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Bandscheibenvorfall Fahrpause

Erstellt von Franjo, 05.09.2010, 12:25 Uhr · 77 Antworten · 10.843 Aufrufe

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    #71
    ich will jetzt gar nicht die Diskussion pro/contra OP/ konservative Behandlung anfachen, kann allerdings nur jedem, der Probleme in dem Bereich hat, mal die Therapie nach Mckenzie ans Herz legen. Ich habe seit 2006 glaube ich einen recht heftigen Vorfall, den ich auf keinen Fall operiert sehen will und das wird vermutlich auch nicht passieren. Trotzdem habe ich natürlich dann und wann Probleme und dann hilft mein 3 Minuten Notfallplan nach Mckenzie sehr. Es gibt aber auch nach der methode sicher umfangreichere Maßnahmen, seht selbst: Home

    Und das hat nichts mit Esoterik o.ä. zu tun

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    #72
    @ Schlonz,

    nun, wie bei McKenzie auch erwähnt und gezeigt, gibt es gerade entlang der Wirbelsäule vielfältige Beeinträchtigungen. So können Muskeln, Bänder, Sehnen, Bandscheiben, Wirbel selbst und oder auch deren Fortsätze (Facetten) solche Auswirkungen ergeben.
    Daher gibt es auch kein generelles Allheilmittel!
    Persönlich stelle ich hier die Ursachenforschung als Start für eine Behandlung voran: woher kommts, was kann man gegen die Auswirkungen tun? Danach beurteile ICH mein weiteres Handeln (und Ihr könnt mir glauben, ohne diese Methode ginge es mir bei weitem nicht so gut).
    Z.B.: meine Spinalkanalstenose: eine geradlinige Steilheit von L1-L4 bedingte (ob genetisch vorbelastet oder infolge der Kindheit falsch geschonter Rücken sei hier nebensächlich) bei mir einen größeren Winkel zwischen L4 und L5. Das zusammen mit dem Schrumpfen im zunehmenden Lebensalter als auch der Tagesverhaltensweise (Arbeit!) führte zu erhöhten Druck auf besagte Bandscheibenregion. Warnzeichen waren eigentlich auch da (Wirbelgleiten) zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht die ursächliche Bedeutung dieser. So kam es zu einem Druck der Wirbelfacetten untereinander was zu Deformationen an diesen führte. Diese Deformationen wiederum drückten in Richtung Spinalkanal!
    Somit klar: Ursache=degenerativ und Haltungsschaden, Abhilfe= Verwerfungen müssen entfernt werden, erneuter Druck muss verhindert werden!
    Da die gefährdeten Wirbel aber weiter dem Druck unterliegen müssen diese entlastet werden. Nach Suchen im Netz bin ich dann auf das Interspinöse U gestoßen und habe es auch implantieren Lassen (gegen den -zunächst, jetzt verordnet er es selber - Widerstand meines Neurochirugen). Als alter Maschinenbauer erschien es mir logisch, durch diese "Distanz" den Druck zu vermeiden. Da es federnd aufgebaut aus Titan ist, ermöglicht es weiter die Bewegung der betroffenen Wirbel, nach vorne und hinten uneingeschränkt und seitlich auch .
    Ein Unfall vier Monate nach OP im Auto als Beifahrer zeigte nach MRT KEINE Beeinträchtigung im Sitz des Implantates, war nach drei Tagen wieder arbeitsfähig, der Fahrer sechs Wochen außer Gefecht wegen Rückenprobleme (Abflug über Leitplanke).

    Langer Rede kurzer Sinn:
    1, ist kein Mensch gleich dem Anderen
    2, sollte JEDER selbst entscheiden was er für richtig hält -selbstverständlich ist nicht jeder Arzt, aber sich informieren kann heutzutage jeder und nicht nur auf die Meinung EINES Arztes sich verlassen.
    3, wo etwas wuchert, wächst etc., ist es unwahrscheinlich, das dieses sich zurückbildet, da hilft eindeutig nur ne OP(aber hier ist der Prolaps doch auszunehmen: unter bestimmten Umständen kann es zu einer Rückbildung des Vorfalles kommen, meine drei im HWS-Bereich waren zum Beispiel so, nur die vorangegangene Schädigung des Nervenausganges rechter Arm ist irreversibel).
    4, ohne weitergehende Vorbeugung (manche nennen es Nachbehandlung) und Verhaltensweise besteht zu einem hohen Anteil die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Defektes.

