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Angststreifen

Erstellt von Lisbeth, 09.03.2009, 20:33 Uhr · 70 Antworten · 7.339 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Es hängt auch mit den verschiedenen Reifen zusammen, jeder Hersteller hat eine leicht andere Form und somit sind immer etwas andere Streifen zu sehen oder auch keine.

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    #32
    Zitat Zitat von GS Racer Beitrag anzeigen
    Es hängt auch mit den verschiedenen Reifen zusammen, jeder Hersteller hat eine leicht andere Form und somit sind immer etwas andere Streifen zu sehen oder auch keine.
    Das ist auch meine Erfahrung. Direkter Vergleich zwischen Anakee (kleiner Angststreifen) und BattleWing (Null Angststreifen ).
    Da ich seit 30 Jahren Moped fahre, gehe ich nicht davon aus, dass sich meine Fahrtechnik und mein FAhrvermögen innerhalb eines Jahres so stark verändert/verbessert hat. Von daher muss hier die Reifenform die Ursache sein.

    Ein bisschen Angststreifen finde ich ganz beruhigend, weil ich damit weiß, dass der Reifen noch Reserven hat und ich mich bei Bedarf noch weiter in die Kurve legen kann.

    Viele Grüße ... Will

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    #33
    Zitat Zitat von CyberWill Beitrag anzeigen
    ....

    Ein bisschen Angststreifen finde ich ganz beruhigend, weil ich damit weiß, dass der Reifen noch Reserven hat ...
    wenn der reifen keinen streifen mehr hat, bedeutet das aber nicht, dass man am limit des reifens war. ab jetzt verformt er sich nur stärker und die auflagefläche wird etwas kleiner.



    Zitat Zitat von CyberWill Beitrag anzeigen
    .... und ich mich bei Bedarf noch weiter in die Kurve legen kann.
    ...
    erfahrungsgemäß ist es so, dass du dich zwar theoretisch noch weiter in die kurve legen könntest, aber dies in einer engen situation nicht umsetzen kannst, ohne es vorher geübt zu haben.
    warum sonst werden viele motorradfahrer aus der kurve getragen, obwohl das motorrad noch schräger könnte ... ??

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    #34
    Zitat Zitat von Larsi99 Beitrag anzeigen
    wenn der reifen keinen streifen mehr hat, bedeutet das aber nicht, dass man am limit des reifens war. ab jetzt verformt er sich nur stärker und die auflagefläche wird etwas kleiner.
    Doch, dieses Limit ist dann beim BW sehr schnell erreicht (Eigene Erfahrung). Er schmiert dann plötzlich weg. Wenn du die Reifenform des BW vor Augen hast, kannst du das auch in den Theorie gut nachvollziehen.


    erfahrungsgemäß ist es so, dass du dich zwar theoretisch noch weiter in die kurve legen könntest, aber dies in einer engen situation nicht umsetzen kannst, ohne es vorher geübt zu haben.
    warum sonst werden viele motorradfahrer aus der kurve getragen, obwohl das motorrad noch schräger könnte ... ??
    Mit dem Üben gebe ich dir Recht. Viele Motorradfahrer denken aber das Moped sei schon am Limit, nur weil sich die obere Hälfte des Motorrades so fühlt..
    Da kann die Erkenntnis zu mindest nicht schaden, dass dem nicht so ist

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    #35
    Also ich finde Angststreifen richtig gut. Zeugt von einem festen Charakter. Mir fällt das soooo schwer, ich muss einfach die ganze Fläche
    vom Pneu nutzen, hab sie ja schließlich auch ganz bezahlt. Hab ich
    zwar nix mehr zum sparen für schlechte Zeiten..............tja, bin halt charakterschwach.

    Grüße vom Quhpilot (der den BW einfach nicht zum Rutschen bringt)

  6. Registriert seit
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    Standard Interessante Frage !

    #36
    Tach !

    Die Frage ist garnicht so leicht zu beantworten. Die generelle Meinung, der schwerere Fahrer benötige generell mehr Schräglage, halte ich so nur dann für richtig, wenn man alle übrigen Parameter wie in der Wissenschaft "ceteribus paribus" setzt - gleiches Motorrad, gleiche Bereifung, gleicher Fahrstil - im Prinzip: 2x der gleiche Fahrer, nur einmal ohne, einmal mit 2 Taucher-Bleigürteln, des Experimentes wegen ...

    Ich meine auch nicht, daß der Schräglagenverbrauch so eminent höher ist, weil nämlich das höhere Gewicht des Fahrers auch zu einer Höherlegung des Fahrzeugschwerpunktes führt. Auf den einfachen Punkt gebracht: der schwerere Fahrer, der sich, wie es sich g'hört, mit der Schwerpunkt-Reifenaufstandsflächenmittelpunktverbindungslinie (uff, was für ein Wort, aber mir ist "Hochachse" gerade nicht eingefallen) nach innen lehnt, setzt nämlich der Zentrifugalkraft eine höhere Gegenkraft - nämlich sein eigenes Gewicht - entgegen, als der leichtere Fahrer.

