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Angst vor engen Kurven

Erstellt von Ela, 05.08.2008, 19:37 Uhr · 93 Antworten · 20.101 Aufrufe

  1. hans.juergen-HH.schaefer Gast

    Standard

    #21
    Zitat Zitat von Ela Beitrag anzeigen
    Ich glaub, die Kupplung hab ich immer gezogen (wenn ich mich nicht täusche....)
    Entweder, Du täuschst Dich.

    Oder Du täuschst Dich nicht, dann fährst Du aber nicht, sondern ROLLST. Das solltest Du m.E. nur dann machen, wenn "Feierabend" ist, also wenn Du von der Lage total überfordert bist und nur noch "irgendwie" rum kommen möchtest. Das kann jedem mal passieren, beispielsweise nach 14 Stunden Fahrt...

    Was ich angesprochen hatte, das zusätzliche Schleifen lassen der Kupplung, würde ich Dir (erstmal) nicht empfehlen, und wenn Du das machst (so wie ich), müsste auch schon ein guter Grund vorliegen. Der liegt z.B. dann vor (das ist jetzt ein Spezialfall), wenn Du eine Kurve zwar mit erstem Gang und Hinterradbremse-Betätigung fahren könntest, aber das immernoch zu schnell wäre (aufgrund der Übersetzung des ersten Ganges) für das jeweilige Gelände und z.B. die mangelnde Bodenfreiheit. Vergiss das also (erstmal).

    Der Einsatz der Hinterradbremse, sofern Du das bis heute sowieso nicht gemacht hast, wird Dir nicht nur bei Haarnadelkurven eine Hilfe sein, sondern bei moderatem Einsatz in jeder Kurve Dein Moped stabilisieren.

  2. Registriert seit
    26.08.2007
    Beiträge
    45

    Standard

    #22
    So, eigentlich wurde ja bereits alles gesagt und Du kannst jetzt alle Möglichkeiten ausprobieren.... Natürlich muß es speziell für DICH passen, also hilft nur üben, üben, üben - und zwar bei JEDER Ausfahrt...

    Aber ums Zusammenzufassen und wie's mir beim ersten Mal auf der dicken 1200 GS und dann gleich durch engste Haarnädelchen geholfen hat:

    Tatsächlich Gas stehen lassen, Fuß auf Hinterradbremse, damit Geschwindigkeit regulieren, Kupplung schleifen lassen, Blick in Kurvenmitte (sonst wird die Kurve zu groß, wenn Du immer nach vorn guckst und Du landest auf engen Straßen auf der Gegenfahrbahn, teste das einfach mal!), ab Scheitelpunkt der Kurve langsam immer weniger Druck auf Hinterradbremse, gleichzeitig Kupplung kommen lassen, Gas geben und Blick von Kurvenmitte weg wieder WEIT nach vorn!

    Klingt kompliziert, geht aber nach 2-3 Versuchen eigentlich fast schon automatisch!

    Wird übrigens so auf ADAC-Trainings und bei BMW in Hechlingen auch so empfohlen, also - einfach sowas (öfters) mal mitmachen und nie wieder Angst (da gehen selbst Haarnadelkurven in der Kiesgrube!)

    Viel Glück!

  3. hans.juergen-HH.schaefer Gast

    Standard

    #23
    Zitat Zitat von SILBER-KUH Beitrag anzeigen
    ... und bei BMW in Hechlingen ...
    Bei BMW in Hechlingen lernt jeder das Fahren. Wer im Gelände fahren kann, kann das auf der Straße dann sowieso. Und in Hechlingen ist das ABS auch ausgeschaltet...

    In Hechlingen wird man zum GS-Fahrer. Davor besitzt man nur eine GS.

  4. Ela Gast

    Standard

    #24
    Zitat Zitat von SILBER-KUH Beitrag anzeigen

    Tatsächlich Gas stehen lassen, Fuß auf Hinterradbremse, damit Geschwindigkeit regulieren, Kupplung schleifen lassen, Blick in Kurvenmitte (sonst wird die Kurve zu groß, wenn Du immer nach vorn guckst und Du landest auf engen Straßen auf der Gegenfahrbahn, teste das einfach mal!), ab Scheitelpunkt der Kurve langsam immer weniger Druck auf Hinterradbremse, gleichzeitig Kupplung kommen lassen, Gas geben und Blick von Kurvenmitte weg wieder WEIT nach vorn!
    Danke für die Zusammenfassung !

    Achja, die Sicherheitstraining mach ich jedes Jahr, aber nicht beim ADAC sondern bei der Verkehrswacht in Vaihingen/Enz Im September mach ich den Grundkurs und im Oktober den Aufbaukurs mit Ausfahrt *freu*

  5. Nero8 Gast

    Standard

    #25
    Danke für die Zusammenfassung !
    Gerne...denn in einem reinen Frauenthread...hätte man(n) sich eh nicht getraut zu posten...

    Alles Gute Ela...wird scho !!

  6. Registriert seit
    28.04.2007
    Beiträge
    449

    Standard

    #26
    Wenn bei uns jemand mit solcher Kurvenangst dabei ist, dann wird er/sie aus der Gruppe herausgenommen und einige Stunden nur mit dem Tourguide allein durch die Gegend geführt. Immer dicht dranbleiben und darauf achten, was der Vorausfahrende macht:
    Aussen anfahren,
    Blickrichtung beachten,
    wann wird gebremst,
    wann wird beschleunigt,
    welche Linie in der Kurve...

    Das trainiert und macht fit. Danach geht es wieder in die Gruppe und meistens klappt es dann viel besser.

