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Anwohner greift Biker an - brennende Holzfackeln im Odenwald

Erstellt von Airdinger, 30.07.2012, 16:35 Uhr · 101 Antworten · 11.374 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard Anwohner greift Biker an - brennende Holzfackeln im Odenwald

    #1
    Gefunden im cbr1000rr Fireblade Forum: Gefahrenstelle im Odenwald

    Dass so mancher Anwohner von typischen Ausfahrtstrecken durch Fahrer offener Krawalltüten genervt wird, das ist (zumeist denen, die ohne offene Krawalltüten fahren) schon klar.

    Dass ein Anwohner aber so wie in obigem Forum berichtet explodiert (Anwohner bewirft Motorradfahrer mit brennender Holzfackel und bedroht sie mit gespitzter Holzlatte), und dass das Verhältnis zwischen Streckenanwohnern und Motorradfahrern langsam eskaliert (einige schlugen vor umgekehrt den Anwohner platt zu machen), das ist schon erschreckend.
    Statt einem hinterlistigen, feigen Ölattentat ist dieser "Genervte" zwar immerhin in die direkte Konfrontation gegangen - aber Krawalltütenfahrer trifft man zwischen anderen Bikern genauso wenig, wie man anonyme Steinewerfer in einer friedlichen Demonstantenmenge isoliert, indem man seinerseits alle Demonstranten angreift oder generell Demonstrationen verbietet.

    Das Verhalten des o.g. Anwohners ist zwar durch nichts zu rechtfertigen - aber irgendwie scheint es recht einfach gestrickte Menschen zu geben, die sich nicht anders zu wehren wissen.

    So sehr ich guten Sound liebe, das wird neben Konsequenzen für den ausgeflippten Anwohner auch Konsequenzen in Form von noch mehr Kontrollen gegen Motorradfahrer haben... und die Ursache sind ein paar wenige, die keine Rennstrecke für ihr Hobby finden können wollen...

    Was tun? *grübel*
    Mehr Rennstrecken bauen und für den Publikumsverkehr öffnen, oder gar Landstrassen zu Rennstrecken umwidmen, damit Biker ihrem Hobby frönen können?

  2. Registriert seit
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    Standard

    #2
    Da war vor ein zwei Jahren schon mal am Fernsehen ein Beitrag zu sehen, in dem genervte Anwohner zu Wort kamen und auch die Polizei. Daher sind gewisse Strecken an Wochenenden auch gesperrt worden.

    Ich kann für die Anwohner Verständnis aufbringen, wer hat am Wochenende schon gerne von morgens acht bis abends spät Krach und Lärm. Einige Anwohner gehen daher an Wochenenden weg, weil einigermassen ruhiges Entspannen auf dem Balkon oder Gartensitzplatz in den Sommermonaten unmöglich sind.

    Schon da war die Stimmung vor Allem gegen die Krawallbrüder aufgeheizt, dass der Odenwald oder zumindest die Einflugschneisen zum Pulverfass werden, war vorauszusehen.

    Das Vorgehen des Anwohners ist jedoch bei allem Verständnis kriminell und gemeingefährlich und da wäre mir die Polizei auf den Platz gekommen.

    Und, es gibt auch laute Autos, erlebe ich ab und an bei mir zuhause auch. Ich kann deswegen auch nicht jedem hinterher schiessen oder Sachen nachschmeissen.

  3. Registriert seit
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    Standard

    #3
    Was dagegen hilft? Weiss nicht wie man solche Anwohner erziehen kann...

    Ansonsten: ich meide einfach diese Strecken und fahr auf den Nebenstrecken, hat den Vorteil dass da auch nicht kontrolliert wird, wenigstens nicht bei uns in der fränkischen Schweiz. Die habe schon genug damit zu tun auf den Hauptrouten am WE.

    btw. die Problematik, wenn wo eine besteht, immer den wenigen mit den lauten Tüten in die Schuhe zu schieben, ist zu einfach. Die jenigen, welche dort in ihren Augen ein Problem haben, die hätten das auch mit Elektromoppeds.

  4. Registriert seit
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    #4
    Hallo,

    ich bin dieser Jahr am 01.05. bei schönem Wetter in Mittersil in Tirol an einem See gesessen, wir haben Brotzeit gemacht um ca. 15:00 - 15:40 Uhr.

    Von dem Ort geht nach Norden eine Passstraße mit längeren Geraden und zügig zu durchfahrenden Kehren weg (Pass-Thurn-Straße):

    http://maps.google.de/maps?q=mitters...sterreich&z=16

    Ich kann nun die Anwohner verstehen, die sagen, dass die Krachtüten an den Motorrädern unerträglich nerven, es hat sogar uns genervt. Sicherlich haben wir uns die Brotzeit nicht verderben lassen, aber dort wohnen möchte ich nicht, und ich würde mich nicht als geräuschempfindlichen Menschen ansehen.

