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Fahrwerkseinstellung im Grünen?

Erstellt von Michi (ein anderer), 16.06.2007, 13:49 Uhr · 13 Antworten · 1.877 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Frage Fahrwerkseinstellung im Grünen?

    #1
    Hallo zusammen

    Nachdem ich meinen Untersatz bisher hauptsächlich als Supermoto genutzt habe, steht jetzt ein etwas ernsthafterer Ausflug auf eine Cross-Strecke ins Haus. Der ist der HP2 bisher noch erspart geblieben.

    Dafür sind die onroad-Fahrwerkseinstellungen vermutlich nicht ganz der Hit.

    Daher die Frage an die Offroad-Fraktion: Habt ihr Empfehlungen für die Einstellung fürs Gelände? Sind die Basiseinstellungen ok (ich glaube, das waren überall 13 clicks offen, hinten weich) oder sollte es (insbesondere die progressive Druckstufe) etwas härter sein, weil´s sonst durchschlägt?
    Hinten hart oder weich?

    Was seht Ihr als sinnvolle Untergrenze für den Reifendruck (Metzeler Unicross, ohne Reifenhalter) an? Ich dachte so an 1,5 hinten und 1,3 vorne.

    zu meinem Fahrstil: wenn die Räder mehr als 50 cm über dem Boden sind kriege ich Höhenangst (ist wohl die dünne Luft da oben...), ich plane also nicht einen kompletten table zu springen. Aber einigermassen zügig wird´s schon werden. An träger Masse bringe ich ca. 75 kg mit.

    Für ein paar Tips wäre ich dankbar.

    Gruss und Danke
    Michi

  2. Registriert seit
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    Standard Ein Anfang / Versuch

    #2
    Hi Michi,

    bisher ist intessanterweise noch niemand auf dieses spannende Thema eingestiegen. Haben die Kollegen Angst vom nachfolgenden Schreiber, der immer alles besser weiß, abgewatscht zu werden?

    Oder sind die Aspekte zu vielfältig, um sie zu beschreiben?

    Also: die Grundeistellung ist bereits o.k. aber es hängt natürlich sehr vom jeweiligen Gelände ab. Grobempfehlung: weicher Untergrund > härtere Dämpfung und umgekehrt. Ich bevorzuge eher die härteren Einstellungen und fühle mich damit wohler, besonders wenn der Untergrund wechselhaft ist. Denn zu weich/zu wenig Dämpfung auf hartem Geläuf (Verspringen) ist imho schlimmer als zu hart.

    Steck einfach einen Schraubendreher in die Tasche und probier mal hin und her, von der Grundeinstellung ausgehend.

    Bei mir ist der Unterschied in der Tagesform meistens größer als die Nuancen der Einstellmöglichkeiten der HP2-Gabel .

  3. Registriert seit
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    Standard wenigstens einer...

    #3
    der sich erbarmt.

    Ich hatte schon befürchtet, ich sei jemandem auf den Schlips getreten und jetzt will keiner mehr mit mir spielen

    Gruss
    Michi

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Fahr doch erst einmal Deine Strasseneinstellung. Vielleicht funzt das ja ganz prima?
    Gruss, ziro

  5. Registriert seit
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    Standard

    #5
    Mich würde ja wirklich interessieren, wieviele den Ihre HP durchs harte Gelände schäuchen? also nicht nur über Schotterwege. So ne Crosstrecke wäre schon mal erfahrenswert. Gruß aus R.

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Zitat Zitat von Gerard
    Mich würde ja wirklich interessieren, wieviele den Ihre HP durchs harte Gelände schäuchen? also nicht nur über Schotterwege. So ne Crosstrecke wäre schon mal erfahrenswert. Gruß aus R.
    Wobei hartes Gelände und Crosstrecke noch mal ein großer Unterschied ist.

