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Wie stark altert der Helm im Laden?

Erstellt von Aber, 23.06.2011, 17:32 Uhr · 19 Antworten · 4.808 Aufrufe

  1. Registriert seit
    26.03.2007
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    58

    Standard Wie stark altert der Helm im Laden?

    #1
    Hallo Gemeinde,
    bin leider mit der Suche zu meiner Frage nicht richtig fündig geworden.

    Ich brauche einen neuen Hut, der alte ist dank Sturz defekt.
    Da ich mit meinem jetzigen sehr zufrieden bin (Shoei Raid 2) und ich schwer etwas passendes finde, wollte ich mir gerne wieder das gleiche Modell zulegen.
    Allerdings bekommt man diesen nur noch als Auslaufmodell.
    GFK Helme werden mit einer Haltbarkeit von bis zu 8 Jahren angegeben.
    --Text Shoei----------------------------------------------
    Shoei Raid 2

    SICHERHEIT Helmschale aus AIM+
    Organisches Fiberglas, Multifiber und High Performance Organic Fiber in verschiedenen Schichten für eine stoßabsorbierende Schale mit optimaler Steifigkeit
    2-teiliges modulares Styroporkernsystem
    Schutzoptomierung durch Styroporkernelemente mit unterschiedlichen Dämpfungsgraden
    Beschlaghemmendes CX-1V-Pinlock-Visier
    Mit Sicherheitsarretierung und doppelter Visierdichtung, schnell und einfach wechselbar
    -----------------------------------------

    Ist damit nur die "Gebrauchszeit" gemeint oder muss ich die "Lagerzeit" beim Händler abziehen?

    Bin gespannt auf eure Meinung.

    Andreas

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Zitat Zitat von Aber Beitrag anzeigen
    Wie stark altert der Helm im Laden?
    Das ist schnell erklärt.
    Gleich schnell wie sonst auch.

    Gruß, Andy

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Der Alterungsprozess von GFK beginnt im Prinzip nach der Herstellung. Ist
    also völlig wurscht ob UV-Licht etc.etc. daheim im Gebrauch oder noch im
    Ladenregal, oder am schlimmsten im Schaufenster einwirkt. Andere Umwelt-
    einflüsse sind zu vernachlässigen. Der schlimmste Killer ist das ultraviolette
    Sonnenlicht, da es die Geschmeidigbestandteile des Plastiks zum verdampfen
    bringt und somit die Shock-Absorbtion der Helmschale dermaßen reduziert
    das, überspitzt aufgezeigt, beim Crash die Schale quasi zerbröselt, wie Dracula beim ersten Lichtstrahl.

    Moderne Fibre- bzw. Carbon-Werkstoffe haben da deutlich längere Nutzungs-
    zeiten.

    Außerdem wäre entscheidend ob die Basis vom Kunststoff auf PE-Basis
    (Polyethylene), PP-Basis (Polypropylene) oder gar PS-Basis wäre (Polystyrole)
    glaub ich zwar nicht, bei Verwendung von Helmschalen, aber man weiß
    ja nie was Taiwan,Hongkong und Co. so alles verwurschteln.........

    Das ganze Thema ist für mich persönlich unter anderem einer der Gründe
    warum auf meine Rommel nur Helme im Premium-Preis-Segment gestülpt
    werden. Da sind die Materialien nicht nur hochwertiger sondern in der
    Regel auch durch Langzeittests und umfangreichere Crash-Versuche deutlich über geltenden Mindestnormen und Gesetzen. Bei Billigprodukten,
    leider rechnet man da auch GFK dazu, also bei Helmen zumindest, muss
    aus betriebswirtschaftlichen Gründen meistens nur die vom Gesetzgeber
    vorgegebenen Grundparameter erfüllt werden.

    Da ich nur einen Kopf habe..................und wenn der ab ist hat mein
    Arsch Feierabend...................

  4. Registriert seit
    14.09.2009
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    409

    Standard

    #4
    ... also, Shoei ist ja nu mal kein Billigheimer und deren GFK-Helme würde ich als grundsolide einschätzen.

    Helmschalen aus GFK gehören zu den sehr lange haltbaren, locker 10 Jahre würde ich ihnen vertrauen. Was aber eher altert ist der Innenausbau, sprich das Styropor, was durch das Tragen beeinträchtigt wird. Der Sitz wird lockerer und die Dämpfungseigenschaften lassen nach.

    Arai z.B. empfiehlt einen Tausch des Helmes nach etwa 4-5 Jahren ( wobei die effektive Nutzung sicher entscheident ist).

    In deinem Fall würde ich den Shoei beruhigt kaufen, wenn er günstig ist. Allerdings würde _ich_ die Nutzungsdauer auf max. 5 Jahre beschränken.

