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Automatischer Notruf

Erstellt von Kardan, 02.05.2016, 15:58 Uhr · 163 Antworten · 10.512 Aufrufe

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    #81
    Zitat Zitat von -Larsi- Beitrag anzeigen
    Für mich macht es eben Unterschied, ob mein Fahrzeug Signale nur empfängt oder auch sendet.
    Dir mag das egal sein ...
    Meiner Info nach können die Teile auch senden. Das heißt die Versicherung könnten z.B. die Teile auch schon verwenden.
    Wir werden täglich die meiste Zeit überwacht. Wenn ich das nicht will dann muss ich mein Handy, PC, Auto ....... wegwerfen bzw. darf diese elektronischen Teile nicht mehr verwenden.

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    #82
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    nein tut mir leid, aber das ist weder ausnahmsweise, schon garnicht grundsätzlich ok. Aufenthaltsorte, Surfverhalten, Nutzungsdauer, Bewegungsprofile zu erstellen sind überhaupt nicht ok, schon garnicht von Firmen zur Steigerung des Profits.
    Wenn der Staat Daten benötigt um Straftaten aufzuklären jault die Republik auf, wie ein getretener Köter, aber wenn Firmen im Stile einer Rasterfahndung Daten ohne jegliche Kontrolle über jeden und alles sammeln ist das ok? seh ich aber ganz anders.
    Da ist der Staat ja selber Schuld, wenn er nicht jugendlich-erfolgreich auftritt wie Zuckerberg & Co und seine Mitbürger mit tollen Smartphones und bunten Apps ködert

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    #83
    Zitat Zitat von adventure-baerchen Beitrag anzeigen
    Und wenn das System auch nur ein Leben retten wird - und in (BMW)Autos hat es das nachweislich schon - dann hat es sich "gelohnt". Da kommt es gar nicht mal darauf an, ob man irgendwo unentdeckt rumliegt...im Notfall zählen oft Sekunden über Leben und Tod! Und lieber rückt der Rettungsdienst einmal zuviel umsonst aus...
    Leider auch ein Totschlagargument. Mit dem "und wenn damit auch nur ein Leben gerettet wird..." kannst du nahezu alles rechtfertigen, vom Verlust der Bürgerrechte bis zu Tempo 15 auf Autobahnen. Und gerade bei Sicherheits-Equipment für Motorräder kommt man da in eine Spirale ohne Ende: Warum kein HANS-System um den hals, warum keine Vollpanzerung, warum keine feuerfeste Unterwäsche...

    Kann alles für was gut sein.

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    #84
    Zitat Zitat von Jonni Beitrag anzeigen
    Ja, aber es zwingt dich doch keiner, eine BMW mit einem solchen Notrufsystem zu kaufen. Du kannst doch auch eine Royal Enfield aus Indien kaufen. Die haben ein solches System bestimmt noch nicht einmal ansatzweise in Planung.

    Und ehrlich gesagt, finde ich EUR 100,--, die Opel für ein solches System im Jahr nimmt, auch nicht zu viel. Den Betrag kann man schon fast wieder über eine günstige Internet Versicherung für Haftpflicht und Kasko wieder "hereinholen".
    Nein, anders wird ein Schuh draus: Die Versicherungskonzerne stehen Gewehr bei Fuß, um den Leuten GPS-Logger zu verkaufen, mit denen die dann freiwillig ihr Fahrverhalten überwachen lassen. Geködert werden sie mit günstigen Versicherungstarifen. Das ist aber vor allem für Fahranfänger interessant, bei denen die Versicherung normalerweise uferlos teuer ist. Dennoch ist das eine Entwicklung, die man im Auge behalten sollte. Es gibt ja schon Pläne, Leuten mit einem Fitness-Tracker eine billigere Krankenversicherung anzubieten.

    Ich glaube allerdings, dass es der falsche Weg ist, auf jede neue digitale Technik immer mit einem pauschalen "will ich nicht!" zu reagieren. Wenn ich sehe, dass es gegenwärtig knapp 50 Millionen Smartphone-Nutzer gibt, das sind rund 80 Prozent der Bevölkerung ab 14, dann wundere ich mich schon, was für ein verkalkter Haufen hier unterwegs ist, wenn ich immer wieder mitkriege, wie vehement hier Smartphones vielfach abgelehnt werden. Und intelligent eingesetzt, kann man mit der Technik phantastische Dinge anstellen. So wertet zum Beispiel Google alle Bewegungsdaten von Android-Handys aus. Und wenn man von einem Marktanteil von 75 Prozent für Android ausgeht, dann befindet sich in sechs von zehn Kraftfahrzeugen ein Android-Handy, und das ermöglicht eine Live-Übersicht über aktuelle Verkehrsströme und die minutengenaue Vorhersage von Verkehrsstaus. Google kann so bei der Berechnung von Routen die aktuelle Verkehrslage berücksichtigen und dadurch aktiv der Entstehung von Verkehrsstaus entgegen wirken.

    Ein theoretisches Problem wäre, dass man nicht möchte, dass Google speichert, dass der Sampleman am Dienstagnachmittag von A nach B gefahren ist und dabei an vier Stellen die geltende Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten hat. Das wäre technisch möglich, ist aber rechtlich verboten. Um Google diese Möglichkeit sicher zu nehmen, könnte man sich Techniken überlegen, die Erfassung der Bewegungsdaten zu verhindern. Doch in der Praxis kann man Google einfach als Nutzer verbieten, individuelle Bewegungsprofile zu erstellen. So kann man aber dennoch den Benefit einer genauen Stauprognose nutzen.

