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HP2 Enduro - Revision Gabel - Erfahrungsbericht

Erstellt von Ddorf, 14.05.2010, 21:06 Uhr · 74 Antworten · 22.995 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #71
    Hallo Martin,

    Deine Idee mit dem Messen der " Hysterese" vom Ein- und Ausfedern finde ich echt intelligent, um einen Schluss auf die innere Haftreibung vorher/nachher zu machen.
    Gefühlsmäßig sind 25mm Differenz gar nicht schlecht, wenn man sie mit einer Federrate von 50 N/mm vergleicht.

    Ich vermute, Du hast die Gleitreibung der Sinterbuchse im ausgebauten Zustand rein axial beurteilt ?

    Im eingebauten Zustand treten durch den grossen Lenkkopfwinkel aber erhebliche Querkraefte und damit erhebliche Reibung auf.
    ich vermute diese ist wesentlich größer, als durch die von Staubkappe und Simmering verursacht.


    Meines Wissens nach sind alle auf dem Markt erhältlichen Dichtringe sehr ähnlich in Design und Material, also keine signifikanten Unterschiede bei den renommierten Herstellern zu erwarten.

    Es gibt natürlich Firmen, die Dir evtl. In ihrem Prototypenbau, z.B. aus PTFE Compound ( niedrigster Gleitreibungswert aller Hartstoffe) perfekte Simmeringe / Staubkappen bauen würden.
    Die werden aber aus Stangenmaterial einzeln gedreht und sauteuer.
    Ein Gleitfilm zwischen der Dichtlippe und Holmbeschichtung bringt da wesentlich mehr, zB Silikonfett oder ähnliches.


    Gruss Stefan

    P.S. : Echt cool, dass dieser Thread noch lebendig ist und Schrauber ihre Erfahrung austauschen. Tolles Forum

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    #72
    Hallo Stefan,

    bei jeder Zerlegung der Gabelholme hab ich Deine Beschreibung als Vorlage genommen! Ist immer noch genial!!!

    Beim Zusammenbauen der Holme hab ich Versucht die Querkräfte zu simulieren. Die Gabelfaust in einen Schraubstock eingespannt, seitlich auf das Gleitrohr gedrückt (zum Verspannen) und dann dabei das Gleitrohr hin und her geschoben. Hab natürlich keine Ahnung, ob die aufgebrachten Querkräfte irgendwie der Realität entsprechen. Ich war aber etwas überrascht, wie wenig der Einfluss auf die Schiebekraft beträgt im Vergleich zu den im Anschluss montierten Simmerringen und Staubkappen.
    Aber Du könntest natürlich recht haben, weil die Simmerringe und Staubkappen gefühlt eine Kraft entsprechend der Gewichtskraft unter einem Kilo verursachen.
    Dann wäre die andere Alternative Gleitlager mit noch geringerer Reibung zu verwenden. Aber auch hier wieder die Frage, wo kann man die besten Gleitringe mit den geringsten Losbrechmomenten käuflich erwerben.

    Der von Dir angesprochene Gleitfilm wird sich wahrscheinlich relativ schnell abnutzen? Aber auch das wäre einen Versuch wert. Einfach die Staubkappen nach unten schieben, und das Standrohr mit dem Silikonfett einschmieren. Dann könnte man den Test mit der Hysterese nochmals durchführen und evtl. die Simmerringe ausschließen.

    Gruß
    Martin

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    #73
    Für das Losbrechmoment ist meistens der Simmerring entscheidend. Da meine Gabel gesifft hat, wurde der erneut, diesmal mit einem engeren Simmerring (Simmerringe gibt es in 1/10 mm Abstand zu kaufen). Leider ist nun das Losbrechmoment um einiges höher, so dass das Moped vorne richtig bockig ist und nicht mehr auf Unebenheiten reagiert. Ich werde wieder einen größeren Simmering einbauen lassen - auch auf die Gefahr, dass dieser nach einiger Zeit wieder leckt...einen Tod muss man hier leider sterben.

    VG, Mike

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    #74
    Moin,
    ich möchte mit der Gabel ein bisschen experimentieren. Dazu brauch ich Ersatz-Tauchrohre und Standrohre. Kann mir einer sagen, ob da alles was Marzocchi Shiver 45 ist, identisch ist?
    Im Netz wird ja einiges gebrauchtes für kleines Geld angeboten, was mal in einer Husqvarna oder einer GasGas gesessen hat. Oder weis einer wo im Standrohr und im Tauchrohr die Unterschiede liegen?
    Gruß
    Martin

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    #75
    Moin,
    hab die Gabel nun zum vierten Mal zerlegt.
    Vorgeschichte:
    HP im Herbst 2013 gekauft mit igendwelchen verstärkten Gabelfedern. Losbrechmoment viel zu hoch und ein Simmerring undicht.
    Anfang 2014 die Simmerringe Staubkappen und die untern Lagerbuchsen (alles original BMW) getauscht. 7,5 Gabelöl von Agip eingefüllt. Ergebnis: Gabel ist dicht, doch das Losbrechmoment viel zu hoch.
    Anfang 2015 nochmal die Gabel zerlegt. Simmerringe, Staubkappen und alle vier Lagerbuchsen (aus dem I-Net zusmmengekauft, war billiger wie original) neues Gabelöl 7,5 von Agip eingefüllt. Originale Gabelfedern eingebaut. Ergebnis: Losbrechmoment viel zu hoch. Es hat sich nichts verändert!
    Anfang 2017 die Gabel nochmal zerlegt und dabei festgestellt, das im rechten Gabelholm die obere Lagerschale zu weit aufgeweitet war und nicht richtig gearbeitet hat. Die beiden oberen Lagerschalen etwas zusammengedrückt und die Holme mit neuem Gabelöl und den verstärkten Federn wieder zusammen gebaut. Ergebnis: Losbrechmomen etwas verbessert aber noch nicht wirklich gut. Hysterese gemessen: 20-25mm, aber beim Fahren alles schei...... Nach ca. 100 km lag die Hysterese wieder bei 32 mm.
    Jetzt nochmal die Gabel zerlegt. Simmerringe Staubkappen und Lagerschalen in einem Komplettpaket von SKF besorgt und alles eingebaut. Dazu wieder die originalen Gabelfedern eingebaut. Als Gabelöl habe ich diesmal das neue Motorex Racing Fork Oil 3D eingefüllt. Und gerade die erste ganz kurze Probefahrt gemacht. Ergebnis: das erste Mal federt die Gabel eigenständig ein, wenn ich mich aufs Motorrad setzte. Das hat sie vorher noch nie gemacht. Die Hysterese lag gerade bei 20 bis 21 mm. Das ist zwar noch nicht überragend, aber so´n geringes Losbrechmoment hatte sie noch nie. Mal schauen, wie sich das nach den ersten tausend km verhält.

    img_20170521_092120.jpg
    Das sind die Gleitlagerbuchsen aus dem SKF Komplettsatz.

    Mich würde jetzt schon nochmal interessieren, wie groß die Hysterese bei wirklich guten Gabelen ist. Evtl. auch von HH Racetech oder von Franz Racing oder von jemand anderem überarbeitet?
    Gruß
    Martin


 
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