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Abzocke Führerscheinprüfung

Erstellt von Krabbe, 24.01.2013, 11:36 Uhr · 211 Antworten · 15.600 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #81
    Zitat Zitat von K-D Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich schließe mich der allgemeinen Meinung an,dass es zu viele Pflichtstunden gibt. Sie bringen nichts,sondern sichern nur das Einkommen der Fahrschulen.

    Dem würde ich so auch mal zustimmen. Wozu 4 Std BAB und 4 Std. Überland mit dem Mopped??

    8 Std. Stadt und noch ein paar Landstraßenstunden O.K., aber der Rest??

    Bei Preisen von 44€ pro Übungsstd. ( 58,68/volle Std.) für Stadt und Landstraße sowie 56 (= 70 ) Eus Für Überland, Nacht und BAb kann ich nicht von Abzocke reden.
    Preise sind inkl. Mwst., Mopped, Fahrlehrer und Begleitfahrzeug.

    Also reich werden ist damit nicht gewährleistet.

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    #82
    Zitat Zitat von horst-dino Beitrag anzeigen
    Hat schon mal jemand nachgedacht, ob nicht etwa Klavierlehrer, Tennislehrer oder gar Tanzlehrer usw. überhöhte Preise haben und etwa Ihre Schüler schlampig ausbilden um noch ein paar Klavier-oder ähnl. Stunden herauszuhauen.
    Sorry, musste ich einfach mal fragen.
    Euer Horst
    Naja Horst, die Stunden beim Klavierlehrer sind nicht gesetzlich festgeschrieben und die beim Tennislehrer sind auch reines Privatvergnügen.

    Also wenn hier was zu vergleichen wäre, dann am ehesten die Knebelung der privaten Haushalte mit ihrem Bezirksschornsteinfeger !

    Ich finde es amüsant wie sich die Fahrlehrer hier um Kopf und Kragen schreiben. Am besten wäre es doch einfach zu sage wie es ist. Die Fahrlehrerkaste hat wie die Schornsteinfegerkaste auch, eine gesetzlich verbriefte, gesicherte Einnahmequelle und diese will verteigt werden. Das unterscheidet sie auch vehement vom Klavier- Gitarren oder Tennislehrer.
    Alles im Namen der Sicherheit.

    @Crossroads: Ein Blick in die Statistik. Hier nur mal der Juni 2012, sonst wäre der Beitrag doch deprimierend lang. Geiz mag ja geil sein, tot sein finde ich nicht geil. Fahrzeugführer, die meinen Weg kreuzen wie auch ich selbst müssen ausreichend praktisch und theoretisch ausgebildet sein.

    Wäre jetzt interessant zu wissen, wann die Verunglückten den Führerschein gemacht haben und wieviel Stunden der einzelne gebraucht hat, dann wäre das ein mächtig aussagefähiger Beitrag zum Thema. So besagt es leider gar nix und kann so oder so auslegen werden.
    Die Leute sind verunglückt, obwohl sie viele Stunden hatten, oder eben weil sie zu wenig hatten, was denn nun??


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    #83
    "Ein Blick in die Statistik"
    Traurige Statistik, sagt aber nichts über die Ursache aus. Alles Fehlbedienungen?
    Dann mehr Pflichtstunden, das hilft weiter, den Fahrschulen, nicht den Toten.

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    #84
    Zitat Zitat von Batzen Beitrag anzeigen
    Sicherlich haben die wenigsten hier betriebswirtschaftliche Kenntinsse von Fahrschulkalkulationen, aber du hast sie ja anscheinend.
    Dann erklär doch mal den horrenden Unterschie der Preise zwischen normaler Fahrstunde und Pflichtstunde!
    Deine mal angeführten paar mehr KM bei BAB Fahrt können es nicht sein und die dabei mehr verbrauchten 3L Sprit auch nicht, im Stadtverkehr hast dafür mehr Kupplungsverschleiss usw. Dann hast noch Nachtfahrt (die Lampen werden mehr verbraucht als am Tag...) und Überland, das schonendste überhaupt.

    Da gibt´s nur eine Möglichkeit: entweder Abzocke bei den Sonderfahrten oder falsche Kalkulation bei den normalen Stunden, also keine betriebswirtschaftliche Kalkulation.

