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Warum ausgerechnet ein 2V???

Erstellt von Kirschbaum, 06.10.2008, 12:36 Uhr · 53 Antworten · 6.749 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Wenn ich ehrlich in mich gehe, muß ich leider gestehen, daß ich am Dampf und am Fahrwerk der 4Ver auch (oder vor allem) wegen eines Vorfalles sehr interessiert bin:
    Vor einigen Wochen hatte ich das Vergnügen (oder Pech??!), daß ich mit meinem schmalbrüstigen Schnauferl eine Ausfahrt mit einigen meiner Arbeitskollegen mitmachen durfte. Allesamt mit Motorrädern weit, weit jenseits der 50 PS. Ich musste meine Mühle drehen wie noch nie und kam doch nicht nach, das machte keinen Spass. Vielleicht ist das Ego ein bisschen zerknittern, weil ich solchen Attacken damals mit der K100 einfach nur durchs Gausaufmachen Paroli bieten konnte.
    Eigentlich bin ich der einsame Solofahrer, der die Landschaft geniesend mit 90 km/h durch eben dieselbe tuckert und ab und an mal die Straße verlässt, um nach zu sehen, was hinter dem nächsten Feldweg zu finden ist.

    Wie sieht es eigentlich mit den Unterhaltskosten aus im Vergleich zu den 4V??
    Karl

  2. Registriert seit
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    Standard 2 Ventiler

    #12
    Hallo Herr Kirschbaum,

    bei mir hat die Sache schon damit begonnen, dass mein Vater bis zu meiner Geburt einen 2 Ventiler, genauer eine /7 gefahren hat. Sein Traummotorrad musste er nach meiner Geburt gegen einen Kadett oder so eintauschen.
    Ich habe heute noch Schuldgefühle.
    Bis zu meinem 16. Lebensjahr konnten wir uns nur eine Hercules XE 9 als 98ccm Modell halten. Dies kam mir mit dem 80er Führerschein ganz entgegen. Die Kiste wurde gedrosselt und dann gings auf die Straße.
    Ich hatte schon damals viel Zeit in meine Fahrzeuge, Mofa´s und die Hercules investiert und so konnte ich mit der Volljährigkeit auf eine 650 F BMW, damals eine sehr neue Maschine umsteigen.
    Mit nicht einmal 20 Jahren stand sie dann bei uns, eine BMW R 100 GS PD als Unfallmaschine mit knapp 20.000 km. Damals Vaters und natürlich auch mein Traum. Die Farbauswahl von BMW war zwar nicht Ideal: türkis und weiß, aber die Grundsubstanz war korrekt und bis der Führerschein bestanden war lief die Kiste auch schon wieder.
    Dann ging ich zum ersten GS Treffen 20 Jahre GS von Motorrad in Zellereith.
    Ich war zu dieser Zeit mit Abstand der Jüngste auf dem Zeltplatz und unter großen wie den beiden von HPN oder Wüdo und wer sonst so alles noch da war, fühlte ich mich wie ein kleines Lichtlein. Jedoch war ich in der Gemeinschaft der GS-Fahrer sofort angenommen. In diesen drei Tagen auf dem Treffen hatten wir eine sehr schöne Zeit. Ich war infiziert.
    Seit dem hatte ich schon mehrere GSen und die eine, die habe ich immer noch. Mittlerweile hat sie schon über 140.000 km auf den Straßen rund um Europa abgerissen. Ich arbeite jetzt schon wieder an einer sehr leichen Enduro auf der Basis einer /7 von 75.
    Vorstellen konnte ich mir das in meiner Jugend noch nicht, dass ich mal ein Geschäft, hauptsächlich für dieses eine BMW Modell eröffnen würde.
    Ich finde es immer wieder überraschend, wie vielfältig man so eine BMW gestalten kann. Mit welch einfachen Mitteln ich sie erhalten, warten und pflegen kann. Die BMW 2 V ist für mich der absolute Allrounder.
    Am Wochenende hatte ich einen eingeschworenen Yamaha Fahrer im Geschäft. Er erzählte von seinen zahlreichen Afrika-Touren, die er auf Serienmaschinen durchgeführt hatte. Über meine aufwendigen Umbauten konnte er nur den Kopf schütteln. Ich musste ihm leider sagen, dass mir bewusst ist, dass es noch mehrer Marken mit guten Modellen gibt. Ich bin der Meinung, man müsse es nicht verstehen. Die Liebe zum BMW BOXER.
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  3. Registriert seit
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    #13
    Ich fahre seit 1979 eine R 60/6; 1976 von meinem Bruder neu gekauft.
    Sie war zunächst Alleinmotorrad, später nur noch Sonntagsgefährt, oder "Roller" für den Arbeitsweg neben R 100 RS (zeitweise mit Beiwagen), R 65 und ab 1998 R 1100 S.
    Mit der S erfüllte ich mir einen Traum,der mit der Zeit immer langweiliger und teurer (Inspektionen beim ) wurde.
    Plötzlich brauchte ich die schnelle S nicht mehr, die /6 machte auf Landstraßen wieder mehr Spaß und Juniors Duc 750 SS ie brachte auch Abwechslung.
    Eine Passfahrt auf einer 83´er R 80 ST brachte die endgültige Wende. 25 Jahre Weigerung, eine hochbeinige, breitlenkrige Enduro zu fahren, wichen der Freude an einem leichten, wendigen und mit überschaubarer Technik ausgestattetem Spaßmobil. Endlich wieder alles selbst machen......-Forum hilft
    Die S wurde gegen eine R 100 GS PD getauscht.
    Zu Juniors Freude bewege ich die Duc nun nur noch, wenn es mal sein MUSS.

