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Regen und Gischt und nischt geht mehr

Erstellt von Joost, 13.07.2019, 16:14 Uhr · 15 Antworten · 1.795 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Regen und Gischt und nischt geht mehr

    #1
    Moin Moin!
    Komme grad von Norwegen und hatte einige unschöne Regenfahrten hinter mir mit meiner F650GS, BJ 2004. Nach ca. 30 Min im Regen ging die Maschine in den Drehzahlen Berg und Tal, nahm kein Gas mehr an und ging aus. Startversuche schlugen mit Fehlzündungen und/oder nicht halten der Drehzahl fehl. Nach einiger Wartezeit ging es mal für 15 Minuten gut aber nur im Stand, sobald der Gang eingelegt wurde wiederholte das Prozedere sich. Konnte so nur nach langer Wartezeit (2 Stunden) wieder die Maschine zum Laufen und auch Fahren bekommen – auch nur wenn die Straßen wieder trocken waren. Zudem kam mir der Motor relativ heiß vor und beim erneuten Starten kam für mein Gefühl am Auspuff viel Nässe raus und das Endrohr ist ziemlich verrußt incl. eine fetten Rußfahne am rechten Endtopf.
    Eine Reihe von Ursachen habe ich mir schon erzählen lassen. Der „erfahrene BMW –Mechaniker“ sagte, dass sei Feuchtigkeit im Luftfilter durch den Regen bzw. Gischt auf der Straße und da könne man nichts machen – modelltypisches Problem. Mußt den Luffilter ausbauen und ausdrücken – ja, kein Problem, geht ja auf der Autobahn total leicht und schnell. Der nette BMW-Mechaniker in Norwegen meinte Feuchtigkeit im Gasgriff – musst du eine Tüte drüber tun oder mit einem Fön trocknen (hab ich immer auf der Landstraße dabei ).
    Da ich kein Zweiradmechaniker bin, technisch halbwegs durchs Leben komme hoffe ich mal auf Hilfe von Euch. Die Foren habe ich rauf und runter gelesen und viel über fehlenden Batteriekontakt (ist m.E. OK), Kontaktprobleme Lenkradschoss (?) gefunden. Aber nichts zu dem explizit von mir erlebten in Zusammenhang mit den Regenfahrten. Würde mich sehr über verständliche Erklärungen/Hilfen freuen – ggf. auch wenn einer von Euch irgendwo im PLZ-Gebiet um 24870 wohnt um sich direkt mal auszutauschen (Gerne bei einem selbstgebrauten Bier)

    Lieben Gruß an alle Forumteilnehmer!

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    leider kann ich aus eigener Erfahrung sagen, das man mit der F650 GS Dakar (mehr oder weniger Identisch zu deiner GS) tagelang im strömenden Regen unterwegs sein kann ohne irgendwelche Probleme mit dem Motor zu haben.

    zu den Äusserungen der BMW-Mechaniker, insbesondere zum "norwegischen" Kommentar schreibe ich mal nichts, da ich ansonsten den Beitrag vermutlich nicht versenden könnte.

    Ich vermute mal du hast ein Problem mit der Elektrik.
    Hast du mal den Fehlerspeicher ausgelesen?
    Vielleicht kann man hiermit das Problem eingrenzen.

  3. Registriert seit
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    #3
    Zitat Zitat von Rotax562 Beitrag anzeigen
    kann ich aus eigener Erfahrung sagen, das man mit der F650 GS Dakar (mehr oder weniger Identisch zu deiner GS) tagelang im strömenden Regen unterwegs sein kann ohne irgendwelche Probleme mit dem Motor zu haben.
    Ich kann mich da meinem Vorredner nur anschließen: Ich bin auch bei jedem Wetter mit dem Motorrad unterwegs und zu meinen F650-Zeiten hatte das Motorrad auch keine Probleme damit.

    Wenn in Foren solche oder ähnliche Probleme berichtet werden, dann oft Probleme mit den Kerzensteckern - Korrosion u. ä.
    Aber wie gesagt: das sind keine eigenen Erfahrungen.

    Eckart

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Batteriekontakte und Massekontakt am Motorblock rechts auf festen Sitz überprüfen.
    Rüttelt sich beim Einzylinder gern mal lose, dann noch die entsprechende Luftfeuchtigkeit, das kann zu den irrwitzigsten Fehlern führen.

  5. Registriert seit
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    #5
    Hallo Joost

    Was mich stutzig macht ist der Satz hier:
    "Nach einiger Wartezeit ging es mal für 15 Minuten gut aber nur im Stand, sobald der Gang eingelegt wurde wiederholte das Prozedere sich"
    Das könnte auf ein Problem mit dem Seitenständerschalter hindeuten. Der unterbricht ja die Zündung bei ausgeklapptem Ständer und eingelegtem Gang. Wenn der absäuft könnte sich das so auswirken. Tauschen oder testhalber überbrücken könnte Klarheit bringen.

