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Hat die G 650 GS mit ABS Überschlagschutz?

Erstellt von Frankk F, 28.05.2012, 22:15 Uhr · 49 Antworten · 7.440 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #41
    Zitat Zitat von Wolfgang.A Beitrag anzeigen
    Stimmt, wenn Du es schaffst jederzeit den optimalen Bremsdruck kurz vor dem Blockieren zu erkennen, wobei sich dieser optimale Druck wärend des Bremsvorgangs laufend ändert.
    Auf trockener Straße kann man locker hören, wie weit man vom Blockieren noch weg ist. Außer man fährt Harley;-)

    zu ABS: Wir haben auf Schnee mal einen Bremstest zwischen Opel Kadett E ohne ABS mit Mischbereifung aus 3 Winter und 1 Sommerreifen und Ford Escort mit guten Reifen und ABS gemacht. Dabei ist der Kadett mehrere Autolängen früher zum stehen gekommen. Dabei meine ich nicht 2 oder 2,5 sondern es waren locker 4 Autolängen. (Beim blockierenden Rad schiebt sich ein bremsender Schneekeil davor). Daher wenn ABS, dann bitte abschaltbar. Aber ich kenne kein einziges Auto bei dem das geht. Immer nur ESP wenn überhaupt. Und die "Gefahr" seh' ich beim Pflicht-ABS für Motorräder auch.

    Über den Sinn will ich nicht ausschweifen...im Trockenen ist Bremsen kein Problem und im Regen fahr ich eben langsam genug, das hat sich eigentlich bewährt. ABS hätte bei uns auf dem Land wohl den Vorteil, dass ich Eichhörnchen, Ratten und Katzen nicht mehr konsequent plattfahren würde In Dortmund, Essen oder Berlin wo genug beknackte Rumfahren mag das anders sein.

  2. TomTom-Biker Gast

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    #42
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Ich bin komplett bei dir. Ich kaufe mir nie wieder ein Mopped ohne ABS, deshalb finde ich die angekündigte ABS-Pflicht auch sehr okay. Dennoch hat ABS natürlich ein paar Nachteile - wie schwerwiegend die sein mögen, muss bitte jeder selbst entscheiden. Da sind: Kosten, Gewicht, Störanfälligkeit, erhöhter Wartungsaufwand. Zudem ist es wohl technisch sehr schwer, ABS-Bremsen zu bauen, die einen so kristallklaren Druckpunkt haben wie (sehr gute) Normalbremsen.

    An meiner GS ist ABS abschaltbar, und das ist auch gut so, denn gerade auf Schotter und Matsch kann ABS kontraproduktiv sein. Bei Pkw war das ABS der ersten Generation auch abschaltbar - jetzt gibt es das nicht mehr. Wenn die Entwicklung bei den Motorrädern ähnlich verlaufen würde, würde mich das stören.
    Wenn diese Einschätzung vom ABS Deiner 1100er kommt, dann stimme ich Dir zu. Bei der 1200er mit BKV auch was den Druckpunkt anbelangt. Bei den neueren Systeme gilt dies so nicht mehr. Hier regelt das ABS mittlerweile deartig feinfühlig, daß man den Regelbereich vielfach gar nicht mehr spürt. Und auch auf mittelmäßig hohem Schotter (ca. <5 cm) ist der Unterschied im Bremsweg nicht mehr allzu groß und ohnehin erst bei etwas höheren Geschwindigkeiten (ca. > 40 - 50 km/h) spürbar. Bei Matsch, Sand oder auch hohem Schotter (z. B. > 10 cm Geröllfeld), also all die Untergründe bei denen grundsätzlich keine richtige Haftung mehr gegeben ist, kann Bremsen ohne ABS zu kürzeren Bremswegen führen. Kann, wenn man es kann und sich nicht vorher mit blockiertem VR auf die Nase legt.

