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ABS-Vollbremsung

Erstellt von Bierlumpi, 16.06.2010, 12:24 Uhr · 54 Antworten · 5.647 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Frage ABS-Vollbremsung

    #1
    Servus,
    ich habe am Wochenende ein Fahrtraining gemacht und habe gelernt, dass bei Vollbremsung mit ABS einfach alles zu "gekloppt" werden soll. Das ist soweit einleuchtend und macht auch mächtig Spaß
    Aber eine Bekannte hat bei einem anderen Training gehört, dass sich der Bremsweg verkürzt, wenn man kurz nach dem Ziehen des Bremshebels wieder für einene Moment auf macht, um dann ganz dicht zu machen. Sie meinte es hätte bei ihr funktioniert. Mir leuchtet das aber nicht wirklich ein, da man dabei ja eigentlich nur Zeit und Bremsweg verschleudert!?
    Kennt von Euch jemand die Lösung des Rätsels?

    Danke und Gruß

    Sepp

  2. Registriert seit
    13.06.2005
    Beiträge
    6.602

    Standard

    #2
    Zitat Zitat von Bierlumpi Beitrag anzeigen
    eine Bekannte hat bei einem anderen Training gehört, dass sich der Bremsweg verkürzt, wenn man kurz nach dem Ziehen des Bremshebels wieder für einene Moment auf macht, um dann ganz dicht zu machen. Sie meinte es hätte bei ihr funktioniert.
    Aus meiner Sicht hängt das damit zusammen, dass viele - besonders ältere - ABS-Systeme sehr lange Regelintervalle haben. Langt man nun plötzlich voll rein, wird der erste Regelvorgang sehr bald kommen, da ohne richtige Gewichtsverteilung auf das Vorderrad, dieses schnell überlastet ist und blockieren will. Ich nehme an, der "Hinweis", den deine Bekannte bekommen hat, wird darauf abzielen, diesen ersten Regelvorgang zu umgehen. Denn sobald das Vorderrad Druck hat, geht die Blockierneigung und damit auch die ABS-Regelung deutlich zurück.

    Davon abgesehen habe ich von Instruktoren von Fahrertrainings auch schon viel Blödsinn gehört. Oft sprechen sie von Motorrädern, die sie nicht kennen (insbes. BMW mit den verschiedenen ABS-Systemen) oder biegen sich physikalische Gegebenheiten auf Anfänger-Faustregel-Niveau zurecht.

  3. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #3
    Ich habe auch schon einige FST verschiedener Stufen hinter mir.

    Grundsätzlich gilt bei Bremsen mit ABS die gleiche Physik wie beim Bremsen ohne. Progressives Bremsen (Bremsdruck zunehmend stärker) ist auch bei Motorrädern mit ABS angesagt, um zunächst "die Masse auf das Vorderrad zu bringen". Vorne ist die Wirkung am größten. Und das funktioniert tatsächlich, auch wenn die Wirkung nicht ganz so deutlich unterschiedlich hervortritt wie beim Mopped ohne ABS.

    Die Empfehlung die Bremse nochmal kurz aufzumachen soll möglicherweise das bewirken.

    Andereseits habe ich so einen Quatsch bei all meinen Trainings bislang noch nicht gehört. Wenn's Not tut, dann Anker raus und Feierabend. Die Bremswirkung ist auch ohne die Massenverlagerung bei der GS ganz gut. Die erzielbaren Bremswegverkürzungen sind aufgrund der besonderen Vorderradführung bei der GS nicht so gravierend.

    Gruß
    Thomas

  4. Registriert seit
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    Standard

    #4
    Ser's,

    "Alles zu gekloppt" ist absolut richtig.

    Ideal wäre die Hinterradbremse um einen Deut früher zu zu machen, denn dann kommt Druck auf's Vorderrad und die Bremswirkung desselben ist besser (mehr Druck = mehr übertragbare Kraft).

    Das schafft aber im Notfall eh' keiner - also vollen Anker werfen und hoffen, dass es sich ausgeht.

    Bremse lösen um das ABS zu umgehen halte ich für nicht richtig/zielführend - wer kann schon so schnell regeln als (selbst ein altes) ABS-System.

    liebe Grüße

    Wolfgang

  5. Registriert seit
    19.05.2010
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    Standard

    #5
    wichtig sind doch nur die ersten sekunden einer bremsung..
    hinten stark bremsen und vorne anfangen und immer stärker zupacken bis hinten fast keine bermskraft mehr übertragen werden kann..Vr 100% hr 0%

    den rest macht das abs doch alleine

    wärend einer notbremsung denkt man aber eher über andere dinge nach..

  6. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #6
    Zitat Zitat von -PiPi- Beitrag anzeigen
    wichtig sind doch nur die ersten sekunden einer bremsung..
    hinten stark bremsen und vorne anfangen und immer stärker zupacken bis hinten fast keine bermskraft mehr übertragen werden kann..Vr 100% hr 0%

    den rest macht das abs doch alleine

    wärend einer notbremsung denkt man aber eher über andere dinge nach..
    Wer hat Dir das denn erzählt? Erklär's mal. Vielleicht hab ich bislang ja was falsch verstanden oder ich habe es bislang noch nicht gehört?

    Gruß
    Thomas

  7. Baumbart Gast

    Standard

    #7
    imho alles graue Theorie, im Notfall würd' ich die Bremse zu machen und vergessen und mich auf die Suche nach dem Notausgang konzentrieren - einer der wesentlichen Vorteile vom ABS, dass man in dem Fall Hirnkapazität für andere wichtige Dinge frei bekommt.

  8. Registriert seit
    19.05.2010
    Beiträge
    98

    Standard

    #8
    solange das hintere rad noch bodenkontackt hat und bremsen kann soll es möglichst schnell stark belastet werden.. zur not auch bis zum blockieren..
    wenn es abhebt hat es sich dann erledigt.. deswegen zählen die ersten sekungen mit hinten bremsen..

  9. Registriert seit
    19.05.2010
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    #9

  10. Registriert seit
    05.10.2008
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    254

    Standard

    #10
    Zitat Zitat von -PiPi- Beitrag anzeigen

    Ist mir zu theoretisch! Erstens wird das mit der Hinterradbremse ja im Video bei ABS schon relativiert. Zweitens wenns eng wird, wird der Anker ausgeworfen. Da fummelt keiner erst noch mit der Hinterradbremse und dann erst vorne usw... Andernfalls ist es nicht eng.

    Druß,

    Peter


 
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