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Abzocke Führerscheinprüfung

Erstellt von Krabbe, 24.01.2013, 11:36 Uhr · 211 Antworten · 17.859 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Hallo zusammen

    Interessantes Thema
    Ich betätige mich ja in meiner Freizeit an einer schweizer Fahrschule.
    Von dem her ist mir das Thema nicht ganz unbekannt....

    In den letzten Jahren hatten wir vermehrt Fahrschüler aus Deutschland, welche in die Schweiz eingewandert sind.
    Viele haben damals einen Roller oder 125er oder so Schein in Deutschland gemacht, und machen nun bei uns die "grosse" Prüfung.

    Was wir da zu hören kriegen ist fast immer dasselbe.
    Das schweizer Ausbildungssystem sei dem deutschen um Längen voraus.
    Es gäbe qualitativ eine viel bessere Ausbildung...

    Zu den Kosten bei uns kann ich ein Bsp. nennen:

    Annahme:
    Autoführerschein vorhanden
    Fahrschüler will nun grosses Motorrad fahren

    Kosten:

    CHF 20.- Lernfahrausweis vom Staat
    CHF 480.- 12 Stündiger Kurs in einer Fahrschule (Nur Praxisausbildung)
    CHF 96.- Praktische Prüfung beim Staat

    1€ = ca. CHF 1.25

    Zu den Kursen kann ich nur sagen, dass diese sehr intensiv sind. Es sind 3 mal 4 Stunden in Gruppen von max. 5 Teilnehmern...
    Die sind jeweils froh, dass der Kurs zu Ende ist. Sind jeweils psychisch und physisch an der Grenze...

    Schönen Gruss aus der Schweiz

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    #12
    Für Führerschein 3+1a habe ich 2400DM bezahlt, das war 1998. Es wurden nur die Pflichtstunden berechnet.
    An Fangfragen kann ich mich nicht erinnern. Prüfer waren kritisch aber fair.
    Für mich war es schon mit 12 Jahren klar dass ich einmal Motorrad fahren werde, den Schein im Nachhinein zu machen von daher völlig unlogisch.
    Wer "damals" innerhalb der nächsten 12 Monaten nach PKW-Prüfung die A1-Prüfung abgelegt hat musste nicht erneut die ganze Theorie durchlaufen, lediglich ein paar extra Stunden machen.
    Irgendwie klar dass es dann günstiger wird.

  3. Registriert seit
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    #13
    Na ja, abgezockt fühlte ich mich damals auch etwas, denn ich war einer der glücklichen, die in drei Schritten zum "großen Schein" gegangen sind:

    Mit 16 - Klasse 1b für die 80er
    Mit 18 - Klasse 1a, mit welcher man 2 Jahre lang max. 27 PS fahren durfte
    Mit 20 - Klasse 1, ohne Beschränkungen

    Für alle drei Lappen musste ich Pflichtfahrstunden und theoretischen Unterricht machen und Praxisprüfung ablegen. Also nix mit "nach 2 Jahren automatisch in die nächste Klasse......"

    Was das alles gekostet hat, weiß ich nicht mehr - ist wohl auch besser so.

    Zu dem derzeitigen Thema in den Zeitungen weiß ich nicht recht, was ich davon halten soll. Selbst eine 25% Durchfallquote halte ich für sehr hoch - viel zu hoch. Über die Ursachen kann man bisher nur mutmaßen. Aber ich weiß nicht Recht, sind die Jugendliche heute wirklich alle doof? Oder sind die Fahrlehrer wirklich alles Abzocker? Ich will beides nicht recht glauben! Oder ist der Straßenverkehr so hektisch und kompliziert geworden?

    Der Sohnemann meiner Liebsten hat sich jetzt in einer Fahrschule angemeldet für Auto + Motorrad Führerschein. Mit allem drum und dran wird es auf ca. 2.500,00 Euro hinauslaufen, incl. Erste-Hilfe Kurs, Sehtest, Pflichtfahrstunden und Gebühren. Ich bin mal auf seine Erzählungen gespannt.....

