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F800GS Ständer in voller Schräglage aufgesetzt

Erstellt von harry69, 30.05.2011, 18:04 Uhr · 95 Antworten · 19.937 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #91
    Oh, der Thread läuft noch.. Da will ich mich auch noch mal melden.
    Auf meiner 650 GS sind mittlerweile 3000 km drauf. So langsam habe ich mich an meine Schräglagengrenze heran gearbeitet. Die Angststreifen auf dem werksseitig montierten Metzeler Tourance sind weg, aufgesetzt hat außer meinen Stiefeln nichts. Bis gestern!

    Kleine Landstraße, ein paar enge Wechselkurven hintereinander. Ich bin so weit unten, dass lins und rechts wieder die Stiefelaußenkanten aufsetzen, aber keine Metallteile. Plötzlich federt die Maschine wegen einer Bodenwelle noch mal ein und es gibt 2-3 deutliche metallische Kratzer. Das Motorrad bleibt aber völlig stabil in der Schräglage, kein Ruck, kein Schlenkerer, kein Versetzen.

    Baldmöglichst schaute ich nach, welches Teil aufsetzte. Es war der Wurmfortsatz - nicht Raste, nicht Hauptständer, nicht Seitenständer. Bis jetzt hatte ich Werkseinstellung beim Fahrwerk, bin mit Klamotten ca. 92 kg schwer, Tankrucksack und Variotopcase auf der Maschine ohne viel drin.

    Ich werde die Federvorspannung etwas erhöhen und den Wurmfortsatz ganz ohne Panik auch um ca 5 mm abflexen. Das wird ihm seine Rutsch-Funktion nicht ganz nehmen, aber mir etwas mehr Schräglagenfreiheit bringen.

    Gruß
    von Helmut

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    #92
    Zitat Zitat von Helm42 Beitrag anzeigen
    ... und es gibt 2-3 deutliche metallische Kratzer. Das Motorrad bleibt aber völlig stabil in der Schräglage, kein Ruck, kein Schlenkerer, kein Versetzen.

    Baldmöglichst schaute ich nach, welches Teil aufsetzte. Es war der Wurmfortsatz - nicht Raste, nicht Hauptständer, nicht Seitenständer. ...
    Ich vermute jetzt einfach einmal, dass das so gewollt ist - quasi als akustischer Hinweis auf das "Erreichen der Schmerzgrenze ..."; ich würde daher den "Wurmfortsatz", der mE mangels Masse gar nicht geeignet ist, das Motorrad auszuhebeln, schön dran lassen, wenn ich eine kleine GS hätte ...

    Gruß Norbert

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    #93
    Auch wenn hier bereits mehrfach die extreme Gefährlichkeit des Aufsetzens mit unnachgiebigen Rahmenteilen beschworen wurde, kann ich aus langjähriger, eigener Erfahrung (nicht nur als Harleyfahrer) nur sagen: "Dem ist nicht so!"

    Speziell im Zusammenhang mit komprimierter Federung werden da merkwürdige Schlüsse gezogen.

    1. Ist die Federung komprimiert (mglchrwse maximal, "auf Block"), wirkt auf die Räder die dem Einfederungszustand entsprechende Federkraft. Die Dinger haben dann nichts anderes im Sinn, als möglichst schnell wieder auszufedern. Übernimmt jetzt ein "hartes" Teil die zum Einfedern erforderliche Kraft (der "Wurmfortsatz" z.B.), hat das Rad unter dem immer noch vorhandenen Federdruck kein anderes Bestreben, als einfach (womöglich von der "Zugstufeneinstellung" des Dämpfers gehindert) wieder auszufedern und weiterhin Bodenkontakt zu halten.
    Klappt das, und die Summe der "µ"s ist gleich o. größer als der Tangens des Schräglagewinkels, ist alles gut. Trifft das nicht zu, das Aufsetzen der harten Fahrwerksteile war zu schnell (für die zugstufengedämpften Gummis) oder µ wurde ohnehin zu groß für tan alpha, liegt man (frau) einfach stumpf auf der Seite.

    Ich habe (schon vor 40 Jahren) mit harten Rahmenteilen aufgesetzt. Mit der nicht ganz so harten Auspuffanlage, mit "harten" Fußrastenhaltern meiner V35 (klappbare Rasten waren damals ein Fremdwort) u. Sturzbügeln, u. a. auch von Harley (u. anderen Motorrädern), mit dem hinteren Gussteil des Harley Evorahmens bei hoher Belastung: das führt definitiv nicht automatisch zum Abflug!
    Abgeflogen wg. harten Aufsetzens bin ich genau einmal, mit Sozia hintendrauf, nicht dafür korrigierter Federvorspannung und extremen Längsrillen der Straße. Der Rahmen setzte auf, ohne daß ich das übliche Hochklappen der Trittbretter vorher hatte.
    Ergo: Auf der Rennstrecke nimmt man das mit (die Delle in der dreifach Links in Oschersleben hat man nach dem ersten Durchlauf verinnerlicht), auf der Straße lässt man sich tunlichst etwas "Sicherheitsabstand", sowohl zu unvermittelt vorhandenen Bodenwellen bzgl. der max. Schräglage, als auch zu unvermittelt auftauchenden Reibwertsprüngen an Feldwegeinmündungen etc.

