Seite 4 von 6 ErsteErste ... 23456 LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 51

Allradantrieb für die GS

Erstellt von ChiemgauQtreiber, 18.11.2015, 22:36 Uhr · 50 Antworten · 4.798 Aufrufe

  1. Registriert seit
    14.09.2011
    Beiträge
    4.341

    Standard

    #31
    Ich finde das Ding garnicht so schlecht. Leider nicht zu Ende gedacht, denn eigentlich hätte man dafür die Lichtmaschine rausschmeißen müssen. Dann fällt das Gewichtsmanko auch nicht so groß aus.

    Gruß,
    maxquer

  2. Registriert seit
    08.11.2014
    Beiträge
    1.638

    Standard

    #32
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi
    Naja, im Gelände ist ein Allrad nicht doof und sicherlich sinnvoller als 125 PS und ESA.
    Aber 10 kg am Vorderrad und dann braucht's ja auch eine Batterie? Um einen 10 PS E-Motor mit 12 V zu betreiben müssen über 600 A fliessen! Das macht die Serienbatterie wahrscheinlich 2 Sekunden mit und gibt dann Rauchzeichen.

    gerd
    Und die hat bei der genannten Leistung wenigstens 200 V, was in etwa in etwa 50 derzeit handelsüblichen Zellen entspricht. Für insgesamt ca. 1 Wh.

    Der Energiebedarf bei 10 PS (ca. 7,35 kW) und einer Dauer von 1 s beträgt 7350 Ws oder 2Wh. Jetzt kann man sich ja mal überlegen wie groß die Batterie sein müsste, um das ganze halbwegs nutzbringend als Zusatzantrieb Offroad oder auch in Kurven oder beim Beschleunigen nutzen zu können. Von den fahrerischen Aha-Erlebnissen beim erwähnten Rausbeschleunigen aus der Kurve mal abgesehen.

    Mir ist nicht klar wie das ganze physikalisch und fertigungstechnisch gesehen funktionieren soll. Auch ist mir nicht klar, wie man einen 10-PS-Motor im VR unterbringen soll. Vielleicht ist die Einheit PS auch anders zu verstehen. Wunderliche PS.

    Gruß Tom

  3. Registriert seit
    10.11.2012
    Beiträge
    1.773

    Standard

    #33
    Man muß nicht immer auf alles rumhacken, was im Alter Hilfsmittel braucht. Na und? ist doch geil. Wenn einer sich einen E-Motor reinbaut wenn er nicht mehr schieben kann. Der will trotzdem noch dabei sein. Auf dem Mopedtreff Kaffeetrinken und quatschen. Besser als um den Teich rennen und Enten füttern. Auch ihr werdet alt. (Wenn ihr Glück habt) Es kommt schneller als man denkt.

  4. Registriert seit
    13.08.2010
    Beiträge
    6.387

    Standard

    #34
    Zitat Zitat von maxquer Beitrag anzeigen
    Ich finde das Ding garnicht so schlecht. Leider nicht zu Ende gedacht, denn eigentlich hätte man dafür die Lichtmaschine rausschmeißen müssen. Dann fällt das Gewichtsmanko auch nicht so groß aus.
    Mich verwundert bei Neuigkeiten wie diesen auch immer die versammelte Fortschrittsfeindlichkeit, die dann sofort aufpoppt.

    Wie sich ein Motorrad mit zusätzlichem Antrieb am Vorderrad fährt, kann ich nicht beurteilen, ich habe es noch nicht ausprobiert.