    Eric

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    So steigen wir mal a bisserl tiefer in das Thema ein. Also Eric ehrlich gesagt ist da wenig Unterschied bezüglich des Luftdrucks den "Mann" wählen sollte. Vorraussetzung ist das echte Stoppler aufgezogen werden.
    1 Bar vorne und hinten, plus minus 0,1 Bar sind der einzustellende Druck. Egal ob harter Untergrund (Kies, Steine) oder weicher Boden (Schlamm, Waldboden). Gruß der es ausprobiert hat.

  8. Registriert seit
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    298

    Standard Nachdem ich damit angefangen habe...

    #8
    ..nun auch der zweite Teil. Vielleicht hilft es ja dem Einen oder Anderen.
    Der Tag auf der Crossstrecke war genial, die HP2 war das Sahnehäubchen obendrauf.
    Die Bedingungen sprachen eigentlich eher dagegen, der Untergrund war lehmig und nach dem "super Wetter" in letzter Zeit feucht bis schlammig. Mit 200 kg Motorrad unterm Hintern sah ich der Sache mit ziemlich gemischten Gefühlen entgegen. Unter ähnlichen Bedingungen hatte ich mit meiner alten R100 GS (auf TKC80) doch schon ziemliche Probleme gehabt. Nasser Lehm unterscheidet sich meiner Meinung nach von Schmierseife ledglich durch die Farbe...
    Diesesmal war es eine reine Freude. Mit Metzeler Unicross vorne und hinten, Luftdruck vorne ca. 1,3, hinten ca. 1,6 bar (nach dem letzten Posting wohl immer noch deutlich zuviel) hatte ich immer ausreichend Grip, wider Erwarten schob die Fuhre nie übers Vorderrad weg, und der Hinterreifen hat sich auch ohne Reifenhalter nicht gedreht. Aufgrund des aufgeweichten Bodens konnte man allerdings auch nur begrenzt Leistung nutzen, der Überschuss äusserte sich lediglich in schnellerem Durchdrehen des Hinterrads. dafür hat´s nicht gestaubt
    Die Fahrwerksbasiseinstellung (alles 13 clicks offen) erwies sich als zu weich. Der erste ernsthafter gesprungene table, das waren etwa gefühlte 100m (ca. 5-6 reale Meter...) führte zu einem ordentlichen "Klonk" in der Gabel. Nach Zudrehen der progressiven Druckstufe um weitere 4 clicks war dann Ruhe. Mehr als den 3/4 table habe ich allerdings nervlich nicht verkraftet, vielleicht beim nächsten Mal...
    Die Gabel strafte die Aktion auch prompt ab und konnte vor Schreck rechts das Öl nicht mehr halten. Die Inkontinenz scheint aber nur voübergehend gewesen zu sein, sieht so aus als wäre sie wieder dicht.
    Weiter habe ich nicht gross am Fahrwerk rumgedreht, vermutlich liesse sich das noch weiter optimieren.
    Ein Vergleich mit zur Verfügung stehenden X-challenge (und ebenfalls vorhandenen KTMS) zeigte erstaunlicherweise, dass die Traktion der HP2 an Steilhängen erheblich besser war. Obwohl die 650er auch ordentliche Stoppler draufhatten (nicht den Enduro 3) war es nicht einfach, sie steilere Hänge hochzutreiben ohne sie querzustellen. Die HP2 ging einfach hoch ohne zu zucken. Vielleicht bessere Traktion dank Masse.
    Das Mehrgewicht war natürlich in langsamen und schlammigen Passagen deutlich zu spüren, sobald aber etwas Tempo drin war, lief sie einwandfrei.
    Die Zylinder waren wie immer im Weg (das Schienbein lässt grüssen...), es wäre auch nicht schlecht, wenn man noch etwas weiter nach vorne rutschen könnte, aber nichts was wirklich Probleme bereiten würde.
    Alles in allem ein genialer Tag auf einem genialen Mopped, auch wenn das blaugrau anschliessend nur noch zu erahnen war...

    Und jetzt - back to Sumo.

    Gruss
    Michi

  9. Anonym3 Gast

    Daumen hoch Dr. Jekyl...und Mr. Hyde...

