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480 Euro...

Erstellt von borromeus, 02.10.2013, 14:19 Uhr · 13 Antworten · 2.089 Aufrufe

  1. borromeus Gast

    Standard 480 Euro...

    #1
    ... für fahrlässige Tötung...

    480 Euro Strafe für fahrlässige Tötung - tirol.ORF.at

    Auch wenn der Dosenfahrer sicherlich im Moment kein gutes Leben hat, der KRAD- Fahrer hat gar keines mehr.

    240,-- unbedingt, Rest auf Bewährung.
    Wie sollte man in so einem Fall verfahren? Oder ist das Urteil gerecht?

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Ob das gerecht ist, ist nicht die Frage. Sondern ob es angemessen ist. Und das ist es in meinen Augen. Die Hinterbliebene müssen Zivilklage einreichen, was angesichts der Verurteilung, des Schuldeingeständnisses und der Urteilsannahme (wenn auh die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt hat) ohne Probleme sein wird. Die Familie wird über die HP entschädigt.

    Motorradfahren ist nicht ohne Risiko und bei der Darstellung, kann man davon ausgehen, das es keinen Vorsatz gab. Der Unfallverursacher ist gestraft genug.

    Es gibt keinen Grund, das Leben des Unfallverursachers noch weiter zu ruinieren.

  3. Registriert seit
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    #3
    das ist das drama: wenn er einen pkw übersehen hätte, dann wäre es nur blechsalat gewesen. als motorradfahrer ist man immer zweiter, egal ob schuld oder nichtschuld.

  4. Registriert seit
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    #4
    Äh, wie jetzt????
    Österreicher umnieten kostet 480 Euro????????????
    Unglaublich!

  5. Registriert seit
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    #5
    Zitat Zitat von PitBremen Beitrag anzeigen
    Äh, wie jetzt????
    Österreicher umnieten kostet 480 Euro????????????
    Unglaublich!
    Untersteh Dich!!!!

    abgesehen davon, dass es geschmacklos ist

  6. Registriert seit
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    Standard

    #6
    Hallo Allerseits,

    im Strafrecht berücksichtigt man die Tat einschließlich des Täterwillens einerseits sowie die Folgen der Tat andererseits.

    Wer einen mit einem kleinen Giftpfeil umbringen will und vorbeischießt, der wird zurecht ziemlich hart bestraft. Versuchter Mord, obwohl dem Opfer gar nichts passiert ist, möglicherweise zunächst sogar gar nichts bemerkt hat.
    Warum: Sehr böser Mensch, einen anderen umbringen wollen tut man nicht.

    Einmal pennen im Straßenverkehr kann jedem passieren.
    Nichts passiert - keine Polizei - keine Strafe
    Nichts passiert - Polizei - 120.- € und 3 Punkte
    Blechschaden - Polizei - meist immer noch 120.- € und 3 Punkte
    Kleine fahrlässige Körperverletzung - Polizei - meist Einstellung des Strafverfahrens, dann, ihr kennt das schon: 120.- € und 3 Punkte
    Mittelschwere Unfallfolgen - (das Unrecht der Tat, also das was der Täter falsch gemacht hat, ist unverändert gleich, aber der "Erfolg", die Unfallfolgen sind schlimmer) - durchschnittlich 1 Monatsgehalt Geldstrafe, manchmal noch 1 Monat Fahrverbot
    Todesfolge -(das Unrecht der Tat, also das was der Täter falsch gemacht hat, ist unverändert gleich, aber der "Erfolg", die Unfallfolgen sind noch schlimmer) - ab 3 Monatsgehälter Geldstrafe aufwärts, manchmal Fahrverbot dazu, je nachdem was passiert ist.

    Der Autofahrer hat vorliegend schon einen groben Bock geschossen:
    Der 20-jährige Autolenker wollte auf der Hallerstraße auf Höhe Thaur links abbiegen und ließ noch einige Autos vorbeifahren. Als er losfuhr, übersah er einen entgegenkommenden Motorradfahrer, einen 36-jährigen Familienvater aus Innsbruck.
    Selbst wenn (was ich nicht weiß) in Österreich noch Jugendstrafrecht angewendet wurde und (zurecht) strafmildernd berücksichtigt wurde, dass der Autofahrer mit seiner Schuld klar kommen muss, so sind doch 240.- € lachhaft. Da läßt sich keine Verhältnismäßigkeit nach unten darstellen.
    Ich habe eine Allgemeinverfügung daheim liegen aus Österreich, 150.- € für 22 km/h zu schnell.
    Die Staatsanwaltschaft hats auch nicht verstanden und Rechtsmittel eingelegt.

