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ADAC fordert Pflichtausstattung von Motorrädern mit ABS

Erstellt von pilles-Q, 17.08.2010, 19:28 Uhr · 99 Antworten · 7.562 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Hi
    Obwohl ich ABS habe (mir nicht sicher bin ob es wirklich notwendig ist) halte ich die Forderung für Schmarrn.
    Es führt dazu, dass eine "echte" KTM mit ABS ausgerüstet werden muss.
    Gleiche gilt für die Airbagflut im Auto. OK, für Fahrer und Beifahrer ist es ja OK.
    Ich durfte aber noch einige Seitenairbags und noch welche für hinten mitzahlen die ich für vollkommen sinnlos halte. Als mich dann der Autoverkäufer entsetzt fragte ob denn die hinten sitzenden Passagiere ungeschützt sein sollen konnte ich nur antworten: "Für den äusserst seltenen Fall, dass in meinem Auto hinten jemand sitzt verantworte ich es, dass diese Personen ungeschützt sind. Der beste Airbag sitzt zwischen Augen und Hinterkopf. Wenn Sie mir jetzt erzählen, dass ich nichts dagegen tun könne wenn mir ein besoffener X5-Fahrer reinbombt, dann verkaufen sie mir auch einen Schutz gegen Steinschlag im Gebirge!"
    Überlegt habe ich schon mir einen Porsche Boxter zuzulegen. Der hat nur zwei Sitze. Leider gibt es ihn nicht als Kombi
    gerd

  2. Baumbart Gast

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    #12
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    So? Was macht dich da so sicher? In Marktumfeldern mit hohem Wettbewerbsdruck werden solche Preisvorteile mit Sicherheit an den Kunden weitergegeben. Bei der GS wird es vielleicht nicht gerade eine Rolle spielen, aber teurer dürfte die durch eine ABS-Pflicht auch nicht werden.
    In welchem Marktumfeld die ABS-Preise bei BMW-Moppetz gemacht werden konnte man an der Umstellung auf das BKV-arme System sehen - keine Preissenkung, obwohl weniger Aufwand betrieben wird. Einzig der Listenpreis wird dann ehrlicher.
    Der ADAC spinnt.

  3. Registriert seit
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    #13
    .. ich hab ABS und möchte es auch nicht missen, wer es nicht braucht kann es ja abschalten!!!!

  4. Registriert seit
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    #14
    ABS ist schön zu haben (IMHO), aber eine generelle Pflicht halte ich auch für übertrieben.

    P.S.
    @Gerd
    nimm den

  5. Registriert seit
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    #15
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Es führt dazu, dass eine "echte" KTM mit ABS ausgerüstet werden muss.

  6. Registriert seit
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    #16
    Zitat Zitat von HaJü Beitrag anzeigen
    ...
    Es gibt kein probates Schutzmittel für die vielfältigen Situationen im Verkehr. Es gibt immer ein hätte-wäre-wenn...
    Das stimmt ... es gibt nur die möglichkeit nach und nach aus den erfahrungen zu lernen, erkenntnisse zu sammeln, zusammen zu fassen und verbesserungen vorzuschlagen und zu testen.

    Hätte ich bei meinem Unfall kein ABS bei der Schreckbremsung in der 180° Kehre gehabt
    Wäre mir das vorderrad wegegangen und ich vor oder unters auto (was senkrecht in der Kehre abbog) geschlittert anstelle seitlich aufgekommen und oben drüber ...
    Wenn ich dran denke, bin ich heilfroh ABS gehabt zu haben.

    Zitat Zitat von HaJü Beitrag anzeigen
    ...
    Es ist auch immer noch der Fahrer selbst gefragt, daß er mit hellen Sinnen und Verstand sein Moped bewegt....
    Selbstverständlich sollte der Fahrer immer dabei sein ... mit sinn und verstand ... und das nicht nur beim fahren, sondern bereits beim motorradkauf !

    Das ist meine meinung.

