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Abzocke Führerscheinprüfung

Erstellt von Krabbe, 24.01.2013, 11:36 Uhr · 211 Antworten · 17.857 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Abzocke Führerscheinprüfung

    #1
    Hallo allerseits,

    angesichts des zur Zeit tagenden Verkehrsgerichtstages in Goslar u.a. mit dem Thema "Fahrausbildung" wird vielerorts die damit einhergehende Abzocke des Fahrschülers diskutiert. Ich habe vor 3 Jahren den Motorradführerschein mit ca. 8 Doppelstunden und ca. 1.800 € absolviert. Es waren angeblich alles Pflichtstunden. Sicherheit im Straßenverkehr zu bekommen ist sicherlich wichtig, da ich aber zuvor 20 Jahre 125iger Motorroller gefahren bin, die Prüfung mich nicht vor Probleme stellte (außer ständiges Konzentrationsbemühen), schienen mir die Kosten doch überdimensioniert. Will man so Geld machen, will man keine Biker mehr?
    Auch die Kosten für den PKW-Führerschein stiegen in den letzten 20 Jahren übermäßig; ich als notgedrungen finanzierender Vater zweier Fahrschüler weiß, was "Durchfallen" bedeutet (hat ein rückwärts in eine Kreuzung einbiegendes Fahrzeug in einer 30iger Zone Vorfahrt, oder so?)

    Am Rande: ich bin überzeugt, dass nicht einmal 30 % der gegenwärtigen Führerscheininhaber, sei es PKW oder Motorrad, eine heutige Adhoc-Führerscheinprüfung bestehen würde. Von der theoretschen Prüfung ganz zu schweigen. Oder?

    Also, alles nur Abzocke von den Fahrschulen? Will der Staat weniger Biker?

    Beste Grüße

    Klaas-Peter

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    Standard

    #2
    Passend dazu gibt es noch eine weitere Studie, die unseren Fahrschulen sehr schlechte Ausbildungsstandards unterstellt. Der Anteil an Fahrschülern, die bei der Prüfung durchfallen, ist überproportional gestiegen, und man darf unterstellen, das Fahrschulen damit nicht unzufrieden sind, da dadurch noch mehr Fahrstunden anfallen.

    Also, erstmal mal schlecht ausbilden, dann durchfallen lassen, und weiter ausbilden. Laut der Studie des ACE ist die durchfallquote bei 28%....

    Ja, wir können natürlich über die junge Generation herziehen Aber das ist es wohl nicht.

    Frank

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    #3
    Die Fahrschullobby in D ist groß, in keinem Land ist der Lappen so teuer wie in D.

    Aber das du vor 3 Jahren 1800€ bei 16 Fahrstunden bezahlt hast, bezweifle ich doch sehr.

    An Grundgebühr hast du inkl. Versicherung ca. 150-200, dazu kommen deine Prüfungsgebühren
    für Theorie und Praxis von max. 300. Bleiben noch mind. 1300 für 16 Fahrstunden. Und eine Fahrschule die für eine Sonderfahrt (14 sind aktuell Pflicht, nicht 16) ca. 85 Euro nimmt beim A1 wäre schon längst pleite, weil da keiner hin geht.

    Entweder du hast da eine falsche Erinnerung oder bist bei der ersten Prüfung durchgefallen und hast dann nochmal Gebühren usw. gehabt um auf 1800 zu kommen oder hast deine anderen Fahrstunden vergessen.

    Überteuert ist es allemal, darf gar nicht dran denken was der Autoschein unserer Großen kosten wird, ist gerade drüber und ihr 125er Schein vor 1 Jahr war auch alles andere als günstig, obwohl sie keine Prüfung wiederholen mußte.

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    #4
    Zitat Zitat von Krabbe Beitrag anzeigen
    ich als notgedrungen finanzierender Vater zweier Fahrschüler weiß, was "Durchfallen" bedeutet (hat ein rückwärts in eine Kreuzung einbiegendes Fahrzeug in einer 30iger Zone Vorfahrt, oder so?)
    Gerade solche Fangfragen sind doch mit den aktuellen MultipleChoice-Fragen gar nicht mehr möglich, das hat es früher mal gegeben.