    Probier´s aus.

    PS: Nach einer zügigen und kurvigen Fahrt durch´s Sauerland Mitte September erklärte mir ein mitfahrender Kollege (R 1100 R, 80 PS), dass er beim Herausbeschleunigen aus Kurven im 3. Gang Vollgas geben musste, um mit der PD mitzuhalten.
    Ich fahre übrigens Straßenbereifung Bridgestone BT 45.

  4. Registriert seit
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    #14
    BT45 kenne ich von der K100, pappen wie Sau!

  5. Registriert seit
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    #15
    Wollte damit nur sagen, dass die GS mit 60 PS im Vergleich zu modernen Mopeds absolut nicht untermotorisiert ist. Lange Autobahnetappen sollte man schon genießen können, aber dort fahre ich nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt.
    Im Gegensatz zum Vormotorrad (R1100S) kosten die Reifen nur die Hälfte, halten dafür aber doppelt so lange (so ungefähr jedenfalls).
    Der Spritverbrauch entspricht dem der "S" : 5,5 bis 7 l / 100 km; die R 60/6 hält sich hartnäckig bei 6,3 l.

  6. Registriert seit
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    #16
    Kannst Du mir erklären, wie Du Deine GS bewegst, Deine Fahrweise meine ich damit.
    Die im Forum ab und zu angegebenen, hohe Spritverbräuche der 2V-GS halten mich noch immer davon ab, mich für sie zu entscheiden, dabei wären 5,5 Ltr eigentlich gar nicht so übel.
    Ich muß dazu sagen, die KLE500 ist eine berüchtigte Säuferin, 6 - 7 Liter ist Standart, 8 Ltr sind absolut kein Problem, auch 9 - 10 Ltr sind noch machbar. Mit der entsprechenden Fahrweise (sehr gemäßigt) und ein paar Tuning-Maßnahmen (größeres Ritzel, weniger fettes Gemisch) hab ich die Karre auf unter 4,5 Ltr herunter gebracht.
    Da sollte bei der GS auch was machbar sein.

    Welche soll ich nehmen, die 800er oder die 1000er?

    Karl

  7. Registriert seit
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    #17
    Moin,
    meine 100er GS mit modifiziertem Motor bekommt nur Lack und der Verbrauch liegt bei 6 Liter/100km...
    Wenn du auch gerne mal etwas flotter unterwegs sein willst, dann nimm den 1000er Motor. Später mal den 800er Motor auf den 1000er zu bringen ist aufwändiger als man denkt.

  8. Registriert seit
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    #18
    ich hab auch beide, und nach 20.000 km mit der dicken in diesem sommer fahr ich seit ein paar wochen wieder die alte - und siehe da, nachdem fast schon die entscheidung gefallen war, sie zu verkaufen, macht es mir doch immer noch mehr spaß damit. allein der moment wenn man sie anlässt ... alles rappelt und scheppert wie es sich gehört, und obwohl man (nach umstieg von der 4V) das gefühl hat, die 2V hätte überhaupt keine bremsen, klappt doch alles wunderbar.

    objektiv spricht gar nix für die alte (ich kann und will nämlich nicht basteln), aber emotional ist es schon ganz was anderes.

    andererseits kann man natürlich gut von alten kühen schwärmen, wenn man für die große tour was modernes in der scheune stehen hat. so wahnsinnig zuverlässig ist die alte nämlich nicht, da hatte ich schon allerhand reparaturen dran. war aber auch ein ziemliches wrack, als ich sie gekauft habe.

  9. Registriert seit
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    #19
    Was war denn alles kaputt?
    Der Kardan soll ja gern Probleme machen.

  10. Registriert seit
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    #20
    ja, der kardan musste ausgetauscht werden (500,-- allein das ersatzteil), ansonsten waren alle züge und leitungen hin, im urlaub fing der hauptbremszylinder an zu lecken und beide gabeln ... naja, wie gesagt, war auch in miserablem zustand. jetzt läuft sie aber schon seit ca. 8000 km stabil. wieviel sie insgesamt gelaufen hat, weiß ich nicht, tacho zeigte bei kauf im dez 06 58.000, was aber sicher nicht stimmte, jetzt 72.000.

    das getriebe ist ziemlich hakelig, außerdem gibts da mindestens zwei leerläufe, die so nicht vorgesehen sind. da steht mir sicher auch noch was ins haus....

    zzur ehrenrettung muss ich aber noch sagen: öl braucht sie so gut wie keins, sprit zwischen 5 und 6 liter. anspringen tut sie auch nach monatelangem rumstehen auf den ersten knopfdruck.

    wenn ich damals flüssiger gewesen wäre, hätte ich mir zwar die gleiche maschine (oder lieber noch eine P/D) gekauft, aber in gutem zustand, nur dafür zahlt man halt auch wirklich liebhaberpreise. unter "biete" steht hier gerade eine schöne drin, bei der ich auch ins nachdenken komme.


 
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