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Hinterradbremse ruckt beim Gangwechsel

Erstellt von Malu, 01.06.2012, 12:47 Uhr · 33 Antworten · 5.256 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Hinterradbremse ruckt beim Gangwechsel

    #1
    Hallöschen,

    Ich hab da mal ein komisches Phänomen bei mir.
    z.B. folgende konstruierte Situation:

    Mit Tempo 60 unterwegs. Ampel wird Rot. Muss/Will Bremsen. Weg zur Ampel eher knapp.
    Also: relativ "stark" vorne und hinten bremsen (bremse hinten eigentlich immer mit) und runterschalten.

    Wenn ich in dieser Situation jetzt vom 2ten in den 1ten schalte (bei ca 20 - 30 km/h), macht der Hebel der Hinterradbremse einen deutlichen Ruck (lassen wir es mal 2-3 cm sein) nach unten und die Bremswirklung lässt kurz nach.

    Hab mich beim ersten mal richtig erschrocken. Vorne passiert nix bremst ganz normal. Fürs ABS ist das Bremsen noch nicht stark genug (deshalb oben relativ).

    Woran kann das liegen?

    Wir haben vor kurzem neue Reifen, Kette, Ritzel, Kettenrad, Bremsscheibe hinten und Beläge hinten neu gemacht.
    Flüssigkeit ist in Ordnung. Auch der ABS Sensor sitzt wie vorher da. Selber Abstand und ist richtig befestigt.

    Wenn ich in selber Situation bremse OHNE runter zu schalten (also erst schalte wenn ich stehe) tritt dieses Phänomen nicht auf.

    Ich kann das Phänomen auch willentlich herbeiführen. Tritt also nicht "sporadisch" auf.

    Jemand eine Idee?
    Die Kupplung hat ja eigenltich nix mit der Hinterradbremse zu tun, oder?


    Grüße aus dem zur Zeit warmen und sonnigen Saarland =)

    PS: Maschine siehe oben in meinem Profil

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    Standard

    #2
    Beim Runterschalten kann das Hinterrad durch die Motorbremswirkung kurzzeitig blockieren.
    Könnte es damit zusammenhängen?

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    #3
    Ist die kette nicht zu stramm ?
    Schalten runter zum 1e gang unter 10 km/h.
    Lauft das rad frei ? Werd die scheibe sehr heiss ?

  4. Registriert seit
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    #4
    @Wolfgang: ein blockierendes Rad hab ich nicht bemerkt. Werde mal darauf achten.
    @Dutch: die Scheiben werden ziemlich heiß vorne und hinten. Hab mir fast die Finger verbrannt. Hinten mehr als vorn.wenn ich so spät wie möglich schalte tritt das Phänomen trotzdem auf wenn ich hinten nur ganz schwach bremse ist alles ok. Kein rucken. Das rucken macht sich auch nur am bremshebel und der bremskraft bemerkbar. Am lenker oder an der sitzbank merkt man nix.
    Kette ist nach Angabe eingestellt.

    Wenn ich mit gezogener kupplung runterschalte kann es die motorbremswirkung ja nicht sein oder? Der Motor läuft davon unberührt munter weiter. Wie ein Schweizer uhrwerk :-)

  5. Registriert seit
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    #5
    Hi
    wenn mich nich alles teuscht is der hintere Bremssattel schwimment gelagert.
    habt ihr beim Scheibenwechsel darauf geachtet,das die Lagerung auch noch schön freigenig is?
    hat die Scheibe vieleicht einen Schlag? Bremskolben schön sauber gemacht und auf freigenigkeit geachtet?
    Gruß Bernd

    Ps.: vieleich sinds auch die Dämpfer im Hinterrad!

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    #6
    Zitat Zitat von Malu Beitrag anzeigen
    ...macht der Hebel der Hinterradbremse einen deutlichen Ruck (lassen wir es mal 2-3 cm sein) nach unten und die Bremswirklung lässt kurz nach.

    Woran kann das liegen?

    Wenn ich in selber Situation bremse OHNE runter zu schalten (also erst schalte wenn ich stehe) tritt dieses Phänomen nicht auf.

    Jemand eine Idee?
    Die Kupplung hat ja eigenltich nix mit der Hinterradbremse zu tun, oder?

    Mit dem Einkuppeln verstärkst du die Bremswirkung zusätzlich, damit bremst das Hinterrad in die ABS-Regelgrenze hinein.
    2 Gründe: Entweder du bist 1. Grobmotoriker oder 2. Fahranfänger. Dagegen lässt sich bedingt etwas tun.

    Ab sofort die selbe Prozedur durchlaufen ohne Einkuppeln beim runterschalten. Es macht aus rein technischer Sicht eh keinen Sinn!
    Du wirst sehen dass nichts defekt ist sondern es einzig an deiner Fahrweise liegt.

