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Adaptionswerte zurücksetzen ???

Erstellt von mmo-bassman, 11.09.2017, 19:11 Uhr · 29 Antworten · 7.819 Aufrufe

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    #21
    Wenn die Werkstatt nicht in der Lage ist vernünftig den Fehlerspeicher auszulesen und auch sonst im Dunkeln tappt, können sie Dir
    die Experimente nicht in Rechnung stellen. Ich hatte, mit einer 1954er DKW, auch mal einen schwierigen Fall mit der Elektrik. Die Werkstatt hat angeboten, über den Winter, also "Saure Gurken Zeit", alles relevante zu prüfen und auseinander zu nehmen. Als Arbeitslohn wurde pauschal ein fairer Preis vereinbart, der nur im Erfolgsfall gezahlt werden musste.Ich wünsche Dir viel Glück und ein gutes Timing für die, für Dich, richtige Entscheidung.

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    #22
    Dein Urlaub ist rum,

    wie geht es nun weiter ?

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    #23
    Jetz kapier ich gar nix mehr!

    Gestern nachmitag hab ich dann meinen ganzen Mut zusammengenommen und bin hingefahren. Helm, Jacke und Handschuhe im Auto, mit dem festen Willen, "ich hol die Kleine jetzt da raus!" (nach 6 Wochen). Karre stand in einem Stück auf dem Hof, hab erstmal gefragt, was es Neues gäbe. Da begannen dann gleich wieder die Geschichten aus tausend und einer Nacht: Fehlerspeicher sei jetzt ausgelesen, man präsentierte mir sogar ein Protokoll. Danach gäbe es ein unplausibles Signal vom Drehzahlgeber. Man wolle jetzt den Sensor tauschen, dann evtl. den ABS-Sensor hinten, den ich bei meinem letzten Radausbau bestimmt verbogen hätte. Außerdem hätte man den Tacho (Kombinstrument) gegen einen anderen getauscht, Fehler bestünde weiterhin, im Übrigen wäre die Kupplung auch bald fällig. Man würde jetzt halt Teil für Teil tauschen, aber das braucht Zeit. So ging das über 10 Minuten.

    Als ich dann sagte, dass ich die Kiste JETZT mitnehme, war erstmal Schweigen. Wie denn, jetzt gleich? Aber wir haben noch gar keine Rechnung gemacht! Macht nix, ich hab Zeit!

    OK, Rechnug gemacht, Freilauf und Freilaufgehäuse neu (die alten Teile wurden mir ausgehändigt) neues Öl und Filter, diverse Kleinteile und Arbeitszeit: 380,-€. Das hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Bezahlt, und nix wie weg. Hatte meinen Sohn schon alarmiert, dass er sich bereithält, mich mit dem Anhänger abzuholen, falls ich unterwegs liegenbleibe (9km bis nach Hause). Bin halt ganz vorsichtig losgefahren, und alles war gut. Ja, ALLES WAR GUT! Der Fehler ist auf dem Heimweg nicht aufgetreten. Auch auf dem Weg heute morgen zur Arbeit lief alles rund. OK, bin erst 15 km gefahren, aber hab sowas wie vorsichtigen Optimismus. Wenn das Wetter am WE mitspielt, dreh ich ne längere Runde zum Testen, bin natürlich gespannt.

    Entweder haben sie den Fehler "aus Versehen" mitrepariert, beim Tausch des Freilaufs, oder versehentlich gelöscht/zurückgesetzt beim Auslesen des Speichers. Vielleicht wussten sie auch, das Alles wieder funzt, und wollten noch ein wenig mehr rausholen. Die anfänglich hartnäckige Gegenrede gegen meinen Wunsch, die Karre jetzt mitzunehmen spräche dafür. Vielleicht isses auch n Kontakt/Kabelfehler, der morgen wieder auftritt, dann geht die Sucherei natürlich wieder von vorne los.

    Jetzt herrscht bei mir maximale Unsicherheit, ich werde den weiteren Herbst mit zahlreichen Testfahrten in der näheren Umgebung verbringen, bin gespannt, wie das weitergeht!

  4. Registriert seit
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    #24
    Das war genau richtig!!!

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    #25
    Welch ein Akt, ich bin weiterhin gespannt.

