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ABS-Vollbremsung

Erstellt von Bierlumpi, 16.06.2010, 12:24 Uhr · 54 Antworten · 5.642 Aufrufe

  1. Chefe Gast

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    #21
    Bei guten Bedingungen und an der selben Stelle hat mir ein wildes Forumsmitglied mit seiner 1100er GS mal gezeigt, wie man mit einer Karre ohne ABS einen kürzeren Bremsweg hinbekommt, als mit...
    Da war ich ganz schön platt , hab' das ABS abgeschaltet und auch versucht - fast hätt's geklappt

    Aber wie gesagt, es waren gute Bedingungen - sobald's etwas rutschig wird (Nässe, Bitumen oder sonst so überflüssiges Zeug) ist der mit dem elektronischen Helferlein wieder im Vorteil

  2. Registriert seit
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    #22
    Zitat Zitat von Chefe Beitrag anzeigen
    Bei guten Bedingungen und an der selben Stelle hat mir ein wildes Forumsmitglied mit seiner 1100er GS mal gezeigt, wie man mit einer Karre ohne ABS einen kürzeren Bremsweg hinbekommt, als mit...
    Da war ich ganz schön platt , hab' das ABS abgeschaltet und auch versucht - fast hätt's geklappt

    Aber wie gesagt, es waren gute Bedingungen - sobald's etwas rutschig wird (Nässe, Bitumen oder sonst so überflüssiges Zeug) ist der mit dem elektronischen Helferlein wieder im Vorteil

    Kennt man ja vom Auto. Mit ABS verlängert sich der Bremsweg, aber nur wennn ohne ABS nix ausbricht. Und das ist ja die Stärke vom ABS.

    Gruß,

    Peter

  3. Registriert seit
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    #23
    Zitat Zitat von Chefe Beitrag anzeigen
    Bei guten Bedingungen und an der selben Stelle hat mir ein wildes Forumsmitglied mit seiner 1100er GS mal gezeigt, wie man mit einer Karre ohne ABS einen kürzeren Bremsweg hinbekommt, als mit...
    Da war ich ganz schön platt , hab' das ABS abgeschaltet und auch versucht - fast hätt's geklappt

    Aber wie gesagt, es waren gute Bedingungen - sobald's etwas rutschig wird (Nässe, Bitumen oder sonst so überflüssiges Zeug) ist der mit dem elektronischen Helferlein wieder im Vorteil
    Hier auch mal was dazu: http://www.gaskrank.tv/tv/werkstatt/...eich-12528.htm

  4. Registriert seit
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    #24
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Egal mit welchem ABS kann die Regel nur lauten "voll reinlangen" alles andere verlängert den Bremsweg noch weiter.
    Moin, das ist auch meine Philosophi. Ausnahmen sind bei Rennfahrern auf Rennstrecken machbar, aber nicht für Ottonormalsehrgutfahrer auf Tour mit unbekanntem Kurvenverlauf und Gripniveau.

    Aber kommen wir noch mal zurück auf das angesprochene Teilintegral ABS. Ich fahr 05er Q mit dem unmöglichen BKV (und bin sehr zufrieden damit)

    Das Teil hat ja Teilintegralbremse- Vorderbremshebel = vorne + hinten, Hinterbremse = nur hinten. Find ich vom Konzept her mal schlüssig

    Ich hab mir dann ziemlich schnell angewöhnt nur noch vorne zu bremsen. Auch wenns eng wird

    Ich gehe davon aus, dass beim Einsatz des Vorderradbremshebel in allen Lebenslagen die optimale Bremsenergie erzielt wird. Der alleinige Einsatz der Hinterradbremse bedient bei Bedarf nur bestimmte Fahrsituationen, wie z.B. Umwerfen in engen Kurven.

    Lieg ich mit nur "vorne" bremsen falsch?

    Viele Grüße, Grafenwalder

  5. Registriert seit
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    #25
    ich halte voll Reinhauen am Anfang in Notsituationen für richtig.
    Wer erst langsam Bremsdruck aufbaut, verschenkt wichtige Meter Bremsweg.
    Das liegt daran, dass man z.B. in den ersten Sekunden bei einer Vollbremsung aus sagen wir mal 150 km/h mehr Meter zurück legt als in den letzten Sekunden, in denen man durch die Bremsung zwischen 80, 60 und 50 km/h fährt.
    Wer bei 150 erst nach einer Schrecksekunde bremst legt in dieser ersten Sekunde noch 41 Meter zurück.
    In der zweiten Sekunde halbherzig Druck aufbauen und auf 120 abbremsen = 33 Meter zurück gelegt und verschlafen zu vernichten.
    Bei 60 km/h legt man in der Sekunde nur noch 16 Meter zurück - im Verhältnis ist also die Bremswirkung in der Anfangszeit die wichtigere.