    Tip während dem Verzögern den Neutralen rein (ohne bis in den 1. herunter zu schalten) und bremse im Leerlauf an die Ampel hin.

    Gruß Peter

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Mit dem Einkuppeln verstärkst du die Bremswirkung zusätzlich, damit bremst das Hinterrad in die ABS-Regelgrenze hinein.
    ......
    Genau
    Du bremst zu stark an der Hinterradbremse....bis über 100%, deshalb regelt das ABS

    Nutze die Vorderradbremse stärker, eigentlich braucht man die Hinterradbremse "nur zusätzlich"
    ...und mach ein Sicherheitstraining

    Gruß
    Berthold

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    #8
    Zitat Zitat von vierventilboxer Beitrag anzeigen
    Mit dem Einkuppeln verstärkst du die Bremswirkung zusätzlich, damit bremst das Hinterrad in die ABS-Regelgrenze hinein.
    weil eben die Summe aus Motorbremskraft und Bremskraft von der Hinterradbremse zu hoch ist, nimmt das ABS die "überschüssige" Bremskraft weg und hält das Hinterrad am Rollen, bis zum Blockieren kommt das Rad nicht, das ABS macht vorher auf
    Ab sofort die selbe Prozedur durchlaufen ohne Einkuppeln beim runterschalten.
    damit kannst du prüfen,
    ob ein Defekt am System vorliegt,
    oder es nur an deiner Art zu bremsen liegt
    Es macht aus rein technischer Sicht eh keinen Sinn!
    warum macht das Bremsen über den Motor keinen Sinn?
    es gibt wohl einige Spezialisten, die selbst bei forcierter Gangart immer so vorausschauend fahren, daß sie nur mit der Motorbremswirkung immer die Geschwindigkeit richtig anpassen,
    man muß nicht möglichst viel Bewegungsenergie in sinnlose Wärme umwandeln
    Du wirst sehen dass nichts defekt ist sondern es einzig an deiner Fahrweise liegt.

    Tip während dem Verzögern den Neutralen rein (ohne bis in den 1. herunter zu schalten) und bremse im Leerlauf an die Ampel hin.
    also ich nutoze das Motorbremsmoment in den Kleinen Gängen so weit es (sinnvoll) geht, und nur die letzten paar Meter bis zum Stillstand wird mit gezogener Kupplung gebremst (oder eben im Leerlauf)

  9. kif
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    #9
    Dein ABS ist doch abschaltbar. Schalte es doch einfach mal ab und probier die Aktion mal so. Wenn das Hinterrad dann blockiert, ist doch alles klar

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von neuerQtreiber Beitrag anzeigen
    es gibt wohl einige Spezialisten, die selbst bei forcierter Gangart immer so vorausschauend fahren, daß sie nur mit der Motorbremswirkung immer die Geschwindigkeit richtig anpassen,
    man muß nicht möglichst viel Bewegungsenergie in sinnlose Wärme umwandeln
    also ich nutoze das Motorbremsmoment in den Kleinen Gängen so weit es (sinnvoll) geht, und nur die letzten paar Meter bis zum Stillstand wird mit gezogener Kupplung gebremst (oder eben im Leerlauf)
    Eine Ampel steht im Regelfall innerhalb geschlossener Ortschaft. Dort fährt man vernünftigerweise vorausschauend (wie eigentlich immer) und nicht mehr als 60km/h (bzw. nicht mehr als erlaubt). Wer dort so scharf einkuppelt dass das Hinterrad mechanisch auf Block geht hat keine Ahnung wie man ein Motorrad richtig bewegt. ABS-Grenze bedeutet Traktionsgrenze!

    Forcierte Gangart? Mit 50, vielleicht 60 Stundenkilometern? Mir kommen die Tränen.
    Und wenn jemand meint er sei irgendwo "zügig" unterwegs und müsse nicht ordentlich in die Bremsen reinpacken der ist zu langsam. Rein technisch gesehen natürlich!

    Je nach "Gangart" fahre ich auch anders an Ampeln heran. Allerdings spüre ich wann das Hinterrad die Führung verliert.
    Hätte ich dies Gespür jedoch nicht, würde ich eher auf Nummer sicher gehen und etwas behäbiger an die Sache ran gehen.
    Gasgriff bedienen, kuppeln, runterschalten, bremsen - jede Hand und jeder Fuß machen gleichzeitig unterschiedliche Dinge. Das ist nicht unbedingt einfach wenn es auf einen Schlag passieren soll und trotzdem der Verkehr beachtet werden muss. Da würde ich zum Anfang erst einmal alles weg lassen was unnötig Aufmerksamkeit kostet.
    An seiner Fahrtechnik feilen kann man später immer noch. Zu Anfang müssen erst einmal alle Handgriffe aus dem ff sitzen und das Gespür für die Maschine vorhanden sein.


 
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