    Das aktuelle ABS von Bosch soll übrigens nur 700 g wiegen, sehr klein bauen und vielfältig konfigurierbar sein. Ist m. W. in der KTM verbaut. Die bei den neueren BMW verbauten Conti-Systeme sind vermutlich allerdings auch nicht schlechter. Es ist halt immer nur die Frage wer gerade zum aktuellen Zeitpunkt die Nase vorne hat.

    Allgemein (bezieht sich nicht auf Deinen Beitrag):
    Wer die Sinnhaftigkeit von ABS in Frage stellt und behauptet in der Notsituation das beginnende Blockieren des VR zu hören (man hört das wimmern tatsächlich deutlich, wenn man gezielt drauf achtet) ist entweder ein wirklicher Könner oder nur ein Aufschneider. Ich kann es nicht und vermutlich weitere 90 % der Motorradfahrer nicht. Viele die mit hoher Geschwindigkeit durch die Gegend düsen können noch nicht mal im Normalfall kräftig bremsen, meist auch beim Auto nicht. Üben tut hier Not und am Besten unter fachkundiger Anleitung. Ich mache das regelmäßig und staune nicht schlecht wenn sogenannte "alte Hasen" hier ab....... Ausweichen ist nebenbei bemerkt auch eine schöne Übung, aber anderes Thema.

    Daß die F/G 650 hinten nicht so schnell hochgeht, liegt vielleicht auch an der etwas "mickrigen" Bremse vorne. Meine F650 hat nur eine Scheibe. Meine R12GS hingegen derer zwei mit 4 Kolben die mittels BKV zupacken wie Schraubstöcke. Wenn ich da im trockenen zupacke sind Bocksprünge garantiert. Und zwar mehrmals hintereinander. Kräftiges bremsen im Nassen mit TKC ist hingegen wie Rodeoreiten. Aber dank ABS bleibt man oben drauf sitzen.

    Gruß Thomas

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    #43
    Zitat Zitat von moonrisemaroon Beitrag anzeigen
    Daher wenn ABS, dann bitte abschaltbar. Aber ich kenne kein einziges Auto bei dem das geht. Immer nur ESP wenn überhaupt. Und die "Gefahr" seh' ich beim Pflicht-ABS für Motorräder auch.
    Abschaltbares ABS wird den Enduros vorbehalten bleiben, da dies beim Geländefahren Sinn macht.

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    #44
    Hallo,
    Zitat Zitat von moonrisemaroon Beitrag anzeigen
    Auf trockener Straße kann man locker hören, wie weit man vom Blockieren noch weg ist.

    zu ABS: Wir haben auf Schnee mal einen Bremstest zwischen Opel Kadett E ohne ABS mit Mischbereifung aus 3 Winter und 1 Sommerreifen und Ford Escort mit guten Reifen und ABS gemacht. Dabei ist der Kadett mehrere Autolängen früher zum stehen gekommen.
    ... bezogen auf einen Bremsweg von wieviel Autolängen insgesamt ?
    Im Übrigen ist mein Gehör nicht so gut darauf trainert und selbst wenn - ob das bei anderen Verkehrsgeräuschen noch klappen würde ?

    Es ist ja nicht neu, dass ein geübter Bremser kürzere Bremswege erreicht als mit ABS erreichbar sind.
    Ein verantwortungsvoller Fahrer wird das ABS im normalen Fahrbetrieb nicht bewusst einsetzen. Die Argumentation für das ABS stützt sich aber vor allem darauf, dass man gerade in in unerwarteten, plötzlich eintretenden Situationen, auf die man eben nicht wie bei dem Bremsversuch vorbereitet ist, die optimale Dosierung nicht schafft bzw. das ABS in solchen Situationen zu kürzeren Bremswegen führt und - das ist vielleicht noch wichtiger - das Fahrzeug lenkbar hält.