    Leg uns doch mal schlüssig das Gegenteil und eine nachvollziehbare Erklärung auf den Tisch! Bin gespannt, ob und was da raus kommt.

    Was ist denn nun Walter, kommt was dazu von dir oder fehlt dir eine schlüssige Erklärung.....

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    #85
    Hallo Zusammen,

    ich verfolge diese Diskussion schon eine ganze Zeit und möchte auch noch einige Anmerkungen meinerseits dazu machen.

    Vorweg ich bin seit 30 Jahren Fahrlehrer aller Klassen und habe das große Glück nicht mehr in diesem Beruf mein Geld verdienen zu müssen, sondern nur noch für den Hausgebrauch im Familien- und Freundeskreis als Fahrleher zu arbeiten.

    Natürlich mache ich diese Ausbildungen und Prüfungsvorstellungen völlig ohne Bezahlung,es wäre also falsch mir "wirtschaftliche Interessen" zu zuschreiben.

    Auch kenne ich viele Fahrschulen und Fahrlehrer, als Aussenstehender kann ich den Verdrängungswettbewerb und das herrschende Preisniveau nicht immer nachvollziehen.
    Reich wird mit einer Fahrschule heute niemand mehr, wenn hier von Stundensätzen gesprochen wird bitte bedenken, dass ein Fachmann mit seinem Lehrfahrzeug /Lehrfahrzeugen der gleichzeitig auch ein Unternehmer ist seinen Lebensunterhalt bestreiten muß.

    Zum Vergleich, wenn ich meine BMW zum Freundlichen bringe akzeptiere ich Stundensätze von > 85,-€, die meisten von euch wohl auch ?

    Die genannten Einschätzungen von Sinn oder Unsinn von Pflichtstunden stellt sich nicht, diese sind gesetzlich vorgeschrieben. Allerdings ist für die Beurteilung meiner Meinung nach auch die Bewertung des Fahrschülers wichtig. Nicht jeder Motorradschüler hat weitreichende Erfahrungen mit anderen Fahrzeugen, so ist es für manche Fahrschüler tatsächlich eine Herausforderung auf eine Autobahn aufzufahren...dagegen gibt es nur eine Mittel...Übung, vielleicht wenn erforderlich auch noch mehr Stunden wie dievorgeschriebenen.
    Ein Fahrlehrer steht ständig unter Druck, einerseits muss er im Wettbewerb mit den anderen Fahrschulen bestehen, andererseits muß er eine ordentliche und von ihm zu verantwortende Leistung in der Ausbildung abgeben, auch bei Fahrschülern die das Talent nicht in die Wiege gelegt bekommen haben.
    Erfahrung kommt beim bewegen von Fahrzeugen tatsächlich von Fahren.........
    Ein Fahrlehrer darf einen Fahrschüler erst dann zu Prüfung vorstellen, wenn er davon überzeugt ist, dass der Fahrschüler den Anforderungen des Straßenverkehrs auch unter erschwerten Bedingenen gewachsen ist nicht nur der Prüfung, diese kann auch jemand bestehen der diesen Anspruch nicht erfüllt.

    Was viele hier nicht wissen oder ignorieren, stürtzt ein Fahrschüler während der Ausbildung und verletzt sich, ermittelt grundsätzlich der Staatsanwalt gegen den Fahrlehrer wegen fahrlässiger Körperverletzung oder sogar Tötung, auch nicht lustig und schon gar nicht geschäftsfördernd.

    Die Fahrschüler die ich "unentgeltlich" ausgebildet habe hatten alle regelmäßig wesentlich mehr Fahrstunden wie vorgeschrieben und
    auch mehr als die meisten bezahlen wollen würden. Nicht weil ich es so toll finde Fahrschüler auszubilden, sondern weil ich einen guten Job machen wollte/will und weil ich es für erforderlich gehalten habe.

    Diese Motive unterstelle ich auch einem Großteil meiner Kollegen, die leider nicht kostenlos arbeiten können sondern davon leben müssen.
    Leider habe ich auch erleben müssen, dass ein ehemaliger Motorradfahrschüler mit dem Motorrad tödlich verunglückt ist, dann ist das Bewußtsein "alles gemacht" zu haben schon ziemlich hilfreich für ruhige Nächte.

