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Probleme beim Motorstart - nur Batterie?

Erstellt von molotovsoda, 08.10.2015, 21:35 Uhr · 11 Antworten · 2.125 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Frage Probleme beim Motorstart - nur Batterie?

    #1
    Hallo zusammen!

    Nach langem, harmonischem Zusammenspiel hat meine liebe BMW (F650GS Einzylinder von 2002) mir heute den Dienst versagt - sie springt nicht mehr an. Für mich sieht es nach Batterie aus, aber irgendwie habe ich so das ungute Gefühl, dass auch mehr dahinter stecken könnte. Würde mich freuen, wenn ihr mir eure Einschätzung dazu geben könntet, vielleicht hat ja jemand hier schon etwas ähnliches erlebt.

    Ich beschreibe Mal kurz die Symptome:
    - Vor etwa einer Woche ist sie nur durch anschieben angesprungen, dann an der ersten Kreuzung im Leerlauf wieder aus gegangen, ließ sich aber recht direkt über den Starter wieder anschalten.
    - Danach bin ich ein paar Mal ohne rechte Probleme gefahren (je ca. 50km, hälfte Autobahn - also sollte die Batterie danach eher voller, als leerer sein)
    - Heute stand sie in der Garage. Beim Motorstart habe ich das Gefühl gehabt, ich hätte den Startknopf nicht ein bisschen zu kurz gedrückt, weil sie sich anhörte, als ob der Motor fast angegangen wäre. Anschließend passierte dann aber nichts mehr beim auf den Starter drücken, weshalb ich garnicht genauer geguckt habe, sondern instinktiv die Zündung ausgeschaltet hab.
    - Beim wieder anschalten der Zündung kam dann nicht mehr viel. Wenn ich den Schlüssel komplett rumdrehen, leuchten die üblichen Leuchten (ABS, Öl) schwach, die Helligkeit geht weiter runter, wenn ich die Maschine starten will. Die Displays (Uhrzeit, Kilometerzähler) zeigen (nur wenn der Schlüssel komplett rumgedreht ist) teilweise merkwürdige zeichen an.

    => Soweit sieht alles nach einer (zugegeben ziemlich plötzlich) kaputt gegangenen Batterie aus.

    Was mich aber stört: Drehe ich den Schlüssel komplett rum, höre ich ein dauerhaftes Klackern, was rechts, nahe des Lenkkopflagers seinen Ursprung hat. Dort vibriert auch etwas.

    Ist das einfach ein Relais, was aufgrund der (unter Last) geringeren Batteriespannung in einem instabilen Zustand ist? Was befindet sich an der Position überhaupt?

    Zur Batterie:
    - Leerlaufspannung: 12.5V
    - Energie nimmt sie nicht mehr auf (Ladegerät meldet nach 5 Minuten CV-Ladung "voll")
    - Spannung scheint unter Last deutlich runter zu gehen (wie gesagt, sieht aus, als ob das Ding hinüber wäre)

    Was mich jetzt (falls jemand überhaupt bis ans Ende des Romans gekommen ist) interessieren würde:
    - Könnte noch etwas anderes als die Batterie kaputt sein? Wenn ja, was und wie geht es bei einem "einfachen" Startversuch kaputt?
    - Was sitzt an der Stelle, wo ich das "Klackern" verorte?
    - Welche Tests auf Fehler wären eurer Meinung nach Angesagt? Meine Idee war, vielleicht mal mit dem Auto "Sarthilfe" zu geben, da ich sonst keine andere 12V DC Quelle habe, mit der ich die aktuelle Batterie ersetzen könnte - was haltet ihr davon?
    650gs_klackerstelle.jpg

    Vielen Dank im Voraus für eure Expertise!

  2. Registriert seit
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    #2
    Also bei mir war vor nem Jahr mal die Batterie so gut wie leer. Musste dann destilliertes Wasser nach kippen aber scheinbar hatte sie schon nen zu großen schaden und hab sie dann gegen ne gelbatterie getauscht

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    #3
    Das Klacken ist das Startrelais, das will starten, kann aber nicht, weil der Strom zu schwach ist.
    Ich würde (im günstigsten Fall) mal auf tote Batterie tippen.

    Wenn Du Pech hast, isses aber der Anlasser, das wäre blöd, weil teuer.
    Häng das Überbrückungskabel mal direkt an den Anlasser, das Pluskabel an den Anschluss (vorher Kunststoffkappe abziehen), das Minuskabel an Masse, z. B. an Rahmen oder Fussraste. Zündung an, und aufpassen, das der Killschalter nicht auf "Motor aus" steht. Wenn der Anlasser einwandfrei dreht, die Kiste aber nicht angeht, kanns eigentlich nur noch die Batterie sein, weil die Einspritzung wenigstens ein bisschen Strom braucht. Dreht der Anlasser nicht, is er im Ar...

    Kontrollier auch mal die Batterieanschlüsse, wenn ein Pol locker ist (durch Vibrationen), springt sie natürlich auch nicht an, und die Symptome sind wie bei toter Batterie.
    Viel Erfolg beim Suchen ...

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    #4
    Schonmal vielen Dank für das Feedback.

    @ Chrizzle: Ist eine AGM Batterie, geschlossenes System - daher ist Wasserverlust bei mir wohl nicht die Ursache.

    @ bassman: Anlasser klingt schonmal nach einem guten Tipp. Warum schlägst du vor, dass ich direkt dran gehe, statt das Überbrückungskabel einfach an die Batterieanschlüsse zu hängen - sind die nicht verbunden? Oder einfach um auszuschließen, dass dazwischen irgendwas schief läuft?
    Die Batterieanschlüsse sind soweit in Ordnung, das hatte ich schon geprüft, aber danke für den Hinweis.