    Bei den Meterangaben bitte ich um Nachsicht, ich bin kein Physiker.

  6. Baumbart Gast

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    #26
    Ich gehe davon aus, dass beim Einsatz des Vorderradbremshebel in allen Lebenslagen die optimale Bremsenergie erzielt wird.
    Dies könnte ein Irrtum sein. Angeblich steht sie beim Einsatz beider Bremshebel etwas schneller.
    Kann ich auch glauben weil dann u.U. hinten etwas schneller Druck im System aufgebaut wird. Wenn's schnell stehen soll bremse ich jedenfalls nach wie vor mit beiden Hebeln. Wer weiß ob's nützt, 's schadet jedenfalls nicht - Außerdem soll man sich korrektes Bremsen nicht zu weit abtrainieren, wer weiß was das näxte Mopped für's Bremssystem hat

  7. Registriert seit
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    #27
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Der Vorteil den ABS bieten soll, ist doch voll reinzulangen ohne zu überlegen um einen möglichst kurzen Bremsweg unter allen Bedingungen zu verwirklichen. Alles andere ist graue Theorie
    So hätte ich das auch gerne. Leider ist der Hinweis in der Bedienungsanleitung, daß es trotz ABS zum Überschlag kommen kann, mehr als berechtigt, wie ich bei diversen Bremsübungen und auch beim reellen Notankern feststellen musste. Dies gilt zumindest für die Modelle ohne BKV.
    Wenn der Reifen nicht gerade nagelneu oder die Straße verunreiningt ist, denkt das Vorderrad überhaupt nicht daran zu blockieren.
    Bei Geschwindigkeiten über 80 km/h hebt das Hinterrad dann problemlos 1m ab. Ich habe mich jeweils nicht getraut auszutesten, wann das ABS aufmacht.
    Kürzerer Bremsweg ohne ABS funktioniert heutzutage nur bei mehrfachem Bremsen an der gleichen Stelle. Mit der 2010er waren selbst auf Schotter mehrere Bremsübungen notwendig um ohne ABS schneller zu stehen.

    Übrigens verzögern so gut wie alle Integralbremssysteme (bei Honda auch ohne ABS) im Millisekundenbereich zuerst hinten. Dies ist der Grund warum bei Schwachbremsern die hinteren Bremsbeläge so früh verschleißen.

  8. Registriert seit
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    #28
    Zitat Zitat von Neno Beitrag anzeigen
    ....
    Wenn der Reifen nicht gerade nagelneu oder die Straße verunreiningt ist, denkt das Vorderrad überhaupt nicht daran zu blockieren.
    Ser's,

    also auch bei meiner Q mit BKV ist eine eindeutige Hinterhufhebeneigung festzustellen - Der Hinterhuf geht hoch, der Überschlagschutz schlägt zu, dann kommt wieder der Hinterhuf hoch usw., bis zum Stillstand.
    Man kommtz sich vor wie im Rodeo auf so einem wildgewordenen Stier.

    Aber es funktioniert wunderbar - gut, dass ich das schon ausprobiert habe.

    Übrigens mit Sozia hintendrauf ist die Bremse ein absoluter Wahnsinn - da geht niGS hinten hoch, das Mopped beisst sich in den Asphalt und steht unglaublich schnell - nach 5 Versuchen zittern dem Fahrer sicher die Arme, weil jedesmal die Sozia nach vorne drückt.

    Und bei nasser Straße wirkt dann das ABS vorne - fühlt sich recht lustig an, wenn das VR blockiert und bevor der eigene Reflex (der ohnedies zu langsam wäre) zuschlägt die Bremse aufmacht und wieder zu usw.
    Da fällt das ABS hinten gar nicht mehr auf. Aus Tempo 60 Stillstand in 17,6 m - ohne Reaktionsweg - und das im Starkregen!!!!

