Motorradfahren hat etwas mit Emotionen und ganz persönlichen Eindrücken und Erfahrungen zu tun. Insofern gibt es wohl nur sehr eingeschränkt einen objektiven Vergleich bei diesen Modellen. Hier meine
subjektive Bewertung als R 1100 GSèr, der die R 1200 GS und R 800 GS
jeweils an einem Wochenende probefahren konnte:

R 1200 GS: Motorradbau auf höchstem Niveau, allein das alte "Boxer-Gefühl" fehlte. Gravierender Nachteil: die sehr schlechte (eigentlich saumäßige) Aerodynamik, die bei mir (2,01 Meter) zu solch starken Verwirbelungen führte, dass sie sich ab ca. 110 km/h auf das Fahrwerk übertrugen.

R 800 GS: Fahrspaß vom ersten Meter an, alles ging wie beim sprichwörtlichen Fahrrad. Jedoch trotz beeindruckender Motorleistung und Schräglagen wollte sich kein echtes Motorradgefühl einstellen. Nachteil: Neben Kette die Schlauchreifen, die bei diesen Fahrleistungen ein Sicheheitsrisiko darstellen.

Fazit: Auch wenn meine 1100èr so langsam in die Jahre kommt, im Moment
sehe ich keine Alternative. Allenfalls wenn BMW die Aerodynamikprobleme
der R 1200 GS in den Griff bekäme, könnte ich schwach werden.

Gruß

Trebor