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Einfahren, max. U/min??

Erstellt von DaPatrik, 26.03.2008, 23:18 Uhr · 17 Antworten · 9.611 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Einfahren, max. U/min??

    #1
    Hi =D

    ich habe eine Frage bezüglich des einfahrens, ich zähle mich ja noch eher zu den Anfängern, also entschuldigt die Unwissenheit^^:
    Bis wieviel U/min kann/darf ich meine neue 800 GS im Einfahrzeitraum drehen lassen?
    Ich habe jetzt (wetterbedingt) erst ca. 50 km runter. Dabei bin ich wechsellastig gefahren und hab sie bis max. 4000U/min drehen lassen.

    Was wäre hier optimal?

    Vielen Dank für eure Antworten

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Schau doch mal ins Handbuch - steht wirklich drin...
    Drehzahlgrenze war m.W. 5000U/min - darf also etwas mehr sein, als beim Boxer

    Gruß
    Berndt

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    Standard

    #3
    Dass die Herstellervorschrift völlig falsch ist und ein neuer Motor möglichst heiß gefahren und dann voll belastet werden sollte, steht hier nachzulesen.

  4. Registriert seit
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    Standard einfahren

    #4
    bei der neuen 800er (auch 650er) soll wohl zwischen 4000 und 5000 gedreht werden.

    in einer der letzten "MO" war dazu ein ganz guter bericht.

    gruss
    angela

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    Standard

    #5
    Zitat Zitat von schnuppes Beitrag anzeigen
    bei der neuen 800er (auch 650er) soll wohl zwischen 4000 und 5000 gedreht werden.

    in einer der letzten "MO" war dazu ein ganz guter bericht.
    Hallo Angela,

    Einfahren von Motoren ist IMMER ein beliebtes Thema.

    Ich zitiere mich mal selbst aus einer Antwort vom 31.1.08 hier im Forum

    Ich habe vor vielen Jahren bei einem Hersteller von Kolbenringen, Ventilen und Zylinderlaufbuchsen gearbeitet (Fa.Teves-Thompson GmBH, gehörte zum TRW-Konzern) und habe dort hinreichend Kenntnisse über das "Einfahren" halten. Ich konnte unter dem Rasterelektronenmikroskop diverse Oberflächen sehen...

    Gelernt habe ICH Folgendes:
    Bei einem Motor sind lediglich die Kolbenringe aussenseitig aufgerauht und diese Fläche muss sich an den Zylinderinnenflächen "glattschleifen". Ansonsten gibt es NICHTS einzufahren - der Rest ist Verschleiß und sonst gar nichts!!! Wielange die Einfahrzeit dauert, ist abhängig von der Struktur und Bauart der Kolbenringe. 1000km sind dafür aber weit mehr als ausreichend!!!

    Wichtigstes Kriterium ist, den Motor ordentlich warmzufahren und erst dann mit höherer Drehzahl zu belasten, wobei das "Einfahren" möglichst mit unterschiedlichen Drehzahlen erfolgen sollte, um einen möglichst gleichmäßigen Abrieb zu erhalten.
    Den größten Fehler, den man machen kann, ist durch frühzeitiges Hochbeschleunigen bei kaltem Öl dafür zu sorgen, dass der Ölfilm an den Zylinderwänden teilweise abreisst. Dies ist übrigens völlig unabhängig vom "Einfahren" und gilt für die gesamte Lebenszeit des Motors.

    Gruß
    Manfred

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    es gibt auch andere Ansichten als die allgemeine:

    -----------------------------------

    Da ich mich in letzter Zeit intensiv mit der Behandlung eines neuen Motors beschäftigt habe, will ich hier meine Conclusios mitteilen. Das meiste davon hab ich von http://mototuneusa.com/break_in_secrets.htm.
    Vorab - für mich war es relativ obererstaunlich, was ich hier gelesen habe. Aber es ist alles logisch erklärt, und daher denke ich, dass es korrekt ist.

    - Motor IMMER warm fahren, bevor er beansprucht wird. Die meisten bleibenden Schäden entstehen, wenn der Motor noch zu kalt ist. Da stimmen die Maße im Motor noch nicht, und das Öl schmiert noch nicht gscheit weil's noch kalt ist. Warmfahren am besten mit niedrigsten Drehzahlen und wenig Gas, da kann nicht viel passiern.

    NEUEN MOTOR EINFAHREN: Muss innerhalb der ersten 30-50 Kilometer erfolgen!

    1. Billiges, keinesfalls vollsynthetisches Öl einfüllen. Das Öl darf nicht perfekt schmieren. Hofer Öl 10W 40 auf Mineralbasis kaufen, 10l, je € 5,- pro Liter oder so, wenn nicht noch billiger...