    Was das Gewicht angeht, lasst uns mal rechnen. Der E-Motor hat 10 PS, das sind rund 7.000 Watt. Die Serienbatterie hat 21 Ah bei 12 Volt, also 252 Wattstunden. Rein theoretisch könnte eine solche Batterie den Motor ungefähr 3,5 Minuten antreiben, dann wäre sie leer. Theoretisch deshalb, weil ein Blei-Gel-Akku die erforderlichen hohen Ströme gar nicht so schnell abgeben kann und weil er auch dabei kaputtginge, dauernd so tief entladen zu werden. 2009 (ist also schon wieder ganz schön lange her) stellte Panasonic ein Automotive-Lithium-Ionen-Batteriepaket mit 1.500 wh und 8 kg Gewicht vor (1 kg mehr als die Serienbatterie der GS). Die 1.500 wh würden ausreichen, um den Vorderradmotor 12 Minuten auf Vollast laufen zu lassen, zudem kann man bei einer Li-Batterie mehr von der Akkukapazität nutzen als bei einem Blei-Säure-Akku. Der Akku könnte genügend hohe Ströme liefern, und vermutlich würde die Leistung am Vorderrad ja auch nur in ganz bestimmten Situationen gebraucht. Allerdings wäre der Panasonic-Akku um einiges größer als die Serienbatterie, nämlich 7 Liter versus 2,5 Liter. Vermutlich müsste man auch eine stärkere und etwas größere Lichtmaschine verbauen, das wäre dann vielleicht noch ein Kilo mehr. Die ganze Zusatzausrüstung für einen Vorderradantrieb könnte man also mit einem Zusatzgewicht von vielleicht 15 Kilogramm realisieren.

    Wenn wir mal davon ausgehen, dass ein durchschnittlicher Europäer 1,75 m groß ist und 75 kg wiegt, gehen wir ferner von einer Sozia mit 65 kg sowie 7 kg persönlicher Ausstattung pro Person aus, dann wiegt ein durchschnittliches Motorradpaar 155 kg. Eine nackte R1200GSA wiegt laut Werksangaben mit Flüssigkeiten und fahrbereit 256 kg, kommen noch 15 kg für ein Koffersystem und 15 kg für Gepäck dazu, dann reden wir von 441 kg. Das ist erstens durchaus eine Packung für einen normalen 1,75-Meter-Mann und zweitens sind bei dem Gewicht 15 Klio mehr nur noch drei Prozent.

    Und an dem was Maxquer sagt, ist natürlich auch was dran: Eigentlich könnte man die Lichtmaschine vermutlich rausschmeißen.

    Und eins darf man auch nicht vergessen: Wunderlich lebt vom Dranschrauben, nicht vom Abschrauben.

  5. Registriert seit
    28.08.2007
    Beiträge
    515

    Standard

    #35
    Zitat Zitat von GS-Ghost Beitrag anzeigen
    Vor rund 3 Wochen waren wir wieder dort. Es wird noch gearbeitet -Gaaanz sicher.
    Meine dort abgelieferte Gabel wurde auch in Rekordzeit überholt - Gruß aus Hip - Ray






  6. Registriert seit
    08.11.2014
    Beiträge
    1.638

    Standard

    #36
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Mich verwundert bei Neuigkeiten wie diesen auch immer die versammelte Fortschrittsfeindlichkeit, die dann sofort aufpoppt.

    Wie sich ein Motorrad mit zusätzlichem Antrieb am Vorderrad fährt, kann ich nicht beurteilen, ich habe es noch nicht ausprobiert.

    Was das Gewicht angeht, lasst uns mal rechnen. Der E-Motor hat 10 PS, das sind rund 7.000 Watt. Die Serienbatterie hat 21 Ah bei 12 Volt, also 252 Wattstunden. Rein theoretisch könnte eine solche Batterie den Motor ungefähr 3,5 Minuten antreiben, dann wäre sie leer. Theoretisch deshalb, weil ein Blei-Gel-Akku die erforderlichen hohen Ströme gar nicht so schnell abgeben kann und weil er auch dabei kaputtginge, dauernd so tief entladen zu werden. 2009 (ist also schon wieder ganz schön lange her) stellte Panasonic ein Automotive-Lithium-Ionen-Batteriepaket mit 1.500 wh und 8 kg Gewicht vor (1 kg mehr als die Serienbatterie der GS). Die 1.500 wh würden ausreichen, um den Vorderradmotor 12 Minuten auf Vollast laufen zu lassen, zudem kann man bei einer Li-Batterie mehr von der Akkukapazität nutzen als bei einem Blei-Säure-Akku. Der Akku könnte genügend hohe Ströme liefern, und vermutlich würde die Leistung am Vorderrad ja auch nur in ganz bestimmten Situationen gebraucht. Allerdings wäre der Panasonic-Akku um einiges größer als die Serienbatterie, nämlich 7 Liter versus 2,5 Liter. Vermutlich müsste man auch eine stärkere und etwas größere Lichtmaschine verbauen, das wäre dann vielleicht noch ein Kilo mehr. Die ganze Zusatzausrüstung für einen Vorderradantrieb könnte man also mit einem Zusatzgewicht von vielleicht 15 Kilogramm realisieren.

