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(Auto-)Batterie Kaltstartstrom messen?

Erstellt von palmstrollo, 30.12.2008, 09:54 Uhr · 18 Antworten · 9.697 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Frage (Auto-)Batterie Kaltstartstrom messen?

    #1
    Bei meinem TDI hat sich in letzter Zeit die 1 Jahr alte Batterie dadurch ausgezeichnet, dass der Anlasser es bei niedrigen Temperaturen < 5°C kaum oder nur schwer schaffte, den Motor durchzudrehen. Drehte der Motor erst einmal, so sprang er auch sofort an.
    Mein täglicher Fahrtweg zur Arbeit und zurück beträgt 100 km.
    An den Weihnachtstagen stand der Wagen dann ungenutzt 2 1/2 Tage.
    Am 2. Weihnachtstag abends wars dann bei -6° endgültig aus mit Starten. Ein kurzes Einspulen des Anlassers, eine geschätzte halbe Motorumdrehung und dann wurde es duster.
    OK, mit Starthilfe von Frauchen's Auto ging es dann sofort wieder. Anschließend musste ich noch 70 km fahren. Ich fahre auch grundsätzlich nicht mit sämtlichen Verbrauchern eingeschaltet (Radio, Lüftung volle Pulle, Heckscheibenheizung, etc.)
    Gestern morgen wieder nur mit Starthilfe.
    Also dann nachmittags zu A.T.U, wo die Batterie vor einem Jahr gekauft wurde.
    Der Mechaniker nahm sein kleines Handmessgerät (grün und es stand BOSCH drauf...), klemmte die 2 kleinen Krokodilklemmen an die Batteriepole (Leitungsquerschnitt geschätzte 1,5 mm2) und tippselte darauf herum. Nach einigen Minuten (Motor lief auch mal, Ladespannung wurde auch gemessen und für ok befunden) hieß es dann: "Die Batterie ist in Ordnung".
    Auf meinen Hinweis, dass mit diesem kleinen Gerät meiner Meinung nach der verfügbare Kaltstartstrom nicht (geräte-)zerstörungsfrei gemessen werden könnte, bekam ich trotzdem eine neue Batterie auf Garantie.

    Meine kurze Frage (nach langer Einführung): kann mit einem kleinen Messgerät der verfügbare Kaltstartstrom gemessen werden oder wird da nur "irgendetwas" geschätzt? Bei meiner defekten Batterie (12 V, 66 Ah, 500 A) lag dieser laut Messgerät bei 75% (also etwa 375 A).

    Heute morgen war der Start bei eisiger Kälte dann wieder richtig flott.

  2. Registriert seit
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    #2
    Ich gehe davon aus, dass der Mech lediglich die Volt-Zahl - also Spannung messen konnte. Wenn dann auch noch gestartet wurde und er hat dabei gemessen, ob und wieviel die Spannung einbricht, dann kann er nur schätzen, ob die Batterie kaputt ist.
    Wenn der Motor zuvor gelaufen ist (Hinfahrt zu ATU ?) dann ist das Öl warm und flüssig. Nach einer druchfrorenen Nacht ist das Öl zäh und der Anlasser benötigt wesentlich mehr Kraft.
    Zusätzlich verliert die Batterie bei Minustemperaturen erstaunlich viel von der üblicherweise vorhandenen Kraft.
    Nach meiner Erinnerung stehen im schlechtesten Fall noch 25% der Nennleistung zur Verfügung.

    Ob es Messgeräte gibt, die überhaupt die Stromstärke - nicht Volt - messen können, die beim Starten fliesst, ohne zuvor den Pluspol abzukoppeln und das Messgerät in Reihe dazwischen zu schalten, weiss ich nicht. Zumindest würde es die Kabel zum Messgerät pulverisieren, wenn der Mech das versucht hätte. Ob man die Stromstärke parallel messen kann, weiss eventuell ein Mitleser hier.

    Die Batterie war mit Sicherheit defekt und wurde berechtigt auf Garantie ersetzt.

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    #3
    Hatte vor ein paar Wochen die gleichen „batterietypischen“ Probleme mit meinem Auto (auch ein TDI). Nach längerer Fahrt wieder einwandfrei, nach Kurzstrecken Probleme beim Anlassen. So lange bis das Auto nicht mehr wollte und ich mit meinem Sohnemann nach Hause gelaufen bin.
    Neue Batterie reingebaut, alles wieder prima.
    Leider nur für einen Tag. Am zweiten Tag fielen auf dem Weg zur Arbeit alle elektrischen Verbraucher, einschließlich Licht und Blinker unterwegs aus, klasse. Also auf direktem Weg das Auto in die Werkstatt gebracht. Kurz vor der Werkstatt ging nicht einmal mehr der Tacho und der Drehzahlmesser auf Null zurück, echt gespenstisch, wenn man bedenkt, das es morgens noch stockdunkel war.
    Aussage in der Werkstatt: „Die Batterie hätten sie sich sparen können.“
    Es war einfach ein kleines „Stromverteilerkästchen“ neben der Batterie, dieses hatte sich losgerüttelt und eine der Verbindungen war etwas angekokelt. Das Kästchen wurde erneuert und alles funktioniert wieder.
    Ich weiß die Umschreibung ist nicht sehr fachmännisch, aber nachdem die „Symptome“ genau wie bei einer alten Batterie waren, könnte es vielleicht weiterhelfen.


