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1. GS Treffen in der Sahara November 2014

Erstellt von FENNEC, 30.03.2014, 13:10 Uhr · 17 Antworten · 2.339 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Lieber Rainer, ich weiß, Du hast die Sahara mit einer alten GS durchquert und einiges an Erfahrung! Deine Touren sind wirkliche Abenteuer und sicher als "hardcore" einzustufen! Bravo und wie gesagt, so etwas machte ich auch 30 Jahre lang intensiv mit dem Motorrad, dem MTB und dem Segelschiff! In der Westsahara bin ich zuhause, spreche die Sprachen und habe nicht nur mein Netzwerk, sondern auch Geleitbriefe der Regierung. Wenn ich also Touren in die umkämpfte Westsahara organisiere, sind das keine Micheltouren, wo alle grinsend nach Bier Ausschau halten und sich fragen wo sie hier sind, sondern es sind kulturell hochinteressante "Abenteuer", bei denen wir 1200 GS Fahrer bei Beduinen wohnen, zu denen nie ein Touri kommt. Hier geht es um das Befahren von fast unbekannten Pisten, dem Dialog mit den Einheimischen und einer wunderbaren, freundschaftlichen Ambiente!

    Die 1-wöchigen Touren führen Wissenschaftler, Extremsportler und Saharouis als Tourguides durch. Gerne nehme ich Dich in einer Gruppe mit und Du wirst sehen, dass da nix "peinlich" ist! Schade nur, dass Du das so abfällig siehst!

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    #12
    Jo Danke,

    das kan man ja finanzieren, ich bleib am Ball, freu mich ueber alle Infos die man dazu bekommen kann.

    LG Admir

    Zitat Zitat von FENNEC Beitrag anzeigen
    Danke Admir für Dein Interesse! Das Camp ist teilweise gesponsort und die Preise stehen noch nicht fest. Die üblichen Preise sind: 200 Euro Flug, 80 E/Tag für eine GS, etwa 50 E/Tag Hotel mit Sozia.

    Zwei Zubehörfirmen, ein BMW Händler und die marokkanische Regierung unterstützen das Camp.

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    #13
    Die Hinweise des Auswärtigen Amtes hast du gelesen?
    Zwei Stunden vor unserer Entführung trafen wir noch 3 Motorradfahrer, die später berichteten, sie hätten sich
    völlig sicher gefühlt. Wir bis dahin ja auch. Ein Geleitbrief der marokkanischen Regierung dürfte bei radikalen der
    AQMI oder Saharaouis eher contraproduktiv sein. Trotzdem viel Spass, organisierte Reisen haben ja Ihre Berechtigung,
    hatte ich aber bereits gesagt. Allerdings sollten die von verantwortungsbewussten Veranstaltern durchgeführt werden.
    Wer bereit ist, unkalkulierbare Risiken einzugehen, zählt für mich nicht dazu,
    Rainer

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    #14
    Die Hinweise des Auswärtigen Amtes, lieber Rainer, habe ich sehr wohl gelesen, vor allem auch deshalb, weil ich selbst bei dieser Behörde jahrelang arbeitete.

    Nun, wenn Du es so genau nimmst, dann lies die Warnungen bitte auch zu Ende! Es wird nämlich in diesen Warnungen dringend von ALLEN FAHRTEN, vor allem PISTENFAHRTEN, nahe der algerischen Grenze IN MAROKKO abgeraten! Das betrifft genauer gesagt die Strassen zwischen FIGUIG und RISSANI, vor allem aber MERZOUGA-TAOUZ-M'HAMID-FOUM! Eine allgemein beliebte Strecke, die jedes Jahr zehntausende von Touristen fahren! Sind diese Individuen und die zahlreichen Reiseveranstalter alle unverantwortliche Wahnsinnige??? Also bitte!

    Ja, ja, ein Schutzbrief, mit dem der süße Biker vor sich herwedelt, wird sicher zur allgemeinen Erheiterung beitragen! Nur ich besorge mir mit diesem Schutzbrief jederzeit ein Begleitfahrzeug der Gendarmerie Royale. Oui Monsieur! Wenn ich es also als nötig empfinden sollte, würde ich unter bewaffneter Begleitung stehen. Nur die Strassen, die wir in der Westsahara fahren, gelten allgemein als sicher und in der SZ der letzten Woche gab es auch 2 Seiten über das neue Surfermekka in Dakhlar, also 600 Km südlich der marokkanischen Grenze, zu dem viele Reiseveranstalter tausende junge Surfer hinfliegen und hinfahren. Ein neues Mekka der Golden Boys entsteht mitten im Land Westsahara, eigentlich im Zentrum der Angst, oder?

