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HP2 MM Fahrwerk Einstellung?

Erstellt von ratzfatz, 27.03.2012, 23:07 Uhr · 24 Antworten · 3.216 Aufrufe

  1. Beduine Gast

    Standard

    #21
    Hier noch der Originaltext von BMW zum WAD Federelement (hinten!):

    WAD steht für "wegabhängige Dämpfung" - ein Prinzip, das seinen Ursprung im Geländesport hat. BMW Motorrad hat es aufgegriffen und konsequent weiterentwickelt. Dieses innovative Dämpfungssystem findet derzeit am hinteren Federbein der R 1200 GS und R 1150 GS Adventure Anwendung. Auch der Luxustourer K 1200 LT sowie alle Cruisermodelle bedienen sich des WAD-Federbeins. Damit wird der Fahrwerkskomfort sowie die Fahrsicherheit - speziell in extremen Situationen - noch einmal deutlich verbessert.

    Radfederungssysteme an Motorrädern müssen im wesentlichen zwei Aufgaben erfüllen: Sie sollen sehr sensibel auf Belastungen durch unebene Fahrbahn und Bodenwellen reagieren sowie Stöße weitgehend vom Fahrwerk fernhalten. Dies gilt besonders im Bereich der Nulllage, wenn das Motorrad mit Fahrergewicht plus Ausrüstung belastet wird. Hierbei wird etwa ein Drittel des Gesamtfederwegs ausgenutzt. Hingegen sollen Federung und Dämpfung beim starken Beschleunigen härter reagieren wie auch beim Überfahren von Bodenwellen oder bei größeren Fahrbahnunebenheiten. Wenn dementsprechend der Federweg fast aufgebraucht ist, soll ein Durchschlagen des Federelements vermieden werden. Man spricht hierbei von einer progressiven Feder- und Dämpferkennlinie. BMW Motorräder der R- und K-Baureihe tragen diesem Anforderungsprofil durch die Verwendung progressiv gewickelter Federn und eines schräg angelenkten Federbeins am Paralever Rechnung. Die Vorspannung der Feder ist für unterschiedliche Fahrergewichte sowie die Mitnahme eines Passagiers und Gepäck komfortabel über ein Handrad verstellbar. Sie erfolgt stufenlos über eine Hydraulik.

    Das WAD-Federbein verfügt nun zusätzlich über ein Dämpfungssystem, dessen Dämpferkraft sich in der Druckstufendämpfung - also beim Einfedern - mit zunehmender Einfederung erhöht. Außerdem erlaubt es, den Dämpfungsverlauf sowohl der Zug - als auch der Druckstufe dem jeweiligen Fahrzeugtyp und seinem Einsatzzweck genau anzupassen. Die Erhöhung der Druckstufe ist konstruktiv um mehr als 100 Prozent möglich, die Zugstufe also die Charakteristik des Ausfederns - kann um 50 Prozent angehoben werden. Dieses patentierte BMW Motorrad Dämpfersystem unterscheidet sich in der Funktionsweise deutlich von den bereits bekannten Systemen. Parallel zum Hauptkolben des Dämpfersystems arbeitet ein Hilfskolben im Inneren der hohl gebohrten Kolbenstange, welches ein zusätzliches Dämpfungssystem darstellt. Sowohl das WAD-Federbein als auch die Federbeine ohne wegabhängige Dämpfung ermöglichen es dem Fahrer, die Zugstufe auf seinen Fahrstil und den Einsatz auf der Straße oder im Gelände einzustellen


    Bevor jemand über Verstellen der Dämpferelement nach denkt, sollte er sich zuerst die Frage stellen, ob die verbaute Feder für ihn geeignet ist? Die Prüfung ob JA ob NEIN ist sehr einfach.

    Das Bike wird komplett ausgefedert; zum Beispiel auf den Hauptständer. Nun wird der Abstand von der Steckachse und einem festen Punkt (zum Beispiel an der Sitzbank) gemessen. Danach das Bike auf die Räder stellen, einmal durch Druck auf die Sitzbank einfedern und noch mal messen von der Steckachse bis zum festen Punkt der Sitzbank.

    Die Differenz ist der statische Negativfederweg. Dieser Federweg sollte bei einer Enduro ca. 20mm betragen. Stimmt dieser Weg nicht, wird die Federvorspannung verändert. Stimmt der statische Negativfederweg, wird nun geprüft, ob die Feder für den Fahrer die richtige Stärke hat.