    Wenn wir mal davon ausgehen, dass ein durchschnittlicher Europäer 1,75 m groß ist und 75 kg wiegt, gehen wir ferner von einer Sozia mit 65 kg sowie 7 kg persönlicher Ausstattung pro Person aus, dann wiegt ein durchschnittliches Motorradpaar 155 kg. Eine nackte R1200GSA wiegt laut Werksangaben mit Flüssigkeiten und fahrbereit 256 kg, kommen noch 15 kg für ein Koffersystem und 15 kg für Gepäck dazu, dann reden wir von 441 kg. Das ist erstens durchaus eine Packung für einen normalen 1,75-Meter-Mann und zweitens sind bei dem Gewicht 15 Klio mehr nur noch drei Prozent.

    Und an dem was Maxquer sagt, ist natürlich auch was dran: Eigentlich könnte man die Lichtmaschine vermutlich rausschmeißen.

    Und eins darf man auch nicht vergessen: Wunderlich lebt vom Dranschrauben, nicht vom Abschrauben.
    Das hat nichts mit Fortschrittfeindlichkeit, sondern mit gesundem Menschenverstand zu tun. Deswegen, ich hab's schon mehrmals geschrieben, rechne ich gerne Dinge nach. So wie Du es auch getan hast. Du hast nur leider nicht berücksichtigt wie die Energie zum Motor kommt. Bei den genannten 7 kW ist es erforderlich mit hohen Spannungen zu arbeiten, um die Ströme in den Griff zu bekommen. Hohe Spannungen bedeuten Reihenschaltung von Zellen. Bei meiner Abschätzung waren das etwa 50 Zellen und einer Energie von ca. 1 Wh. Bei 21 Wh bräuchtest Du 21 x 50 = 1050 Zellen! Da kommen wir langsam in den Größenbereich der bei E-Autos üblich ist. Man kann natürlich auch mit höheren Speicherkapazitäten der Zellen rechnen. Wenn man im realistischen Rahmen bleibt, ändert sich an der Kernaussage allerdings nichts. Der Speicher wird groß und schwer.

    Der Panasonic-Akku mit 1050 Wh, ich nehme an, daß der aus dem E-Bike-Bereich kommt, arbeitet vermutlich mit 48 V, 64 V oder 72 V Ausgangsspannung. Bei E-Bikes heute üblich sind 36 V bei Kapazitäten von bis zu ca. 700 Wh. Manchmal auch 48 V. Die abgeforderte Leistung liegt bei maximal 300 - 500 Watt (0,3 - 0,5 kW). Zu den genannten 7 kW liegt da der Faktor 14 - 23 dazwischen.

    Das nächste Problem beim Nutzen der Leistung (Energieabruf) ist das Wiederladen. Das dauert länger als die Nutzung. Einmal die genannte Leistung angefordert, kommt vermutlich bis zum Ende der Tour nichts mehr.

    All das sind die Punkte, die ich als Techniker kritisch hinterfrage.

    Was das Fahrverhalten von Zweirädern mit Frontantrieb anbelangt empfehle ich der Aktualtät entsprechend ein E-Bike mit Frontmotor. Das liefert allerdings nur maximal 300 W, realistisch gesehen sogar nur 150 - 200 W. Kein schönes Fahrverhalten in Kurven. Das Teil untersteuert merklich und das mit vehementem Vortrieb.

    Wenn wir mal von dem Motor mit 7 kW wegkommen und stattdessen einen mit vielleicht 0,5 kW nehmen, dann wird möglicherweise ein Schuh draus. Der Motor dient dann aber hauptsächlich oder auch ausschließlich als Schiebehilfe. Und die Energie hierfür könnte man dann sogar aus einer normalen Starterbatterie holen. Für einen kurzzeitigen Schiebebetrieb sollte das schon passen. Ggf. halt dann den Panasonic-Akku oder den von Bosch, Sony oder von wem auch immer.

    Beim E-Bike liegt das Gewicht für Motor (<300 W) und Akku (ca. 500 Wh) bei ca. 6 kg.

