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Angststreifen

Erstellt von Lisbeth, 09.03.2009, 20:33 Uhr · 70 Antworten · 7.364 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #61
    @ Markus

    Der Spargel ist nur schneller als der ........, wenn er sich weit in die Kurve hineinlegt - hanging off fährt, und der ........ in der Fahrzeughochachse statisch sitzen bleibt. Geschwindigkeitsvorteile des Spargels durch das niedrigere Fahrzeuggesamtgewicht hier mal ausser Ansatz. Bewegt sich der ........ genauso dynamisch wie der Spargel, ist der ........ wieder leicht im Vorteil, weil er mehr Gewicht zur Fahrzeuginnenseite verlagern kann. Um denselben Effekt der Schräglagenersparnis zu erzielen, muß sich der Spargel weiter in die Kurve hineinlegen, als der .........

    Das ist alles garnicht so einfach !

    Achja - und auf einen rundum von Kante zu Kante eingefahrenen GS-Schlappen braucht sich nun wirklich kaum jemand etwas einzubilden. Weil nämlich dieses schöne Reifenbild verhältnismässig leicht dadurch zu erreichen ist, daß man nur drückt, anstatt sich in die Kurve zu legen. Das geht bis zu einem für mich zunächst verblüffend hohen Geschwindigkeitsniveau - darüber hinaus ist dann aber wieder pino, und man muß sich legen, auch leicht in die Kurve hinein. Ansonsten kommen die Zylinderköpfe dem Asphalt doch bedenklich nahe.
    Mir fällt das nicht so schwer - ich bin das von der RS her gewohnt. Die Segelstange der GS ist dabei allerdings von Nachteil, vor allem in Linkskurven - der rechte Arm wird enorm weit gestreckt, die Gashand verliert an Feinfühligkeit. Da ist der Stummellenker klar im Vorteil - da bleiben beide Lenkerenden auch beim hanging off leicht erreichbar.

    Gruß von

    Kroni - für den Motorradffahren stets auch eine intellektuelle Herausforderung darstellt.

  2. Registriert seit
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    #62
    Zitat Zitat von Kroni Beitrag anzeigen
    Achja - und auf einen rundum von Kante zu Kante eingefahrenen GS-Schlappen braucht sich nun wirklich kaum jemand etwas einzubilden. Weil nämlich dieses schöne Reifenbild verhältnismässig leicht dadurch zu erreichen ist, daß man nur drückt, anstatt sich in die Kurve zu legen. Das geht bis zu einem für mich zunächst verblüffend hohen Geschwindigkeitsniveau - darüber hinaus ist dann aber wieder pino, und man muß sich legen, auch leicht in die Kurve hinein. Ansonsten kommen die Zylinderköpfe dem Asphalt doch bedenklich nahe.
    derjenige aber, der das Mopped drückt, fährt in diesem Moment die größere Schräglage und darum ging es doch eigentlich ursprünglich, oder? Oder geht es um erreichbare Kurvengeschwindigkeiten?

    Mancher fährt ja weniger Schräglage als es eigentlich möglich wäre und es verbleibt ein chicken strip am Reifen. Ein anderer traut sich viel Schräglage und wie das erreicht wird (Drücken, aufrecht, hanging off) ist doch egal, wenn man mal aussen vorlässt, dass man mit der einen oder der anderen Technik schneller durch die Kurven kommt

  3. Registriert seit
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    Standard @ Schlonz

    #63
    Morjin !

    Wer drückt, bringt das Moped in eine größere Schräglage - wem es darum geht, dem gönne ich sein Vergnügen damit von Herzen. Der Fahrer indessen bleibt fast aufrecht sitzen - das hat immerhin den Vorteil der besseren Übersicht, der nicht zu unterschätzen ist, gerade im engen Geläuf.

    Wer "legt" oder sich gar in die Kurve hineinlegt, bringt das Gesamtsystem aus Motorrad und Fahrer in größere Schräglage - wenn auch das Moped in Relation zur Geschwindigkeit eine deutlich geringere Schräglage einnimmt, als beim Drücken. Er fährt schneller um die Kurve, hat eine eingeschränkte Sicht, die nur zur Kurveninnenseite albwegs gut ist. Das reicht natürlich im weiteren Geläuf aus. Und - und das ist für mich der entscheidende Punkt - er hat größere Reserven, kann, wenn es darauf ankommt, weiter "zu machen", während der "Drücker" am Ende der Fahnenstange ist, und aufsetzt.

    Gruß

    Kroni

  4. Registriert seit
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    #64
    ich variiere da übrigens sehr gerne je nach Verlauf der Strecke. Enge Kurven drücke ich gern, weitere fahre ich aufrecht oder gern auch mal mit Knie am Boden. Nicht weil es wichtig wäre, aber weil es Spaß macht. Wobei das Knie als Auflagepunkt nicht unterschätzt werden sollte

  5. q55
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    #65
    Zitat Zitat von Schlonz Beitrag anzeigen
    ich variiere da übrigens sehr gerne je nach Verlauf der Strecke. Enge Kurven drücke ich gern, weitere fahre ich aufrecht oder gern auch mal mit Knie am Boden. Nicht weil es wichtig wäre, aber weil es Spaß macht. Wobei das Knie als Auflagepunkt nicht unterschätzt werden sollte
    stimmt
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken kopie-von-bearbeitung-gs-1200.jpg  

  6. Registriert seit
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    Standard @ Schlonz

    #66
    Mein Knie war noch nie am Boden - es ging bislang auch so, und ich denke, es wird auch eine Zeitlang so weitergehen.

    Ob man drückt, legt oder hanging-off fährt (und wie weit man sich hinaus- bzw. hineinhängt), oder fahren sollte, hängt immer von den Umständen ab, eine generelle Regel kann man dafür wohl kaum austellen. Alle Stile haben technisch wie emotional ihre Vorzüge und Nachteile.