    liebe Grüße

    Wolfgang

  9. Registriert seit
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    #29
    Zitat Zitat von Neno Beitrag anzeigen
    Wenn der Reifen nicht gerade nagelneu oder die Straße verunreiningt ist, denkt das Vorderrad überhaupt nicht daran zu blockieren.
    Ja aber sag mal, dann braucht es doch auch kein ABS!!
    Bin ich denn irgendwie senil oder heisst ABS nicht immer noch Anti-BLOCKIER-System?
    Was um Himmels willen soll denn ein ABS machen, wenn gar kein Rad blockiert? Ich frage mich manchmal, was alles in dieses kleine Stück Technik hineingeredet wird. Klar haben die Gssen seit der 1150 offenbar irgendeinen Sensor drin, der einen Überschlag oder so erkennen soll. Keine Ahnung. Meine Uralttechnik jedenfalls nicht. Aber ich wäre dann im Sinne einer vernünftigen Diskussion auch dafür, das Kind beim Namen zu nennen und diesen Sensor zu hinterfragen und nicht das ABS allgemein.
    Das Ding macht doch bei Blockade auf. Und solange die Technik ABS heisst, gilt für mich auch diese Definition von Funktionsfähigkeit: Löst eine Radblockade bzw. verhindert diese.
    Und in Bezug auf dieses Risiko kann ich völlig entspannt reinlangen. Das hab ich kontrolliert schon oft und als Schreckbremse auf der Autobahn bei 160 1x erlebt, als da ein Kantholz von einem Lastwagen fiel.
    Der Überschlagschutz kam meines Wissens mit dem BKV, weil der so extreme Wirkung zeigte, dass angeblich die Leute reihenweise kopfüber gingen (ich bleibe da skeptisch).
    Meine GS lupft bei passender Gelegenheit dann auch gerne mal den Hintern beim Bremsen. Aber das kommt so deutlich NACH der Schrecksekunde, dass ich mir ja schon beinahe schriftlich Gedanken machen kann, wie ich darauf reagieren möchte, wenn es soweit ist. Denn das Hinterrad kommt ja eben erst gegen Ende der Bremsung hoch - da kann ich ganz entspannt reagieren und notfalls minim lösen oder wieder bis in den Regelbereich reinbremsen, so dass das ABS erneut löst

    Subjektiv hatte ich auch das Gefühl, mit kruzem Bremslösen die Wirkung meiner Bremsung zu verbessern. An einem Fahrtraining (hauptsächlich für GS und VON Gs-fahrern) hab ich dies ausgiebig getestet, konnte aber zwischen 50 und 100km/h keine wirklich anderen Bremswege erzielen. Da ohne Lichtschranke gemessen wurde, waren eh Toleranzen von 0.5 Metern bei der Bremswegermittlung vorhanden. Also kann man höchstens annehmen, dasss auch die Bremswegveränderung in diesem Bereich lag.

  10. Registriert seit
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    #30
    Hi
    ABS ist ja eigentlich nicht für die Situation gedacht: "oh, es wird brenzlig. Ich werde da jetzt mal beginnen, unter Einsatz meines ABS eine ideale UND auch noch optimierte Bremsung hinzulegen".
    Spätestens am Ende dieses Gedankens erfolgt ja schon der Einschlag.

    Es gilt eigentlich immer "lang' rein!". Natürlich nicht unbedingt wenn ich vor einer Kurve etc. nur mal anbremse.
    Geht mein Vordermann auf der BAB in die Bremsen (und ich habe den vor ihm fahrenden Verkehr nicht eindeutig beobachtet), dann hau' ich rein. War es zu heftig, na ja. War es zu wenig heftig, verknittere ich ihm den Kofferraum.
    Die meisten Blechschäden passieren weil nicht ausreichend hart und schnell gebremst wird.

    Gegen die "Übertreiber" und die "Verkrampfer" hat man das ABS erfunden. Die Bremse soll nicht blockieren, jedenfalls nicht auf Dauer.
    Einmal ist das Fahrzeug nicht mehr lenkbar und auch langsam schmelzender Gummi bremst nicht (ich selbst hatte schon mal 4 Bremsplatten gleichzeitig!).
    Ein Ungeübter geht nicht von der Bremse wenn er erst mal drauf ist und der Baum immer näher kommt! Der erlebt den Einschlag wie ein Kaninchen (Augen offen, Adrenalin für 11 Personen). Hätte er ein ordentliches Fahrertraining gemacht und gelernt, dass es doch "dann schon mal egal ist weil man ohnehin stirbt" und man daher ruhig mal 5 Meter vor dem Baum den Fuss von der Bremse nehmen kann, dann wüsste er, dass sich der Karren plötzlich wundersamer Weise lenken lässt, man um den Baum herumkommt und eben nicht stirbt.

    Um dieses Problem technisch zu lösen ist jetzt ABS eingebaut.
    Und nun bekommt Mutti (kann auch Paps sein) von einem erzählt, sie solle, wenn sie den Hebel schon mal schnell gefunden und aussnahmsweise auch gleich heftig gedrückt hat, doch noch mal kurz lupfen?
    Der Kerl der diesen Mist verbreitet hat einen an der Waffel. Selbst wenn er technisch Recht hätte ist es Schwachsinn diese Methode -zu der vielleicht Einige wirklich in der Lage sind- zu verkünden.
    Sinnvoller ist zu schulen "Geh' drauf! Und zwar schnell und gnadenlos!"
    Das habe ich mir schon häufig in Hechlingen angesehen (jeder der dort war wird es bestätigen). Kaum einer bremst bei der Aufgabe "Vollbremsung" wirklich gnadenlos wenn der Instruktor "JETZT" brüllt.
    gerd


 
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