    Nun wird der dynamische Negativfederweg geprüft. Der Fahrer setzt sich drauf, mit Füssen auf dem Rasten. Nun misst jemand von der Steckachse zu dem festen Punkt an der Sitzbank. Dies ist der Dynamische Negativfederweg. Der sollte ca. 30% des Federweges sein. Bei der 12er wären dies bei 190/200mm Federweg ca.6cm. Bei sehr sportlicher Fahrweise sollte der dynamische Negativfederweg bei 25% liegen also ca. 5 cm liegen.

    Stimmen diese Werte überein ist die Feder in Ordnung und passt zum Fahrer.

    Jetzt wird die Grundeinstellung von BMW bei der Zugstufe hinten übernommen. Diese Einstellschraube befindet sich am unteren Teil des Dämpfers und wird mit einem Schraubenzieher eingestellt. Wenn das Gefühl für eine gute Federung vorhanden ist, wird auf durch Druck auf die Sitzbank das Fahrzeug nach unten gedrückt und ruckartig entlastet. Je nachdem ob das Heck zu schnell hochkommt oder zu langsam wird die Einstellschraube nach L oder R gedreht.

    Aber nur 1 oder 2 Klicks; dies ist in 99% der Fälle ausreichend. Bei der anschließenden Testfahrt sollte eine Holperstraße mit vielen Schlaglöschern genommen werden. Schlägt das Heck einem beim Ausfedern auf den Allerwertesten, muss die Zugstufe härter (zu) gestellt werden. Immer nur maximal um einen Klick. Kommt das Federbein nach dem Einfedern nicht schnell genug hoch, muss es weicher (auf) werden.

    Die Einstellmöglichkeiten vorne sind noch etwas geringer. Da geht nach dem Einstellen des statischen Negativfederweges und der Überprüfung des dynamischen Negativfederwegs nichts mehr einzustellen.

    Gruss vom Beduine
    Mit dem Auto bewege ich meinen Körper, mit dem Motorrad meine Seele!Geklaut, weil gut!

  2. Registriert seit
    06.06.2008
    Beiträge
    134

    Standard Vorsicht Federwegsangaben!!!!!!!!

    #22
    Hallo Beduine,

    du bist im falschen Thema, deine Angaben stimmen nicht.
    Wir unterhalten uns über die Megamoto.
    Federweg 160/160

    Gruß Gerhard

    PS. Nur damit das Fahrwerk nicht komplett falsch eingestellt wird.

  3. Beduine Gast

    Standard

    #23
    Zitat Zitat von 80er GS´le Beitrag anzeigen
    Hallo Beduine,

    du bist im falschen Thema, deine Angaben stimmen nicht.
    .
    Ach, seit wann hat die Mega Moto keine einstellbaren Dämpfer?

    Es geht doch nicht um den Federweg, sondern einfach nur darum das Grundprinzip der Dämpfereinstellung zu erklären!
    Denn nicht jeder weiss die Begriffe Zug- und Druckstufe richtig zuzuordnen, bezw. was passiert wenn...
    Ist also nur als eine Verständnisshilfe gedacht!

  4. Registriert seit
    06.06.2008
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    Standard

    #24
    Hallo Beduine,

    da hab ich wohl etwas missverstanden in deinem posting. Ich bin davon ausgegangen das Du dies eingefügt hast (roter Text). Bei der ganzen Einstellerei fängt man mit dem Negativfederweg an und wenn das schon falsch ist funktioniert der Rest auch nicht optimal.

    Gruß Gerhard

    Einstellung des Fahrwerks:

    1. Federvorspannung anpassen

    Für den Straßeneinsatz geht man beim Motorrad von ca. 30% Negativfederweg aus.
    D.h. wenn man (wie bei unserer Q) 190mm Federweg (vorne) bzw. 200mm Federweg (hinten) hat, dann sollten davon ca. 133 bzw. 140 mm übrig bleiben, wenn man ruhig und mit dem vollen Gewicht auf dem Motorrad sitzt (also jemanden bitten, dass Moped "in der Waage zu halten". Die Füße müssen auf die Rasten!! Und natürlich mit Helm und allen Klamotten...). Wenn man ins Gelände geht, kann dieser Negativfederweg auf ca. 40% erhöht werden, damit die tieferen "Schlaglöcher" etc. von der Federung auch ausgeglichen werden können.

  5. Beduine Gast

    Standard

    #25
    Zitat Zitat von 80er GS´le Beitrag anzeigen
    Hallo Beduine,

    da hab ich wohl etwas missverstanden in deinem posting....
    Ja, dachte ich mir schon Wie gesagt, ist nur ne allgemeine Erklärung, für's Grundverständnis und ich finde es auch einfach Beschrieben, darum habe ich es mal hier rein kopiert.

    Aber wenn die Feder nicht stimmt kannste eh rumschrauben wie de willst, dat nutzt nix


 
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