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Sicherheitsfrage, Klapphelm oder Integralhelm??

Erstellt von Schneeinfo, 02.01.2009, 22:16 Uhr · 24 Antworten · 20.063 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Sicherheitsfrage, Klapphelm oder Integralhelm??

    #1
    Hallo Leute!

    Ich bin hin und her.
    Ich bin auf der Suche nach einem neuen Helm. Bis jetzt bin ich nur Integralhelm gefahren. Mich wundert es selber, das ich mir jetzt auf einmal Klapphelme anschaue. Ich denke das macht das fortgeschrittene Alter. Bin auch Brillenträger.
    Nun aber zur Kernfrage! Können Klapphelme in Punkto Sicherheit mit einem Integralhelm mithalten. Da habe ich etwas bedenken. Einem Bekannten hatte es bei einem Sturz die Klappe aufgerissen. (Beim Helm)
    So etwas will man natürlich nicht erleben.
    Wie sieht es mit dem Mehrgewicht aus? Mein Integral wiegt ca. 1400gr. Die Klapperausführung min. 1750gr. Beim anprobieren spürt man das Mehrgewicht deutlich.
    Sicher gibt es Vor und Nachteile. Für mich als Brillenträger überwiegen wahrscheinlich die Vorteile von einem Klapphelm. -- Gebe es da nicht die Sicherheitsfrage.

    Gruß Andy

  2. Registriert seit
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    #2
    Also, du hast ja alle relevanten Informationen in deinem Posting schin eingebaut. Das kann dann jetzt von anderen nur noch wiederholt, abgeschwächt oder verstärkt werden...
    Klapphele sind bauartbediongt weniger sicher als Integrale. Ähnliche Qualität vorausgesetzt. Das habe nicht ich erfunden, sondern in Tests gelesen. Wenn das nicht stimmt, verklag bitte die Zeitungen, nicht mich Genau das, was deinem Kumpel passierte, kann eben passieren - das Klappenteil öffnet sich.
    Ich habe selbst eine Klapphelm, den ich aber seit einiger Zeit nicht mehr nutze, weil ich einen Endurohelm insgesamt besser finde.
    Das Mehrgewicht merkte ich nur im direkten Vergleich. Beim Fahren wurde mir manchmal nach etlichen Stunden das Genick etwas steif - das mag am helm liegen oder an meiner Sitzhaltung. Jetz ist es weniger geworden. Aber wegen der paar Gramm würde ich keine Entscheidung fällen. Definitiv nicht. Genauso wenig, wie ich beim Helmkauf Interesse an Design oder Farbe zeige. Aber das ist reine Geschmackssache und somit dein Problem
    Der Komfort ist unübertroffen! Für mich als Brillenträger und Fotograf war der Helm superpraktisch. Nur eben nicht so sehr abseits der geteerten Wege. Da kam mir etwas zu wenig Sauerstoff in die Kappe.
    Ich sage mal so: Auto ist sicherer als Motorrad - und ich fahre dennoch Töff. Leder ist sicherer als Textil - ich habe Goretex an meinem Astralleib. Integralhelme sind sicherer als Klapphelme...
    Dein Körper, dein Risiko, aber auch deine Lebensqualität. Irgendwie müssen wir halt immer abwägen, wie sehr wir unseren Alltag dem Sicherheitsdenken unterordnen wollen. Jeder für sich.

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Von den modernen Klapphelmen stehen die besten den Integralhelmen in der Sicherheit in nichts nach. Crash Test nach 'Motorrrad, Reisen & Sport', Ausgabe 5/2005:

    Resultate:
    - Shoi Synchrotec II = 82 g
    - Schuberth C2 = 97 g
    - Airoh SV55 = 134 g
    - Takachi TK80 = 148 g
    - Driver MX1 = 165 g
    - Caberg Justissimo = 167 g
    - HJC Symax = 174 g
    - Nolan N101= 174 g
    - BMW System 5 - 174 g
    - Vemar VXD Lux = 182 g
    - Lazer Grandville GL = 186 g
    - Uvex Take-off = 198 g
    - IXS HX336 = 199 g
    - Probiker KX1 = 222 g

    Bestanden ist besser als 275, gut ist besser als 150 (niedrigere Zahl). Der beste bis dahin getestete Helm war der FM T.Rad = 95 g (nein, nicht ein Arai!).

    Keine Beschaedigung am Kinnteil:
    - Airoh SV55
    - BMW System 5
    - Shoi Synchrotec II

    Nicht die Funktion beeintraechtigende Beschaedigung:
    - Nolan N101
    - Schubert C2
    - Caberg Justissimo (=Jarrow helmet for NA)
    - Lazer Granville GL

    Folgende wiesen mechanische Beschaedigungen auf: Takachi TK80, Probiker KX1, Vemar VXD Lux, Uvex Take-Off, Driver MX1, HJC Sy-Max, IXS HX 336. Inbesonderen die letzteren 5 sahen elendig aus.