    Letztens fuhr bei uns im Ort auch einer mit einem abartig lauten Auspuff vorbei, worauf hin ich zu meinem Spezl sagt, schau, wegen dem Arsch steht unser Hobby unter einem schlechten Licht da.

  5. Registriert seit
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    #5
    @Christian, Kann ich so nicht unterschreiben.

    Ich habe mich in Kailbach schon mit Anwohnern unterhalten, die hatten gegen meine damalige R1100RT nichts einzuwenden.

    Aber es geht nicht nur um Lärm, es geht auch um die, welche mit massiv übersetzter Geschwindigkeit durch die Orte fahren, sich weder um Sicherheitslinien noch sonstige Verkehrsregeln scheren.

    Und im Odenwald gibt es nicht so viele Nebenstrecken wie im Schwarzwald oder Franken. Da kommt der Hauptharst vom Neckar bei Eberbach oder von Norden Miltenberg Richtung Amorbach. Das Sensbachtal ist an WE gesperrt, ebenso der Krähberg zwischen Schöllenbach und Hetzbach.

    Aber diese Probleme haben alle Regionen, die bei Motorradfahrern beliebt sind. Bei Euch ist es die Gegend um die Kathi, im Pfälzer Wald das Johanniskreuz oder in Oberbayern das Sudelfeld. Bei mir in der Nähe der Schwarzwald und die Schweizer Pässe, wo die Polizei jedoch rigoros gegen die schwarzen Schafe vorgeht und nicht einfach die Strecken sperrt und somit auch die bestraft, die sich anständig und korrekt verhalten.

    Und die, die meinen, Motorradfahren sei die grosse Freiheit auf zwei Rädern und sich als Outlaws fühlen, sollten eigentlich bemerkt haben, dass diese Zeit längst vorbei ist.

  6. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #6
    Zitat Zitat von Batzen Beitrag anzeigen
    Was dagegen hilft? Weiss nicht wie man solche Anwohner erziehen kann...

    Ansonsten: ich meide einfach diese Strecken und fahr auf den Nebenstrecken, hat den Vorteil dass da auch nicht kontrolliert wird
    Ober-Hainbrunn ist eine Nebenstrecke. Leider eine, bei der manch einer auch mal die Sau rauslassen kann. Gerade deswegen ist der gute Herr aller Voraussicht nach ja auch renitent geworden. Da haben vermutlich zwei die Säue rausglassen.

    Aber Ober-Hainbach kann überall sein. Ich bin des öfteren dort unterwegs, sogar noch auf noch viel kleineren Sträßchen. Etwas vergleichbares hatte ich bislang allerdings nicht erlebt.

    Aus dem Vorfall hätte ich kein riesen Faß aufgemacht.
    Eine Anzeige und gut wär's gewesen. Zeugen wird es ja wohl genug gegeben haben.

    Da ist wohl nicht nur der Lattenschwinger der Hitzkopf.

    Gruß Thomas

  7. Registriert seit
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    Standard

    #7
    Zitat Zitat von Batzen Beitrag anzeigen
    btw. die Problematik, wenn wo eine besteht, immer den wenigen mit den lauten Tüten in die Schuhe zu schieben, ist zu einfach. Die jenigen, welche dort in ihren Augen ein Problem haben, die hätten das auch mit Elektromoppeds.
    Klar, laute Tüten sind bestimmt nicht die einzige Ursache, weswegen Anwohner beliebter Motorradstrecken Allergien entwickeln, da spielen meiner Meinung nach schon noch mehr Faktoren mit:
    * es gibt bestimmt auch "angeborene" Allergien gegen Motorräder ganz allgemein,
    * dann bestimmt auch der Neidfaktor (andere haben Spaß am Leben und derjenige nicht),
    * die "Zu-Schnell-Fahrer", welche für Anwohner ein Sicherheitsrisiko darstellen (Angst um das Leben eigener Kinder, etc.),
    * die Anzahl der Motorräder pro Tag/Stunde/Minute (5x pro Tag vs. mehr als 80 pro Stunde an beliebten Strecken),
    * die echten Krawallmacher setzen dem dann die Krone auf und helfen schon auch mit, das Faß zum Überlaufen zu bringen,
    * "Zündfunke" und/oder Opfer kann aber letztendlich jeder werden und es ist nie ein Einzelner der die Schuld trägt, es ist die Summe aus allem.

    Stellt sich nur die Frage, ob man die "Summe aus allem" so weit reduzieren könnte, dass Streckensperrungen zum Schutz der Anwohner nicht notwendig werden oder gar zurückgenommen werden könnten?