    2. Motor warm fahren.

    3. Motor ab dann hart hernehmen, und zwar nach folgendem Schema: Drehzahl anfangs im Bereich 40% bis 70%, nach 10km bei 30% - 80% der Nenndrehzahl (mit Nenndrehzahl ist der Start des roten Bereichs gemeint) bewegen. Die Gänge 2, 3, 4 dabei mit nicht ganz Vollgas durchschalten (zunächst 60% Gas, später 80% Gas), danach Gas zu und den Motor abbremsen lassen. Durch das Gas zu entsteht oarger Unterdruck im Brennraum, und Öl wird vom Kurbelgehäuse hochgesaugt, das wiederum die gehobelten Späne raufspült, und die werden dann einfach ausgepufft...
    Dann wieder die Gänge durchschalten, ... selten mal auch mit Vollgas, aber nicht oft.
    - Günstig geht das zB Sonntag früh (um Sechse oder so) auf einer dreispurigen Autobahn, wenn man durch die ständigen Geschwindigkeitswechsel niemanden stört.
    - Oder man wählt eine rund geschnittene Bundesstraße, die eher höhere Geschwindigkeiten erlaubt und die wenige bis gar keine 50km/h Ortsgebiete hat.
    - Oder man fährt am Ring eine ganz normale Trainingssession mit nicht viel Vollgas. Hart, aber nicht voll.
    Am Prüfstand kann man das auch machen, aber da ist die fehlende Fahrtwindkühlung ungünstig.

    4. Nach diesen 50-70km Öl wechseln. Filter auch wechseln. Die groben Metallspäne werden damit brav weggespült.
    Wenn nicht, kommen sie ins Getriebe, gehen dort durch die Zahnräder und werden dabei zermalmt und sind fortan feine Partikel, die der Ölfilter nicht mehr derfiltert. Diese feinen Partikel haben die Eigenschaft, sich beim Kaltwerden des Motors in den engen Ölkanälen an den Wänden anzulegen. Da bleiben sie picken, können nicht mehr weggeschwemmt werden, und damit verengen sie den Öldurchlass. Die Ölpumpe muss härter pumpen, benötigt dafür Kraft, die Folge ist (geringer) Leistungsverlust und schlechtere Gesamtschmierung.

    5. Weiterfahren, den Motor weiterhin hart hernehmen, und hin und wieder ab 40% Nenndrehzahl Vollgas bis 80 oder 90% Nenndrehzahl geben. Nach wie vor noch nicht auf Nenndrehzahl raufdrehen.

    6. Bei 250km wieder Motoröl wechseln. Weiterhin Marke Billigstdorfer!

    7. Bis 1000km weiterhin den Motor jeweils hart hernehmen. Stets den Motor sorgfältigst mit niedrigen Drehzahlen und wenig Gas warmfahren. Bei warmem Motor den "Blumenpflückmodus" tunlichst meiden. Achtung auf hinterherfahrende, wegen der ständigen Tempowechsel. Ring wär wirklich gscheit.

    8. 1000km Service machen. Darauf achten, dass beim Ölwechsel weiterhin ein Billigstdorfer Mineralisches Öl eingefüllt wird, Vollsynthese erst nach 3500-5000 Kilometer. VW hatte Anfang der 90er Jahre übrigens Probleme mit den Motoren, weil sie beim 1000km Service zu gutes Öl eingefüllt haben, und die Motoren dadurch nicht gscheit eingefahren wurden. Folge: Ölverbrauch und blow by (Benzin wird am Kolben vorbei in die Ölwanne geblasen, Benzin verdünnt nach und nach das Öl).

    9. Weiterhin Höchstdrehzahlorgien vermeiden und wenn, dann nur ganz kurz Höchstdrehzahl drehen.

    10. Bei km 3500 - 5000 ist der Motor komplett fertig eingefahren. Bereits ab 1000km war er im Prinzip fertig, aber jetzt sind auch die letzten Gleitstellen perfekt zurechtgeschliffen.
    Nun kann die feine teure Vollsynthese eingefüllt werden, die den Motor nahezu unverwundbar macht. Ab jetzt verfügt man über einen Motor, der am Prüfstand sehr deutliche Werte wuchten sollte, und der innerlich sehr gesund ist, dessen Kolbenringe perfekt auf die Zylinderwände eingeschliffen sind, dessen Honmuster man im Zylinder nach wie vor erkennen sollte (glatt polierte Zylinderwände sind ein Alarmsignal!)

    In einem Forum berichtete ein GIXX1000 Fahrer, dass ein Kumpel, der nach Handbuch eingefahren hat, 9 PS weniger hat als er, der es nach diesem Schema gemacht hat. 9 PS, das ist ka Pemmerl. Die 9 PS proportional übers gesamte Drehzahlband, dh der Motor produziert ganz einfach mehr Drehmoment, durch optimale Abdichtung und perfekte Gleitung der Kolbenringe im Zylinder.