    Keine noch so hohe Strafe macht den Motorradfahrer wieder lebendig. Ebensowenig braucht man den Autofahrer einsperren oder finanziell ruinieren. Auch wird kein Autofahrer besser aufpassen nur weil eine fahrlässige Tötung anstatt 5000.- € 25000.- € "kostet"

    Aber wenn Strafen halbwegs gerecht sein sollen muss eine Verhältnismäßigkeit nach unten sowie nach oben gegeben sein.

    Das scheint Vorliegend nicht gegeben zu sein

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Hallo,
    du hast Recht aber Strafe muss auch weh tun, sonst ist es keine. Ich würde 30000 bis 50000 Euro mit entsprechenden Zahlungsmodalitäten persönlich für gerecht befinden. Das ist gerade mal der Gegenwert eines Mittelklassewagens und ruiniert auch nicht gleich.
    Gruss
    Pit

  8. Registriert seit
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    #8
    Einen ähnlichen Unfall, mit zum Glück "nur" Schäden am Motorrad u. Schutzbekleidung des Fahrers, hatten wir am letzten Freitag vor der Haustür von H-D Hannover. Eine linksabbiegende Mercedsfahrerin übersah den ihr entggnkommenden Motorradfahrer, der trotz Bremsung die Dose touchierte u. stürzte. In diesem Fall sah aber besagte Fahrerin (lt. Zeugenaussagen) überhaupt nicht ein, daß sie Schuld habe. Sie sei schließlich bereits halb über die Straße gewesen, als es um Zusammenprall kam. Ergo habe der Motorradfahrer Schuld, der hätte schließlich bremsen müssen (Herr, wirf Hirn vom Himmel ). Mal sehn, wie's ausgeht.
    Was die 480€ im österreichischen Fall angeht, sind's ja wohl eher nur 240€, wenn der Fahrer sich innerhalb des Bewährungszeitraumes nichts zuschulden kommen lässt.
    "Die Familie wird durch die HP entschädigt"?
    Sorry, aber ohne Dir (C-Treiber) zu nahe treten zu wollen, gehe ich einfach mal davon aus, daß Du das nicht ernst meinst.
    Die HP ersetzt, vollumfänglich, die Leistungen des (ev. alleinverdienenden) Familienvaters?
    Lebenshaltungskosten, Ausbildungskosten, Kosten für Aufsichtspersonen (da fehlt jetzt eine. Keine Woche Wellnessurlaub für "Sie", während "Er" die Kinder hütet) bis zur Volljährigkeit der Kinder, ev. darüber hinaus? Lebenshaltungskosten für "Sie" (ev. bis zum Lebensende, falls er Alleinverdiener war) usf?

    Ich weiß: "Der Weihnachtsmann spricht mit tiefer Stimme, wedelt mit der Rute und verteilt Geschenke".

    Allerdings glaube ich weder an ihn, noch an Versicherungen.
    Von ideellen Werten müssen wir hier nicht sprechen, die sind mit Geld schon gar nicht nicht auszugleichen, aber ich fürchte, allein die materiellen Werte werden es nicht.

    Grüße
    Uli

  9. Registriert seit
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    #9
    Naja Uli,
    es ist ein zweischneidiges Schwert
    Die Versicherung bezahlt natürlich nicht das Rundum-Sorglospaket, der Mann kann leider dieses seiner Frau nicht mehr erarbeiten

    Auf diese Leistungen hätte sie auch sicherlich gerne verzichtet, wenn der Mann noch da wäre....

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Zitat Zitat von beiker Beitrag anzeigen
    Naja Uli,
    es ist ein zweischneidiges Schwert
    Die Versicherung bezahlt natürlich nicht das Rundum-Sorglospaket, der Mann kann leider dieses seiner Frau nicht mehr erarbeiten

    Auf diese Leistungen hätte sie auch sicherlich gerne verzichtet, wenn der Mann noch da wäre....
    Auf diese hätte "SIE" nicht verzichten müssen, wenn "ER" noch da wäre. Und, zus. erschwerend: Die Kinder auch nicht!!!
    Denn ich wage zu bezweifeln, daß es, allein nur für die Kinder, ein "Sorglospaket" gibt.
    Was darüberhinaus die aus zivilrechtlicher Sicht an den Unfallverursacher zu stellenden Forderungen angeht, sind auch die nicht wirklich gesichert. Abhängig von seiner Geisteshaltung, ist er ja vllt in Zukunft arbeitslos (arbeitsunfähig, allein wg. der ihm zu Schaden gereichenden Spätfolgen des Unfalles), alles materielle gehört seiner jeweiligen Lebensabschnittsgefährtin, von deren Unterstützung er sich durchs Leben schleppt (das bißchen "Stütze" bleibt nat. unberücksichtigt, davon sind selbstverständlich keinerlei Forderungen zu begleichen) ....

    Ich glaube seit vielen Jahrzehnten an das Gute im Menschen!
    Allein die Wirklichkeit belehrt mich (belehrungsresistent, wie ich bin) eines schlechteren .

    Grüße
    Uli


 
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