    Gruss
    Michi

  6. Registriert seit
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    #6
    ich hatte soetwas mal bei einer SR500. Sobald es stärker regnete, ging sie aus und ließ sich erst wieder starten, wenn es etwas trockener war. Wie sich dann irgendwann rausstellte, war der Zündkerzenisolator gerissen und bei Regen lief die Zündspannung über den Zylinderkopf ab.
    Also ich bin auch der Meinung, dass das definitiv ein Zündproblem ist.

    Gruß,
    maxquer

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    War die 2004er schon eine Twin-Spark? Die macht nämlich ähnliche Anstalten, wenn ein Kerzstecker keinen richtigen Kontakt an der Spannungsversorgung hat (Zündspule im Stecker). Die Halterung und die Isolierung sind anfällig. Ein Indiz ist auch ein nicht richtig oder gar nicht funktionierender Drehzahlmesser. Kommt Feuchtigkeit ins Spiel dürfte das die Sache verschärfen.

  8. Registriert seit
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    #8
    Tach zusammen!
    Und recht herzliche Dank allen für die Hilfestellungen!
    Nach meiner Tour stand die Maschine nun eine Woche in der Garage und sollte gut durchgetrocknet sein. Hab mir nach eurer Anleitung und mit meinen bescheidenen Kenntnisse alles mal angeschaut und was ich konnte auseinander gebaut.
    Batteriekontakte und Masse etc. alles fest und ebenso alles an Steckern was ich finden konnte ohne Korrosion. Keine Scheuerstellen zu sehen. Isolierungen sieht auch alles i.O. aus.
    Luftansaugstutzen und Luftfilter abgebaut. Alles trocken und ist, so wie das aussieht, auch nie Wasser reingekommen. Mit der Taschenlampe in die Airbox reingeleuchtet. Oh ha! Da steht ja viel Öl. Im vorderen linken Bereich ist eine kleine Absenkung, die stand voll mit frischen sauberen Öl. Alles ausgewischen und Überlauf durchgepustet. Dabei viel mir ein, dass ich vom Start der Tour den Ölstand geprüft hatte und der war im grünen Bereich (Ölwechsel kurz vorher durch Fachwerkstatt). Da viel mir im Nachgang ein, dass die Maschine zu dem Zeitpunkt ja kalt war und im Handbuch steht doch den Ölstand im warmen Zustand messen. Gut, hab das zu viele Öl abgelassen. Kann das auch was bewirken?
    Gerade ein Proberunde gedreht. Maschine sprang an. Leerlauf o.k., 2 km gefahren und der Drehzahlmesser schnellt hoch (ohne das der Motor mitgeht), nimmt kaum Gas an, Aussetzer und nach einigen hundert Metern weiter mit Gasspielen und Kupplung schleifen lassen endgültig aus. Abgestiegen und bemerkt, dass die Maschine für meinen Eindruck ungewöhnlich heiß war und beide Auspufftöpfe (Kat und Endtopf) sehr heiß waren und "weißer" Qualm rauskam, bzw. am Kat kurz vor dem Kat aus was aufstieg. Am Endtopf selber stand richtig Wasser und verdampfte da.
    Vielleicht hat einer von euch ´ne Idee. Ansonsten kann ich mit meinen bescheidenen Kenntnisse die Maschine nur noch aufladen und in die nächste Werkstatt verfrachten.

    Gruß Hans

  9. Registriert seit
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    Standard

    #9
    Nochmal Tach!
    Wegen dem Wasser am Endtopf: Kann das auch Wasser im Sprit sein und das alles bewirken?

    Nochmal mit lieben Gruß!
    Hans

  10. Registriert seit
    30.05.2006
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    334

    Standard

    #10
    Im Prinzip schon, Wasser brennt halt nicht :-). Ist dann aber die Frage, woher das Wasser kommt. Tankentlüftung?
    Um das zu prüfen müssstest Du den Tankinhalt austauschen. Danach am Besten mit E10 neu befüllen, durch den erhöhten Ethanolanteil im E10 kann mehr Wasser gelöst werden.
    Aber Du scheibst oben, dass die Anzeige des Drehzahlmessers hochgegangen ist, obwohl die Motordrehzahl stabil war. Das deutet eher auf ein elektronisches Problem hin. Wenn die DRehzahl falsch erfasst wird stimmen die Einspritzzeitpunkte evtl. nicht mehr. Ansonsten siehst Du bei der Elektronik nichts (falckernde Lämpchen etc.)? Ein "zuckender" DZM könnte auch durch Stromausfall / hochfahren des Systems verursacht werden, dann wärs eher ein Kabelbruch oder Masseproblem.


 
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