    - Zufahrt nur für krawallfreie Bikes (mit Eingangslärmkontrolle)?
    - Zufahrtsbegrenzung auf max. N Bikes pro Stunde (mit Warteschlange an der Zählstation, käufliche Priorität gegen Gebühr)?
    + Lärmabgabe an die Anwohner (Schmerzensgeld) per Streckenmaut (für legal zu laute Bikes, Entgelt in x€/dB zu laut)?
    + geregelte Anzahl motorradfreier Wochenenden pro Jahr für die Anwohner?

    Mag jetzt verrückt klingen und sicherlich nicht überall umsetzbar sein, aber es müßte doch Kompromißmöglichkeiten geben, mit denen beide Seiten (Anwohner und Biker) einigermassen leben können... braucht halt kreative Vorschläge abseits ausgetretener Pfade. Mir sind jetzt im wesentlichen nur monetäre Regelungen eingefallen, gibt aber bestimmt auch andere...

  8. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #8
    Viel zu kompliziert und praktisch nicht umsetzbar.

    Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h und jedes WE Kontrolle. Es gibt Strecken, z. B. das Mossautal, dort sind nur 50 km/h erlaubt. Und dort wird gelegentlich auch geblitzt. Oder die Strecke von Böllstein nach Brensbach 70 km/h. Eine absolute Nebenstrecke mit gelegentlichen Kontrollen. Und weitere und nicht nur im OW.

    Aber will das jemand, zusätzliche Beschränkungen ? Ich jedenfalls nicht.

    Ich bleibe dabei, hier wird ein Einzelfall, ein sicherlich spektakulärer, übermäßig hoch bewertet. Das Lattenwefen ist doch nicht der Normalfall! Selbst bei Leuten nicht für die Motorräder eine Belästigung sind.

    Gruß Thomas

  9. beak Gast

    Standard

    #9
    Ich kenne "persönlich" einen Fall, bei dem ein Anwohner (bei Vilshofen Lkr. Passau) ne selbstgebastelte Radarfalle aufgestellt und auch mit einem "Blitzlicht" - ich nehme an, er hat das im Hinterhalt selbst bedient, bei Langeweile - ausgestattet hatte. So kam es, dass just in dem Moment, in dem Mr. Hilfsheriff grad Langweile hatte, eine mir bekannte Gruppe von Motorradfahrern an selbigem Gerät vorbeifuhr und Mr. Hilfscheriff abdrückte. Einer dieser Mopedfahrer erschreckte sich und hatte nicht mehr auf die Fahrbahn geachtet, in der sich ein Riesenschlagloch befand und stürzte. Ergebnis: Komplizierter Bruch des Mittelhandknochens und ich vermute seit diesem Sturz auch einen Dachschaden... (´tschuldigung ist nicht lustig...). Nun, dann kam es zur Verhandlung wegen gefährlichem Eingriffs in den Straßenverkehr und Körperverletzung und da Mr. Hilfsscheriff ziemlichen Einfluss hatte, ich schreibe hier nicht vom Bürgermeister der Stadt oder der Gemeinde, der Einfluss ging schon weiter und höher hinauf. Dem Kerle ist so gut wie nix passiert. Ist zwar ein Einzelfall, aber dennoch ein Zeichen für die Willkür, die einige Leute so ausleben und die noch nicht mal ernsthaft bestraft wird.

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Die Odenwälder sind im Grunde ihres Herzens nette Menschen, ich war schon oft da und bin beim Schmucker in Ober-Mossautal oder eben in Kailbach schon mit den Einheimischen beim abendlichen Bier ins Gespräch gekommen.

    Daher ist es bis jetzt ein Einzelfall eines frustrierten Anwohners, der unter Umständen aus anderen Gründen ( Frau mit dem Nachbarn durchgebrannt usw.) seine Aggressionen an den Bikern ausgelebt hat.

    Daher verhalte ich mich in einem anderen Land oder Gegend entsprechend und respektiere die da geltenden Gesetze und Gebräuche. Und ich glaube, dass man damit durch sein Auftreten die Leute für oder eben gegen sich bringen kann.

    Wir Motorradfahrer unterliegen wie andere Gemeinschaften halt der Sippenhaftung, fallen einige negativ auf, werden alle in denselben Topf geworfen.

    Wenn sich alle entsprechend verhalten, braucht es Airdingers vorgeschlagene Szenarien nicht. Denn, man muss auch eines sehen, wir bringen der Gastronomie, Tankstellen, Fressbuden usw. gerade auch im Odenwald, wo wochentags ausser in den grösseren Orten nichts los ist, Verdienst und Auskommen.

    Dass Sperrungen eben diese Auswirkungen bringen, erklärt den Wegzug von Eddi Edelstahl mit dem bis dahin gutgehenden Bikercafe in Kailbach. Der ist jetzt am Neckar.


 
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