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Tagfahrlicht korrekt nachrüsten und anschließen - Lastwiderstand??

Erstellt von r103, 05.03.2016, 08:23 Uhr · 22 Antworten · 4.268 Aufrufe

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    Standard Tagfahrlicht korrekt nachrüsten und anschließen - Lastwiderstand??

    #1
    Hallo,

    ich habe ein TFL statt der Zusatzscheinwerfern angebaut. Die zulässigen Maße dabei einzuhalten ist nicht sehr schwer.
    • Höhe zwischen 250 und 1500mm
    • Abstand zweier Lampen (Lichtaustrittsfläche) max. 42cm.
    • Abstand vom Blinker 4cm oder es dimmt beim Blinken ab.

    (Quelle: Motorradkeller.de und TÜV Nord)

    Für die elektrische Schaltung hatte ich die Idee, das Plus von der Abblendbirne auf ein Umschaltrelais zu legen, das mittels des Schalters der ehem. Zusatzscheinwerfer geschaltet wird.

    Im Ergebnis wäre das eine nach StVZO korrekte Schaltung. Es brennt ja immer nur entweder Abblendlicht oder TFL jeweils incl. der gesamten restlichen Beleuchtung. Die Regelung für die Standlichtbirne vorne lasse ich mal außen vor..

    Nachdem ich ein LED-TFL von Hella habe braucht das nur 4W. Hier fängt das Problem an. Um den CAN-BUS zu überlisten, damit nicht "LAMP" im Display angezeigt wird, brauche ich einen parallel geschalteten Lastwiderstand. So ein Lastwiderstand ist aber nichts anderes als eine Heizung. Ich hatte einen 6 Ohm Widerstand für 50W, die zusätzlich simuliert bzw. verbrannt werden müssen. Aber der wird in kürzester Zeit so heiß, dass ich den nirgends guten Gewissens anbauen kann. Ein 10 Ohm Widerstand für 25W braucht 10 Sec. länger und ist dann genauso heiß (würde aber auch noch den gewünschten Effekt bringen).
    Jetzt habe ich noch einen 25 Ohm Widerstand für 10W bestellt. Ich befürchte aber, wenn er funktioniert, wird er nach kurzer Zeit genauso heiß.


    Das gleiche Thema stellt sich übrigens auch, wenn man unerlaubterweise eine H4 LED-Birne in den Scheinwerfer steckt.

    Nun meine Frage: Hat schon mal jemand so etwas gemacht und wie ist es gelöst?? Blinker lassen wir dabei mal unberücksichtigt. Durch die Blinkfrequenz (periodische Kühlpausen) und den eher seltenen Gebrauch sehe ich das Problem hier nicht so wie im Dauerbetrieb.

    Gruß
    matze

    Update: Hab gerade noch Versuche mit Birnen als parallele Lastwiderstände gemacht. Ergebnis: eine 5W Standlichtbirne + LED TFL (Summe 9W) reicht um keine Fehlermeldung zu produzieren. Mit der 3W Birne gings dann nicht mehr.

  2. Registriert seit
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    #2
    Die Widerstände sind recht klein. Kannst Du mit einem Kühlkörper arbeiten? Unter Umständen den Widerstand auf eine Aluplatte schrauben, um die Wärmeabgabefläche zu vergrößern. Wird zum Beispiel bei Computer-CPU's genauso gemacht.

  3. Registriert seit
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    #3
    Danke Road´s End, das ist ne gute Idee.

    Nachdem ich ja jetzt den geringstmöglichen Verbraucher kenne werde ich mit mal einen alten Prozessorkühler suchern und den darauf montieren.

  4. MAB
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    #4
    Hallo r103,

    bitte beachte aber, dass die Lichtmaschine der F800`er deutlich wärmer wird, wenn du ohne den Hauptscheinwerfer (55W) fährst,
    da unsere Lichtmaschinen fast immer die volle Leistung abgeben, ob sie benötigt wird oder nicht. Überschuß wird auf Kurzschluß sprich Wärmeproduktion gelegt und muß über das Motoröl abgeführt werden. Besonders kritisch ist dies bei den F800GS bis 2011.
    Eine lastabhänige Steuerung durch einen entsprechenenden Regler wäre wohl möglich, gibt es aber für die F800 er bisher nicht.
    Gerade warme Tage und mittlere bis hohe Drehzahlen oder langsames Fahren im Gelände führen dann zum "Tod" des Stators. Dazu gibt es in vielen Foren bereits eine Menge Info´s.

    Besser wäre es, die bisherigen Zusatzscheinwerfer (2x 55W ?) zusammen mit dem originalen Hauptscheinwerfer brennen zu lassen und so mehr Strom zu verbrauchen. Klingt anfangs komisch, macht aber in Bezug auf den Stator Sinn.
    Wenn der Stator ausfällt -was sich meist nicht vorher ankündigt- bleibst du recht schnell leigen, da deine Batt. leer ist und nicht wieder geladen wird.
    Zudem kostet ein neuer Generator bei BMW sehr viel: ~700 EUR plus Arbeitszeit!

