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Begegnungen

Erstellt von AmperTiger, 27.11.2010, 18:46 Uhr · 83 Antworten · 12.556 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #31
    Rumänien 2006:

    Wir sind mit Auto und Häger runtergefahren aber mit der GS einkaufen und nicht mit dem Auto. So nach dem einkaufen musste wir feststellen das sie nicht mehr angesprungen ist. Anschieben kannsde vergessen aber trotzdem versucht.
    Guter Rat teuer. Hab dann einen Geländewagen angehalten und mit Englisch versucht ob uns jemand helfen könnte. War noch dazu ein Samstag am späten Nachmittag.
    Der gute Mann antwortet mir auf Deutsch und das zu unsrer Größen Freude. Starterkabel hatte er ned dabei aber is los und hat welche organisiert. Was waren wir froh dass es geklappt hatte denn unser Auto stand ca. 50 km zurück an unsrer Pension
    Der Rumäne, Ovidiu und seine Frau fragten uns ob wir noch Lust hätten ein Kloster zu besuchen. Mittlerweile war es 16 Uhr und das Kloster ist ca.40km weg. O.k. wir fahren mit. Anfangs geteert aber die letzte 15km Piste. Am Kloster angekommen organisierte Ovidiu für uns ein Essen und wir saßen somit mit den Schwestern und dem Priester beim Abend essen.
    Mittlerweile zogen Gewitterwolken auf und so sagten wir dass wir sobald es dann möglich wär zurück wollten. In Sibiu wo die beiden leben wurden wir mit den Worten verabschiedet dass wir sie morgen unbedingt besuchen sollen. Getan und als wir uns verabschiedet haben hatten wir gesagt dass wir in Kontakt bleiben.
    Und: wir schreiben uns zwar ned oft aber der Kontakt besteht immer noch und das is einfach schön

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    #32
    Schottland 2006, da habe ich noch eine Geschichte
    Meine Frau war in der Unterkunft in Jedburgh geblieben und ich klapperte alle verfallenen Abbey`s im Umkreis (4 an der Zahl) ab, einfach weil ich mir Kulturgeschichtliches gerne antu.
    Als ich zurückkam, erzählte sie mir, dass sie auf ihrem Spaziergang durch die Stadt von einem älteren Herren angesprochen worden war, jedoch nicht verstanden hatte was er wollte (Englisch ist nicht ihre Stärke) außer, dass er uns treffen wollte.
    Also gingen wir am nächsten Morgen nach dem Frühstück in den angrenzenden Park (dort steht das Haus einer gewissen Maria Stuart) und warteten.
    Schließlich kam ein Anfangs 60iger auf uns zu stellte sich kurz als Michael vor, meinte er wäre schon in Rente und hätte sich hier niedergelassen. Da er geschieden sei, seine Kinder schon alle mit Familie, wäre er ja auf der Suche nach einer Frau hier hängengeblieben, aber die Frauen in seinem Alter wären alle nix für ihn ;-)
    Er hatte meine Triumph Tiger gesehen, das deutsche Kennzeichen und wollte mir einfach mal seine Triumph zeigen. na klar sagte ich, immer her damit und wir liefen durch die Stadt zu seiner Garage, die etwas außerhalb lag. Er erzählte dass er seit 40 Jahren nur in schwarzem Leder fahren würde und eben jetzt Triumph, weil die Marke wieder lebendig sei und tolle Motorräder baut. Er habe eine Sport Sprint 900 in schwarz...
    Unterwegs kam uns ein Mann mit Hund entgegen, den er mit "Hi Fred, how was the dog?" begrüßte...Antwort kam prompt und brummig "fine, but nothing to bite" ich schaute kurz verdutzt und fing dann das lachen an, was er garnicht recht verstehen konnte.
    Michael erzählte, dass er kein Auto mehr besitze, seit er in Rente sei und dass er immer nur Motorrad fahren würde und das ziemlich flott. Wir kamen an der Garage an, er öffnete und da stand sie, eine Schönheit in schwarz, tiptop gepflegt, mit 40tkm in nur 3 Jahren gefahren und mit Reifen die bis an den äußersten Rand abgefahren waren...Respekt Michael.
    wir unterhielten uns eine gute Stunde und dann verabschiedeten wir uns und Michael lud uns ein, ihn am nächste Tag zum Tee zu besuchen.
    Am nächsten Tag zeigte er uns seine Fotoalben, seine Familie, erzählte, dass er gerne ab und zu seinen Enkelsohn von der Schule abholt, der ist 7 und wenn er mit seiner schwarzen Triumph in schwarzem Leder vorfährt, laufen die Jungen alle auf ihn zu, fragen ihn aus. Dann hat sein Enkel seinen Auftritt, geht lässig an allen vorbei, macht den Koffer auf, nimmt seinen Helm raus, sagt "Hi Grandpa" und steigt auf...(später flüstert ihm der Enkel ins Ohr "Grandpa, my friends told me, you are officially cool")
    Wir standen mit Michael noch ein, zwei Jahre in Kontakt. Ich hoffe es geht ihm gut, denn er ist ein guter Kerl.