    Diesen Reflex, neue Technik deshalb komplett abzulehnen, weil man damit auch Unsinn anstellen könnte, hat man auch nur bei neuer Technik. Telefon benutzt auch jeder, obwohl man das abhören kann.

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    #85
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Nein, anders wird ein Schuh draus: Die Versicherungskonzerne stehen Gewehr bei Fuß, um den Leuten GPS-Logger zu verkaufen, mit denen die dann freiwillig ihr Fahrverhalten überwachen lassen. Geködert werden sie mit günstigen Versicherungstarifen. Das ist aber vor allem für Fahranfänger interessant, bei denen die Versicherung normalerweise uferlos teuer ist. Dennoch ist das eine Entwicklung, die man im Auge behalten sollte. Es gibt ja schon Pläne, Leuten mit einem Fitness-Tracker eine billigere Krankenversicherung anzubieten.
    Ich denke auch, dass weder den Versicherungen noch den Krankenkassen Daten darüber vorliegen, dass Langsamfahrer oder Sporttreiber insgesamt weniger Kosten verursachen als die Versicherten, die keine Daten freiwillig hinterlegen. Aber der Glaube an die schöne große Datenwelt versetzt auch dort Berge.

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    #86
    Ahhh!

    Das neue online Konsumentenverhaltensforschungsmodul!

    Jetzt auch für Biker!

    Ist nicht so schlecht oder? Besser als das was in Hannover in diversen KFZ eingebaut haben!

    A Bayrische ist es schon Wert geborgen zu werden, das andere Zeug wird schon von den Ameisen entsorgt!

    LG.Tom

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    #87
    Zitat Zitat von Zörnie Beitrag anzeigen
    Ich denke auch, dass weder den Versicherungen noch den Krankenkassen Daten darüber vorliegen, dass Langsamfahrer oder Sporttreiber insgesamt weniger Kosten verursachen als die Versicherten, die keine Daten freiwillig hinterlegen. Aber der Glaube an die schöne große Datenwelt versetzt auch dort Berge.
    Über das mit dem Bergeversetzen könnten wir beim Bier plaudern, aber dass es keine Daten gibt, würde ich in Zweifel ziehen.

    Unfälle von 18- bis 24-Jährigen im Straßenverkehr 2005

    Der Link geht auf eine Untersuchung des statistischen Bundesamtes von 2005. Dort wurde festgestellt, dass Fahrer zwischen 18 und 25 ein 2,5fach höheres Risiko haben, einen Verkehrsunfall zu verursachen als der Durchschnitt. Außerdem wird dort festgestellt, dass bei 27,3% aller Unfälle die Unfallursache "überhöhte Geschwindigkeit" lautet. Jetzt könnte man noch die These vertreten, dass Fahranfänger aufgrund mangelnder Erfahrung größere Schwierigkeiten haben, sicher zu schnell zu fahren, schon wird ein Geschäftsmodell draus.

    Meines Wissens müssen sich Versicherungsgesellschaften ihre Tarife vom BaFin genehmigen lassen - und müssen dort auch eine Risiko-Einschätzung machen. Deshalb dürfte es auch nicht ganz so einfach sein, Versicherungstarife für Leute ohne GPS-Tracker einfach utopisch teuer zu machen.

    Ach ja, noch eine Zahl: In den späten 80er Jahren stattete die Berliner Polizei ihre Streifenwagen mit Unfalldatenschreiber aus, die in einer Schleife immer aufzeichneten, was das Auto die letzten 30 Sekunden getan hat (Wie schnell? Gebremst? Blinker an? etc.) Daraufhin gingen die Unfallzahlen um zehn Prozent zurück;-)

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    #88
    Zitat Zitat von Werner-R80 Beitrag anzeigen
    Meiner Info nach können die Teile auch senden..
    Und wo genau sollen die hin senden? Zum Geo-stationären GPS Satelliten, der 36,000km über dem Äquator seine Bahnen zieht? Und die Versicherungen können den dann anzapfen, um an deine Standort- Daten zu kommen? Das klingt schon sehr nach Versicherungstheorie…

    Was theoretisch möglich wäre ist ein GPS Empfänger, der dann die ermittelten Standort-Daten per terrestrischem Mobilfunk übermittelt. Dazu braucht es aber eine irgendwie geartete SIM Karte und jemanden auf der anderen Seite, der Zugang zu den Daten hat. Auch sehr konstruiert. Und warum sollte jemand diesen Aufwand im Auto treiben wenn fast jedes Smartphone über genau diese Technologie ‚von Haus aus‘ mitbringt.

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    #89
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    ... wird dort festgestellt, dass bei 27,3% aller Unfälle die Unfallursache "überhöhte Geschwindigkeit" lautet. ...
    "überhöhte geschwindigkeit" ist aber auch ein gern genutzter joker wenn keine ursache festgestellt werden konnte.
    wie viele unfälle passieren eigentlich wegen "fahrer hat gepennt oder falsch reagiert"?

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    #90
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Ach ja, noch eine Zahl: In den späten 80er Jahren stattete die Berliner Polizei ihre Streifenwagen mit Unfalldatenschreiber aus, die in einer Schleife immer aufzeichneten, was das Auto die letzten 30 Sekunden getan hat (Wie schnell? Gebremst? Blinker an? etc.) Daraufhin gingen die Unfallzahlen um zehn Prozent zurück;-)
    Ja, sehr beeindruckend. Und total nichtssagend, wenn potentielle andere Faktoren nicht geprüft werden. Waren dann auch plötzlich neuere Fahrzeuge unterwegs mit beispielsweise ABS? Gab es mehr Fahrschulungen für die Beamten? Wie war die Entwicklung der allgemeinen Unfallzahlen?


 
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