  5. Registriert seit
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    Beiträge
    9.459

    Standard TROTZ ALLEDEM HÄTTE ICH HIERZU

    #5
    NOCH GERNE DAS STATEMENT EINES
    CHEMIKERS, WERKSTOFFWISSENSCHAFTLERS oder eines TÜVIES, der mit den genormten tests und den normungsverfahren nach EU-recht und nach DIN zu schaffen hat.
    im untenstehenden wirken mir denn doch einfach zuviele: ich hab da mal was gelesen/gesehen/aufgeschnappt mit, als dass ich hierauf mir erlauben wollte, mir ein abschliessendes urteil zu bilden.
    (auch wenn die enthaltene tendenz scheinbar nicht vollkommen falsch wirkt)



    Zitat Zitat von Quhpilot Beitrag anzeigen
    Der Alterungsprozess von GFK beginnt im Prinzip nach der Herstellung. Ist
    also völlig wurscht ob UV-Licht etc.etc. daheim im Gebrauch oder noch im
    Ladenregal, oder am schlimmsten im Schaufenster einwirkt. Andere Umwelt-
    einflüsse sind zu vernachlässigen. Der schlimmste Killer ist das ultraviolette
    Sonnenlicht, da es die Geschmeidigbestandteile des Plastiks zum verdampfen
    bringt und somit die Shock-Absorbtion der Helmschale dermaßen reduziert
    das, überspitzt aufgezeigt, beim Crash die Schale quasi zerbröselt, wie Dracula beim ersten Lichtstrahl.

    Moderne Fibre- bzw. Carbon-Werkstoffe haben da deutlich längere Nutzungs-
    zeiten.

    Außerdem wäre entscheidend ob die Basis vom Kunststoff auf PE-Basis
    (Polyethylene), PP-Basis (Polypropylene) oder gar PS-Basis wäre (Polystyrole)
    glaub ich zwar nicht, bei Verwendung von Helmschalen, aber man weiß
    ja nie was Taiwan,Hongkong und Co. so alles verwurschteln.........

    Das ganze Thema ist für mich persönlich unter anderem einer der Gründe
    warum auf meine Rommel nur Helme im Premium-Preis-Segment gestülpt
    werden. Da sind die Materialien nicht nur hochwertiger sondern in der
    Regel auch durch Langzeittests und umfangreichere Crash-Versuche deutlich über geltenden Mindestnormen und Gesetzen. Bei Billigprodukten,
    leider rechnet man da auch GFK dazu, also bei Helmen zumindest, muss
    aus betriebswirtschaftlichen Gründen meistens nur die vom Gesetzgeber
    vorgegebenen Grundparameter erfüllt werden.

    Da ich nur einen Kopf habe..................und wenn der ab ist hat mein
    Arsch Feierabend...................

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Genau das ist das Problem. Zum Thema Helmalterung weiß JEDER Bescheid, egal wen man fragt, besonders natürlich die Helm-Verkäufer. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

    Insbesondere die Argumente zur Alterung von Styropur unter UV-Licht finde ich immer wieder interessant. Woher kommt bitte das ganze UV-Licht, dass das Styropur im Helm altern lässt? Habt ihr eine UV-Lampe unter dem Helm? Mein Helm hat über dem Styropur eine Helmschale und drunter eine Polsterung. Da kommt kein UV-Licht durch! Vieleicht Erdstrahlen...

    Wie dem auch sei. Egal was die ganzen Theorien besagen, entscheidend ist doch wie lange ein Helm funktioniert. Und das kann man testen.

    Genau das hat "Motorrad" in Zusammenarbeit mit "Schuberth" getan:

    http://www.motorradonline.de/de/bekl...n-helme/106776

    Das ist meines Wissens die einzige belastbare Aussage zur Helmalterung.

    VG
    Michael

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Würdet ihr richtig lesen und nicht einfach plappern.......

    ich sprach von der Helmschale nicht vom Styropor oder Styrodur. Die Schale ist ja logischerweise ständig dem UV-Licht
    ausgesetzt. Und Klarlacke haben auch keinen UV-Filter, jedenfalls nicht in diesem Preissegment.


    .........und verschiedene Kunststoffe, deren Zusammensetzung und Ver-
    arbeitung sind zufällig Teile meines Jobs. Ich bin sehr oft bei nahmhaften
    Herstellern in der Produktion und kenne einige Herstellungsprozesse und Mixturen, kann da aber aus betriebsgeheimen Gründen logischerweise hier keine
    chemische und für Laien verständliche Abhandlung schreiben. Die würden
    mich wegen Betriebsspionage verklagen. Aber das ist ja nur Hörensagen. und
    Vermutungen......

  8. Registriert seit
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    Standard

    #8
    Ich habe richtig gelesen und nicht einfach geplappert. Das Thema Styropur-Alterung wurde von "Zorro" genannt. Ich habe mich auch nirgendwo auf eine einzelne Antwort bezogen, sonst hätte ich sie zitiert.