    Ich habe für mich festgestellt: Ich muss das Gelernte verinnerlichen und es wollen. Dann geht es nicht so schnell verloren. Wenn ich dann auch noch verstehe, warum es wichtig ist, dann macht es auch Spass es zu lernen und zu trainieren.

    Viel Erfolg beim Üben!!

  7. Geronimo Gast

    Standard

    #27
    Im Grunde fährt man sowas wie alle anderen Kurven d.h. so weit wie möglich aussen anfahren (damit ist nicht die andere Strassenseite gemeint), möglichst spät einlenken, bei solchen Kurven hinter dem Scheitelpunkt ganz innen sein !! und dann wieder beschleunigen. Dann passt das .
    Wichtig ist (wie immer) die Blickführung, nicht den Blick auf's Vorderrad sondern voraus ein gutes Stück voraus, das kann bedeuten das man in solchen engen Kurven den Kopf drehen muss. Merke dort wo man hinschaut, fährt man auch hin !..

    Ich glaube eher das die Probleme aber eher im Kopf bestehen. Ich habe das auch schon bei Anfängern erlebt, erzählt man ihnen von einer Strecke mit engen Haarnadelkurven verkrampfen sie, fährt man einfach durch klappt es meist deutlich besser.

    grüße,
    jürgen

  8. Registriert seit
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    10.648

    Standard

    #28
    Zitat Zitat von hans.juergen-HH.schaefer Beitrag anzeigen
    Wer im Gelände fahren kann, kann das auf der Straße dann sowieso.
    meistens

    Ela, versuch mal irgendwo auf freiem Wiesen oder Sandflächen Dich langsam an die Grenzen zu tasten.
    Dann merkst Du das es nich gleich sit-bums macht sonder ein Rutscher sich ankündigt. Wenn Du es dabei hinbekommst locker zu bleiben kommt der Spaß.
    Nach solchen Übungen fährt es sich viel lockerer und mit mehr Vertrauen auf der Straße

  9. Motoduo Gast

    Standard

    #29
    Hallo Ela,
    nach all den Fahrtips....mein vorschlag: Verlaß mal die Straße und meld Dich bei einem Trialtraining an. Bessere Übungen für den "Langsamfahrbereich" kann man nicht machen...


    Gruß Alex

  10. Registriert seit
    04.08.2006
    Beiträge
    199

    Standard

    #30
    Guten Morgen Ela,
    Lesestoff und Ratschläge hast du ja eigentlich schon zu genüge, um dich etwas aufzumuntern, gebe ich auch noch mal einen zum Besten.

    Ich - seinerzeit Führerscheinneuling.
    Mangels Kohle erstmal pausiert und 2 Jahre später, im Frühjahr Mopped gekauft (Transalp BJ-97) Im Sommer sollte es bereits mit nem Kumpel zusammen, in die Alpen gehen.

    Bei uns im Norden gibbet nicht ganz sooo viele Kurven, so dass meine Reifen bis dato eher eckig gefahren wurden. Schräglage gab max beim Abbiegen.
    Als wir aber nun im Zielgebiet (Reschenpass = A-CH-I) mit allen Pässen drumrum waren, wollte ich nach den ersten 2 Tagen die Kiste in die Ecke schmeißen - ich kam "zum Teufel" nochmal, nicht sauber durch die Kehren.
    Wie denn auch - die Disziplin Kurven fahren hatte ich noch nicht.

    Irgendwann ist mein Kumpel vorweg gefahren und ich habe versucht seiner Linie zu folgen - siehe da, geht doch !!! (dran bleiben)
    Wieder ohne Leithammel unterwegs war mein Fahrstil, wenn man davon überhaupt sprechen darf, eine einzige Katastophe

    So ging das den Urlaub durch. War er vor mir - lief es ganz gut. War er jedoch hinter mir oder einige Kehren weiter, so brach ich mir mal wieder einen ab, um durch die Kehren zu kommen.

    Wie froh war ich, als dieser Urlaub vorbei war - obwohl, "Blut geleckt" hatte ich schon.

    Ergo ging es 2 Jahre später wieder runter - diesmal mit Zelt und dem ganze Geraffel. Anfangs war es noch hakelig aber nach 2-3 Tagen hatte sich der Knoten gelöst und es war der genialste Urlaub überhaupt "Route Grand de Alpes", Gardasee und Dreiländer-Eck.

    Was ich damit sagen will ist - laß dir Zeit, stell keine Rundenrekorde auf, genieße die Landschaft, schalte einfach ab, werde locker und eins mit der Maschine - genieße das Fahren an sich.

    Wenn du dann noch die zuvor angesprochenen Dinge wie Blickführung, strecken der Maschien durch mäßiges Einsetzen der Hinterradbremse in engen Kurven und richtiges Anfahren enger Kehren ein wenig beachtest, dann wirst früher oder später wie von "Geisterhand" durch sie durch geführt werden.

    Einen letzten Tip habe ich allerdings noch...
    Alle Schalt-, Brems- und sonstige Vorgänge, die Unruhe in die Maschine bringen, sollten abgeschlossen sein, bevor du in die Kurve/Kehre einlenkst. Bis du den Ausgang der Kuve/Kehre sehen kannst bleibst du so weit wie möglich außen (in engen Kehren ohne Gegenverkehr nehme ich dazu auch gelegentlich die Gegenspur). Erst wenn du den Kehren-/Kurvenausgang sehen kannst, ziehst du in die Kurve rein und gibst kontrolliert wieder Gas.


    Als dann, ich wünsche dir viel Spaß beim Üben, Üben und nochmals Üben.
    ...und nix auf Krampf machen - das wird dann nix !!!

    Gruß Thorsten


 
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