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Hat die G 650 GS mit ABS Überschlagschutz?

Erstellt von Frankk F, 28.05.2012, 22:15 Uhr · 49 Antworten · 7.435 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Im Gegensatz zu einem blockierenden Vorderrad, wo es doch schon einiges an Erfahrung braucht, ist ein Stoppie ist in der Tat selbst für einen Fahranfänger relativ einfach abzufangen. Kostet allerdings Bremsweg, da man die Bremse aufmachen muss und wieder zupacken. Die Elektronik kann so was viel eleganter.

    Guckst Du hier:


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    #32
    Reibwert und Gleitwert sind unterschiedliche Dinge

    Ohne Schlupf und im Stillstand hat man 100%en Reibwert

    Bei einemblockierenden Rad währed der Fahrt hat man 100%en Gleitwert

    Der Gleitwert ist nach meinen Informationen immer schlechter als der Reibwert. Deshalb verkürzt ABS nur den Bremsweg wenn man sonst überbremst. Bei richtigem (idealen) Bremsen hat man den kürzesten Bremsweg und das ABS braucht nicht einzugreifen

    Gruß
    Berthold

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    #33
    Zitat Zitat von beiker Beitrag anzeigen
    Deshalb verkürzt ABS nur den Bremsweg wenn man sonst überbremst. Bei richtigem (idealen) Bremsen hat man den kürzesten Bremsweg und das ABS braucht nicht einzugreifen
    Stimmt, wenn Du es schaffst jederzeit den optimalen Bremsdruck kurz vor dem Blockieren zu erkennen, wobei sich dieser optimale Druck wärend des Bremsvorgangs laufend ändert.

  4. Registriert seit
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    #34
    Wollte noch mal nachfragen, ob jemand weiter Erfahrungen (Selbsttest) gesammelt hat oder weitere Informationen hat besorgen können.

  5. kif
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    #35
    Zitat Zitat von Frankk F Beitrag anzeigen
    Wollte noch mal nachfragen, ob jemand weiter Erfahrungen (Selbsttest) gesammelt hat oder weitere Informationen hat besorgen können.
    So, ich will auch mal mein Senf dazu abgeben:

    Habe am Wochenende an einem Fahrsicherheitstraining teilgenommen, da haben wir auch Vollbremsungen mit Datarecorder gemacht.
    Ergebnis --> Vollbremsung mit meiner G 650 GS mit aktiviertem ABS aus 72 km/h: Bremsweg 26 Meter; durschnittliche Verzögerung von 8,7 m/s². Da hat sich übrigens der Hintern keinen cm vom Boden gehoben.

    Auch "durften" wir mal aus höheren Geschwindigkeiten vollbremsen, hatte aufgrund der Örtlichkeit nur die Möglichkeit auf ca. 120 km/h zu beschleunigen (braucht man doch ziemlich viel Anlauf mit der kleinen GS ) und dann zu ankern, da habe ich mal kurz auf ca. der Hälfte des Bremswegs gemerkt, wie das Heck gaaaaanz leicht hoch gekommen ist. Aber alles WEIT WEIT weg entfernt von Angst und Stress. Hat sich ohne die Bremse manuell von Hand zu öffnen wieder alleine beruhigt. Ob da jetzt ein Überschlagsverhinderer im ABS mitgeregelt hat, weiß ich allerdings nicht, ich hab mich halt auf jeden Fall mal nicht überschlagen

    --> MEINE PERSÖNLICHE Meinung zu ABS und zu ABS Gegnern: Von allen, die mit Maschinen ohne ABS bei dem Training dabei waren, hat nur einer nach 3 Versuchen ähnliche Werte wie ich direkt bei der ersten Vollbremsung erzielt. Mit noch mehr Zeit hätte er wahrscheinlich auch einen kürzeren Bremsweg als ich mit ABS dahin gebremst, aber wer hat im richtigen Straßenverkehr mit Schreckfaktor eine 4. Chance?! Und ideale Bedingungen (trocken, 26 Grad, griffiger Teer)?

    Investiert mal 100 €, und macht euch selber ein Bild, der Samstag hat sich für mich voll gelohnt!

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    #36
    Deine Worte sind auch meine Rede. In der Realität hat man in einer Notsituation keine drei Versuche, da muss der erste hinhauen oder es haut einem hin. Und hinzu kommen dann laufend wechselnde Bedingungen wie Temperatur, Beschaffenheit Strassenbelag und nicht zuletzt mentale Verfassung.

    Daher muss ABS in allen Motorrädern serienmässig angeboten werden.

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    #37
    Ich stimme da sowohl kif als auch BMW Hans zu, Abs hat einen unbestreitbaren Mehrwert.