    Grüße
    Uli
    Das angehängte "Trittbrett" nur als Beispiel, das harte aufsetzen auf dem Gussträger ist wohl endeutig sichtbar. Daß der vorhandene Verschleiss nicht eben auf einmaligen Bodenkontakt zurückzuführen ist, ist wohl auch klar. Vom Sturzbügel (vor dessen Aufsetzen ich mehr Respekt habe) habe ich leider keine Aufnahmen (ich kann mich. in meinem Alter, wirklich nicht mehr so gut bücken wie früher ...-Gerne der Zeiten gedenk' ich, da alle Glieder gelenkig - bis auf eins. Doch die Zeiten sind vorüber, steif geworden alle Glieder - bis auf eins. =J.-W. Goethe=
    Hab ich aber noch Glück, leide ich doch unter genereller Versteifung
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken trittbrett.jpg  

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    #94
    Hallo zusammen... ich weiß, der Thread ist uuuuralt, aber ich muss den einfach noch mal kurz aufwärmen.

    Nach meinem Initialerlebnis hielt ich es bislang so, die Feder voll vorzuspannen - Was im Solobetrieb auch überwiegend kratzfrei funktionierte... An das sanfte Kratzen des Seitenständers links und Hauptständers rechts hab ich mich irgendwann quasi gewöhnt, ausserdem hats den Rost an den Teilen immer gut abgeschliffen.

    Da ich aber in letzter Zeit öfters mit Sozia unterwegs war musste ich mich doch nochmal mit dem Problem des Fahrwerkes beschäftigen, nachdem besagte Sozia sich weigerte mitzufahren... Es schliff fast in jeder Kurve, und mehr spannen ging ja nicht mehr.

    Nach einiger Suche bin ich auf die HyperPro Federn gestossen, die es für die GS in den Ausführungen progressiv normal und progressiv "extra Tank" gibt.

    Ich wählte letzteren Satz, für 210 Steinchen vorn und hinten.

    Ein Ansässiger Schrauber verbaute mir das ganze für 100€.....

    Jetzt die ersten Fahreindrücke: Ich hab ein neues Bike
    Erst noch vorsichtig halbe Spannung, Solobetrieb - War schön straff, sehr viel direktere Gabel mit viel mehr gefühlten Straßenkontakt - Klasse. Hinten ein wenig hart, eigentlich wie ich das mag, aber etwas mehr komfort kann nicht schaden, also hinten ganz mutig die Vorspannung ganz geöffnet.
    ... und dann langsam rangetastet was geht...

    Kurz: Es setzt nichts auf ! Irgendwann einmal die Stifelspitzen, aber dann ist definitiv auch das Ende der Fahnenstange erreicht. Die Elefanten, sowie die Angsnippel auf der äussersten Rille waren lang vorher Geschichte !
    Nie das Gefühl gehabt, dass der Negativfederweg zu gering wäre. Die Progression scheint hier echt gut abgestimmt zu sein.
    Für kleine Leute evtl. das Problem, dass das Mopped unter Last etwas höher steht, da es weniger einfedert.

    Dann im 2 Personen Betrieb getestet, Vorspannung auf 2/3 : Ok hier gings nie ans Limit, aber aufgesetzt hat auch nichts. Ganz im Gegenteil, absolut souveränes Fahrgefühl, fast wie solo - So solls sein .

    Kurz gesagt: Klare Empfehlung an alle denen die GS auch zu früh aufsetzt, die etwas sportlicheren Fahrer und insbesondre an die, die eben nicht den 75 Kg Standardfahrer entsprechen.
    Das einzige schale was bleibt ist die Unverständnis, dass BMW sowas nicht ab Werk verbaut, sondern viele Fahrer quasi ins offene Messer laufen lässt, insbesondre wenn ich mir die Max Zuladung ansehe die zulässig sind... (Siehe div. andere Threads zu dem Thema)

  5. LieberOnkel Gast

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    #95
    Wer oder was ist der Wurmfortsatz?

  6. Registriert seit
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    #96
    Schau dir mal deinen Seitenständer an. Dort befindet sich unten an der Aufnahme ein recht massives Teil, welches gern zum aufsetzen neigt (und blöderweise keinen Millimeter nachgibt)


 
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