  4. Registriert seit
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    #14
    Zitat Zitat von Vatta Beitrag anzeigen
    Für alle drei Lappen musste ich Pflichtfahrstunden und theoretischen Unterricht machen und Praxisprüfung ablegen. Also nix mit "nach 2 Jahren automatisch in die nächste Klasse......"
    Das zumindest sollte ja heute alles viel besser werden, zu mindest verstehe ich diesen Paragraphen:

    "Fahrerlaubnisklassen: Für den stufenweisen Aufstieg von der Klasse A1 zur dann neuen Klasse A2 sowie von der Klasse A2 zur Klasse A ist nach Ablauf von mindestens zwei Jahren nur eine praktische Prüfung erforderlich. Das Mindestalter für den direkten Zugang zu der Klasse A beträgt 24 Jahre."

    so das mein Sohnemann wenn er denn dieses Jahr A1 macht, den A2 mit nur einer zusätzlichen Prüfung bekommt, ohne neue Fahrstunden... Das ist nun wenigstens eine Verbesserung.

    Frank

  5. Registriert seit
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    #15
    Zitat Zitat von Vatta Beitrag anzeigen
    Oder ist der Straßenverkehr so hektisch und kompliziert geworden?
    Empfindest du das so? Ich genau gegenteilig. Mir kommt es so vor als würden heutzutage die meisten vor Fahrtantritt Valium schlucken.

    Mein Werdegang:
    Mit 16 - Klasse 1b für die 125er
    Mit 18 - Klasse 1a, mit welcher man 2 Jahre lang max. 34 PS fahren durfte
    Mit 20 - Klasse 1, ohne Beschränkungen; und sofort auf eine R1100R drauf. Nach 2 Jahren Fahrpraxis hat bei mir niemand gefragt auf dem Amt. Führerschein umschreiben (ca. 50DM) und ab ging´s. Keine Fahrstunden, keine extra Prüfung.

    Zwischen 18 und 20 bin ich nur sporadisch eine offene 125er mit 17PS gefahren. Dose und Mädels waren zu der Zeit interessanter als kastrierte Motorräder mit denen eh nichts voran geht, von daher habe ich eine 34PS-Schüssel nie vermisst. Mit den 78PS sah die Sache dann schlagartig anders aus.
    Über die Kosten bis zum ersten km mit der Kuh konnte ich nicht meckern. Bei dem Einstandspreis der Maschine auch nicht verwunderlich, waren die Kosten für den Lappen doch nur ein Bruchteil davon. Mehr als 1000DM waren es nicht.

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    #16
    Zitat Zitat von TomTom-Biker Beitrag anzeigen
    Deine Rechnung verstehe ich nicht, Du kommst doch selbst ziemlich genau auf die genannten 1800,-???

    Ich hatte 2003 für A1 übrigens 1500,-- Euro mit 15 Fahrstunden und sonstigem inkl. bezahlt, bei einer Motorradfahrschule in DA. Ohne Wiederholungen. Dann passen die 1800,-- heute doch ganz gut.

    Mein Autoführerschein 1975 hatte so um die 800 DM gekostet, ebenfalls für 15 Fahrstunden. Daß der FS heute so teuer ist liegt zum Großteil an der Menge der Fahrstunden die genommen werden. Vielfach über 20 h und mehr. Woran das nun liegt?

    Gruß Thomas
    Dann lies doch meinen Beitrag noch mal. Die Rechnung ist auch absichtlich so ausgelegt, das es mit den genannten Stunden ca. 1800 Euro kosten würde. Aber eine Doppelstunde kostet keine 170 Euro, deshalb kommst mit 8 Doppelstunden nicht auf 1800 sondern auf einiges weniger.