  3. Registriert seit
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    #33
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    Schottland 2006, da habe ich noch eine Geschichte
    Meine Frau war in der Unterkunft in Jedburgh geblieben und ich klapperte alle verfallenen Abbey`s im Umkreis (4 an der Zahl) ab, einfach weil ich mir Kulturgeschichtliches gerne antu.
    Als ich zurückkam, erzählte sie mir, dass sie auf ihrem Spaziergang durch die Stadt von einem älteren Herren angesprochen worden war, jedoch nicht verstanden hatte was er wollte (Englisch ist nicht ihre Stärke) außer, dass er uns treffen wollte.
    Also gingen wir am nächsten Morgen nach dem Frühstück in den angrenzenden Park (dort steht das Haus einer gewissen Maria Stuart) und warteten.
    Schließlich kam ein Anfangs 60iger auf uns zu stellte sich kurz als Michael vor, meinte er wäre schon in Rente und hätte sich hier niedergelassen. Da er geschieden sei, seine Kinder schon alle mit Familie, wäre er ja auf der Suche nach einer Frau hier hängengeblieben, aber die Frauen in seinem Alter wären alle nix für ihn ;-)
    Er hatte meine Triumph Tiger gesehen, das deutsche Kennzeichen und wollte mir einfach mal seine Triumph zeigen. na klar sagte ich, immer her damit und wir liefen durch die Stadt zu seiner Garage, die etwas außerhalb lag. Er erzählte dass er seit 40 Jahren nur in schwarzem Leder fahren würde und eben jetzt Triumph, weil die Marke wieder lebendig sei und tolle Motorräder baut. Er habe eine Sport Sprint 900 in schwarz...
    Unterwegs kam uns ein Mann mit Hund entgegen, den er mit "Hi Fred, how was the dog?" begrüßte...Antwort kam prompt und brummig "fine, but nothing to bite" ich schaute kurz verdutzt und fing dann das lachen an, was er garnicht recht verstehen konnte.
    Michael erzählte, dass er kein Auto mehr besitze, seit er in Rente sei und dass er immer nur Motorrad fahren würde und das ziemlich flott. Wir kamen an der Garage an, er öffnete und da stand sie, eine Schönheit in schwarz, tiptop gepflegt, mit 40tkm in nur 3 Jahren gefahren und mit Reifen die bis an den äußersten Rand abgefahren waren...Respekt Michael.
    wir unterhielten uns eine gute Stunde und dann verabschiedeten wir uns und Michael lud uns ein, ihn am nächste Tag zum Tee zu besuchen.
    Am nächsten Tag zeigte er uns seine Fotoalben, seine Familie, erzählte, dass er gerne ab und zu seinen Enkelsohn von der Schule abholt, der ist 7 und wenn er mit seiner schwarzen Triumph in schwarzem Leder vorfährt, laufen die Jungen alle auf ihn zu, fragen ihn aus. Dann hat sein Enkel seinen Auftritt, geht lässig an allen vorbei, macht den Koffer auf, nimmt seinen Helm raus, sagt "Hi Grandpa" und steigt auf...(später flüstert ihm der Enkel ins Ohr "Grandpa, my friends told me, you are officially cool")
    Wir standen mit Michael noch ein, zwei Jahre in Kontakt. Ich hoffe es geht ihm gut, denn er ist ein guter Kerl.


    So sind sie, in Schottland.... immer wieder erlebt und immer wieder ein Erlebnis!

