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Hintere Bremse schleift nach Belagwechsel ???

Erstellt von mmo-bassman, 18.11.2015, 18:10 Uhr · 92 Antworten · 10.898 Aufrufe

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    #61
    Jetzt noch mal blöd gefragt:
    Hast du vor dem ersten Wechsel der Beläge mal geprüft, wie warm die Bremse wird oder erst nach dem Wechsel?
    Vielleicht war die Bremse ja schon immer so warm.

    Bremst du einfach (zu) viel hinten?

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    #62
    Normalerweise/oft steht auf der Scheibe die Mindeststärke. Solange die eingehalten wird gibt es, solange da keine extremen Riefen sind, keine Probleme.
    Nur so ganz praktisch:
    Ein Prüfer mißt normalerweise keine Scheibendicke, sondern orientiert sich am aussen stehengebliebenen Rand. Bei ausreichender Scheibendicke im Tragbild der Beläge und je nachdem, welche Möglichkeiten bestehen, kann man, um Diskussionen zu vermeiden, auch den Rand wegnehmen.
    Erstmal muß aber geklärt werden, wo die Temperatur herkommt und da würde ich mich jetzt drum kümmern..

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    #63
    Nee, hab ich natürlich nicht, ist mir erst nach dem Belagwechsel aufgefallen, als ich nach ein paar Tagen schauen wollte, ob sich die neuen Beläge schon eingeschliffen haben. Dann hab ich diesen Thread hier eröffnet.

    Wann bremst man denn "zuviel" hinten?
    Ich bremse immer mit beiden Bremsen gleichmäßig, wobei die Hauptbremskraft ja eigentlich vorn liegen sollte.
    Die Beläge (vorn) sind aber erst zur Hälfte runter, die Scheibe sieht aus wie neu.
    Ich führe den starken Verschleiß hinten (wie gesagt) auf meine anfangs dicken Stiefel zurück.

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    #64
    Mindeststärke ist 4,5mm, gemessen hab ich (natürlich da, wo die Beläge anliegen) 4,7 - 4,8.
    Ja, der äußere Rand ist dicker.

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    #65
    Hallo,
    Zitat Zitat von -Larsi- Beitrag anzeigen
    Jetzt noch mal blöd gefragt:
    Hast du vor dem ersten Wechsel der Beläge mal geprüft, wie warm die Bremse wird oder erst nach dem Wechsel?
    Vielleicht war die Bremse ja schon immer so warm.

    Bremst du einfach (zu) viel hinten?
    Nach den letzten Berichten hatte ich mir auch diese Frage gestellt.
    Klar ist, dass die Bremse bei bloßem Fahren nicht warm werden soll, andernfalls würde sie ja schleifen - ein Fehler.
    Umgekehrt gilt aber, dass sie beim Bremsen warm werden muss, rein aus Gründen der Physik: Beim Bremsen wird die kinetische Energie im Warme(energie) umgesetzt, entsprechen der Beziehung E = ½ m * v².
    Theoretisch könnte man nun die Temperaturerhöhung des Bremssystems berechnen, wenn man noch ein paar Daten mehr kennt wie die Masse der Bauteile und deren Wärmekapazität.


    Zitat Zitat von mmo-bassman Beitrag anzeigen
    Wann bremst man denn "zuviel" hinten?
    Ich bremse immer mit beiden Bremsen gleichmäßig, wobei die Hauptbremskraft ja eigentlich vorn liegen sollte.
    Die Beläge (vorn) sind aber erst zur Hälfte runter, die Scheibe sieht aus wie neu.
    Ich führe den starken Verschleiß hinten (wie gesagt) auf meine anfangs dicken Stiefel zurück.
    Richtig ist, dass bei einer Notbremsung die Bremswirkung wegen der Gewichtsverlagerung vorn wesentlich höher ist als hinten oder anders ausgedrückt: ein abhebendes Hinterad kann keine Bremswirkung haben. Im Normalbetrieb sind die Verhältnisse allerdings nicht so extrem.

    Wenn also die Erwärmung nur durch Bremsen (also nicht durch Schleifen) erfolgt und es zu einer sehr ungleichmäßigen Wärmeverteilung zwischne vorn ujnd hinten kommt, lässt das nur den Schluss zu, dass die Verteilung der Brenswirkung zwischen den Bremsen eben doch nicht so gleichmäßig ist - da trügt das Gefühl dann wohl. Ich denke auch, dass es schwer ist, eine Fußbremskraft mit einer Handbremskraft zu vergleichen. Konstruktive Merkmale - wie wird die Bremskraft umgesetzt (Hebelgesetz) - spielen da auch eine Rolle. Natürlich bleibt immer noch die Möglichkeit, dass eine Bremse wegen eines Fehlers weniger Bremswirkung als gedacht entfaltet und deshalb die andere mehr abbekommt - oder anders herum: ein Fehler wurde behoben, sodass es jetzt richtig arbeitet, aber Du hattest Dich vielleicht auf fehlerhafte Verhältnisse einegstellt.