    Zitat Zitat von Krabbe
    Am Rande: ich bin überzeugt, dass nicht einmal 30 % der gegenwärtigen Führerscheininhaber, sei es PKW oder Motorrad, eine heutige Adhoc-Führerscheinprüfung bestehen würde. Von der theoretschen Prüfung ganz zu schweigen. Oder?
    Kennst Du ein Ausbildungssystem, bei dem 100% der gelehrten Informationen auch noch nach Jahrzehnten bei allen Ausgebildeten verfügbar sind?

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    #5
    Zitat Zitat von Wolfgang.A Beitrag anzeigen
    Gerade solche Fangfragen sind doch mit den aktuellen MultipleChoice-Fragen gar nicht mehr möglich, das hat es früher mal gegeben.

    Kennst Du ein Ausbildungssystem, bei dem 100% der gelehrten Informationen auch noch nach Jahrzehnten bei allen Ausgebildeten verfügbar sind?
    zu Satz 1: tatsächlich während der praktischen Prüfung vorgekommen.

    zu Satz 2: Nein, da hast du sicherlich recht, aber ich glaube, Sinn der Ausbildung am Fahrzeug ist es, aus Gründen der Sicherheit gängige Informationen so zu verarbeiten, dass sie jederzeit abrufbar sind und nicht durch Marginales überfrachtet werden.

    Gruß

    Klaas

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    #6
    unser Sohn beginnt in Kürze seine Fahrausbildung und ob der anfallenden Kosten stellen sich bei mir die Nackenhaare, es gibt halt keinen effektiveren Lobbyiestenverein als der Verband für die Fahrschulen. Irgendwann gibt es noch den Führerschein für den Rollator und das zu Fuß gehen.

  7. Registriert seit
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    #7
    Ich habe auch vor ca. 3 Jahren den Lappen gemacht. Kosten 1.600 € für Auto + Motorrad zusammen. Vorher hatte ich auch den 125 Schein. Also da wurdest Du gehörig über Nuckel gezogen.

  8. TomTom-Biker Gast

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    #8
    Zitat Zitat von Batzen Beitrag anzeigen
    Die Fahrschullobby in D ist groß, in keinem Land ist der Lappen so teuer wie in D.

    Aber das du vor 3 Jahren 1800€ bei 16 Fahrstunden bezahlt hast, bezweifle ich doch sehr.

    An Grundgebühr hast du inkl. Versicherung ca. 150-200, dazu kommen deine Prüfungsgebühren
    für Theorie und Praxis von max. 300. Bleiben noch mind. 1300 für 16 Fahrstunden. Und eine Fahrschule die für eine Sonderfahrt (14 sind aktuell Pflicht, nicht 16) ca. 85 Euro nimmt beim A1 wäre schon längst pleite, weil da keiner hin geht.

    Entweder du hast da eine falsche Erinnerung oder bist bei der ersten Prüfung durchgefallen und hast dann nochmal Gebühren usw. gehabt um auf 1800 zu kommen oder hast deine anderen Fahrstunden vergessen.

    Überteuert ist es allemal, darf gar nicht dran denken was der Autoschein unserer Großen kosten wird, ist gerade drüber und ihr 125er Schein vor 1 Jahr war auch alles andere als günstig, obwohl sie keine Prüfung wiederholen mußte.
    Deine Rechnung verstehe ich nicht, Du kommst doch selbst ziemlich genau auf die genannten 1800,-???

    Ich hatte 2003 für A1 übrigens 1500,-- Euro mit 15 Fahrstunden und sonstigem inkl. bezahlt, bei einer Motorradfahrschule in DA. Ohne Wiederholungen. Dann passen die 1800,-- heute doch ganz gut.

    Mein Autoführerschein 1975 hatte so um die 800 DM gekostet, ebenfalls für 15 Fahrstunden. Daß der FS heute so teuer ist liegt zum Großteil an der Menge der Fahrstunden die genommen werden. Vielfach über 20 h und mehr. Woran das nun liegt?

