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1200 Gs Totalschaden. wer kauft das Bike für Restwert, Tips

Erstellt von erbsen04, 27.08.2015, 12:10 Uhr · 32 Antworten · 5.804 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Forum als Verkaufsplattform ist natürlich auch eine Alternative, genauso das Ausschlachten. Wobei ich mir letzteres anhand deiner Fragestellung nicht so recht vorstellen kann und dies auch die Wenigsten praktizieren.

    Abwarten was die Versicherung spricht, bis das Geld von ihr kommt überhaupt nichts unternehmen (sprich Moped nicht verkaufen).
    Derweil Augen und Ohren nach allen Seiten hin aufsperren, ich bin mir recht sicher dass sich für dich ein akzeptabler Deal ergibt.

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    #12
    ... hab vor 3 Wochen gute Erfahrungen mit wreckonlinemarket.com gemacht. Das ist die Platform wo der HUK-Sachverständige eingestellt hat und wo auch jedermann kostenlos anbieten kann. Innerhalb 24 Stunden gehen Gebote ein an die sich die Bieter mehrere Wochen halten müssen. Abwicklung hat bei mir super geklappt und ich fand das Höchstgebot angemessen.

    Gruß Andi

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    #13
    Hallo Bernd,

    der Mechanismus ist so:

    Es werden die Reparaturkosten ermittelt. Ist es kein wirtschaflicher Totalschaden, so zahlt die Versicherung die Reparatur abzgl der Selbstbeteiligung. Du kannst naturlich auch sagen, ich will die nicht reaprieren, da Du das viellicht selbst machen willst. Dann bekommst du die Reparturkosten abzgl. der Mehrwertsteuer und abzgl der Selbstbeteilung ausgezahlt.

    Ist es nach Meinung der Versicherung/des Gutachters ein Totalschaden, so bekommst Du den Zeitwert abzgl der Selbstbeteiligung ersetzt und die Versicherung verwertet das Motorrad. Du kannst natürlich auch sagen, dass Du die Unfallkiste behalten möchtest, dann wird in der Regel der Restwert der Unfallkiste vom Erstattungsbetrag abgezogen.

    Hört sich klar und einfach an, ist es aber oft nicht da die Versicherung und manchmal auch Gutachter oder Werkstatt versuchen Dir "zu helfen" und Dich um Geld zu erleichtern. (Mich hat im Fall eines geklauten und wiedergefundenen Fahrrades sogar ein Polizist versucht auszutricksen :-))

    Aufpassen! ..............und mit jeder Versicherung kann man reden/handeln.

    Gruß
    Hemann

  4. Registriert seit
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    #14
    Die Mehrwertsteuer bekommst du erstattet wenn du dir ein Ersatzfahrzeug anschaffst und der Versicherung eine Rechnungskopie zukommen lässt.
    Aber Achtung: Die MwSt. muss darauf ausgewiesen sein.
    Ein reiner Privatkauf scheidet somit aus.

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    #15
    Die Mehrwertsteuer bekommst du erstattet wenn du dir ein Ersatzfahrzeug anschaffst und der Versicherung eine Rechnungskopie zukommen lässt.
    Aber Achtung: Die MwSt. muss darauf ausgewiesen sein.
    Ein reiner Privatkauf scheidet somit aus.
    Stimmt !

    Ist es nach Meinung der Versicherung/des Gutachters ein Totalschaden, so bekommst Du den Zeitwert abzgl der Selbstbeteiligung ersetzt und die Versicherung verwertet das Motorrad. Du kannst natürlich auch sagen, dass Du die Unfallkiste behalten möchtest, dann wird in der Regel der Restwert der Unfallkiste vom Erstattungsbetrag abgezogen.
    Stimmt so nicht. Bei einem Totalschaden wird im Regelfall durch das Gutachten auch das Fahrzeug in eine Restwertbörse eingestellt.
    Die wenigsten Versicherer übernehmen das verunfallte Fahrzeug.