    #9
    Zitat Zitat von Michi (ein anderer)
    ..nun auch der zweite Teil. Vielleicht hilft es ja dem Einen oder Anderen.
    Der Tag auf der Crossstrecke war genial, die HP2 war das Sahnehäubchen obendrauf.
    Die Bedingungen sprachen eigentlich eher dagegen, der Untergrund war lehmig und nach dem "super Wetter" in letzter Zeit feucht bis schlammig. Mit 200 kg Motorrad unterm Hintern sah ich der Sache mit ziemlich gemischten Gefühlen entgegen. Unter ähnlichen Bedingungen hatte ich mit meiner alten R100 GS (auf TKC80) doch schon ziemliche Probleme gehabt. Nasser Lehm unterscheidet sich meiner Meinung nach von Schmierseife ledglich durch die Farbe...
    Diesesmal war es eine reine Freude. Mit Metzeler Unicross vorne und hinten, Luftdruck vorne ca. 1,3, hinten ca. 1,6 bar (nach dem letzten Posting wohl immer noch deutlich zuviel) hatte ich immer ausreichend Grip, wider Erwarten schob die Fuhre nie übers Vorderrad weg, und der Hinterreifen hat sich auch ohne Reifenhalter nicht gedreht. Aufgrund des aufgeweichten Bodens konnte man allerdings auch nur begrenzt Leistung nutzen, der Überschuss äusserte sich lediglich in schnellerem Durchdrehen des Hinterrads. dafür hat´s nicht gestaubt
    Die Fahrwerksbasiseinstellung (alles 13 clicks offen) erwies sich als zu weich. Der erste ernsthafter gesprungene table, das waren etwa gefühlte 100m (ca. 5-6 reale Meter...) führte zu einem ordentlichen "Klonk" in der Gabel. Nach Zudrehen der progressiven Druckstufe um weitere 4 clicks war dann Ruhe. Mehr als den 3/4 table habe ich allerdings nervlich nicht verkraftet, vielleicht beim nächsten Mal...
    Die Gabel strafte die Aktion auch prompt ab und konnte vor Schreck rechts das Öl nicht mehr halten. Die Inkontinenz scheint aber nur voübergehend gewesen zu sein, sieht so aus als wäre sie wieder dicht.
    Weiter habe ich nicht gross am Fahrwerk rumgedreht, vermutlich liesse sich das noch weiter optimieren.
    Ein Vergleich mit zur Verfügung stehenden X-challenge (und ebenfalls vorhandenen KTMS) zeigte erstaunlicherweise, dass die Traktion der HP2 an Steilhängen erheblich besser war. Obwohl die 650er auch ordentliche Stoppler draufhatten (nicht den Enduro 3) war es nicht einfach, sie steilere Hänge hochzutreiben ohne sie querzustellen. Die HP2 ging einfach hoch ohne zu zucken. Vielleicht bessere Traktion dank Masse.
    Das Mehrgewicht war natürlich in langsamen und schlammigen Passagen deutlich zu spüren, sobald aber etwas Tempo drin war, lief sie einwandfrei.
    Die Zylinder waren wie immer im Weg (das Schienbein lässt grüssen...), es wäre auch nicht schlecht, wenn man noch etwas weiter nach vorne rutschen könnte, aber nichts was wirklich Probleme bereiten würde.
    Alles in allem ein genialer Tag auf einem genialen Mopped, auch wenn das blaugrau anschliessend nur noch zu erahnen war...

    Und jetzt - back to Sumo.

    Gruss
    Michi
    ...ich kann wirklich nur staunen ...was ihr alles mit einem untertourig zu fahrenden Drehmomentmonster so anstellt ...

    ...und dann dieses Kontrastprogamm...Sumo`s... ...Danke Michi für Deine " Erfahrungen "...

  10. mind Gast

    Standard @Michi..

    #10
    ...das war ja mal ein, mehr als reflektierter Erfahrungsbericht, und, vor allem ein sehr sensitives Statement!!!!

    Mercie dafür und Respekt!!


 
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