    Gruß Thomas

  9. Registriert seit
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    #9
    @Tomtom-Biker: Ja - die Doppelstunde kostet evtl. 85, die einzelne kaum über 45... Ich hab den FS A vor etwas mehr als einem Jahr gemacht: Kosten für die Stunde 39 Euro, für die Doppelstunde 75, und die paar Sonderfahrten je 90 pro Doppelstunde. Insgesamt Kosten für alles, also inkl. Gebühren, warens bei mir auch knapp 1500 Euro...

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Ich habe nach 23 jahren Autofüherschein erst vor zwei Jahren den Motorradführerschein hinterher gemacht. Fangfragen dürfen bei einer präktischen Prüfung nicht mehr gestellt werden (hatte ich 1990 aber auch nicht). Die MultipleChoice-Fragen hatten es aber in sich. Ich hatte mir die Schweine-teure Übungssoftware gekauft und übte damit und fiel die ersten Tage immer wieder durch. Das lag aber weniger an meinem theoretischem Wissen (wer würde hier auch zugeben, man selber wäre dämlich?), es lag vielmehr an der Art und Weise, wie die Fragen gestellt wurden. Am Ende änderte ich nach Flehen und Betteln meiner Frau und der Fahrschuhlcheffin meine Taktik und beantwortete die Fragen nicht mehr nach Sinn & logisch denkendem Verstand sondern ich lernte die Antworten von ganz bestimmten, heiklen Fragen auswendig. (Ich werde nie verstehen, weshalb ich mit einem Gespann, egal ob ich zu schnell in einen Links- oder Rechtskurve fahre, immer nur nach Links auf die Schauze fallen kann -- aber bitte erklärt es mir nicht ! BITTE NICHT! Ich hab Physik studiert und das mit den Fliehkräften war einfach - für das mit dem Gespann bin ich zu dämlich ! - oder möchte der Staat keine Gespannfahrer mehr haben. Man sieht sie so selten. )

    Ich weiß nicht, wer die Prüfungsordnung für die theor.Prüfung ausgearbeitet hat (der Gesetzgeber oder die DEKRA). Ich fand es unangebracht, dass ich mir als Autoführerscheinbesitzer deutlich weniger Fehlerpunkte "leisten" durfte als die Frischlinge. Eine Sicherheits- und eine Luschi-Frage (oder zwei normale Fragen) versemmelt und ich wäre durchgefallen, wohingegen der Führerscheinfrischling deutlich mehr Fehlerpunkte machen dufte. Ich denke mal über eine Petition gegen die Mißhandlung von nachträglich Führerscheinmachenden nach.
    Aber wen will man dafür verantwortlich machen, wenn die Durchfallquote*** so hoch ist ? Theor.doch als erstes den Fahrschüler. Den Vorwurf, jemanden durchfallen zu lassen, damit die Kasse stimmt können die Fahrschulen nicht wirklich nachhaltig entkräften. Aber dass der Staat Einfluß auf die Fahrschulen nehmen soll, damit mehr und mehr Schüler durchfallen, halte ich doch für eine sehr gewagte These, die eher ins Reich der Verschwörungstheorien gehört.

    ***gestern gab´s einen TV-Beitrag dazu: Fahrschüler in Sachen oder S-A fallen wohl noch öfter durch. Ich glaub das waren 33%. Die Italiener brauchen wohl nur 8h Fahrpraxis und eine rote Ampel ist wohl nur ein Hinweis. Cool fand ich aber die Schweizer: Dort darf jeder, der seinen Lappen länger als 3 Jahre hat, einen Fahrschüler ausbilden. Die Prüfung muß dann aber von einem Prüfer gemacht werden. Dennoch gehen viele zu einer Fahrschule und die Anforderungen sind deutlich niedriger als in D.

    Ach so.....wer Interesse an der, immernoch aktuellen Übungssoftware hat - einfach per PN melden.


 
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