    Man muesste nur aufhoehren mit dem Geiz, und endlich mal ein paar Tacken fuer einen guten Helm anlegen

  4. Biji Gast

    Standard

    #4
    Tachschön,
    dass so viele Menschen testgläubig sind erstaunt mich immer wieder.
    Ich weiß zumeist wovon ich schreibe aus eigener Erfahrung.
    Dieser Helm (s. Bild) und ein weitere den meine Frau trug 'hielt' so um die 3 Wochen was er versprach, danach war er so dermassen ausgeleiert, man glaubt es kaum. Bei Kauf stramm bis hinten gegen - danach richtig drehbar(!) Ausserdem Vogelzwitschern der ärgsten Art auf diversen Bikes, defekte Visierbeschichtung und zu guter letzt im Stand umgefallen und Helm sprang auf - darum schrieb ich weiter vorn etwas zurückhaltend aber bestimmt... Die Austauschhelme dann weitere 6-8 Wochen inkl. 3 Visieren, da grad keine Tour anstand und sie weniger benutzt wurden, danach dann Wandlung und einen Helm von einem Hersteller, der deutlich mehr Helmschalen für die verschiedenen Größen von XXS - XXL hat (damals anno 2000 nur Arai). Nein wir brauchten keine besonderen Größen 1 x S + 1 x XS....

    Trotzdem, jedem das Seine und seid allzeit gut behelmt, die Entwicklung geht jaimmer weiter
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken gotthard.jpg.jpg  

  5. Baumbart Gast

    Standard

    #5
    Klapphelme sind lauter. Und sie sind nur dann ähnlich sicher, wenn sie wirklich zu sind. Ob das immer der Fall ist würde ich aus eigener Erfahrung nicht unterschreiben. Aber sie sind praktischer und allroundiger. Ich fahre inzwischen S1 im Winter und Endurohelm wärend der Saison. Ist angenehmer.

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Ich habe mich inzwischen gegen den Klapphelm entschieden. Etwas mehr Sicherheit bevorzuge ich eher als einen praktischen Klapphelm.
    Habe mich für den BMW Sportintegral entschieden.

    Gruß Andy

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Zitat Zitat von Schneeinfo Beitrag anzeigen
    Etwas mehr Sicherheit bevorzuge ich eher als einen praktischen Klapphelm.
    Obwohl ich Klapphelmnichtträger bin, habe ich Verständnis für die Anderen.

    Sicherheit ist nicht nur eine Frage der Schlagfestigkeit und anderer mechanischer Parameter. Wichtig ist, dass man sich mit dem Helm wohl fühlt. Unbequemlichkeiten aller Art beeinträchtigen das sichere Fahren sicherlich mehr als unterschiedliche Festigkeitswerte. Und das Sicherste ist immer noch der Unfall, zu dem es gar nicht erst kommt.

    Ich war auch schon einmal Zeuge, wie das Kinnteil eines Klapphelms einfach so auseinanderfiel. Man sollte also einen Helm öfter einmal etwas genauer unter die Lupe nehmen, um Schäden zu entdecken, die nicht auffallen, vor allem, wenn der Helm schon etwas älter ist. Klapphelme sind da konstruktionsbedingt einfach anfälliger.

    Klapphelme müssen nicht unsicher sein, aber der Aufwand ist größer, um das gleiche Sicherheitsniveau zu erreichen wie bei einem Helm ohne Mechanik; das wird sich in Gewicht und Preis niederschlagen.

    Eckart

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    #8
    ich war mir sicher einen klapphelm zu kaufen!
    am sonntag vor dem kauf hab ich nen biker von der straße gezogen.
    dem sein klapphelm hat mich sofort umgestimmt.
    waren max. 100 km/h inner kurve.
    denke es kommt drauf an wie mann aufschlägt.
    mein helm soll mein schädel schützen und nicht 5grad cel. kühler seien als nen anderer.
    wenn warm dann warm.
    wenn knall dann lieber so sicher wie geht.

    das ganze leben ist ein kompromiß.

    lg
    andreas

  9. Registriert seit
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    #9
    Zitat Zitat von Eckart Beitrag anzeigen
    Klapphelme müssen nicht unsicher sein, aber der Aufwand ist größer, um das gleiche Sicherheitsniveau zu erreichen wie bei einem Helm ohne Mechanik; das wird sich in Gewicht und Preis niederschlagen.
    Eckart
    Genau so ist es. Darum kann man keine ordentlichen Klapphelm fuer 150 Euro bekommen, aber schon einen einen recht ordentlichen Integralhelm.