    Betrachtet euren Körper doch mal wie eine Maschine: eine knarrendes Lager wird wahrscheinlich keiner durch Schonen oder übermässiges fetten auf Dauer retten können. Und bei Ersatz desen wird jeder auch gucken, warum ging dieses denn kaputt!

    In diesem Sinne allen den Satz des Vaterunsers gewidmet:
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel. (ich weiß, alte römische Fassung)

    lg
    Harald

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    #73
    ich habe mich auch gar nicht allzu sehr damit beschäftigt, wohl aber mein wirklich richtig guter Sport Physio, der halt immer gerne bei der Behandlung plapperte. Und mir war ganz klar, dass wenn bei mir austretendes Material die Nerven beeinträchtigt, kann ich das durch einen Unterdruck am eigentlichen Ort seiner Zugehörigkeit dort hin zurück saugen und ich sage Dir, das klappt, das merkt man sehr deutlich, man hört es fast schmatzen. Klar kuriert das ein Symptom in dem Moment, aber das will ich damit auch erreichen. Eine beständige Verbesserung der Situation muss durch andere maßnahmen herbei geführt werden, bei mir ist es eigentlich ein bewusstes Bewegen und natürlich auch Vermeidung gewisser Dinge. Insgesamt sehr erträglich und der Prolaps war wohl recht heftig, wenn man den Aufnahmen glaubt und das halbe Becken ein Bluterguss war

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    #74
    Ja Schlonz,

    das habe ich auch geschrieben, da ein Prolaps sich durchaus zurückbilden kann oder wie bei mir die rausgerutschten Bandscheiben (Protrusion) bei der OP fast von selbst zurückrutschten. Anders sieht es aber bei Wucherungen, Verwachsungen, Verknorbelungen aus -gerade bei Facettenathrose! Hier hilft nur das Ausräumen infolge OP.

    Eine gute informative Seite ist hierfür Die Bandscheibe!

    lg
    Harald

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    #75
    Meine Physio-Lady hat mir Bewegung verordnet, aber vorisichtig.
    Also war ich heute sehr vorsichtig unterwegs:


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    #76
    Also meinem Onkel ist das vor ca. vier Jahren passiert, und er sitzt immer noch im Rollstuhl.

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    #77
    Das bedaure ich sehr.
    Es gibt sicherlich unterschiedliche Auswirkungen, jeder ist anders.
    Ich konnte heute morgen fast schon aus dem Bett springen..... Zumindest ist es nicht nachteilig für mich, in Bewegung zu bleiben.
    Ansonsten Bangemachen gilt nicht - ein Bekannter von mir sitzt auch im Rollstuhl.....
    und nimmt weiter rege am Leben teil:

    zum Beispiel so:


    Es gibt auch geile Rollstühle.....

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    #78
    Die weiter oben erwähnte Stelle L5/S1 kommt mir irgend wie bekannt vor ...

    Ein paar wenige Jahre nach der Jahrtausendwende hatte ich meinen ersten (noch leichten) Vorfall an der Stelle. Konnte zunächst auch mit entsprechender Bewegungs-Therapie wieder "gerichtet" werden.