    Schöne Grüße


    Heike

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    #4
    Zitat Zitat von Raubritter Beitrag anzeigen
    Ob es Messgeräte gibt, die überhaupt die Stromstärke - nicht Volt - messen können, die beim Starten fliesst, ohne zuvor den Pluspol abzukoppeln und das Messgerät in Reihe dazwischen zu schalten, weiss ich nicht. Zumindest würde es die Kabel zum Messgerät pulverisieren, wenn der Mech das versucht hätte. Ob man die Stromstärke parallel messen kann, weiss eventuell ein Mitleser hier.
    Nein, geht nicht. Und wenn man das machen möchte, braucht man zumindest für den Startstrom fingerdicke Kupferkabel.

    Ich weiß auch nicht genau, was dieses kleine Kästchen messen sollte. Aber m.E. kann es nur versuchen, aus der Spannung etwas zu errechnen. Und ob das bei einer defekten Batterie noch funktioniert, wage ich zu bezweifeln.

    Gruß
    Martin

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    #5
    Zitat Zitat von HeikeGS Beitrag anzeigen
    Es war einfach ein kleines „Stromverteilerkästchen“ neben der Batterie, dieses hatte sich losgerüttelt und eine der Verbindungen war etwas angekokelt. Das Kästchen wurde erneuert und alles funktioniert wieder.
    Das war vermutlich ein Masse-Verteiler, einer der häufigsten el. Defekte in einem Auto und häufig der Grund, wenn bei älteren Autos verschiedene Lichter komisch leuchten und z.B. das Rücklicht dunkler wird, wenn der Blinker an ist.
    In diesem Fall wäre dann die Batterie nicht mehr geladen worden.

    Gruß
    Martin

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    #6
    Zitat Zitat von Raubritter Beitrag anzeigen
    ...
    Ob es Messgeräte gibt, die überhaupt die Stromstärke - nicht Volt - messen können, die beim Starten fliesst, ohne zuvor den Pluspol abzukoppeln und das Messgerät in Reihe dazwischen zu schalten, weiss ich nicht.
    ...
    Klar gibt's die. Die nennen sich Amperemeter. Bei den zu messenden Strömen haben die dann aber fingerdicke Kabel.

    Zitat Zitat von HeikeGS Beitrag anzeigen
    ...
    Es war einfach ein kleines „Stromverteilerkästchen“ neben der Batterie, dieses hatte sich losgerüttelt und eine der Verbindungen war etwas angekokelt.
    ...
    Auch auf meiner Batterie sitzt noch ein kleiner "Verteiler". Aber da ist alles bestens. Heute morgen sprang er ja auch an, wie schon lange nicht mehr.

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    #7
    Zitat Zitat von marss73 Beitrag anzeigen
    Das war vermutlich ein Masse-Verteiler, einer der häufigsten el. Defekte in einem Auto und häufig der Grund, wenn bei älteren Autos verschiedene Lichter komisch leuchten und z.B. das Rücklicht dunkler wird, wenn der Blinker an ist.
    In diesem Fall wäre dann die Batterie nicht mehr geladen worden.

    Gruß
    Martin
    Jetzt weiß ich das auch, aber wenn die Batterie mal fast sieben Jahre alt ist, denkt man automatisch zuerst an die Batterie.

    Gruß Heike

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    Standard Klar kann man den Strom des Akkus messen.

    #8
    Das Gerät mit dem man den Strom beim Starten des Motors messen kann, ohne die Leitung auftrenne zu müssen heisst 'Zangenamperemeter' .

    Seht hier http://de.wikipedia.org/wiki/Zangenamperemeter



    Gruss und guten Rutsch
    Eckhard

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    #9
    Zitat Zitat von Ostälbler Beitrag anzeigen
    Das Gerät mit dem man den Strom beim Starten des Motors messen kann, ohne die Leitung auftrenne zu müssen heisst 'Zangenamperemeter' .

    Seht hier http://de.wikipedia.org/wiki/Zangenamperemeter



    Gruss und guten Rutsch
    Eckhard
    So ein Gerät ist das jedenfalls nicht gewesen.
    Egal. Neue Batterie ist drin.

  10. Registriert seit
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    Standard

    #10
    Hi
    Ein Zangenampéremeter hättest Du erkannt obwohl dieses keine fingerdicken Kabel braucht.
    Der Typ hat wahrscheinlich die Leerlaufspannung mit dem Spannungsabfall beim Starten verglichen. Ob es da ein spezialles messgerät gibt das GUT/BÖSE sagt weiss ich nicht.
    Wenn das Ding z.B. 2 Volt Spannungsabfall "zuliesse" und also ein Einbrechen dier Spannung von 12,5 auf 10,5V als "OK" bewertet ist das eine Sache. Ob ein Einbrechen von 11,5 auf 9,5 noch immer OK wäre möchte ich bezweifeln.
    Vielleicht hat Dein Anlasser ein beginnendes Problem und dreht sich bei Kälte nur widerwillig (wenn man seinen Joib mal "vernachlässigt". Bei unseren Qen ist dieser Effekt ja bekannt (z.B. abgefallene Magnete).
    Kommen also "ich will nicht wirklich" und "sche... ist das kalt" zusammen, könnte das auf die Batterie geschoben werden.
    A.T.U. ist da recht unkompliziert und hängt das dem Batterielieferanten an ("mit 'ner Neuen ging's").
    Spätestens wenn es wieder auftritt würde ich mir den Anlasser zur Brust nehmen. Strom messen (lassen) und jemanden fragen der weiss wie viel fliessen darf (Bosch Dienst). Messen kann man auch selbst: http://www.powerboxer.de/Anlasserstrom-messen.html
    Dann brauchst Du heutzutage einen Scout der weiss wo der Anlasser im Motorraum ist . Wahrscheinlich muss nur die Klimaanlage raus und er ist gleich dahinter (oder so )
    gerd


 
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