    ================================================== =====

    Die allermeisten Helme bei denen nach einem Unfall die Klappe sicherheitsgefährdent (hat nicht gehalten) oder funktionsgefährdent (der Retter kann die Klappe nicht mehr oeffnen) beschaedigt ist, die stammen definitiv aus der unteren und der mittleren Preisgruppe.

    Man muss also auseinander halten. Wenn einer sagt er habe gesehen wie es einem Motorradfahrer beim Sturz das Kinnteil weggehauen hat, dann sollte man daraus nicht einfach schliessen, das alle Klapphelme gleich sind.

    1. Sollte man sagen um welchen Helm es sich handelt, alleine schon um andere Motorradfahrer zu informieren. Keiner der renommierten Klapphelmhersteller wird sowas gerne lesen.
    2. Woher soll man wissen, ob bei einem Integralhelm das Kinnteil ggf. gehalten haette?
    3. Gerade gute, einfach zu oeffnende Klapphelme welche schnellen Zugang zum Gesicht moeglich machen werden heutztage von vielen Ersthelfern begruesst. Es ist niemals untersucht worden, wie vielen so der Arsch gerettet werden kann, z.B. im Falle von Atemwegblockierung.

    Gerade zu Punkt 2. sind auschliesslich gemessene Daten wie g-Werte sinnvoll. So etwas nach Gefuehl beurteilen zu wollen, das ist wohl eher laecherlich.

    PS 1: Der oben angegebene "bestanden" g-Wert von 275 ist uebrigens ECE Norm, die fuer alle Helmtypen gilt. Motorrad, Reisen & Sport hatte mit den gefunden Ergebnissen die Forderung erhoben den Grenzwert endlich zu senken. Das war 2005! Leider sträuben sich vor allem die asiatische Hersteller immer noch (!) vehement gegen diesen Plan. Einzig Shoei und Schuberth bemuehen sich schon seit Jahren um eine Aenderung, ohne Erfolg. Nach Aussage von beiden Herstellern waeren g-Werte unter 100 fuer alle 5 Pruefstellen loecker moeglich, was nachweisbar viele toedliche Hirnschaeden verhindern helfen kann.

    PS 2: Worauf sollte man beim Klapphelmkauf unbedingt achten?
    - Der Schliessmechanismus soll aus Metall sein, und zwar sowohl an der Klappe als auch an der Gegenseite am Helm.
    - Die Oeffnungstaste gehoehrt in die Mitte aussen am Kinnbuegel, nicht links oder rechts, oder oben oder unten.
    - Die Taste darf nicht verdeckt sein (z. B. innen im Kinnbuegel), da die sonst kein Schwein findet.
    - Die Taste darf nicht hervorstehen, da sich bei einem Ueberschlag der Helm sonst leicht oeffnen und dann mit der Hebelwirkung des Kinnteils das Genick brechen kann.
    - Beim aufgeklappen des Kinnteils soll das Visier ohne weiteren Benutzereinfluss und selbststaendig gegen den Kinnbuegel buendig zu schliessen kommen, da sonst schon bei niedrigen Geschwindigkeiten eine Segelwirkung ensteht, die einem dem Kopf nach hinten reissen kann.

  10. Biji Gast

    Standard

    #10
    Moin Peter.
    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Die allermeisten Helme bei denen nach einem Unfall die Klappe sicherheitsgefährdent (hat nicht gehalten) oder funktionsgefährdent (der Retter kann die Klappe nicht mehr oeffnen) beschaedigt ist, die stammen definitiv aus der unteren und der mittleren Preisgruppe.
    Das hast Du schön geschrieben, ich weiß nicht woher Du all Dein publiziertes Wissen hast, aber ich weiß daß ich damals die Schuberths getestet habe und der Helm den Du da auf dem Bild siehst ist ein Schuberth.

    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Man muss also auseinander halten. Wenn einer sagt er habe gesehen wie es einem Motorradfahrer beim Sturz das Kinnteil weggehauen hat, dann sollte man daraus nicht einfach schliessen, das alle Klapphelme gleich sind.
    Damit hast Du allerdings natürlich recht, es fällt ja auch nicht jedes Motorrad um nur weil es ein Einsprurfahrzeug ist. Ich gehe allerdings davon aus, dass die meisten Nutzer hier nicht auf den Kopf gefallen sind und traue Ihnen durchaus ein gewisses Maß an Urteilsvermögen zu . Nur weil eine Ringantenne ausfällt, fallen ja nicht gleich alle aus - allesdings läßt sich an den konzeptbedingten Eigenheiten eines Klapphelpm wenig wegdiskutieren.

    Also Kopf rein in die Mütze und Gas ist rechts


 
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