    Zitat Zitat von mmo-bassman Beitrag anzeigen
    Mindeststärke ist 4,5mm, gemessen hab ich (natürlich da, wo die Beläge anliegen) 4,7 - 4,8.
    Ja, der äußere Rand ist dicker.
    Ich hatte in Frage gestellt, ob man eine Schiebelehre unter diesen Umständen überhaupt so anlegen kann, dass nur die dünnste Stelle gemessen wird. Ansonsten würden diese Werte allein noch keinen Grund zu Beanstandung geben. Aber es kann sein, dass ein Prüfer zu Ansicht gelangt, die Scheibe sei zu riefig. Da gibt es bestimmt einen Beurteilungsspielraum zwischen "durchgefallen", geringem Mangel und dem bloßen Hinweis, dass die Bremsscheibe vielleicht nicht mehr bis zum nächsten Termin halten wird.

    Eckart

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    #66
    Danke Eckart.

    Das mit der Schieblehre war schon knifflig, weil die Scheibe am Rand noch einen dünnen Streifen ausweist, wo sie nicht abgenutzt, d.h. die vollen 5 mm hat. Ich habe die Schieblehre mehrfach verschieden angesetzt, um den dickeren Rand zu umgehen, da meine Lehre im Inneren eine Ausspahrung hat, konnte ich ziemlich genau messen, das dünnste Maß, das ich ermittelt habe ist 4,7mm.

    img_3965.jpg

    Deine Erklärungen mit der ungleichmäßigen Verteilung der Bremskraft kann ich nachvollziehen, und sie mögen zu einem gewissen Teil bei mir auch zutreffen. Was aber m.M.n. nicht "normal" ist, ist die Tatsache, dass die Bremse nach drei bis fünf starken Bremsungen diese hohen Temperaturen erreicht. Habe auch einen laienhaften Test hierzu durchgeführt:

    Sehr lange Bergabgerade hier bei uns in Wilhelmshöhe. Zweimal runter gefahren mit absolut kalten Bremsen. Beim erstenmal 5 starke Bremsungen aus Tempo 70 bis fast 0 nur Vorderbremse. Ergebnis: Vordere Bremse und Scheibe werden lauhwarm.

    Wieder hochgefahren, unter selben Bedingungen 5 mal nur hinten gebremst. Ergebnis: Scheibe knallheiß, Sattel sehr warm!

    Mir scheint, die Scheibe wird überdurchschnittlich schnell heiß und kann irgendwie die Wärme nicht so schnell ableiten. Durch die Riefenbildung haben wir (unter dem Miskroskop betrachtet) so etwas ähnliches wie eine Berg-und-Tal-Landschaft im Profil der Scheibe. Wenn jetzt die Beläge beim Bremsen anliegen, schleifen sie hauptsächlich auf den "Bergspitzen", also liegen an weniger Material an, wie bei einer glatten Scheibe. Da ich aber bis zum Stillstand bremse, benötige ich mehr Kraft, d.h. die Scheibe wird stärker "gedrückt" und wird somit schnell heiß.

    Soweit meine sehr laienhafte Theorie! Wenn ich eine neue Scheibe zum Testen hätte, könnte ich überprüfen ob meine Theorie zutrifft, hab ich aber leider nicht.

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    #67
    Die hintere Scheibe wird auch lange nicht so gekühlt vom Fahrtwind wie die Vorderen.

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    #68
    Zitat Zitat von Classic Sport CS Beitrag anzeigen
    Die hintere Scheibe wird auch lange nicht so gekühlt vom Fahrtwind wie die Vorderen.
    Und sie ist kleiner ...

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    #69
    Vielleicht solltest du dich mal von der ganzen Theorie verabschieden und einfach fahren.
    Dabei die Bremskraftverteilung in Richtung vorne verändern und gut isses.

    Wir hatten schon öfter Beiträge über den wärmebedingten Ausfall der hinteren Bremse und fast immer war es ein zu starker Gebrauch der Fussbremse.

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    #70
    Genau diesen wärmebedingten Ausfall hatte ich bei einer Passabfahrt in den Alpen, da ich versucht habe die Truppe wieder einzuholen.

    Da hatte ich hinten nur noch den Tritt ins Leere, was nach Abkühlung wieder normal funktionierte.


 
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