoch war die Maschine im Konkurrenzvergleich relativ teuer. Eine Yamaha XT 500 kostete um die 5.000 DM.

    Neulich schrieb irgendwer aus dem damaligen Entwicklerteam in einer Oldtimer-Zeitung, dass der Urahn der heutigen 4V-GS eigentlich nicht die R80 G/S sei, sondern die R100GS PD. Und deshalb passt der Vergleich zwischen R80 G/S und R1200GS auch nicht.

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    #12
    Hallo Sampleman,

    <Ich bin mal eine ausgiebige Runde auf einer R100GS gefahren>
    schön.

    Eine baroke 100GS Paralever kannst Du nie und nimmer mit einer 83er G/S
    vergleichen.
    Das ist wie ne vollgefressene Weinachtsgans und ein Turmfalke.
    OK, beide haben Flügel und können fliegen.
    Nach heutigen Kriterien kannst Du beides vergessen, die G/S hatte und hat jedoch
    eine "Leichtigkeit", der Du dich nicht entziehen kannst.

    Gruß
    Christian

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    #13
    Zitat Zitat von Kieler Beitrag anzeigen
    Naja, ein GTI brauch 6.9 s von 0 auf 100, ein GTD 8,1 s, die G/S 6.6 s. Um die gute alte Q im 0-100-Sprint abzuhängen bedarf es also schon einen Golf R, der es mit Doppelkupplungsgetriebe in 5.5 s schafft (Daten von Wikipedia). ...
    nur leider nutzen dir diese werte im alltag überhaupt nix ...
    schau mal lieber, wie flott so eine G/S und ein oller golf bei mittleren drehzahlen von 80 auf 140 beschleunigen.
    da wird die G/S keinen stich machen.

    ich finde so ne G/S toll ... aber nicht für mich ...

  4. Registriert seit
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    #14
    Zitat Zitat von silverfox Beitrag anzeigen
    Hallo Sampleman,

    Eine baroke 100GS Paralever kannst Du nie und nimmer mit einer 83er G/S
    vergleichen.
    Mag ja sein, dass es Leute gibt, die die R80 G/S für das beste Krad halten, das jemals einen Schatten auf Gottes Erdboden geworfen hat. Nur ändert das weder etwas an den Beweggründen von BMW für die Entwicklung dieses Motorrades (die 2010 in jeder Motorrad- und Oldtimerzeitschrift hoch- und runtergebetet wurden und die man deshalb auch kennen kann, ohne jemals einen Meter mit irgendeiner BMW gefahren zu sein) und es ändert zweitens nichts daran, dass eine R 80 G/S in ihrer Konzeption herzlich wenig mit einer R1200GS zu tun hat und es deshalb Unsinn ist, diese Maschinen miteinander zu vergleichen - und dabei womöglich auch noch zu dem Ergebnis zu kommen, BMW's Enduros seien an Fettsucht erkrankt. Wem eine R1200 zu fett ist, der kann eine F800GS nehmen, und wem die immer noch zu fett ist, der kann sich die neue G650GS holen.

    Also, wenn's was Neues sein soll, meine ich.

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    #15
    Das hab' ich aber ganz anderes gelesen, nämlich so: Von '71 an gab es gute Sporterfolge mit BMW Enduro Umbauten von Scheck, unter anderem durch den berühmten Herbert Scheck selber. Später gab es noch andere Teams, z.B. HP.

    Scheck '78


    Auch ein Werksmitarbeiter aus der Chassis-Entwicklung namens Rüdiger Gutsche hatte eine R 75/5 entsprechend umgebaut, und trieb die erfolgreich bei den 6 Days Trial Rennen. Ohne offiziellen Entwicklungsauftrag machte er sich an die Entwicklung von dem was später die R 80 G/S wurde. Wahnsinn, dass dies so noch möglich war. Nur 30 Jahre später würde ihm wohl wenigstens sowas wie mangelnder Teamgeist + Firmeninteresse vorgeworfen. Auf ihn geht übrigens auch der damals völlig neuartige Monolever zurück.

    In Januar 1979 bekam BMW Motorrad ein neues Management, und das wollte die Motorsparte wieder auf ein Erfolgsgleis setzen. Man brauchte schnell ein Motorrad, dass etwas neues war und trotzdem mit vorhandenen Ressourcen ganz fix gebaut werden konnte. So lag die Entscheidung nahe: eine G/S, und Gutschel wurde der Chefingenieur.

    Gutschel '79


    Wg. der Vorerfahrung und der Vorarbeit von Gutschel konnte noch in '79 ein Prototyp vorgestellt werden:




    Die Entwicklung der G/S konnte in nur 21 Monaten abgeschlossen werden. Im ersten Jahr verkauft sie schon 6631 Einheiten, das war gut doppelt soviel wie ursprünglich geplant. Vom schnellen Erfolg der G/S war jeder bei BMW überrascht, obwohl im Nachhinein eine Logik in dieser Geschichte liegt. Denn es sieht eher so aus, dass BMW beinahe 10 Jahre lang voll gepennt hatte, selbst für Erfolge der eigenen Mitarbeiter auf eigenem Material blind war.

    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    snip ...
    BMW brauchte ein preisgünstiges Einsteigermodell in die Boxer-Welt, nachdem die R65 und R45 zu teuer in der Produktion waren und sich nicht gut verkauften.