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    #26
    So, natürlich ist der Fehler nicht weg!

    Wär ja auch zu schön gewesen!
    Bin heute fast 100 km gefahren. davon die ersten 45 absolut fehlerfrei. Nach einem Tankstop gings dann wieder los: Ab einer Drehzahl von knapp unter 4000 spinnt der DZM, springt nach oben, die Begrenzerlampe geht an, und die Karre stottert, wahrscheinlich weil der Begrenzer begrenzen will. Es passiert in allen Gängen, und ist definitiv drehzahlabhängig. Auch im Leerlauf lässt sich der Fehler simulieren.

    Nun liegt es Nahe, zu glauben, der Fehler trete nur bei warmen Motor auf, glaube ich aber nicht, beim letztenmal kam es auch sofort bei kaltem Motor. Vielmehr habe ich das Gefühl, dass der Fehler immer die ersten ca. 50km nicht auftritt, wenn die Batterie vorher abgeklemmt war (Reset ?). Das werde ich aber nochmal genau überprüfen.

    Hab für Euch heute nen kleinen Film gedreht, wo ich den Fehler wunderbar simulieren konnte. Achtet mal auf den DZM, man kanns schön erkennen.



    Außerdem hier noch ein Bild vom Protokoll des Fehlerspeichers, das mir von der fantastischen Werkstatt ausgehändigt wurde. Hat jemand von Euch schonmal so ein Protokoll gesehen? Was kann ich da nun ablesen? Bedeutet es, dass der Kurbelwellensensor die Ursache ist, oder wie soll ich das interpretieren?

    screenshot-18-.png

    Damit kein Missverständniss aufkommt: Der Kurbelwellensensor sitzt doch bei der G auf der rechten Seite, oberhalb der Generatorspulen, oder verwechsel ich da jetzt was? Ich meine hier im Bild das Teil Nr. 3, ist das korrekt?
    Die Teile "4" und "5" wurden letzte Woche ja bereits erneuert.


    So, jetzt seid Ihr dran!
    Bitte um Vorschläge, wie schätzt Ihr das Ganze ein. Soll ich so einen Kurbelwellensensor bestellen? Kost immerhin ca. 190,- €, möcht ich nicht auf Verdacht kaufen, und dann isses doch was anderes. Hat jemand von Euch eventuell noch so ein Teil rumliegen, damit ichs erstmal ausprobieren kann?
    Bin gespannt auf Eure Einschätzungen, Vielen Dank für die Mitarbeit!

    (Ich stell den Fall jetzt auch mal ins F650er Forum, kann ja nicht schaden.)

  7. Registriert seit
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    #27
    Kurbelwellensensor, warum nicht. Es wird dem Steuergerät vorgegaukelt, dass der Motor mit Höchtdrehzal arbeit, warum auch immer?
    Eine große BMW Vertragswerkstatt oder BMW selbst sollte doch helfen können, da würde ich Kontakt aufnehmen. Vielleicht hast du mit deiner Werkstatt einfach nur Pech gehabt? Würde gerne konkret helfen, leider von diesen Fehler noch nie vorher gehört.

  8. MAB
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    #28
    Hi,
    der Fehler ist ja wohl drehzahlabhängig. Was ist, wenn du zügig über die 4000 U/min gehts und z.B. bei 5000 U/min hälst oder auch bei 3000 U/min?

    Würde auf einen Sensorfehler Kurbel-und/oder Nockenwelle? tippen. Könnten aber auch Kontaktprobleme im Kabelbaum sein. Scheuerstellen, Stecker etc..

    Viel Erfolg.

    MlG
    MAB

  9. Registriert seit
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    #29
    Leicht verspätet die Auflösung des Problems in Kurzform:

    Die Maschine läuft seit März wieder einwandfrei, mittlerweile schon wieder 10.000km mehr drauf und einen Satz Reifen verschlissen.
    Hier die entscheidenden Beiträge aus dem f650Forum reinkopiert:

    23.01.2018:

    NEUIGKEITEN


    Bin heute endlich mal dazu gekommen, die Kiste ein wenig auseinander zu nehmen. Habe sämtliche Kabelbinder vom Hauptkabelstrang gelöst und die Kabel mit Lupe und Lampe sehr genau angeschaut. Insbesondere beim Handrad des Federbeins habe ich alles genau abgesucht. Allerdings alles ohne Befund.