    Was bitteschön wäre denn der Nachteil von ABS? Das ein geringer Prozemtsatz an erfahrenen Fahren eventuell bei guten Bedingungen und wenn alles klappt und bei guter Tagesform und bei großer Aufmerksamkeit vielleicht einen etwas kürzeren Bremsweg hat? Mag sein, dann muss aber auch alles stimmen. Und am besten auf Anhieb und nicht wie kif schrieb erst im 4. Versuch.

    Und was sind die Vorteile? ABS hilft sobald auch nur eine der oberen Bedingungen nicht erfüllt ist, und das geht sehr sehr schnell.

    Aber da sind wir wieder bei einer Diskussion, die schon n vielen Foren sehr oft und häufig Gegenstand heftiger Auseinandersetzungen war und noch immer ist. Ich glaube man muss sich einfach mit einer gewissen Anzahl Unbelehrbarer abfinden.

    Für mich stand von Anfang an fest, es muss ein Motorrad mit Abs sein.

    Womit die ursprüngliche Frage des Überschlagschutzes der G650gs allerdings noch immer unbeantwortet ist ...

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    #38
    Ich möchte an dieser Stelle noch mal die Diskussion aufgreifen und die Erfahrungen meiner Tests mitteilen.


    Also, auf einem nicht öffentlichen Parkplatz ein paar Bremstests gemacht, mit Beobachter bzw. gefilmt. Das Hinterrad hebt selten ab, das ABS regelt wohl vorher und wenn es abhebt, dann höchstens ca. 10 cm. ABS bringt es dann wieder runter, da ich voll auf der Bremse bleibe. Gefühlt hebt es ca. 30 cm ab. Ich kann allerdings nicht behaupten, dass man dadurch (sprich kurzzeitiges Öffnen oder reduzieren der Bremsleistung durch ABS) den Eindruck hat, der Bremsweg verlängere sich bzw. das Motorrad würde plötzlich nicht mehr bremsen.

    Einmal jedoch hatte ich den Eindruck jetzt geht das Hinterrad zu hoch (wahrscheinlich nur eine Täuschung), da habe ich die Bremse vollständig aufgemacht und wieder neu gebremst. Ich hätte sie wohl besser nur gelöst bzw. aufs ABS vertraut denn da wurde der Bremsweg doch verdammt lang.


    Daher meine Schlussfolgerung: sie hat wohl Überschlagschutz und man sollte dem voll vertrauen und einfach zulangen.

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    #39
    Zitat Zitat von Frankk F Beitrag anzeigen
    Ich stimme da sowohl kif als auch BMW Hans zu, Abs hat einen unbestreitbaren Mehrwert.

    Was bitteschön wäre denn der Nachteil von ABS?
    Ich bin komplett bei dir. Ich kaufe mir nie wieder ein Mopped ohne ABS, deshalb finde ich die angekündigte ABS-Pflicht auch sehr okay. Dennoch hat ABS natürlich ein paar Nachteile - wie schwerwiegend die sein mögen, muss bitte jeder selbst entscheiden. Da sind: Kosten, Gewicht, Störanfälligkeit, erhöhter Wartungsaufwand. Zudem ist es wohl technisch sehr schwer, ABS-Bremsen zu bauen, die einen so kristallklaren Druckpunkt haben wie (sehr gute) Normalbremsen.

    An meiner GS ist ABS abschaltbar, und das ist auch gut so, denn gerade auf Schotter und Matsch kann ABS kontraproduktiv sein. Bei Pkw war das ABS der ersten Generation auch abschaltbar - jetzt gibt es das nicht mehr. Wenn die Entwicklung bei den Motorrädern ähnlich verlaufen würde, würde mich das stören.

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    #40
    Kürzlich lief eine angeregte Diskussion über ABS im Nachbarforum. Da ging es mehr um die gesetzliche Pflicht, der sich nicht Jeder unterwerfen möchte, die Meinung war, dass mir die Freiheit belassen bleibt, ob ich ein Motorrad mit oder ohne ABS will. Aber ich denke, dass auch ohne gesetzliche Pflicht kaum mehr ein Hersteller Motorräder ohne ABS anbieten wird. Bei BMW ja ab Modelljahr 2013 nicht mehr Option, sondern Serie bei allen Modellen ohne Preisanhebung.

    Die Nachteile sind vernachlässigbar, Gewicht unter 1 kg, Störanfälligkeit kaum, Wartungsaufwand nicht höher, es muss ja wie bei allen anderen auch, nur ab und an die Bremsflüssigkeit gewechselt werden. Abschaltbares ABS gibt es meist nur bei den Enduros, bei reinen Strassenmaschinen wie beim PKW nicht, das war schon an meiner 96-er R1100RT so wie bei der K1100LT von 92 mit ABS1.


 
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