    Ein paar Jahre später (bei einem Jobwechsel und noch in der Probezeit) hatte ich mich an einem RAID-Server (mit ca. 150 kg) verhoben, als wir ihn zu Zweit in einen Rack-Schrank einbauen wollten. Wegen besagter Probezeit bin ich natürlich nicht zum Arzt, sondern habe versucht mich an die Übungen der ersten Bewegungs-Therapie zu erinnern ... ging ca. noch 2 Monate gut, bis ich eines Morgens nicht mehr in der Lage war selbständig aus dem Bett zu kommen.
    Zunächst natürlich krank geschrieben, doch waren noch alle Bewegungsmöglichkeiten beim Arzt vorhanden, weswegen dieser es erst mal weiterhin mit entsprechender Physio-Therapie versuchen wollte. (Wurde bei der Untersuchung auch geröntgt.) Nach ca. 3 Wochen nahmen die Lähnumngs-Erscheinungen aber weiterhin zu und ich wurde zum CT geordert.
    Nun ... ich rede hierbei immer gerne von einer Notschlachtung ... warum: Heutzutage ist so ein CT-Besuch eine Routinesache wie beim Röntgen - eine Schwester hilft einem auf das Gerät, lässt einen durch die Röhre durch und hilft einem wieder von der Liege zu kommen, damit man im Wartezimmer auf seine Bilder wartet ... so der normale Ablauf. Bei mir war der Anfang ja noch gleich ... bis ich aus der Röhre kam und da plötzlich eine Ärztin daneben stand mit einem sehr sorgenvollen Blick und der Frage: "Ist alles okay mit Ihnen? Wie fühlen Sie sich? Haben Sie irgend welche Schmerzen?" ... Ähm ... also ich war etwas irritiert ...
    Es wurde mir aufgeholfen und nach dem ich kurz im Wartezimmer stand (sitzen ging nämlich nicht) wurde ich zu einem Arzt hinein gerufen, der mir die Bilder erklärte. Hierbei kam zuerst die Frage: "Wie sind Sie eigentlich hier her gekommen? ... Oder anders gefragt: WARUM KÖNNEN SIE LAUFEN?" (Diese Frage hat mich dann jeder Arzt gefragt, der die Bilder vom CT zu Gesicht bekam.)
    Mein Orthopäde hatte mir dann auch gleich eine Überweisung ins Krankenhaus ausgeschrieben, bei dem ich Tags drauf auch war. Die paar hundert Meter von mir dorthin bin ich natürlich auch zu Fuß gegangen, kam dort in diesen Vorhang-Verschlag für die Vorbesprechung, ein Stationsarzt kam, sah die Bilder ... "Ähm ... warten Sie mal kurz bitte." und ging wieder. Ca. 10 Minuten später kam er mit einem anderen Arzt wieder. Dieser war, so wie er sich vorstellte, der Chefarzt des Hauses. ... Natürlich erst mal wieder mit der (für mich mittlerweile gewohnten) Standard-Frage: "Wie sind Sie hier her gekommen? ... und wieso können sie laufen?" Seine Prognose für einen OP-Termin lautete dann: "Nun, wir sind eigentlich bereits etwas überbelegt, aber in diesem Fall ...", er überlegte kurz, "... diese Woche wird es wohl nicht mehr gehen. Und nächste Woche müssen wir dann halt jemanden auf den Flur stellen." Keine 10 Tage später war die OP bereits erledigt.

    Wie ging es weiter: Bis dato war ich noch sehr viel mit dem Fahrrad unterwegs. Auf Grund des Vorfalls konnte ich dies aber (mit dem Rennrad) nicht mehr so ausüben, wie ich bis dato es betrieben hatte. Generell wurde mir für die nächste Zeit das Fahrradfahren gar gänzlich untersagt (wegen den Schlägen durch Bordsteine und Schlaglöchern auf die Wirbelsäule). Nach dem es wieder etwas besser wurde (und ich auch endlich wieder ohne Korsett umher gehen durfte), stellte sich mir dennoch die Frage nach einem Fortbewegungsmittel und erörterte diese mit meinem Orthopäden. Das Ergebnis ... ich fuhr danach eine BMW F650GS (Eintopf) ... und das Teil war herrlich. Bin immer wieder mit Rückenschmerzen (gerade im Bereich der OP-Stelle) auf den Eintopf gestiegen und nach einer Stunde war alles wie weg geblasen. Das beste Gefährt um die Bandscheiben wieder frei zu kriegen. Mit meiner heutigen Twin geht das lange nicht so gut ... da brauch ich min. 2 Stunden oder länger. Bin immer wieder am Überlegen, mir wieder einen Eintopf zu zulegen.

    Ach und ... als ich aus dem Krankenhaus heraus kam, war das auch das Ende meiner Probezeit ... und bin seit dem wieder auf Jobsuche.


 
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