    Dann habe ich unter der Sitzbank den Stecker vom Steuergerät abgezogen, und eine Scheuerstelle am Kabel entdeckt. Bei genauem Hinsehen konnte ich ein wenig Kupfer durchschimmern sehen. Die Stelle ist aber maximal 2 mm groß. Gescheuert hat die Stelle an meinem Magnetventil vom nachträglich eingebauten KÖS Kettenöler, und zwar hier am Metallgehäuse.


    Habe den Kabelbaum dann ca 20 cm komplett vom schwarzen Klebeband befreit und so sieht das Ganze aus:











    Es handelt sich tatsächlich um das gelbe Kabel, im Stecker des Steuergeräts Pin 4 - geht direkt zum Kurbelwellensensor. Allerdings ist die Stelle schon sehr klein, aber passen würde es.


    Ich hab das Problem, das die Karre jetzt in meinem Keller steht (Mietshaus). 1,10m Niveauunterschied, jedesmal mühsam mit Brett und zweitem Mann rein und raus wuchten. Mal eben ne Probefahrt machen, und dann weiterbasteln is nich.


    Ich werde jetzt alles SEHR gewissenhaft isolieren, dann alles wieder zusammenbauen, das Ding aus dem Keller wuchten, dann auf gutes Wetter warten und probefahren. Kann also wieder dauern, bis ich erneut Vollzug melden kann.


    Was meint Ihr, hab ichs gefunden?


    28.01.2018:


    Aktuell habe ich alles neu isoliert und auch das Messingteil des Ventils mit einem Plastikwinkel verkleidet, so dass der Kabelbaum keinesfalls mehr Kontakt haben kann. Habe alles sehr gewissenhaft “abgeschirmt“, an dieser Stelle kann und wird nix mehr passieren. Zur Ursache vermute ich nach wie vor Vibrationen durch den Eintopf. Zwar war das Kabel fest fixiert, aber das Magnetventil war nur locker reingelegt. Hat immerhin 25.000 km einwandfrei funktioniert.


    Klar ist, dass ich diese Stelle zukünftig öfter kontrollieren werde. Ob aber wirklich mein nerviger Fehler damit eliminiert ist wird sich erst noch zeigen. Bis zur Probefahrt dauerts noch.


    Ich melde mich!


    13.02.2018:


    So, mittlerweile is alles sehr ordentlich isoliert und die Kabelstränge sind sehr gewissenhaft verlegt. Hab mir dazu extra die entsprechenden Bilder aus der Reprom runtergeladen um alles möglichst original wieder herzustellen.


    Das Ventil vom Kettenöler hab ich komplett versetzt, jetzt auf die linke Seite, wo garantiert kein Kabel weit und breit verbaut ist. Und ja, das Teil wird mit der Zeit wirklich warm, nicht heiß, aber gut warm, und dann noch der Druck von dem Kabel, und da drüber die Sitzbank und das Gewicht von meinem fetten Ar..., das kann schon gut sein.


    Probefahrt zur endgültigen Klärung steht noch aus, zur Zeit hier tiefster Winter, mit Tonnen von Salz. Wird wohl noch ein bisschen dauern, aber so langsam fängts an zu kribbeln, spürt Ihrs auch schon?


    06.03.2018:


    SIE LÄUFT ! ! !

    Wie geil is das denn ?

    Vorhin endlich die erste Proberunde fahren können, endlich hat das Wetter mal mitgespielt.

    33 km gefahren, ohne das geringste Problem, die Kiste läuft einwandfrei, kein Fehler, kein Drehzahlproblem, nix!



    Ich flipp aus, ich freu mich wie Bolle !




    Ok, Versuch eines Fazits:



    Seit September vergangenen Jahres hat meine Karre rumgezickt, Ihr kennt die Geschichte. Heute, ein halbes Jahr später wird meine Hartnäckigkeit endlich belohnt. Dazwischen liegen einige Achterbahnfahrten der Emotionen zwischen Hoffnung und erneuter Enttäuschung. Aber ganz nebenbei hab ich aus der Aktion so Einiges gelernt.