    Als den größten Nachteil des hanging-off empfinde ich die relativ lange Zeit, die man zur Vorbereitung benötigt - wenn man nicht beständig in "Kampfhaltung" fährt. Das ist unter Landstrassenbedingungen nur über relativ kurze Strecken wirklich durchzuhalten. Hinzu kommt eine recht hohe physische Beanspruchung - das ist nix für einen langen Ritt. Ausserdem muß hanging-off recht sorgfältig erlernt werden. Legen geht einfacher und zum drücken lädt die Segelstange gerade des Schnabeltiers regelrecht ein.

    Ich halte es nur wichtig, daß man alle Stile wenigstens grundsätzlich beherrscht, um sie im Fall der Fälle parat zu haben. Wer sich mit hanging-off nie beschäftigt hat, hat viel zu große Hemmungen, sich im Ernstfall in eine kritischen Lage in der Kurve auch noch in die Kurve hineinzulegen, was oftmals jedoch eine Methode ist, um aus einer kritischen Lage sauber herauszukommen. Man muß ja nicht gleich den Arsch neben dem Sattel und das Knie am Boden haben. Sehr häufig reicht das Ausklappen des Innenknies und/oder ein leichtes Hineinlehnen des Oberkörpers in die Kurve völlig aus.

    Ich denke, wir verstehen uns insoweit.

    Gruß

    Kroni

  7. Lisbeth Gast

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    #67
    Klasse meine Herren. Ich dachte zu Beginn ja schon, dass mein Gedanke im leeren Raum verpuffen wird, aber die letzten Seiten waren sehr interessant. Vielen Dank, genau sowas wollte ich erfahren und lesen.
    Wenn mir das nächste Mal wieder was einfällt, werde ich mich vertrauensvoll an euch wenden.

  8. Nero8 Gast

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    #68
    Zitat Zitat von Lisbeth Beitrag anzeigen
    bei gleicher schräglage fährt der schwerere fahrer seinen hinterreifen weiter nach außen ab, d.h. ein leichterer fahrer muss sich mehr in die kurven legen, wenn er den reifen genausoweit nach außen be/abnutzen will.
    Ich habe nach ca. 17 Jahren freiwillig 30kg abgenommen um wieder Der zu werden welcher ich einmal war . Aber durch meine Gewichtsabnahme ist mir subjektiv aufgefallen daß ich meine rote Göttin viel mehr mit meinem Körper in Kurven drücken muß im Vergleich zu vorher. Vorher war es so daß ich samt meiner Kiste am Scheitelpunkt der Kurve eher wie ein naßer Sack umgeknickt bin...dies war nur durch einen beherzten Gasstoß auszugleichen...und es ist abartig miterleben zu dürfen, wie einen 30kg mehr Masse am Kurvenende nach Außen treiben. Zwangsläufig auch mehr Schräglage da ich die Kiste ja drücken muß um noch um die Ecke zu kommen...Ja ich oute mich hier mit...ich bin seit her mit weniger Schräglage unterwegs. Und spektakuläre Bildchen von GS Boxermotorrädern die mit ihren ...... über den Asphalt kratzen haben bezüglich der Kurvengeschwindigkeit meiner Meinung nach überhaupt keine Aussagekraft...frei nach dem Motto: Ein Schiff wird kommen

  9. Registriert seit
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    #69
    Zitat Zitat von Nero8 Beitrag anzeigen
    Ich habe nach ca. 17 Jahren freiwillig 30kg abgenommen um wieder Der zu werden welcher ich einmal war . Aber durch meine Gewichtsabnahme ist mir subjektiv aufgefallen daß ich meine rote Göttin viel mehr mit meinem Körper in Kurven drücken muß im Vergleich zu vorher. Vorher war es so daß ich samt meiner Kiste am Scheitelpunkt der Kurve eher wie ein naßer Sack umgeknickt bin...dies war nur durch einen beherzten Gasstoß auszugleichen...und es ist abartig miterleben zu dürfen, wie einen 30kg mehr Masse am Kurvenende nach Außen treiben. Zwangsläufig auch mehr Schräglage da ich die Kiste ja drücken muß um noch um die Ecke zu kommen...Ja ich oute mich hier mit...ich bin seit her mit weniger Schräglage unterwegs. Und spektakuläre Bildchen von GS Boxermotorrädern die mit ihren ...... über den Asphalt kratzen haben bezüglich der Kurvengeschwindigkeit meiner Meinung nach überhaupt keine Aussagekraft...frei nach dem Motto: Ein Schiff wird kommen
    Das Phänomen kenne ich auch. ichhabe zwar keien 30 kg abgenommen, aber wenn ich mit den hiesigen Männern und deren 1200 GSen unterwegs bin, sind wir gleichschnell durch die Kurve, aber mein Reifen ist nicht so weit abgefahren, die die der Herren

  10. Registriert seit
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    #70
    Das Schräglage und Kurvengeschwindigkeit nichts miteinander zu tun haben kann ich so nicht stehen lassen. Wer nicht schräg genug ist für sein Tempo der fliegt aus der Bahn. Und je schräger das Moped und der Fahrer um so schnelle geht die Kurve. Hier lässt sich die Pysik nicht betrügen.
    Wie sich verschiedene Reifen- und Felgenbreiten auf die benutzte Fläche des Reifens auswirken ist ein ganz anderes Thema!
    Ja sogar bei gleichen Reifen auf verschiedenen Felgenbreiten ist ein Unterschied beim verhältniss Schräglage zu Kurvebgeschwindigkeit zu erfahren, da sich der Radius des Lauffflächenquerschnitts verändert.


 
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