    Ob man sich von einem verkehrsclub oder evtl. auch mal durch seine versicherung da beeinflussen lassen möchte oder auch muss ist eine andere frage ... auch eine frage der zeit.
    Manche dinge lassen sich nicht aufhalten. Das glaube ich auch besonders in der frage, ABS zur pflicht bei neumotorrädern zu machen.

    Wie bereits beschrieben kann man es ggf. ausschalten ... einzig die Frage des aufpreises ist doch entscheidend. Der volker

  7. Registriert seit
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    #17
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi
    Gleiche gilt für die Airbagflut im Auto. OK, für Fahrer und Beifahrer ist es ja OK.
    Daran sieht man prächtig, dass es verschiedene Marktmechanismen gibt, über die Sicherheitstechnik in den Markt eingeführt werden kann.

    Was der ADAC für ABS offenbar fordert (okay, fordern können die viel, wenn der Tag lang ist), wäre eine Pflicht, vermutlich festgeschrieben in der StVZO, bedeutet: Ab #Stichtag sind Moppeds ohne ABS nicht mehr erstzulassungsfähig.

    Dass sowas kommt, glaube ich nicht, das gibt es noch nicht einmal bei Pkw. Im Pkw-Bereich haben sich alle deutschen Hersteller und alle relevanten Importeure in einer Selbstverpflichtung verpflichtet, Neuwagen in D künftig nur noch mit ABS anzubieten. Sie wollten damit offenbar einer drohenden gesetzlichen regelung zuvorkommen. Dennoch gibt es Ausnahmen: Den Lada Niva zum Beispiel gibt es immer noch nicht mit ABS, Autos wie den Caterham Super Seven oder den Morgan 4/4 auch nicht.

    Bei den Airbags ist in meinen Augen der Euro-NCAP-Crashtest stilbildend: Ein Auto, das dort mit weniger als vier Sternen abschneidet, gilt in den Augen vieler Kunden als unsichere Todesfalle. Deshalb hat zum Beispiel Opel den Sintra Van (3 Sterne) ganz schnell wieder vom Markt genommen, obwohl er alle gängigen US-Chrash-Standards erfüllt. Den hat eben in Deutschland kein Familienpapa gekauft, die armen Kleinen sollen doch die Pubertät erleben...

    Meines Wissens sind zum Beispiel Airbags in Deutschland, im Gegensatz zu Sicherheitsgurten und Kopfstützen, nach wie vor nicht gesetzlich vorgeschrieben. Deshalb hat ein Morgan 4/4 auch keine. Aber Kunden, die den kaufen, interessieren sich eh nicht für Euro-NCAP-Sterne;-)

    Die schwächste Art, irgendwelche Ausstattungsdetails in den Markt zu pressen, ist Mediendruck. Wenn zum Beispiel die "Motorrad" in Vergleichstests immer Motorräder mit ABS als signifikant besser bewertet als solche ohne, dann *könnte* sich dadurch ein Marktdruck entwickeln. Ich schreibe *könnte*, weil der deutsche Motorradmarkt im Vergleich zu Südeuropa eher unwichtig ist und ich nicht weiß, wie die tonangebenden Medien in den dortigen Märkten zu ABS stehen.

  8. Registriert seit
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    #18
    Zitat Zitat von HaJü Beitrag anzeigen
    Es gibt kein probates Schutzmittel für die vielfältigen Situationen im Verkehr. Es gibt immer ein hätte-wäre-wenn.

    Es ist auch immer noch der Fahrer selbst gefragt, daß er mit hellen Sinnen und Verstand sein Moped bewegt.
    So ist es. Aber das kommt leider aus der Mode. Selbst denken ist unbequem, selbst für sein Handeln verantwortlich sein ist nicht mehr gern gesehen. Lieber 3 Notanker und 5 Sensoren einbauen, die der Dummheit der Menschen Einhalt gebietet und verhindert, dass sie sich den Folgen ihres Handelns bewusst werden müssen. Der Gipfel der verstümmelten Selbstbestimmung sind für mich Autos, deren ESP man nicht mehr ausschalten kann, weil der Hersteller das Modell so konstruiert hat, dass die Verkehrssicherheit nur mit wachem Auge der Fahrassistenz-Systeme gegeben ist. Herzlichen Glückwunsch.