    Als erstes ist da natürlich mein Moped und ich. Ich bin immer tiefer in die Materie eingedrungen, habe Bauteile kennengelernt von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt und habe somit ein gutes Stück technisches Knowhow dazu gelernt.


    Der Hersteller BMW ist wieder rehabilitiert, seit klar geworden ist, dass ich mir vor über zwei Jahren den Fehler durch die Montage des Kettenölers selbst eingebaut habe, auch wenn es 25.000 km gedauert hat, bis das Kabel des KWS sich am Magnetventil des Ölers aufgerieben hat. BMW trifft keine Schuld, meine wilden Beschimpfungen über die scheinbar miese Verarbeitungsqualität muss ich somit zurücknehmen. Die Ursache des Fehlers geht allein auf meine Kappe.


    Keineswegs rehabilitiert ist meine (Ex-) Werkstatt. Was die sich für einen Schrott zusammengelogen haben spottet jeder Beschreibung. Anstatt einfach mal ehrlich zuzugeben, dass man den Fehler nicht findet und ziemlich ratlos ist, wurden mir vom Techniker und dem Chef bei jedem Nachfragen neue Märchen erzählt, was angeblich alles schon geschehen sei, und welche Teile schon getauscht wurden. In Wirklichkeit ist beim insgesamt achtwöchigen Werkstattaufenthalt nix passiert außer dummer Sprüche und der Versuch mir weitere Teile zu verkaufen, die nie getauscht wurden. Aufgrund meines gesunden Misstrauens hatte ich aber einige Teile, die in Verdacht standen vorab markiert und die Markierungen fotografiert. Nur so sind mir kostenintensive Scheinreparaturen erspart geblieben. Der ganze Laden gibt ein unbeschreibliches Armutszeugnis ab. Diese freie BMW-Werkstatt im Landkreis NIE MEHR !!! Natürlich nenne ich hier keine Namen, aber wer aus meiner Gegend kommt, weiß wen ich meine!


    Da muss der Kunde tatsächlich selbst Hand anlegen, den Fehler lokalisieren und beseitigen. Natürlich bin ich am Ende stolz, dass ich es selbst geschafft habe, aber eines steht ja mal ganz klar fest: OHNE EUCH und dieses fantastische Forum hätte ich das nie gepackt. Alle Ideen und Hinweise von Euch waren wertvoll, auch wenn nicht alles zum Ziel geführt hat, so konnte mit Euren Beiträgen der Fehler doch immer mehr eingegrenzt werden, bis zum Schluss eigentlich klar war, dass es wohl sehr wahrscheinlich ein Kabelproblem sein muss.


    06.05.2018:


    NACHTRAG


    So, die Saison ist in vollem Gange, ich bin schon wieder über 3.000 km gefahren, Bremsbeläge neu, vorderer Reifen is fällig, usw., aber das Drehzahlproblem is weg, nie mehr aufgetreten, finito! Das Vertrauen is auch wieder zurück, plane schon die sommerlichen Urlaubsfahrten.


    Kleinere Nachwehen gab es noch bezüglich der mangelhaften Werkstattleistungen: nicht nur, das man mir 3 Liter Öl eingefüllt hatte, nämlich bis zur Max-Markierung, nur leider im kalten Zustand gemessen, es war wohl auch das falsche Öl, denn seitdem rutschte die Kupplung jenseits der 6.000 U. Also, selbst nochmal n Ölwechsel gemacht, 2,3Liter 15W50 rein, neuer Ölfilter, und alles is ok. Achso, Wasserpumpe hab ich mittlerweile auch neu gemacht, aber das steht schon wieder in einem anderen Thread.

    15.08.2018:

    Karre läuft nach wie vor einwandfrei, Fehler nie wieder aufgetreten.

    Thread kann geschlossen werden.

    Vielen Dank an alle Helfer und Tippgeber!

  10. Registriert seit
    07.06.2018
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    Standard

    #30
    Ja, so ist das mit den Fachleuten in den Werkstätten.


 
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