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Erfahrungen nach kanpp 11000 km mit der Sertao

Erstellt von Pistenshrek, 14.09.2013, 16:22 Uhr · 20 Antworten · 9.830 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Erfahrungen nach kanpp 11000 km mit der Sertao

    #1
    Hallo an alle,

    ich habe nun knapp 11000 km in ca. 4 Monaten mit der Sertao hinter mir und berichte mal von meinen Erfahrungen.
    Meine Sertao ist mit folgendem Zubehör ausgerüstet:
    • Touratech Tankrucksack => voll beladen etwas kippelig, werde mir aber noch Abspanner besorgen
    • Touratech Hauptständer => benötigt ganz schön viel Kraft, aber unbeladen zur Kettepflege etc. reichts
    • Touratech niedriger Kotflügel vorne => hat sich im Regen voll bewährt
    • Ich habe einen Puk mit 2 Schrauben unter den Seitenständer geschraubt. Das ergibt eine Erhöhung von 25mm und eine schöne breite Aufstandsfläche => super Sache für ca. 5 €
    • Enduristan Moonsun Packtaschen => Top verarbeitet, niedriges Gewicht, ohne Träger auf der Sertao zu montieren und einfach zu beladen. Super Taschen, damit fahre ich überall hin!
    • 60 l Gepäcktasche (für Zelt etc.) von der Tante Loise, ist schon 10 Jahre alt, hält aber noch. Für den kleinen Gepäckträger der Sertao zu groß, da muss noch die Verbreiterung her.
    • Ich habe die kleine Scheibe der G650GS montiert. Die Originalscheibe verursachte zuviele Verwirbelungen.

    Ansonsten ist die Sertao originale, allerdings ohne Aufkleber-Gedöns!

    Die Maschine ist sehr handlich, man kann mit ihr auch enge Zirkel in Schrittgeschwindigkeit fahren, das 21 '' große Vorderrad ist ein Segen.
    Die Federung / Dämpfung ist ok, ich musste allerdings das Federbein schon bis 4 Striche vor Ende vorspannen, damit die Balance stimmt (80 kg inkl. Fahrer-Ausstattung).
    Die Reifen Tourance EXP sind handlich und bieten ordentlichen Grip. Allerdings gibt es bei Nässe in Zusammenhang mit manchen Asphaltsorten schonmal Rutscher. Gehalten haben sie bei mir insgesamt 10500 km, allerdings war ich da schon illegal auf der Hinterhand unterwegs. Habe halt viel Profil in Frankreich gelassen.
    Der Motor ist der beste Einzylinder, den ich bisher gefahren habe. Sehr elastisch, man kann ab ca 2000 Umdrehungen beschleunigen, geht dann nur langsam voran, aber immerhin. Im Drehzalbereich 3000 - 6000 geht sie auch ordentlich nach vorne, für mich reicht es auf jeden Fall.
    Und der Verbrauch ist klasse, Landstraße 3,3 bis 3,7, voll beladen auf der Autobahn mit ca 130 Km/h bei Regen und Gegenwind klettert der Verbrauch auf 5 l. Geht aber auch voll in Ordnung. Schöner wäre aber der 17 L Tank der Dakar.
    Der Komfort auf der Autobahn ist halt etwas beschränkt, keine richtige Verkleidung und Vibrationen, dabei empfinde ich es als durchaus akzeptabel.
    Hier mal mein Moped im vollem Reiseornat auf einem der vielen Pässe in Südfrankreich:
    28-passfoto-col-de-l-iseran.jpg
    In Südfrankreich habe ich auch einige Schotterpässe und Pisten unter die Räder genommen. Dabei hatte ich ziemlich schnell folgende Gedanken:
    1. du brauchst mehr Übung
    2. eine Lenkererhöhung ist dringend zu empfehlen
    3. du brauchst mehr Übung
    4. die Tourance EXP Reifen sind auf Schotter kaum zu gebrauchen, mit ihrem Straßenprofil bauen diese keinerlei Seitenführung im tieferen Schotter auf.
    5. ich brauche viel mehr Übung

    Durch das einfache Handling der Maschine, dem Motorschutz und dem auch bei niedrigen Drehzahlen ordentlich laufenden Motor ist es ein großer Spaß mit ihr über Schotterstrecken zu fahren. Ich bevorzuge dabei allerdings gemäßigtes Tempo, das schont meine Nerven und die der Mitmenschen.

    Mein Urteil über die Maschine fällt sehr positiv aus. Sehr handlich, komfortable Federung, kompakt, verbrauchsarm, guter durchzugsstarker Motor, in Summe eine klasse Reiseenduro für auch mal gröberes Geläuf. Allerdings ist sie kein echter Stoppelhopser (Hartenduro, Crosser etc.). Mit der Maschine werde ich noch viele schöne Reisen unternehmen können und dabei eine Menge Spaß auf Schotter und Pisten haben.