    Preiswert bezog sich auf die Entwicklungskosten und niemals auf den Motorradpreis. Ein Preis von DM 8.900 in 1980 erscheint mir alles andere als ein Einsteigerangebot. Ebenso wurde damals soweit ich mich erinnere ein 200 kg Motorrad mit 50 Ps vom Markt nicht als Einsteigermaschine gesehen. Einsteigermaschinen waren damals 400 ccm Japaner.

  6. Registriert seit
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    #16
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    nachdem die R65 und R45 zu teuer in der Produktion waren und sich nicht gut verkauften. ..
    Nicht zu teuer in der Produktion, da nahmen sich die einzelnen BoxerModelle nicht viel, sondern verkauft haben sie sich nicht besonders, das war das Problem.

    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Und bei aller Begeisterung für das R80 G/S-Konzept hatten sie in der Anlaufphase Qualitätsprobleme, weil sie bei den Herstellungskosten zu sehr geknausert hatten. ..
    auch das ist nur bedingt richtig, nach heutigen MAßstäben vielleicht, aber wirkliche Problem gabs eigentlich nur mit der rostenden Auspuffanlage und den Ventilsitzen, die verbleiten Sprit benötigten.
    Wenn man den damaligen Qualitätsstand einer Honda XL 500 S ansetzt, war die BMW sicher deutlich besser in der Qualität.

    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Dennoch war die Maschine im Konkurrenzvergleich relativ teuer. Eine Yamaha XT 500 kostete um die 5.000 DM..
    Eine XT 500 war weder von der Motor-Fahrleistung, noch vom Fahrwerk/ Bremsen her überhaupt vergleichbar. Es gab nichts vergleichbares, das war ja der Erfolg. Die BMW war von allem mit 50% mehr.....eine XT 500 war doch schon bei ihrem Erscheinen nicht innovativ. eine G/S hingegen schon. Kardanenduro, 50 PS! hatte damals keine, Einarmschwinge, Scheibenbremse
    In genau der Zeit bin ich groß geworden, hatte 1984 meine erste G/S und hab mir das Umfeld schon genau angesehen.

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    #17
    Hallo !

    Ich habe in den vergangenen 5 Jahren neben anderen Motorrädern R80GS, R100GS, R1100GS, R1150GS, R1200GS selber besessen und gefahren.
    Die G/S mit einer 1200er zu vergleichen ist schon schräg, aber irgendwas muss man ja schreiben im Jubiläumsjahr :-)
    Die 1200GS war für mich die "Fahrmaschine" schlechthin, Leistung (für mich) mehr als ausreichend aber auch immer den Gedanken im Hinterkopf, "hast Du auch deine ADAC Karte dabei" :-), weil ich kann an den Dingern so gut wie nix mehr selber machen....ausser Geld verbrennen.
    Die G/S als PD Version mit dem schönsten Tank den BMW jemals gebaut hat ließ optisch mein Herz hüpfen, aber mit dem Fahrwerks Auf und Ab konnte ich mich genauso wenig anfreunden wie mit dem nicht vorhandenem Knieschluß.
    Geblieben und grad im Aufbau ist nun eine 88er R100GS mit leichten Modifikationen an Rahmen, Fahrwerk & Co. Sie ist sicherlich nicht mehr mit einer originalen vergleichbar aber MEINE GS "for ever"...
    Sicherlich haben alle Mopeds ihren Reiz, jeder wie er mag und kann, die vorangegangenen Beiträge spiegeln dies sehr schön wieder...

    Edith hatte dicke Finger...

    Gruß, Bernd

  8. Registriert seit
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    #18
    Sicherlich haben alle Mopeds ihren Reiz, jeder wie er mag und kann
    Das trifft es. Objektiv ist eine 12er die um Längen bessere GS und eigentlich mit der G/S nicht wirklich vergleichbar, aber welche (wann) mehr Spaß macht, steht auf einem anderen Blatt.

  9. Registriert seit
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    #19
    Hallo beinander,

    ist es nicht schön, wie viel Emotion bei einem einfachen Eisenhaufen wie der G/S noch immer im Spiel ist? Ich feiere mit meiner kommendes Jahr Silberhochzeit, sie hat kaum mehr Transplantationen und Schönheits-OPs hinter sich als ein Topmodel und im Gegensatz zu allen anderen Bikes schafft es kaum eine Motorradzeitschrift Deutschlands, 10 Ausgaben lang ohne ein Bild oder eine Erwähnung von ihr auszukommen. Alleine das ist schon ein Grund, ihr die Treue zu halten.

    Grüße

  10. Registriert seit
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    Standard

    #20
    Zitat Zitat von oktober Beitrag anzeigen
    ist es nicht schön, wie viel Emotion bei einem einfachen Eisenhaufen wie der G/S noch immer im Spiel ist?
    Ach, ich finde man kann es auch übertreiben. Wenn die Emotion für das eigene Krad verhindert, dass man links und rechts sieht, dass andere Kräder auch ihre Qualitäten haben, dann wird schnell Markenbunnytum draus, und das finde ich eher störend.

    Mich würden zum Beispiel aus heutiger Sicht an einer R80 G/S die schlechten Bremsen stören. Und in dem Zusammenhang wäre es mir auch egal, dass andere (japanische) Enduros vor 30 Jahren noch viel schlechtere Bremsen hatten (ich bin mal eine Honda XL500 gefahren, ich weiß also durchaus, wovon ich rede).

    Aber grundsätzlich, da hast du natürlich völlig recht, ist das ein sehr sympathisches Motorrad.


 
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