    Wer elektronische Fahrhilfen als Pflichtaussatattung für Motorräder fordert, hat vergessen, dass es bei Motorrädern nicht auf die Fortbewegung der Massen ankommt, sondern der Ansatz ein ganz anderer ist als z.B. beim Auto. Denn das Auto wird nunmal zum überwiegenden Teil von Menschen bewegt, die einfach nur sicher von A nach B kommen wollen, ohne Ahnung von irgendwas außer ansatzweise den Verkehrsregeln haben zu müssen. So idiotensicher wird Motorradfahren aber hoffentlich niemals sein und werden. Es wird immer ein gewisses Verständnis für die Physik und die Besonderheiten der zweirädrigen Fortbewegung nötig sein, um gut Motorrad zu fahren.

  9. Registriert seit
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    #19
    Zitat Zitat von AMGaida Beitrag anzeigen
    Selbst denken ist unbequem, selbst für sein Handeln verantwortlich sein ist nicht mehr gern gesehen.
    Moin,

    DAS ist aber ein genereller Trend in unserem Lande, fast möchte man sagen: "Typisch deutsch", alles in Regeln zu pressen & die Bevölkerung vor sich selber schützen...

    Ich sehe das ja tagtäglich im Arzneimittelbereich...

    Dennoch schein die Initiative des ADAC just in einem Moment etwas sensibler Sicht der Dinge rund um die 2-rädrige Fortbewegung lanciert worden zu sein:
    Vor kurzem erst ging's ja um die Frage nach Erfahrungen mit dem österreichischen Moped-Führerschein.

    Auch hier wird gewarnt, sowas in D einzuführen.

  10. Registriert seit
    03.02.2008
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    Standard ABS ist (k)ein Aufpreisproblem(!)?

    #20
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Ein Vorteil einer solchen Vorschrift wäre es sicherlich auch, dass Motorrad-ABS durch eine erhöhte Stückzahl tendenziell billiger würde.
    Hallo allerseits!

    Kleine Anmerkung zur Preisgestaltung von Mopeds mit und ohne ABS aus dem fernen (von meinem Wohnort aus betrachtet) Austria:

    KTM 990 Adventure mit ABS im Jahre 2008: 12995,- Euro

    KTM 990 Adventure S ohne ABS, dafür aber 35mm mehr Federweg: 12995,- Euro

    KTM 990 Adventure mit ABS im Jahre 2010: 13495,- Euro

    KTM 990 Adventure R ohne ABS, dafür aber 55mm mehr Federweg: 13695,- Euro
    (alle Preisangaben UVP und ohne meine Pistole, äh, Gewähr)

    Für Nicht-KTMler: es gibt bislang keine werksseitige Option, eine aktuelle "R" auf ABS um- bzw. aufzurüsten.
    Abgesehen von der Federbeinhöhe und dem ABS sind die Modelle "S" und "ABS" weitestgehend baugleich (Motor, Getriebe, Leistung usw.).
    Beim aktuellen "R"-Modell wurde zu der Höherlegung noch der Motor auf 84,5 kW (115 PS) in der Leistung gesteigert. Beim aktuellen "ABS"-Modell bleibt es bei 78 kW (106 PS).
    Also: volle Leistung nur ohne ABS!

    Hätte es damals eine "S" mit ABS gegeben, stünde diese vermutlich in der Garage, so ist es die Flachlandausführung geworden.

    Aber ich bin ja auch kein "echter" KTM-Fahrer, von wegen "ready to race" und ähnlichem Käse...

    Ansonsten: div. BMW's ohne und 1150er, 1200er und 800er (letztere nur in Hechlingen) GSse und jetzt 990er KTM mit ABS gefahren... Fazit: für mich nur noch mit ABS. Abstellen kann man den Kram ja schließlich auch (z.B. vor ein paar Wochen in Albanien).

    Viele Grüße
    pavian


 
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