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    #5
    Servus Molotov,

    ich hätte an Deiner Stelle ganz fest die Batterie im Verdacht, evtl. wie der Bassman oben schreibt auch nur ein loser Polanschluss (oder Anschluss MAssekabel am Rahmen).
    Das was klackert ist - wie auch oben schon richtig bemerkt - das Starterrelais.

    Das ist auch das einzige, worum ich mir tatsächlich Soregn machen würde: bei diesen Relais kann es passieren, dass die Kontakte verschweißen, wenn die Batterie nicht mehr ausreicht um zu starten aber noch ein relativ hoher Strom fließt.
    Das Resultat kann dann unangenehm werden: der Strom fließt dann weiter, auch wenn Du den Schlüssel wieder auf "aus" drehst. Wenn Du nicht die Batteriepole schnell abbekommst (sch...! bei der F erst die halbe Verkleidung abbauen!), fließt der Strom so lange, bis im besten Fall die Batterie völlig leer ist oder im schlechteren Fall irgendeine Leitung (ver-)glüht.

    Starthilfe bei der F (wenn sie noch keine Pole nachgerüstet hat, kamen in Serie glaub ich erst 2004) geht gut bei Kontakt direkt am Starter, wenn die Betterie gerade noch genug Saft hat, um die ECU und die Einzpritzpumpe zu versorgen, dann sparst Du Dir das Zerlegen der Verkleidung. Wenn der Saft nicht reicht, muss das Plastik ab...

    Grüße
    "Bahnburner"
    Matthias

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    #6
    "Warum schlägst du vor, dass ich direkt dran gehe, statt das Überbrückungskabel einfach an die Batterieanschlüsse zu hängen - sind die nicht verbunden?"

    Du musst den "Fehler" einkreisen, das machst Du am Besten, indem Du Schritt für Schritt die Bauteile überprüfst. Wenn Du die Überbrückung an der Batterie machst, und sie springt nicht an, bist Du keinen Schritt weiter, weils die Batterie sein kann, die nicht mehr lädt, ein loses (Masse-) Kabel, das Relais oder der Anlasser. Wenn Du am Anlasser überbrückst, und sie geht an, weißt du schonmal, das der Anlasser auf jeden Fall in Ordnung ist und kannst ihn als Fehlerquelle ausschließen, usw. Achte beim Überbrücken beim Anlasser drauf, dass Du keinen Kurzschuss produzierst. Herkömmliche Überbrückungszangen sind ziemlich fett für den filigranen Pol. Erst den Pluspol SICHER verbinden, dann den Minuspol kurz an Masse halten, dann sollte der Anlasser schon drehen, wenn er ok ist.

    So wie Du das beschreibst, tippe ich aber auch eher auf tote Batterie, wäre auch das Naheliegenste. Hast Du nicht jemanden, der Dir mal kurz seine Batterie leihen kann, direkter Kreuztausch, dann weißt Du Bescheid.

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    #7
    So, heute hab ich es mal mit der Autobatterie probiert - GS Batterie war ausgebaut. Das Starten hat funktioniert, dh. die Batterie wird schon mal getauscht. Der Hinweis mit den verschlissenen Relaiskontakten ist auf jeden Fall sehr gut - werde dem Mal nachgehen und den Strom bei ausgeschalteter Zündung messen - sollte ja etwa im einstelligen Milliampere-Bereich (Uhr, Display) liegen, oder? Falls dem nicht so ist, könnt ihr mir einen Tipp geben, wie man am schnellsten an die Starterrelais rankommt?

    Danke übrigens auch für den Nachtrag zur Fehlersuche - macht richtig Spaß hier!

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    #8
    Hallo molotovsoda


    Ich denke, dass es wirklich Deine Batterie ist, die plötzlich "zusammengebrochen" ist. Und wenn`s noch die erste ist, hat sie doch lange gehalten.

    Das hatte ich in diesem Jahr auch schon bei einigen (bestimmt 5-10) unserer Fahrschulmaschinen G650GS (wir haben 36 Stück).
    Deren EZ ist bei allen Februar 2013. Wir haben leider keine Wartungsfreie/-arme Batterie drin. Sondern noch konventionelle mit verdünnter Schwefelsäure, bei der regelmäßig der Flüssigkeitsstand kontrolliert werden muss.

    Plötzlich und ohne sich vorher anzukündigen bricht die Batterie zusammen. Dann geht gar nicht`s mehr und im Display steht auch oft "IGN off", was bedeutet, dass ab einer bestimmten Batteriespannung das Steuergerät die Zündung (Ignition) einfach abschaltet. Aus eigener (schmerzlicher) Erfahrung kann ich Dir sagen, dass dann auch kein Anschieben mehr hilft. Auch das Laden mit dem BMW-Ladegerät half bei den meisten Maschinen nichts mehr.


    Also mein Tipp: Kaufe Dir eine neue Batterie!!!


    Grüße

    Roman

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    #9
    Hallo Roman.

    Neue Batterie ist schon unterwegs - dann bin ich noch gespannt, ob die Relais alle noch vernünftig funktionieren.

    Hier hat nichtzufällig jemand Erfahrung, wie so der Leerlaufstrom der GS aussieht? Aber ich schätze mal wenn ein Relais hin ist, dann merkt man den Unterschied schon recht deutlich - so viel braucht die Uhr und das bisschen Display ja wahrscheinlich nicht...

  10. Registriert seit
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    #10
    Mach Dir keinen Kopp!
    Tausch die Batterie und gut ists. Is halt n Verschleissteil, das kommt vor.
    Ich würde mir halt überlegen, n paar Euro mehr auszugeben und gleich ne Gel oder n Ionen-Akku reinzumachen, dann hast Du einen Wartungspunkt weniger.


 
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