    Das erinnert mich daran, dass das amerikanische Aussenministerium vor 2 Jahren dringend vor einem Besuch in Garmisch abgeraten hatte, denn die Situation wäre dort nicht mehr zu kontrollieren. Wir haben uns in den Wirtschaften drumherum totgelacht...es ging nämlich darum, dass zwei Amis verprügelt worden waren, das war die ganze Story.

    Reisewarnungen sind stets differenziert aufzunehmen. Meistens haben sie einen juristischen Hintergrund, der im Falle des Falles die Beamten in Berlin vor Schadensersatzforderungen schützen sollen. Als unbedarfter Touri sollte man diesen Warnungen stets folgen und lieber nach Ibiza oder Madeira ausweichen. Als Landeskenner kann man selbst die Situation am besten einschätzen und handelt danach verantwortungsbewusst. Ich bin keineswegs Fremdenlegionär auf Machotour, sondern habe selbst eine große, ganz tolle Familie.

    Wenn ich über den Atlantik segle, kommen die selben Unkenstimmen, die da meinen, es gäbe Riesenwellen, Treibgut, Piraten vor Venezuela, Stürme, etc. Ein hochriskantes Unternehmen für alle Sterblichen! Und doch- ich fühle mich dabei wie im Bauch meiner Mutter, sicher, warm und glücklich. Tausende andere Segler ebenso. Auf das Motorrad bezogen ist es ähnlich. Sprichst Du die Dialekte nicht, kannst Du die Leute nicht einschätzen! Nimmst Du dann noch alles bierernst und humorlos, dann kommen Aggressionen hoch und die Situation wird unkontrollierbar. Ganz normal. Kommunizieren, Verhalten kennen, Gebräuche kennen, Zeichen deuten können wie ein Jäger, der einer Fährte folgt, die Menschen respektieren, sich für andere interessieren, sich von ihnen faszinieren lassen, so leben zu können wie sie, sich auf ihrem Niveau wohl zu fühlen und die Hand zu einer echten Freundschaft reichen - das ist das Abenteuer des Lebens!

    Nun möchte ich diese erschöpfende Diskussion jedoch abbrechen. Erstens ermüdet es mich an dieser Stelle zu argumentieren, wo doch im wirklichen Leben einige Minuten genügen würden und zweitens breche ich morgen in die Westsahara auf.

    Ciao !

  5. Registriert seit
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    #15
    Hey Leute, kennt Ihr Gérard nicht!!????? Ich gehe jede Wette mit Euch ein, dass Ihr so einen Typen noch nie in Eurem Leben getroffen habt!

  6. Registriert seit
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    #16
    Nur einen noch, zum nachdenken. Bei meiner letzten Marokko Reise gab es in Grenznähe zu Algerien häufig billiges
    geschmuggeltes Benzin von dort. Wenn die Schmuggler problemlos die Grenze überschreiten können, ist das evtl.
    auch für AQMI und Konsorten kein Problem.
    Dann kannst du echten Abenteuerurlaub erleben, und lernst Ecken der Sahara kennen, wo der normale Tourist nicht
    hinkommt. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, das die Reiseleitung zu wünschen übrig lässt und auch nur
    sehr bedingt auf die Wünsche der Reisenden eingeht,
    Rainer

  7. Registriert seit
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    #17
    Servus,
    den Termin behalt ich mal im Auge.
    Ist ja mal wieder was anderes als Seealpen oder Dolos
    Werde bis Juni bescheid geben, ob es klappt.
    Grüße Waldy

  8. Registriert seit
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    #18
    Hallo Rainer,

    könnte man so "verbleiben", dass man das SO aber auch So sehen kann und darf.

    Klar ist, dass Du mit deinen sehr schmerzlichen Erfahrungen, das eher negativ siehst und abrätst.
    Ich sehe es eher locker.

    Deine berechtigten Hinweise sind sicherlich angekommen. Bei mir jedenfalls.
    Bin trotzdem die nächsten Wochen öfter in der Nähe der Algerischen Grenze. Allerdings weniger im Westen.
    Sorgen mache ich mir eher nicht. Aber Du hast schon Recht, ganz Risikolos ist es sicher nicht.

    Muss man ganz persönlich abwägen.

    Gruß Rolf


 
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