    Nicht umsonst nenne ich meinen persönlichen Fahrstil "wamping off" - wenn man die Wampe nur ein wenig aus der Hochachse in die Kurve hineinschwabbeln lässt, geht es wesentlich leichter ! (Um Mißverständnissen vorzubeugen: einen Bauchschleifer am Kombi brauche ich bei meinem derzeitigen Geschwindigkeitsniveau noch nicht. )

    Zur Angstrille im allgemeinen habe ich eine gemässigte hardcore-Haltung: allzuviele mm sollten es, wenn man etwas Fahrpraxis hat, sich auf einer neuen Maschine oder neuen Reifen eingefahren hat, und ein, zwei Wochen nach Saisonbeginn wirklich nicht mehr sein - weil man nämlich ansonsten wirklich das Schräglagenpotential der Maschine nicht kennt und auch nicht ausnutzen kann. Dazu sollte man sich auch vor Augen halten, daß der Mittelpunkt der Aufstandsfläche des Reifens ja nicht am Rande der Lauffläche ist, sondern viel weiter zur Reifenmitte hin.

    So universell will ich das nicht unbedingt behaupten - es gibt zuviele verschiedene Reifen und zuviele verschiedene Mopeds, die ich noch nicht kenne und auch nie kennenlernen werde.

    Gruß

    Kroni

  7. Lisbeth Gast

    Standard

    #37
    Zitat Zitat von Kroni Beitrag anzeigen
    Tach !

    Die Frage ist garnicht so leicht zu beantworten. Die generelle Meinung, der schwerere Fahrer benötige generell mehr Schräglage, halte ich so nur dann für richtig, wenn man alle übrigen Parameter wie in der Wissenschaft "ceteribus paribus" setzt - gleiches Motorrad, gleiche Bereifung, gleicher Fahrstil - im Prinzip: 2x der gleiche Fahrer, nur einmal ohne, einmal mit 2 Taucher-Bleigürteln, des Experimentes wegen ...

    Ich meine auch nicht, daß der Schräglagenverbrauch so eminent höher ist, weil nämlich das höhere Gewicht des Fahrers auch zu einer Höherlegung des Fahrzeugschwerpunktes führt. Auf den einfachen Punkt gebracht: der schwerere Fahrer, der sich, wie es sich g'hört, mit der Schwerpunkt-Reifenaufstandsflächenmittelpunktverbindungslinie (uff, was für ein Wort, aber mir ist "Hochachse" gerade nicht eingefallen) nach innen lehnt, setzt nämlich der Zentrifugalkraft eine höhere Gegenkraft - nämlich sein eigenes Gewicht - entgegen, als der leichtere Fahrer.

    Nicht umsonst nenne ich meinen persönlichen Fahrstil "wamping off" - wenn man die Wampe nur ein wenig aus der Hochachse in die Kurve hineinschwabbeln lässt, geht es wesentlich leichter ! (Um Mißverständnissen vorzubeugen: einen Bauchschleifer am Kombi brauche ich bei meinem derzeitigen Geschwindigkeitsniveau noch nicht. )

    Zur Angstrille im allgemeinen habe ich eine gemässigte hardcore-Haltung: allzuviele mm sollten es, wenn man etwas Fahrpraxis hat, sich auf einer neuen Maschine oder neuen Reifen eingefahren hat, und ein, zwei Wochen nach Saisonbeginn wirklich nicht mehr sein - weil man nämlich ansonsten wirklich das Schräglagenpotential der Maschine nicht kennt und auch nicht ausnutzen kann. Dazu sollte man sich auch vor Augen halten, daß der Mittelpunkt der Aufstandsfläche des Reifens ja nicht am Rande der Lauffläche ist, sondern viel weiter zur Reifenmitte hin.

    So universell will ich das nicht unbedingt behaupten - es gibt zuviele verschiedene Reifen und zuviele verschiedene Mopeds, die ich noch nicht kenne und auch nie kennenlernen werde.

    Gruß

    Kroni
    hey klasse, danke kroni, du hast auf meine frage geantwortet. deine erläuterungen finde ich interessant. es geht ja auch wirklich nur um die theorie und "ansonsten alle bedingungen gleich" war so auch von mir gedacht. und auch danke, dass du mir kein foto deines hinterreifens geschickt hast, auf dem die nicht vorhandene angstrille eindeutig zu sehen war. mach ich hier jetzt den oder den hin?

  8. Registriert seit
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    #38
    Angststreifen am Anakee gibts nur vorne. Aber der Hinterreifen fängt erst an zu rutschen wenn er sehr heiß ist und zwischen Rasten und Asphalt nur noch die berühmte Zeitung passt. Der Grenzbereich teilt sich aber recht deutlich mit und selbst ein rutschendes Hinterrad bringt die GS nicht sehr aus der Ruhe.

  9. Registriert seit
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    #39
    Theorie hin und her, alle Motorradfahrer die (wesentlich) mehr wiegen wie ich haben weniger sogenannte Angststreifen, ohne Ausnahme.