    Bei einem stimme ich den vorherigen Beiträgen zu, niemand ist nach der Führerscheinprüfung ein guter Motorradfahrer...weil Erfahrung kommt von Fahren...aber in der Fahrschule sollte die Vorausetzung geschaffen werden das der Fahrschüler eine Chance hat das sammeln von Erfahrung möglichst unbeschadet hinter sich zu bringen.

    Gruß

    Camper24

  6. Baumbart Gast

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    #86
    Also Du hältst die vielen Pflichtstunden für nötig? Und zum Beispiel einen extra Führerschein für's fahren mit Anhänger?

  7. Registriert seit
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    #87
    Eindeutig JEIN,

    es gibt Fälle da wären weniger guten Gewissens möglich, andere benötigen eindeutig mehr. Menschen sind nicht genormt.
    Das Maß der Stunden halte aber in keinem Fall für Abzocke, bei der Gestaltung der Pflichtfahrten gibt es zu dem Variationsmöglichkeiten, manchmal sind die Überlandstunden die 1. kleine Motorradtour....usw.

    Gruß

    Dirk

  8. Baumbart Gast

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    #88
    Zitat Zitat von camper24 Beitrag anzeigen
    Eindeutig JEIN,

    es gibt Fälle da wären weniger guten Gewissens möglich, andere benötigen eindeutig mehr. Menschen sind nicht genormt.
    Das Maß der Stunden halte aber in keinem Fall für Abzocke, bei der Gestaltung der Pflichtfahrten gibt es zu dem Variationsmöglichkeiten, manchmal sind die Überlandstunden die 1. kleine Motorradtour....usw.
    Was heißt Jein? braucht jeder Fahrschüler die Pflichtstunden oder nicht? Unsinn Motorradtour, kein Mensch würde 90 Euro für die Doppelstunde Motorradtour zahlen.

  9. Registriert seit
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    #89
    ...dann im Klartext die Frage stellt sich für mich nicht, da diese gesetzlich vorgeschrieben sind.

    An der Diskussion warum und wer dafür gesorgt hat das diese Anzahl im Gesetz steht kann und will ich nicht teilnehmen.
    Dazu fehlt mit auch das Hintergrundwissen, ich diskutiere auch nicht ob es sinnvoll ist vor einer roten Ampel zu halten oder ein Stoppschild zu beachten.

    Gruß

    Camper24

  10. Registriert seit
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    #90
    Zitat Zitat von camper24 Beitrag anzeigen
    Eindeutig JEIN,

    es gibt Fälle da wären weniger guten Gewissens möglich, andere benötigen eindeutig mehr. Menschen sind nicht genormt.
    Das Maß der Stunden halte aber in keinem Fall für Abzocke, bei der Gestaltung der Pflichtfahrten gibt es zu dem Variationsmöglichkeiten, manchmal sind die Überlandstunden die 1. kleine Motorradtour....usw.

    Gruß

    Dirk
    Es gibt keinerlei Statistiken die andeuten das die Anzahl gestiegener Fahrstunden die Überlebensfähigkeit der Fahrschüler in der freien Wildbahn steigert. Alles, was in den letzten 30 Jahren für geringe Unfallzahlen und Unfalltote gesorgt hat, ist die verbesserte Sicherheitstechnik im Fahrzeug.

    Ich stimme Dir völlig zu, das es genug Menschen gibt, die aus der Fahrschule rauskommen, und noch üben müssen. Alle müssen dann noch üben, Jahre, bis sie ein routinierter Verkehrsteilnehmer werden.

    Anders formuliert, ob heute einer 8 Stunden oder 30 Stunden (insgesamt) abzockt, macht Ihn/Sie nicht wesentlich besser oder schlechter, nur ärmer.

    Das die Fahrschulen nichts dafür können, halte ich für ein Gerücht. Sicher hat auch der ADAC seine Finger im Lobby Spiel, aber es ist sicher eher der Fahrschulverband der sich für mehr Pflichtstunden breit macht.

    Das keiner als Fahrlehrer reicht wird, ist sicher richtig. Das der einzelne Fahrlehrer nichts für die Situation kann, auch. Das wir als Bürger hier verarscht werden, ist aber genauso richtig. Wir, die Eltern meistens, bezahlen ungleich mehr für ein Papier, ohne wirkliche Mehrleistung zu bekommen.

    Frank


 
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