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    #17
    Ich habe meinen Führerschein Au in 2011 gemacht. Hier die Fakten:

    Grundgebühr 250 EUR
    3 Stunden Übungsfahrten a 46 EUR
    4 Stunden Autobahn a 54 EUR
    3 Stunden Nachtfahrten a 54 EUR
    5 Stunden Überland a 54 EUR
    Theoretische Prüfung Au 40 EUR
    Praktische Prüfung Au 150 EUR
    Gesamt 1226 EUR (davon 195,75 EUR Umsatzsteuer)

    Ich weiss nicht, was daran teuer sein soll. Natürlich hätte ich auch gerne weniger gezahlt.
    Aber mein Fahrlehrer möchte auch etwas verdienen.
    Die Fahrausbildung fand ich wirklich gut.

    Wenn in der Schweiz 12 Stunden Praxis umgerechnet 384 EUR kosten, kann ich mir schon vorstellen, was der Fahrlehrer bekommt. Fast nichts! Macht aber nichts, ist eh ein Deutscher...

    Oh ja, in Deutschland ist ja alles so schlecht. Das ist meckern auf sehr hohem Niveau.

  8. Registriert seit
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    Standard Abzocke Führerscheinprüfung

    #18
    Zitat Zitat von qantax Beitrag anzeigen
    Ich habe meinen Führerschein Au in 2011 gemacht. Hier die Fakten:

    Grundgebühr 250 EUR
    3 Stunden Übungsfahrten a 46 EUR
    4 Stunden Autobahn a 54 EUR
    3 Stunden Nachtfahrten a 54 EUR
    5 Stunden Überland a 54 EUR
    Theoretische Prüfung Au 40 EUR
    Praktische Prüfung Au 150 EUR
    Gesamt 1226 EUR (davon 195,75 EUR Umsatzsteuer)

    Ich weiss nicht, was daran teuer sein soll. Natürlich hätte ich auch gerne weniger gezahlt.
    Aber mein Fahrlehrer möchte auch etwas verdienen.
    Die Fahrausbildung fand ich wirklich gut.

    Wenn in der Schweiz 12 Stunden Praxis umgerechnet 384 EUR kosten, kann ich mir schon vorstellen, was der Fahrlehrer bekommt. Fast nichts! Macht aber nichts, ist eh ein Deutscher...

    Oh ja, in Deutschland ist ja alles so schlecht. Das ist meckern auf sehr hohem Niveau.
    Ich hab nix gegen den stundensatz. Ich hab was gegen die zig pflichtstunden. Es ist ein Märchen das dadurch bessere führerscheinanfänger entstehen. Dann eher durch begleitetes fahren etc.

    Frank

  9. Registriert seit
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    #19
    Zitat Zitat von fmantek Beitrag anzeigen
    Das zumindest sollte ja heute alles viel besser werden, zu mindest verstehe ich diesen Paragraphen:

    "Fahrerlaubnisklassen: Für den stufenweisen Aufstieg von der Klasse A1 zur dann neuen Klasse A2 sowie von der Klasse A2 zur Klasse A ist nach Ablauf von mindestens zwei Jahren nur eine praktische Prüfung erforderlich. Das Mindestalter für den direkten Zugang zu der Klasse A beträgt 24 Jahre."

    so das mein Sohnemann wenn er denn dieses Jahr A1 macht, den A2 mit nur einer zusätzlichen Prüfung bekommt, ohne neue Fahrstunden... Das ist nun wenigstens eine Verbesserung.

    Frank
    Moin, moin

    anmelden muss man sich trozdem bei einer Fahrschule. Und kein Fahrlehrer wird jemanden ohne Übungsstunden zur Prüfung vorstellen.

    Gruß ............

  10. Registriert seit
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    #20
    Zitat Zitat von fmantek Beitrag anzeigen
    Ich hab nix gegen den stundensatz. Ich hab was gegen die zig pflichtstunden. Es ist ein Märchen das dadurch bessere führerscheinanfänger entstehen. Dann eher durch begleitetes fahren etc.

    Frank
    zig Pflichtstunden? Es waren genau 15!

    Soll das jetzt auf 3 reduziert werden?

    Also ich habe wirklich was bei den Fahrstunden gelernt. Man denke nur an die ganzen Grundfahraufgaben.
    Ich halte es für ein Märchen, dass man bei der Fahrschule nichts lernt und nur abgezockt wird.


 
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