  10. Registriert seit
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    #40
    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Theorie hin und her, alle Motorradfahrer die (wesentlich) mehr wiegen wie ich haben weniger sogenannte Angststreifen, ohne Ausnahme.
    Morjin !

    Ich habe nie Gewicht und Angststreifen miteinander verglichen - und um ganz ehrlich zu sein: eine regelrechte Beobachtung einer repräsentativen Anzahl von Fahrern und Fahrzeugen wird es ja wohl nicht sein, lieber Namensvetter, sondern höchstwahrscheinlich ist es nur eine relativ kleine Gruppe mehr oder weniger Bekannter - oder ?

    Aber egal - nehmen wir mal an, diese Beobachtung sei wirklich repräsentativ:

    Auch dafür kann es eine Reihe von Gründen geben, die mit dem reinen Gewicht an sich relativ wenig zu tun haben.

    Als erster Faktor kommt gerade bei der GS der Fahrstil zum tragen: wer nämlich das Schnabeltier nur in die Kurve drückt, also aufrecht sitzen bleibt, muß fahrphysikalisch gesehen weitaus mehr Schräglage in Anspruch nehmen, als derjenige, der sich legt oder sogar Gewicht nach innen bringt.

    Nun kann man vermuten, daß schwerer auch "träger" heißt - dh die schweren Fahrer neigen zu einer statischen Haltung auf dem Bock, die leichteren tun sich leichter damit, ihr Gewicht zu verlagern.

    Wer dynamisch fährt - also sein Gewicht ab einem gewissen Tempo nach innen verlagert - benötigt weniger Schräglage, als der gleichschnelle statisch Fahrende.

    Das führt zu der Folge, daß derjenige, der eigentlich besser - und meist auch schneller - fährt, eine größere "Angstrille" haben kann, als derjenige, der langsamer - und meist auch schlechter - fährt. Erst dann, wenn der dynamischere Fahrer seine Geschwindigkeit nochmals nicht unerheblich erhöht, braucht er wieder mehr Schräglage, und gleicht sich dann "Angstrillenmässig" dem langsameren "Statiker" wieder an.

    Und dann gibt es noch so eine Kleinigkeit: wer schwerer ist, als der von BMW-Motorrad und den Reifenhändlern vorausgesetzte Durchschnittsnormalfahrer, sollte u.U. das Federbein hinten etwas straffer haben, und auch der Luftdruck der Bereifung darf u.U. ein 1/10 bar höher sein.

    Es gibt etliche, die diese Anpassung jedoch nicht vornehmen, sondern stur nach Werksangabe bzw. Händlerangabe fahren. Bei denen wird der Pneu natürlich stärker eingedrückt, der Latsch vergrößert. Das führt zwar zunächst einmal zu größerer Haftung, aber auch zu geringerer Stabilität des Reifenquerschnitts - es wird "schwabbelig", wenn auch nur ein winziges bischen. Aber solche winzigen bischen können ganz schön was ausmachen ... Jedenfalls kommt ein Reifen mit Druckdefizit eher an seine Kante, als einer mit korrektem Druck oder gar "Überdruck". Meine ich jedenfalls mal.

    Last not least: wer eine fette Angstrille hat, und sie redlich loswerden will, ohne schneller zu fahren, der braucht sich nur ein ausgelutschtes Fahrwerk zu besorgen - bei einer fetten Angstrille kommts ja auch nicht so drauf an. Der Effekt ist zunächst, daß die Fuhre ca. 1 Handbreit einsinkt, der Schwerpunkt also niedriger ist, und man mehr Schräglage braucht, weil das luschige Fahrwerk auch in der Kurve weiter einsinkt ... naja ... so gut ist der Tip vielleicht doch nicht, weil dann muß der oder die Ärmste möglicherweise das Moped um die Kurve tragen !

    Was ich sagen will: je luschiger das Fahrwerk, um so eher kommt man auf die Kante - ein knackiges Fahrwerk kommt dagegen mit mehr Schräglagenfreiheit aus. Und das ist eben auch eine Einstellungssache: je kompfortabeler man das Fahrwerk einstellt, um so eher hat man diesen Effekt - je knackiger man es einstellt, um so weniger Schräglage braucht man.

    Bei der K 1100 RS hatte ich so einen schön von Kante zu Kante gefahrenen Reifen - und ein bankrottes Fahrwerk. Das Fahrwerk ist im Sommer 2008 renoviert worden, und auf einmal war der "Angststreifen" wieder da, obschon ich jetzt auf Wilbersware wesentlich flotter unterwegs bin.

    Fazit: Es gibt viele Faktoren, die die Ausnutzung der Schräglagenfreiheit bestimmen - was ich oben mit "ceteribus paribus" meinte. Deswegen ist - entgegen der landläufigen Meinung, ein von Kante zu Kante gefahrener Reifen zumindest beim Schnabeltier nicht notwendig ein untrügliches Qualitätsmerkmal für den Fahrer.

    Gruß

    Kroni


 
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