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    #34
    Schöne Geschichten und man sieht, oft braucht man nichts tun,
    wenn man in der Klemme steckt oder etwas erleben möchte!
    Es passiert einfach und die Welt ist gar nicht soo schlecht!
    Heißt aber auch, gib etwas zurück!

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    #35
    unvergessen auch die Versuche eines B&B Wirtes mir ein paar Brocken gällisch beizubringen, wir haben uns köstlich amüsiert

    "Ardnamurchan" ;-)))

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    Daumen hoch

    #36
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen

    "Ardnamurchan" ;-)))
    http://www.macdubh.de/albums/Schottl...0592.sized.jpg

  7. Registriert seit
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    #37
    Hi,

    wir waren Anfang der Neunziger gerne mit dem Moped in Holland unterwegs! Ich, damals Suzi LS 650 mit langer Gabel, meine Kumpels, ne Kantana und ne KLR. Auf den Campingplätzen hörten wir oft das voll sei. Einer meiner Kumpels sagte: Mit dem Auto hätten wir noch einen Platz bekommen! Irgendwann wurden wir doch noch fündig. Wir entdeckten richtung Strand einen kleinen Imbiss, in diesen kehrten wir zum Frühstück, Mittagessen regelmässig ein. Der Imbiss wurde von einer netten Oma geführt. Wir lernten auch Ihren Zulieferer, brachte täglich Fritten und Hamburger etc., kennen. So verging eine gute Woche mit Strand, Moped fahren und Imbiss. Am Tag unserer Rückreise fuhren wir mit gepackten Mopeds zum Frühstück bei " unserer Oma". Der Zulieferer kam auch vorbei und setzte sich auf nen Kaffee zu uns an den Tisch, später kam Oma auch noch dazu! Sie sahen unsere bepackten Mopeds und fragten ob wir Nachhause fahren. An diesem Morgen kostete das Frühstück nichts, Oma sagte Sie habe die Unterhaltungen in den letzten Tage sehr genossen. Beim Abschied kam sogar der Zulieferer noch vorbei und legte 10 Gulden für Sprit auf den Tisch.
    Wir guckten uns etwas skeptisch an und wurden uns schnell einig, sowas passiert dir nur im Ausland!

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    #38
    Es war 1992 auf der Nordafrika Tour. Wir sind an einem Donnerstagnachmittag aus Tunesien nach Algerien eingereist
    Bis wir sämtliche Stempel hatten, war unser Bargeld aufgebraucht. Bezahlt haben wir mit
    DM, Franc und Lira, weil es gab keine Wechselstube die Schecks oder Reisechecks angenommen hat. Das alles hat schon ewig gedauert, aber warum den Kopf zerbrechen die nächst größere Stadt ist nicht weit. Kurz nach der Grenze hat die Polizei nichts anderes zu tun als uns zwei Mopedfahrer anzuhalten und zu kontrollieren, natürlich mit Gepäckdurchsuchung (hatten wir kurz vorher an der Grenze beim Zoll schon mal). Gepäck runter alles auspacken, natürlich wieder nichts gefunden, was immer die Jungs gesucht haben. Mittlerweile war es später nachmittag und bis wir dann in Tebessa angekommen sind hatten die Banken zu. Auch kein Problem dachten wir, morgen haben die Banken wieder auf und dann gehts wieder. Also, Hotel gesucht, und dem Mann an der Rezeption unser Problem geschildert, wir nur ein wenig der französischen Sprache mächtig er hatte das selbe Problem mit der englischen Sprache. Seine Antwort: No Problem!, er hat uns dann noch einen sicheren ´Parkplatz` besorgt und zwar im Cafe nebenan. Zimmer bezogen, super zu Abend gegessen ab ins Bett.
    Am nächsten morgen kam dann das erwachen, es war FREITAG und die Banken hatten zu.
    Zurück ins Hotel, dem Mann an der Rezeption wieder unser Problem geschildert und als er merkte das wir nicht noch einen Tag bleiben wollten, sondern lieber weitergefahren wären macht er uns den Vorschlag wir sollten die Rechnung überweisen. Schön und gut aber ohne Bargeld können wir nicht tanken und deshalb werden wir wohl einen Tag länger bleiben müssen, war unsere Antwort.
    Darauf er:Wie viel Geld braucht ihr denn? Wir haben dann überlegt und eine Summe genannt, wie viel das war weiß ich nicht mehr genau, ich denk es war so viel das wir einmal tanken konnten. Er hat ohne zu zögern uns das Geld gegeben und hat dann alle Daten die man für eine Überweisung braucht auf einen Zettel geschrieben. Wir wollten dann das er unsere Pässe kopiert damit er was in den Händen hat. Das hat er abgelehnt mit den Worten: If you are good people you will send me the money, if not ... und sein Gesichtsausdruck sagte: Was soll´s Pech gehabt.
    Hut ab für soviel Gott vertrauen.
    Wir haben dann das Geld am nächsten Tag bei der Post in Tizi-Ouzou überwiesen was nicht einfach war.
    Hoffentlich ist es angekommen. Auf die Postkarten die wir geschrieben haben ist nie eine Antwort gekommen.
    Hut ab, weil sowas ist nicht selbstverständlich, auch nicht in einem Land wo Gastfreundschaft ganz groß geschrieben wird