    Gruß Tom

  7. Registriert seit
    17.04.2004
    Beiträge
    12.709

    Standard

    #37
    Hi
    Sicher weiss ich, dass ein E-Motor mit max. 27 PS mit ca 350mm Durchmesser und 6cm "Scheibenstärke" auskommt. Ein Bekannter fliegt mit einem derartigen Ding ein UL, benutzt es aber aufgrund der Batteriekapazität nicht dauerhaft und versucht zwischendurch die Thermik zu nutzen. Es besteht aus brutal kräftigen Dauermagneten am Läufer und wird, wenn ich das richtig gesehen habe, ähnlich wie ein Schrittmotor betrieben indem statische Spulen am Umfang passend angesteuert werden.
    gerd

  8. Registriert seit
    08.11.2014
    Beiträge
    1.638

    Standard

    #38
    Ja, die Leistungsdaten passen in etwa zur Größe. Das könnte beispielsweise eine permanenterregte Synchronmaschine sein. Sowas beispielsweise. Und da sag noch mal einer, die deutsche Industrie würde den Trend verschlafen. Auf der Seite gibt es auch eine interessante Broschüre (PDF-Datei) mit Anwendungsbeschreibung und Technischen Daten der Motoren.

    Von ZF gibt es die unter der Beizeichnung DynaStart tatsächlich auch einen Motor mit 48 V und bis ca. 15 kW zum Boosten (kurzzeitige Leistungsabgabe) und zum Rangieren. Erstaunlich! Das hätte ich jetzt nicht geglaubt, daß hier mit solchen Strömen gearbeitet wird, ca. 320 A maximal.

    Würde mich jetzt dennoch interessieren welche Einschaltdauern man für die Auslegung der Komponenten zugrunde legt und welche Speicherkapazitäten empfohlen werden. Vielleicht findet sich hierzu noch was.

    Gruß Tom

  9. Registriert seit
    17.04.2004
    Beiträge
    12.709

    Standard

    #39
    Hi
    Mit welcher Spannung das Ding betrieben wird weiss ich nicht, aber der Li(FePo?)Akkupack ist ungefähr so gross wie 2 Kartons von Bergschuhen. Sowohl Motor wie auch Steuerelektronik sind Eigenbau des Piloten (der macht auch beruflich Derartiges). Gehäuse gibt's nicht damit die Kühlung möglichst einfach ist. Aussehen tut es ähnlich wie in dem Link, nur die Permanentmagnete sind deutlicher zu erkennen. Unter Vollast werden die Leitungen/Spulen an einigen Stellen temperaturüberwacht und die Leistung im Bedarfsfall abgeregelt. Anfassen kann man die Konstruktion nicht. Gefühlsmässig reichen die Betriebstemperaturen um unterwegs ein Süppchen zu kochen oder ein Omlette zu machen :-).
    gerd

  10. Registriert seit
    10.07.2007
    Beiträge
    19.781

    Standard

    #40
    Zitat Zitat von Intermezzo Beitrag anzeigen
    ...
    Von ZF gibt es die unter der Beizeichnung DynaStart tatsächlich auch einen Motor mit 48 V und bis ca. 15 kW zum Boosten (kurzzeitige Leistungsabgabe) und zum Rangieren. Erstaunlich! Das hätte ich jetzt nicht geglaubt, daß hier mit solchen Strömen gearbeitet wird, ca. 320 A maximal.
    ...
    bei mehr als 48V darf ein kfz-mechatroniker ohne zusatzausbildung nicht an dem fahrzeug arbeiten.


 
Seite 4 von 6 ErsteErste ... 23456 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Supermoto-Radsatz für die GS
    Von MatthiasQR im Forum G 650 GS , F 650 (GS) und F 650 GS Dakar (Einzylinder)
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 02.10.2006, 22:45
  2. TOM-TOM auch für die GS ??
    Von Soundman im Forum Navigation
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 16.08.2006, 11:03
  3. Hochsitz für die GS 1200
    Von 6695 im Forum R 1200 GS und R 1200 GS Adventure
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 19.07.2005, 19:19
  4. welches öl für die gs 1150
    Von waldi im Forum R 1150 GS und R 1150 GS Adventure
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 15.07.2005, 06:37
  5. Quelle für Innentaschen für die GS Originalkoffer
    Von mr.spock im Forum R 1200 GS und R 1200 GS Adventure
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 19.05.2005, 19:16