    Ich habe jetzt die Heidenau K60Scout aufziehen lassen, mal schauen wie die so laufen! Die 10000er Inspektion steht auch an, da lasse ich mich mal überraschen, welche Geldforderungen der Freundliche so stellt.

    Wie sieht es bei euch aus? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Mein liebes frauchen faehrt die "alte Sertao" Also den Dakar. Fast baugleich (ohne ABS) und sie freut sich jeder minute aufm dings.
    Ich fahr das ding auch ab und zu mal aber ich bevorzuge mein alte versager F. Hab die eindrueck das die sich weiter einlenken lasst und ich brauch kein gedankesekunden bevor ich den starterknopf druecken kann. (Weiss eben nicht wie sich das bei die Sertao zugeht)
    Die Dakar fahrt sich ein wenig "leichter" als wie die Ur-F sicher mit das 21" vorderrad. Die kniewinkel ist mir auch ein tick besser afm Ur-F. Die Dakar zieht etwas besser(nur ein klein bisschen) und dreht auch besser bei niedrichen drehzahlen (unterhalb 3000 U.)

    Gruss, Ard

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    #3
    Hallo Pistenshrek,

    Guter Bericht!
    In unserem Reitstall steht auch eine Sertao, fürs kleine Geläuf. Im Augenblick fahre ich noch die Karoo2 und tausche diese auf die K60Scout, denn auf Asphalt wird man irre vibriert damit.
    Die meisten Deiner Punkte nach ich so bestätigen, allerdings ist ein Fahren mit 130Km/h schon fast grenzwertig, denn da beginnt das Pendeln. Mit 140 wirds dann unangenehm und mit 150 ist es Rodeo. Klar, dass ist nicht artgerecht, dennoch ab und zu muss das gehen.
    Vorderrad ist schlagfrei, Radlager überprüft, Gabel neu befüllt und Simmerringe erneuert, Lenkkopf OK.
    Hast Du das Pendeln nicht gemerkt? Bin gespannt, wie die K60Scout das beeinflussen.

    Gruß,

    Peter.

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    #4
    Hallo, zusammen,
    ich hab mir auf meine Dakar jetzt auch die Scout aufziehen lassen. Der Verkäufer/Schrauber meinte, die brauchen ne Weile zum Einfahren, zur Zeit sind sie noch etwas "schwammig". Ich hatte vorher die Tourance drauf und die liefen stur geradeaus. Auf der Autobahn ohne Probleme 160, keine Anzeichen von Pendeln.
    Mit den neuen Scout hab ich auch bemerkt, dass es eine deutliche Pendelneigung gibt - ich hoffe, das wird nach dem Einfahren weniger...
    Zeitgleich wurde aber auch das LKL gewechselt, weil es Rastpunkte hatte (die mir bis dahin aber nicht aufgefallen sind). Kann sein, dass das auch zur Abnahme des Geradeusfahrens beigetragen hat.
    Alles in allem glaube ich, dass die Sertao die meisten Vorzüge retten konnte. Auch wenn die Verarbeitung oder die Anbauteile hier und da etwas weniger hochwertig sind...

    Das Möp macht auf jeden Fall Riesenspaß :-)

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    #5
    Hallo Gemeinde

    Also ich kann dem Beitrag von Pistenshrek nur zustimmen!
    Fahre sie nun ein Jahr mit auch knapp 15.000km, keine Probleme außer ein Elektronik Problem.
    Einfach ein Super Ding! Vorallem für mich als Einsteiger, einfach perfekt.

    Ich war mit der Sertao in Südtirol dieses Jahr unterwegs, Gebiet Bozen. Und ich muss sagen, sagenhaft! Sie gleitet förmlich durch die Kurven, die Kehren machen ihr dank dem Vorderrad überhaupt nichts aus. Dazu noch die Schlaglöcher und sonstige schlechten Straßen teilweise, da macht es dann erst richtig Spaß! Da haben wir viele andere Motorräder locker abgehängt...

    2013-06-25-11.14.31-3.jpg

    In Südtirol habe ich auch noch die Experence drauf gehabt, haben trotz der Autobahnfahrt hin und zurück echt gut gehalten, nur der Vorderreifen ist im ganz steilen Bereich etwas rau geworden

    Für die Fahrt ins Gelände ist der Reifen wirklich nicht der Beste, ich habe relativ gute Erfahrungen mit dem TKC 80, der ist für das Gelände echt gut, auf der Straße lässt er sich jedoch nicht ganz abfahren, denn da hoppelt es ein bisschen, aber ich finde das muss man dann abwägen. Sonst ein Top Reifen, jedoch hällt er auch nur ca. 2000km, zumindest der Hinterreifen.


    Alles in Allem, SPITZENMOPED Muss euch da Zustimmen, will sie auch nicht hergeben :P

    Liebe Grüße

  6. Registriert seit
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    #6
    Moin Moin,

    die positiven Berichte kann ich zu 100 % (ok - zu 99 % ) bestätigen.