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    #39
    Hi,

    wieder Holland, gleiches Jahr, gleicher Urlaub.
    Sind auf der Insel Texel gelandet! Alle Campingplätze belegt! nach langen fragen wurden wir auf einen Notcamping aufmerksam. War wohl nur ne Wiese mit nem Bauwagen zum zahlen und nem Waschtrog, nebenan ein paar Dixis!!
    Nachdem wir das Zelt aufgebaut hatten ab in den nachsten Ort zum einkaufen. Alles zu. Einen Bäckerwagen gesehen, Brot und Wurst geordert zurück auf den Platz.
    Da wir keine Getränke hatten fragten wir ein paar Jugendliche ob man auf der Insel wohl noch etwas kaufen könnte. Die Antwort war nein, er zeigte auf Ihren Getränkevorrat und meinte wir könnten uns eine Kiste Bier wegnehmen. Der Abend war gerettet. Als wir ihn fragten was er für das Bier kiegt sagte er, er wolle das Staatsgeld!
    Staatsgeld? Es stellte sich heraus das er nur das Leergut, sprich Pfand, zurück haben wollte. Es war ein sehr schöner Abend mit Fremden am Lagerfeuer!

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    #40
    War '82 mein ich,
    Mein Kumpel XS 1100 und ich CB 550four sind damals einfach mal Richtung Frankreich gefahren. Vielleicht Elsass, oder Strasbourg-egal nur mal weg.
    Sind dann nachmittags irgendwo bei Kehl gestrandet und fanden nur schwer eine Unterkunft. Naja, wir haben dann doch noch eine passable Pension entdeckt, einen feuchtfröhlichen Abend, und eine gute Nacht verbracht.

    Am Tag darauf war nach dem Elsassausflug-Strasbourg am Nachmittag und Abend angesagt. Wir beide waren abends ziemlich am A.... und saßen mitten - am Place de Kleber oder s.ä. auf einen steinernen Denkmal ohne Ziel und Unterkunft neben unseren Krädern und sahen die Leute so an. Plötzlich tauchte da eine Gruppe Jungs auf, etwa gleichen Alters wie wir zwei, und einer hat uns angesprochen-auf deutsch, Respekt dachte ich.

    Es mögen so 6-8 Typen gewesen sein und Ihr Wortführer war Jean-Pierre. Und der erzählte, er fahre auch eine 550four und wollte meine nur mal probefahren. Ich verneinte, wir verneinten, sicher ist sicher, die ganze GANG machte einen leicht unzuverlässigen Eindruck, nach ein wenig BLABLA war beiderseits wieder "Smaltalk" angesagt. Es war dann fast wie zuhause, richtig lustig.

    Und jetzt kommts:
    Wie aus heiterem Himmel kamen plötzlich 4-5 Mädels vorbei und begrüßten Ihre Bekannten. So eine den anderen nach der Reihe hat man sich umarmt und mit Küsschen begrüßt. Wir beide sind dann wie von Geisterhand geführt-aufgestanden und haben uns in die Reihe gestellt, und was soll ich sagen, wir wurden noch nie so begrüßt-mmmmit Kuss. Ein tolles Gefühl Waren wir von daheim nicht gewöhnt.

    2. Teil in Kürze


 
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