    Die Versicherung zahlt Dir den Restwert abzüglich Selbstbeteiligung abzüglich Höchstgebot aus der Restwertbörse abzüglich
    Mehrwertsteuer (s. dazu auch den Hinweis von vierventilboxer)

    Beispiel :

    Zeitwert vor dem Unfall 10.000 €
    - Selbstbeteiligung 300 €
    - Höchstgebot der Restwertbörse 4.000 €

    Erstattung 5.700 € abzüglich Mehrwertsteuer (bei gebraucht erworben oder älteren Fahrzeugen
    aber in der Regel nicht voll, hier wird eine sogenannte Differenzbesteuerung durchgeführt)

    Ich habe beruflich bedingt im Jahr ca. 30 bis 40 solcher Fälle auf dem Tisch. Zum Teil ist es
    kurios, was noch geboten wird. Ein Beispiel zu einer verunfallten FZ6 ABS aus EZ 2007
    (ein tatsächlicher Fall aus Oktober 2014) :

    Restwert vor Unfall 3.600 €, Reparaturschaden 3.821 €. Angebote aus der Restwertbörse

    1. 1610 €
    2. 1045 €
    3. 1020 €
    4. 850 €
    5. 780 €
    6. 450 €
    7. 250 €
    8. 100 €

    Erstattung 3600 € abzüglich Restwert 1610 € abzüglich Selbstbeteiligung 500 €

    Erstattung also 1490 €, bereinigt um die Diefferenzbesteuerung, die hier auf
    95 € festgelegt wurde.

    Aus meiner beruflichen Praxis kann ich nur empfehlen, das höchste Angebot aus der Restwertbörse anzunehmen, hier kommt es oft zu sehr hohen Angeboten. Es ist sehr unwahrscheinlich, das jemand in der Bucht mehr bietet. Behalten und selber reparieren
    geht natürlich auch.

    Noch ein Hinweis zum Zubehör. Ist dieses zum Zeitpunkt des Gutachtens am Mopped, ist es auch Bestandteil des Gutachtens. Wird es danach abgebaut, ist der Höchstbietende der Restwertbörse nicht mehr an sein Angebot gebunden. Ist ja auch verständlich.
    Sieht der z.B. den schönen neuwertigen und unbeschädigten Akra, bietet er mit
    Sicherheit einige € mehr. Fehlt der dann bei der Abholung.............

    Falls man also sein Zubehör extra vermarkten will, muss das vor Gutachtenerstellung ab.

  6. Registriert seit
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    #16
    Hallo Bernd,

    ich würde es, wie der vierventilboxer in Post #2 geschrieben hat, versuchen.
    Es gibt einer Verwerter in Spandau, Päwesiner Weg. Der kauft u.a. verunfallte Mopeds auf und verkauft die intakten Einzelteile. Wenn du willst, fahre ich wg. der genauen Adresse da mal vorbei.

    Dennis

  7. Registriert seit
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    #17
    Ich hab meine damals (2009/10) an die hier verkauft:

    Autoverwertung Wedding

    Die waren die Höchstbietenden im Gutachten und die Abwicklung hat problemlos geklappt.

  8. Registriert seit
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    #18
    Moin,
    meine Adventure ist nach einem Totalschaden auch in einer Börse gelandet. Ich wollte mit dem ganzen Kram nichts zu tun haben. Ich habe mich damals gewundert, wie viel Geld für den Totalschaden (Vorne alles defekt, Motor, Getriebe noch gut?) geboten wurde. Wenn man die Reste eh verkaufen will, ist ja eigentlich nur der Restwert interessant. Mit dem war ich damals zufrieden, es gab ähnliche zu dem Preis auf dem Gebrauchtmarkt. Ich habe mir dann wieder eine neue Adventure gekauft. Selber auseinander bauen und verkaufen kostet auch Zeit und Geld. Bekomme ich alles auseinandergebaut? Werde ich auch alles los? Das Risiko wollte ich nicht eingehen. Für versierte Schrauber mag es anders aussehen ...

  9. Registriert seit
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    #19
    Zunächst einmal steht im Gutachten der Restwert, im Reglfall ist das das höchste Gebot das ein regionaler Aufkäufer dem Gutachter vorgelegt hat.
    Klar, dass z.B. ein montierter Akra beim Verkauf montiert sein muss (er ist schließlich mit Verkaufsgegenstand) wenn er zum Zeitpunkt der Gutachtenerstellung auch montiert war. Alles andere wäre schlicht Betrug.
    Will ihn der Besitzer nicht abgeben, wird der Betrag XX,XX € aus dem Gutachten gestrichen bzw. muss zuvor demontiert werden.
    Sonderzubehör wird normalerweise separat aufgelistet.