    Ich zweifle auch nicht deine Kompetenz an. Es bezweifelt niemand, dass Kunststoffe altern. Aber die Auswirkungen auf die Sicherheit von Helmen kann man nicht theoretisch herleiten, schon gar nicht mit Angaben von Lebenszeiten. Die muss getestet werden.

    Und um ehrlich zu sein: Mir sind konkrete Testergebnisse eines führenden Helm-Herstellers und einer Motorrad-Zeitschrift lieber als 100 Theorien und Experten-Meinungen. Zumal die Testergebnisse nicht im Interesse des Herstellers liegen.

    VG
    Michael

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Ich versuchs mal andersrum:

    (wollte eigentlich doch kein Referat schreiben......)

    Ein Kunststoff der schützen soll, also die Helmschale muss bestimmte Eigen-
    schaften aufweisen, da sind wir uns einig. Er ist Teil der "Knautschzone" zu-
    sammen mit dem Innenleben des Helms.

    Ist er zu hart in der Oberfläche und die Moleküle zu stark miteinander ver-
    zahnt hällt er großen auch punktuellen Belastungen stand, mildert aber nicht
    die Kräfte auf den dahinter befindlichen Kopf. Überspitzt gesagt bleibt nach
    dem Schlag der Helm ganz aber das Gehirn dahinter ist kaputt. Das will keiner.
    Das heißt konkret, er muss den Grat entlang gehen zwischen maximalem Schutz vor einwirkenden Kräften, und dem gleichzeitigen Abschwächen, und
    zwar progressiv, dieser Kraft auf ein Maß das der menschliche Kopf und das
    Gehirn schadlos übersteht.
    Er muss halten und sich doch verformen.
    Und dieses Verformen,verändern, kontrollierte kaputtgehen, erreicht man
    mit "Weichmachern" die im Kunststoff verarbeitet werden. Poystyrole haben
    wenig, Polypropylene haben viel. Es gibt Tupperware die hällt wenn ein
    Panzer drüberfährt. Es gibt Plexiglas das ist zerbrechlicher als echtes Glas.

    Von allen Laboren der Welt gibt es Ergebnisse das UV-Licht die Weichmacher zum Ausgasen bewegt. Also altert Kunststoff. Er verliert seine spezifischen gewollten Eigenschaften.

    !!!! Ich gehe jetzt hier bewußt die Vorgänge überspitzt vereinfachen !!!!!!
    Das Ganze ist viel komplexer und mit noch ca. 30 weiteren Parametern versehen. Aber so dürfte es jeder verstehen.

    Ende vom Lied ist das ein Helm in 5 Jahren noch einwandfrei ist. Sicherlich.
    Früher war die Halbwertzeit, durch weniger Knowhow und Mixtur deutlich
    kürzer, meistens wusste das niemand.
    Auch denke ich das man einen Helm bei guter Pflege auch 7 oder 8 Jahre
    benutzen kann. Vielleicht auf Sardinien zwei Jahre weniger als in Finnland.
    Aber irgendwann ist SChluss. Ich möchte nicht mit einem 8 Jahre alten
    Helm mit der Schläfe ( bei einem Vorderradeinklapper bei 100 km/h ist mir
    das persönlich passiert) auf der Straße einschlagen. Mein 1 Jahr alter Shoei
    war gerissen und hatte ein Loch, ich noch nicht mal Kopfschmerzen.
    Den XR 1000 konnte ich wegschmeißen. Dafür ist er aber auch gebaut.
    Wenn ich mir jetzt vorstelle das wäre ein XR 900 gewesen , 8 Jahre alt,
    jeden Sommer in Italien und den Dolomiten gefahren, Im Frühjahr nach
    Südfrankreich und sonst bei uns rumturnen, der wäre vielleicht sogar nur
    in der Klarlackschicht verkratzt gewesen bei meinem Crash, hätte bestimmt
    ziemlich unversehrt ausgesehen, und meine Rommel darunter hätte Kräfte
    abbekommen (genau DIE Kräfte die den Riss und das Loch verursacht haben), die zumindest zu Brüchen der Schädelknochen, wenn nicht schlimmeres geführt hätte.

    Wie gesagt ich dramatisiere,überzeichne etwas ums zu verdeutlichen.

    So viel zum Anfang meines Referates.......... Spaß !!!!!! Ich hör ja schon auf. ich könnte noch genauer.........

    Klarheiten beseitigt?


    ......übrigens ich selber vertraue auch auf Schuberth, die sind gut mit
    ihren Kunststoffen, ich bring sie ja schließlich selber nach Magdeburg.

    Und für den Sport auf Straße und Rennstrecke habe ich Arai, oder Shoei,

  10. Registriert seit
    27.05.2011
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    717

    Standard

    #10
    Ein Test sagt mehr als 1.000 Überlegungen und Vermutungen...


 
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