    ---

    Weitere Weisheiten die ich derlesen hab: Lager brauchen nicht eingefahren werden, diese laufen (vor allem heutzutage) kontaktfrei. Stets am Ölfilm dahin.
    Alte Weisheiten von den Gebirgen der sogenannten glatten Metallflächen, unter dem Mikroskop angeschaut, sind hinfällig. Die heutigen Fertigungsmaschinen bauen Metallflächen mit sehr geringen Toleranzabweichungen. Das schräg schraffierte Muster in den Zylindern ist das Muster vom Honen und dringend wichtig. In diesen Metallriefen ist Öl (Fett), das den Kolbenring einigermaßen am Gleiten hält. Der Kolbenring muss sich jedoch auf die Zylinderwand einschleifen, dh Riefen dort übernehmen wo sie notwendig sind, und nicht im Laufe der Zeit glattpolieren. Dazu ist es notwendig, den Kolbenring mit Druck gegen die Zylinderwand zu pressen - daher 80% Gas und Drehzahl von 30% bis 80% rauf. Das schleift. Späne werden in der nachfolgenden Gas zu Stellung durch den Unterdruck und die Sogwirkung des Brennraums, die Öl von der Ölwanne raufsaugt, gleich weggeschwemmt und ausgeblasen.

    Die Einfahrvorschriften der Hersteller sind aus unerklärlichen Gründen quer durch die Bank große Sch...., diesen Prinzipien zufolge.
    Einfahren nach dem hier beschriebenen Prinzip macht außerdem viel mehr Spaß als: Bis 300km 4000 U/min, bis 500km 5000 U/min, bis 700km 6000 U/min, ...

    Ungünstige Momente beim Einfahren sind Stadt Stop & Go Verkehr mit roten Ampeln und 30 km/h Zonen, ewig lange 50km/h Ortsgebiete, Zweipersonenbetrieb steil aufwärts (gilt nur bedingt für großvolumige Motoren). Der Motor soll mit Druck zügig hochdrehen können, aber nicht zu zügig. Würgereien mit der 6. sollten vermieden werden. Wichtig ist der Einsatz der Motorbremse beim langsamerwerden, nicht auskuppeln und Motor auf Standgasdrehzahl bummeln lassen.

    Das erste Vollgas aufjodeln, das der Motor im Werk gleich beim Zusammenbauen bekommen hat, startet übrigens den Einfahrprozess der Kolbenringe.

    All die Sachen die ich hier geschrieben habe, hab nicht ich erfunden, sondern sind erlesen, sowie durch Hinzuziehung von erfahrenen Mechanikern und ausführlicher Diskussion, jeweils nach Lektüre des obigen Links, konsolidiert und bestätigt (vgl VW 90er Jahre Beispiel).

    (c) www.blumenpfluecker.com

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Zitat Zitat von Schlonz Beitrag anzeigen
    9 PS, das ist ka Pemmerl.
    Dem ist nichts hinzuzufügen.

  8. LoudpipeHerbie Gast

    Standard

    #8
    Hi

    Einfahren? So ein Quatsch... Schaut mal nach, wie Hard-Enduros eingefahren werden. Nach Crescendo-Methode bei 100 KM Oel- und Filterwechselwechsel - und dann ab auf die Piste. Ein guter Artikel dazu findet sich in den USA-Foren und bei "Mototune" (gemäss Schlonz).

    Zudem, bei den heutigen Geschwindigkeitsbegrenzungen ist das Einfahren automatisch gewährleistet. Aber wer weiss, vielleicht brauchen das die "China-Motoren"?

    Grüsse

  9. Registriert seit
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    60

    Standard

    #9
    Erstmal danke für die vielen Antworten, aber was jez die richtige Methode ist weiss ich immer noch nicht genau

    Aber egal, ich werds einfach weiterhin so wie bisher machen. Immer schön warmfahren und nicht höher als 4-5000 U/min... Ich denke da kann ich nicht allzuviel falsch machen

    Dank des (relativ) warmen Wetters heute Abend (ca. 10°) konnte ich endlich ein paar ausgiebigere (Einfahr)Runden drehen. Hab jez gut 120 km runter.
    Was mir besonders gefällt, dass der Motor auch in höheren Gängen und bei niedriger Drehzahl richtig schön Druck macht! Da siehts beim Reiskocher meines Kumpels (is ne R6) anders aus; da ist unter 10.000 tote Hose

    Vorfreude hab ich besonders darauf, wenn mein Schatz endlich vollständig eingefahren ist und ich den Leistungsbereich jenseits der 5000 U/min "erkunden" kann^^

    MFG

    Patrik

  10. Registriert seit
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    Beiträge
    10.966

    Standard

    #10
    schau mal, bei Deinem ersten Posting hattest Du 50 km drauf, jetzt 120. So richtig warm gefahren haben kannst Du sie dabei gar nicht.

    Wie auch immer, ich mache es immer so, dass ich den Motor richtig warm fahre und dann mit wechselnden Drehzahlen und viel Schalterei rumfahre.


 
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