    Bezahlt die Versicherung die Differenz aus Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert und Selbstbeteiligung aus, so ist die Sache erledigt.
    Hält sie jedoch den gebotenen Restwert für zu gering, dann kann sie das Fahrzeug entweder selbst zu dem Preis kaufen (und weiterveräußern) oder dem Besitzer einen Aufkäufer vermitteln der mehr bezahlt. Schlägt der Besitzer das nun höhere Gebot aus und behält das Fahrzeug, verringert sich die zu zahlende Versicherungssumme entsprechend.

    Deswegen: Nie ein Fahrzeug verkaufen bevor mit der Versicherung nicht klipp und klar schriftlich über die Schadenssumme und dem Verbleib des Fahrzeugs verhandelt wurde.

    Angenommen:

    Variante 1: Wiederbeschaffungswert 10000€, Restwert laut Angebot im Gutachten 2000€ -> ergibt 8000€ Schadenssumme abzüglich Selbsbehalt.
    Variante 2: Versicherung findet einen Aufkäufer der 2500€ bezahlt -> 500€ weniger Schadenssumme die zur Auszahlung kommt.
    Variante 3: Du behältst das Moped (vorerst) ohne es an einen Händler aus dem Gutachten oder dem der Versicherung zu veräußern, sondern verkaufst es selbst. Bekommst du geringfügig mehr, so ist das kein Problem und du kannst dich über ein paar € extra freuen.
    Der Gesetzgeber sagt aber auch deutlich dass man sich nicht an einer Versicherungszahlung bereichern darf.
    Entsprechende Urteile dazu kannst du googlen.
    Wenn du aber zu dem Ergebnis kommst dass nachträglich erworbenes Sonderzubehör und Maschine separat zu verkaufen der bessere Deal für dich ist, weil es z.B. deiner Einschätzung nach bei den Händlergeboten nicht genug gewürdigt wurde, dann ist es legal Maschine und deren Teile zu behalten und getrennt zu verkaufen.

    Es gilt also in jedem Fall genau zu prüfen was erlaubt, was Grauzone und/oder was definitiv verboten ist.


    P.S.: Die Versicherung kann einen Nachweis über den Verbleib einfordern. Im Regelfall ist dies logischerweise eine Rechnung.
    Schaffst du dir nun z.B. eine Ersatzmaschine an und der jeweilige Händler nimmt deine Unfallmaschine in Zahlung, dann hast du u.U. ein Problem. Besonders bei GS'n ist der Rabatt nicht sehr hoch (schließlich soll der Gebrauchtpreis hoch gehalten werden), ergo wird für das alte Fahrzeug ein "Phantasiepreis" bezahlt.
    Angenommen es wären 3500€ und die Versicherung fordert dich dazu auf die Rechnung vorzulegen, dann kommt eine beträchtliche Rückforderung auf dich zu.
    Hüte dich vor derlei Fettnäpfchen.

  10. Registriert seit
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    #20
    Hi
    Die Versicherungen handeln ganz einfach:
    Wenn ein Gutachten besteht und ein Restwert ermittelt wurde bieten sie das Fahrzeug auf einem Internetportal an. Absurder Weise lassen sich für total schrottige Fahrzeuge wahnsinnige Preise erzielen bei denen sich unsereins wundert weshalb jemand derart absurd viel für einen Haufen Altmetall bietet.
    Speziell wenn das Fahrzeug "neu" ist (naja eher "war") ist allein der Fahrzeugbrief interessant. Ich habe es einmal erlebt, dass der Käufer nur den Brief und das vordere Rahmenteil haben wollte und den Rest liegengelassen hat!
    Es ist kein Geheimnis, dass, zusammen mit Teilen aus "anderer" Herkunft, eine Art ein legales Mopped entsteht.

    Die Hersteller wissen das (aber verkaufen Dir gerne ein neues Mopped), die Versicherungen wissen es (nehmen aber gerne einen hohen Restwert und stellen uns den Rest in Form des "Jahresbeitrags" in Rechnung), die Polizei weiss es (kann aber nicht viel dagegen tun) und einige Staaten unterstützen es.
    gerd


 
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