    Anders als beim Geländebetrieb erlaubt ein plötzlich hereinbrechende Situation auch nicht die Entscheidung, ob das ABS nun besser ein- oder ausgeschaltet sei. Zweifler könnte man ja trotzdem situationsbedingt entscheiden lassen, wie verfahren werden soll:
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken abs.png  

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    #45
    Zitat Zitat von Eckart Beitrag anzeigen
    Es ist ja nicht neu, dass ein geübter Bremser kürzere Bremswege erreicht als mit ABS erreichbar sind.
    Das würde ich so nicht unterschreiben. Es ist sicherlich nicht neu, dass es im motorisierten Zweiradverkehr eine Menge Menschen gibt, die sich für die Vollgötter halten. Und es ist dokumentiert, dass Carsten Schwiers, Cheftester von "Motorrad" (er erfüllt sicherlich die Definition "geübter Bremser") es erst in mehreren Anläufen und unter optimalen Bedingungen geschafft hat, eine Fireblade ohne ABS in kürzerer Strecke zum Stehen zu bringen als mit ABS. Diese mehreren Versuche hat man in der Praxis im Regelfall nicht.

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    #46
    Hey ist ja ein nettes Thema hier über das man ganze Romane schreiben kann.

    Und immer wieder die Frage , hat die G 650 GS denn nun einen Überschlagschutz oder nicht?
    Ist denn niemand hier der das mal ausprobiert hat?
    Einfach mal mit 10 oder 20 km/h fahren und die Vorderradbremse voll durch ziehen.
    So hab ichs bei meiner damaligen 1150GS Bj.99 ( kein intregrales ABS ) getestet und bin überzeugt die hatte den Überschlagschutz.
    Einfachste Erklährung,ein Sensor vergleicht die Umdrehung beider Räder. Wird das Hinterrad langsamer als das Vorderrad
    löst das ABS aus.
    Bei meiner 1200 GS ist das anders,aber die hat ja auch ein teilintregrales ABS und das Hinteread bremst immer mit.

    Und zu den anderen Diskusionen.
    Meine F 650 GS Dakar hat kein ABS.
    Wesentlicher Vorteil - sie ist auf dem Gebrauchtmarkt mindestens 1000 Euronen billiger als eine mit ABS.
    Sonst fallen mir keine Vorteile ein.
    Im letzten Urlaub im Balkan hab ichs nicht vermisst da wir viele sehr grobe Schotterstraßen gefahren sind.
    Hier in unseren Regionen hätt ichs schon ganz gerne , denn das wichtigste an ABS ist mir nicht ein eventuell kürzerer Bremsweg
    sondern vielmehr das das Mopped in jeder Bremssituation beherrschbar bleibt.
    Kein ausbrechen des Hinterrades , kein abschmieren des Vorderrades.Und so kann ich meine Bremsung jeder erforderlichen Situation völlig bedenkenlos anpassen. Genauso wie ein Auto das mit ABS bei einer Vollbremsung lenkbar bleibt und nicht unkontrolliert irgendwo hin schlittert.Und hat es noch ESP bricht es längst nicht so schnell aus , da hab ich mit meinem Hecktriebler schon einige Erfahrungen gemacht.
    Klar,auf Eis geht garnix , auf allen anderen Untergründen schon.

    Gruß Roger

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    #47
    Zitat Zitat von Sandmann64 Beitrag anzeigen
    Und immer wieder die Frage , hat die G 650 GS denn nun einen Überschlagschutz oder nicht?
    Ja, hat es, allerdings in einer recht einfachen "Version", über Raddrehzahl- bzw. -beschleunigungsvergleich vorne/hinten. Funzt also nur vernünftig, wenn vorne und hinten gebremst wird.
    Meines Wissens ist auch bei der G650GS ein Bosch 8M und nicht 9M eingebaut.