    Ich habe als Sonderausstattung
    - die hohe Originalsitzbank (bin 1,85 - sitze 1a)
    - SW-Motech Fußrasten (1,5 cm tiefer als Original und schön breit)
    - SW-Motech Hauptständer
    - Touratech Tankrucksack (sitzt m.E. gut).

    Sehr gut gefällt mir nach 6.000 km
    - die Sitzposition,
    - das relativ geringe Gewicht (im Vergleich zur 800er oder 1200er ist das durchaus spürbar),
    - die Motorcharakteristik (wie ein Trecker; damit kann man ganz entspannt durch den Landkreis cruisen)
    - die Unterhaltskosten (Verbrauch, Versicherung, Steuer)
    - die Zuverlässigkeit (ich hatte keine Warmstartprobleme oder ähnliches)

    Das einzige kleine Ärgernis ist das Getriebe. Wenn ich aus dem 1. in den 2. Gang schalten will, bleibe ich nicht selten (etwa 10 % der Schaltvorgänge) im Leerlauf hängen. Das fühlt sich doof an - Gas geben im Leerlauf. Ist aber nicht kriegsentscheidend.

    Alles in allem eine klare Kaufempfehlung, wenn man nicht heizen will. Das geht vielleicht auch mit dem Moped, aber es gibt andere, die m.E. eher dafür gebaut sind...

    Diethelm

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    #7
    img_1204.jpgimg_1515.jpgimg_1198.jpg

    Hallo Pistenshrek !

    Schönes Bild von der Grande Route des Alpes ! War ich mit der 1150er GS auch bei Traumwetter.

    Meine Sertao ist ein Zweitmoped für gemütliches Touren alleine oder zu Zweit, speziell abseits des Asphaltes. Ich hab die Metzeler Karoo 3 drauf, und bin bis auf das Verhalten bei nasser Fahrbahn sehr zufrieden damit. Hat gute Dienste geleistet auf traumhaften Schotterpisten in Montenegro, Albanien und Griechenland/ Kreta. Schaufelt sich auch bei Geröll und grundlosem Schotter bestens durch und bleibt in der Spur, auch auf steilen rutschigen bergab Passagen, wie etwa der SH 20 in Albanien.

    Pendeln mit EXP und Karoo unbekannt, auch bei 150 mit Gepäck nicht feststellbar.

    Aufgrund Einsatzes abseits der Asphaltstraßen Kotflügel von TT vorne in hoher Stellung, Motorschutz TT und fürs Reisen die TT Komfortsitzbank, die Originalsitzbank ist eine Strafbank für meinen Allerwertesten.
    TT Hauptständer ist ein Muß, aber voll beladen erfordert er sehr große Kraftanstrengung, da könnte der Hebel länger sein.
    Der TT Tankrucksack gehört zusätzlich festgezurrt, sonst schwimmt er irgendwo herum auf der Tankattrappe.
    Der Seitenständer ist voll beladen eine Zumutung, die Idee mit dem Puk werd ich aufgreifen !

    Ich habe einen 2. inoffiziellen Leerlauf zwischen 2. und 3. Gang, nervt gelegentlich.

    Verbrauch mit Gepäck zu Zweit ( = xx kg Übergewicht ) 3,78 auf 5.500 km Balkan und Griechenland, bei flotter Touringfahrweise.

    Meine Sertao hatte Warmstartprobleme, wurde auf Garantie von der Werkstatt behoben, ist seither problemlos.

    Was ich Sertao Reitern empfehlen kann, ist die bei Touratech erhältliche kürzere Übersetzung, 15 / 49 statt 16 / 47 Zähnen.
    Bringt im Schotter eine wesentlich kürzere kupplungsschonende Erste und insgesamt ein wesentlich spritzigeres Fahrverhalten. Über 150 fährt man die Sertao ohnehin nicht, und das ist mit dieser Übersetzung die Spitze.

    Ein kreuzbraves, berechenbares und sparsames Moped für Touren mit Schottereinlagen, wennst schnell fahren möchtest, ist die 1150er oder 1200er oder eine KTM 1190 R die optimale Ergänzung.

    LG MiraculixSertao

    ( Bilder von unserer Herbsttour Balkan / Griechenland )

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    #8
    Kann mich dem meisten Vorrednern nur anschliessen.
    War dieses Jahr mit keiner Sertao u.a. bei der BMW Challenge 2013.
    Die Dame hat da ein bisschen gelitten und was auf jeden Fall verbesserungswürdig ist:
    1. kürzere bzw. klappbare Brems- und Kupplungshebel (beide an der Sollbruchstelle gebrochen und ich fahre nun mit den Stummeln;-))
    2. weniger Gewicht (würde das Handling um einiges leichter machen und können andere Hersteller auch)
    3. Einzelsitzbank (zu zweit reist man da rauf eigentlich nicht)

  9. Registriert seit
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    #9
    Gegen 1. helfen vernünftige Handschützer.

  10. Registriert seit
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    #10
    nicht wirklich!
    Die Originale haben bei den ersten Stûrzen versagt und optisch ist das eh nicht wirklich schick!


 
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