    MlG
    MAB

  5. Registriert seit
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    #5
    Zitat Zitat von MAB Beitrag anzeigen
    Hallo r103,

    bitte beachte aber, dass die Lichtmaschine der F800`er deutlich wärmer wird, wenn du ohne den Hauptscheinwerfer (55W) fährst, ...
    Der LiMa ist es aber ziemlich egal, ob die Leistung im Scheinwerfer oder in einem Lastwiderstand verbrannt wird.

  6. MAB
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    #6
    Hallo Wolfgang.A,

    ja wenn ein Lastwiderstand mit einer Leistung von mind. 55W abzüglich 2 TFL verbaut wird schon, nur der wird schon richtig groß ein und natürlich auch schön warm und r103 schrieb etwas von 9W. Zudem ist es besser mehr als weniger Last ins elektrische System zu bringen eben z.B. durch Zusatzscheinwerfer, um das Überhitzungsproblem des Stators zu verringern.

    Aber es ist halt wie immer: "jeder ist seines Glückes Schied".

    MlG
    MAB

  7. Registriert seit
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    #7
    Hallo,

    das klingt jetzt nicht so gut. Meine Idee war ja, einen möglichst kleinen Lastwiderstand zu nehmen, um mit der entstehenden Wärme klar zu kommen. 50W verbrennen ist schon eine Hausnummer! Schließlich will ich die Kiste ja auch nicht abfackeln...

    @MAB: Bitte erklär mir mal wie das funktioniert. Ich kenne Limas nur so, dass sie sich entsprechend der elektrischen Last halt schwerer drehen. Wenn die Lima immer auf Vollgas laufen soll, muss ja irgendwo eine Art variabler Lastwiderstand sein, der immer die max. Leistung minus aktuellem Verbrauch verbrennt!?
    Um die Lima durch weniger Verbrauch aufzuheizen müsste es wohl eher noch ein variabler Kurzschluß sein (edit: äh hast du ja auch geschrieben..).
    Was für einen Sinn hätte das?

    Gruß
    matze

  8. Registriert seit
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    #8
    Das funktioniert so, dass die Anschlüsse kurzgeschlossen werden um den nicht benötigten Strom in Wärme umzuwandeln.
    Diese "Umwandlung" findet in den Wicklungen des Stators statt.
    Da noch dazu bei den Modellen bis zum Facelift 2013 der Ölfluß rund um den Stator nur gering ist führt das dazu, dass langsam aber sicher die Isolierung verbrennt und damit die Leistungsfähigkeit der Lichtmaschine reduziert wird.
    Ab dem Facelift hat der Rotor/Schwung zusätzliche Bohrungen um den Ölfluß zu verstärken und damit für eine ausreichende Kühlung zu sorgen.

  9. MAB
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    #9
    Hallo r103,

    schau mal hier: SILENT HEKTIK Automotive Hard- & Software - Shindengen LiMa Regler - Ducati LiMa Regler

    dort ist das per Schaltbild erklärt.
    Der Regler bei unseren F800 er ist ein Kurzschlus oder Querregler. Also die ungünstigste Variante. Durch den Kurzschuß wird die anfallende Leistung der Lima in Wärme umgewandelt und muß durch Ölkühlung/Regler abgeführt werden. Doch die Kühlung ist bei den F800 auf Dauer nicht ausreichend. Wie o.a. ist zwar die Bohrung für den Ölfluß im Stator ab 2011? geändert worden, das Grundproblem bleibt aber.
    Bei einem Längsregler erzeugt die Lima nur bei Bedarf Strom und erzeugt daher keine unnötige Wärme und auch die Last ist nur beim Laden vorhanden.

    Selbst meine alte 125 Yamaha hat einen solchen Längs-Regler, was sich dadurch zeigt, dass sie beim Einschalten des Lichtes im Leerlauf etwas niedriger dreht, da Last von der Lima kommt. Also nur Last, wenn Strom benötigt wird.

    Bei unseren F800 hat die Lima dagegen immer Last (350W?).

    Der Grund für einen solchen Murks bei BMW ist der Kostenfaktor. Ein Längs-regler ist deutlich teurer ca. 200EUR statt 50 EUR (Einkauf BMW uns kostet er ja 180$) oder so.

    Ich habe mal bei Silent-Hektik angefragt, ob die einen Regler für die F800 u.ä.
    (siehe RealOEM.com - Part Search)
    anfertigen können, warte aber noch auf die Antwort.

    Für uns wäre das DIE LÖSUNG und mit ca. 200EUR auch bezahlbar. Auch brauchen wir dann unseren Stator nicht mehr "fürchten" und auch nicht mehr wechseln.

    MlG
    MAB

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von MAB Beitrag anzeigen
    Wie o.a. ist zwar die Bohrung für den Ölfluß im Stator ab 2011? geändert worden, das Grundproblem bleibt aber.
    Nein, erst mit dem Facelift Modelljahr 2013, damit sollte das Problem aber vom Tisch sein.


 
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