    @moonrisemaroon, Ford Escort, Opel Kadett?? Wann habt Ihr denn den Vergleich gemacht? Das war noch vorm Kriech, oder? :-)
    Mit den aktuellen ABS-Systemen schafft es selbst ein Bremsprofi ohne ABS kaum noch die Bremswerte mit ABS zu erreichen. Die funktionieren selbst Offroad überraschend gut. Forums-"helden" sind da natürlich ausgenommen :-)

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    #48
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    Wenn diese Einschätzung vom ABS Deiner 1100er kommt, dann stimme ich Dir zu. Bei der 1200er mit BKV auch was den Druckpunkt anbelangt. Bei den neueren Systeme gilt dies so nicht mehr. Hier regelt das ABS mittlerweile deartig feinfühlig, daß man den Regelbereich vielfach gar nicht mehr spürt.
    Das eine hat mit dem anderen nur mittelbar zu tun. Ich habe in einer Diskussion pro und contra Stahlflex auch schon mal den Standpunkt gehört: "Bei ABS ist ein klarer Druckpunkt gar nicht so wichtig, weil das ABS ja regelt, wenn es eng wird." Ich persönlich möchte schon wissen, was bei mir am Vorderrad gerade abgeht;-). Denn ich halte das Einsetzen des ABS normalerweise für die Folge eines Fahrfehler, den ich selbst oder jemand anders begangen hat, und da möchte ich schon genau wissen, ob was passiert ist oder nicht.

  9. TomTom-Biker Gast

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    #49
    Ja und? Was soll die Aussage jetzt bedeuten.

    Fahr doch einfach ohne, dann merkst Du die Fahrfehler unmittelbar.

    Bei den neuen Systemen merkst Du praktisch keinen Unterschied zwischen mit und ohne. Außer wenn das Rad blockiert. Dann mach Deine Hand halt elektronisch auf.

    Gruß Thomas

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    #50
    Zitat Zitat von Frankk F Beitrag anzeigen
    Also ich hab's noch mehrmals ausprobiert, und ich kann definitiv sagen, dass hinten nichts abhebt, wenn man die Hinterradbremse mitbenutzt. Trockenes Wetter, sehr rauer und griffiger Asphalt; man spürt einen Abhebeansatz bzw. ein Kämpfen der Elektronik gegen die Gewalten bzw. dynamischen Kräfte, aber kein Abheben. Wie es ohne hinteres Bremsen ist habe ich mich nicht mehr getraut zu testen.

    Meine Erklärung wäre wie folgt:

    Kurz bevor das Hinterrad abhebt geht die hintere Bremsleistung gegen Null und das Ventil für das hintere ABS muss (fast) voll aufmachen. Daher weiß die Elektronik, dass sie nun vorne Bremskraft rausnehmen muss. Dies kann aber nur funktionieren, wenn man hinten zumindest ganz leicht mitbremst und vorne im Regelbereich ist.

    Auf der anderen Seite kann es aber durchaus sein, dass ehe vorne die Haftungsgrenze erreicht ist (stellen wir uns mal einen sehr rauen und klebrigen Asphalt mit hohen Reibwerten), das Hinterrad abhebt, also ein klassischer Stoppie. Da dann vorne noch nicht im Regelbereich gebremst wird, kann das ABS auch nicht vorne den Bremsdruck verringern. (?)

    Soweit meine Theorie, ich finde es klingt ganz logisch und deckt sich mit meinen Erfahrungen und dem was BMW im Handbuch schreibt.

    Entsprechend, wenn Notbremsung, dann immer voll reinhauen um im Regelbreich zu sein und vom Hinterradabhebschutz zu profitieren.

    Wenn jemand eine bessere Erklärung oder einen heißen Draht zu einem Entwicklungsingenieur bei Bosch oder BMW hat bzw. das ganze plausibel widerlegen kann, bin ich für andere Darlegungen offen. Ich möchte wissen, wann sich mein Motorrad wie verhält damit ich mich bzw. meine Fahrweise entsprechend anpassen kann.


    Gruß
    Das ist auch meine Erfahrung. Ich war in dieser Saison nicht immer brav unterwegs und deshalb weiß ich das. Außerdem steht in der Bedienungsanleitung von der Kleinen auf Seite 66 unten links: Wenn ein Pulsieren am Bremshebel spürbar ist, arbeitet das ABS im Regelbereich.In Abhängigkeit von der Fahrweise und Randbedingungen verhindert das ABS ein Abheben des Hinterrades.


 
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