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Begegnungen

Erstellt von AmperTiger, 27.11.2010, 18:46 Uhr · 83 Antworten · 12.555 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Standard ich habe da noch eine...

    #51
    wieder Schottland.... und ja, ich habe auch noch andere Urlaubsländer!

    Regen, seit Tagen nur Regen. Ich war mit meiner betagten Gilera mal wieder für 3 Wochen unterwegs, Zelt dabei, die Wasserdichten Barbour-KLamotten sind trotzdem mittlerweile klamm und wollen gar nicht mehr trocknen.

    Zum Glück gibt es noch die Möglichkeit der Youth Hostels. Also ab in die nächste Judendherberge am Loch Lochy. Da ich die Örtlichkeiten kannte (kein Pub in der Nähe!), vorher noch schnell ein paar Cans Bitter gekauft.
    Am frühen Nachmittag öffnete die Jugendherberge und ich bezog direkt ein Bett. Die Klamotten schnell in den Heizungskeller zum trocknen.

    Schnell noch ein paar Nudeln gekocht und anshcliessend draussen unter einem Vordach gemütlich ein Bierchen geshclürft. Da fährt ein rostiger 205er Peugeot vor. Es steigt ein ziemlich junger Typ aus und setzt sich zu mir. Er, Student, lebte ein Jahr in England und wollte vor der Rückreise nach Paderborn noch Schottland mitnehmen. Er kannte sich überhaupt nicht aus, so gab ich ihm bier und Tips gratis. Wir saßen noch ziemlich lange zusammen und quatschten über Gott und die Welt.

    Ein paar Tage später, ich hatte gerade mein Zelt auf dem Platz in Gairloch, Sands Caravan Park, aufgestellt, mitten in den Dünen, als ein klappriger, verrosteter 205er an mir vorbei fuhr. Er sah mich und schon stand sein Zelt neben meinem. Es wurde eine lange Nacht, in der wir seinen und meinen Whiskyvorrat vernichteten.

    Schöne, nette Begegnung mit lockerer Unterhaltung! Wiedergesehen haben wir uns nicht, Austausch irgendwelcher Adressen o.ä. gab es auch nicht. Trotzdem eine Begegnung, an die ich gerne zurück denke.

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    #52
    So etwa 1998, Norwegen, irgendein Fjord. Ich sitz mutterseelenallein auf einem wackligen Bootssteg u. bringe div. Pilkern u. Wobblern, Blinkern etc. das Schwimmen bei.
    Kommt noch jemand, setzt sich ein Stück weit daneben u. gibt sich der gleichen Tätigkeit hin. Erfolgreich waren wir beide, Dorsch, ein paar leuchtend bunte Fischlein??? (wir sind doch nicht am Mittelmeer). Beim Angeln nicht wirklich redselig, kommen wir trotzdem nach einer Weile ins Gespräch und unterhalten uns auf Englisch (Fremder-Norwegen-englisch kann jeder), bis dann unweigerlich, nach wirklich längerer Zeit, irgendwann die unvermeidliche Frage nach dem "woher, wohin etc." aufkommt. Als ich dann gestehe, Deutscher zu sein, gibt sich der Gegenüber als ein an der Grenze zu Deutschland lebender Däne zu erkennen, mit perfekten Deutschkenntnissen. Den (gemeinsamen) Fang haben wir dann später gemeinsam "verbraten" und dazu etwas Alkohol vernichtet (Nichten war'n leider keine da, aber der vernichtete Allohol konnte wenigstens niemand mehr schaden. Mitnichten!).
    War schon gut.

    Grüße
    Uli

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    #53
    Letzten Samstag, in Centurion. Das liegt zwischen Johannesburg und Pretoria. War zwar organisiert und nicht so original wie die beschriebenen Begegnungen, aber fuer mich ein Hammer.

    Ted Simon, Jupiter's Travels (kenne nicht den deutschen Titel...) ist momentan in SA auf Einladung der Wilddogs.

    Der Mann ist schlichtweg der Guru von RTW. Er ist inzwischen 79 Jahre, faehrt momentan auf einer gesponsorten F800GS durch SA und haelt ein paar Vortraege ueber Organisation und Durchfuehrung von RTW Trips. Was ein ausgeglichener Mensch, total sympatisch. Absolut relaxed, bekommt das Grinsen nicht aus dem Gesicht, total freundlich. Hat seit 1964 keinen Job, braucht auch keinen. 1973 hat er auf einer Triumph damit angefangen. Morgen gibt er Bilder/Video Vortrag und wird dazu erzaehlen. Leute, so einem Mann kann ich Wochenlang zuhoeren.

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    #54
    Zitat Zitat von SA Moose Beitrag anzeigen
    Letzten Samstag, in Centurion. Das liegt zwischen Johannesburg und Pretoria. War zwar organisiert und nicht so original wie die beschriebenen Begegnungen, aber fuer mich ein Hammer.

    Ted Simon, Jupiter's Travels (kenne nicht den deutschen Titel...) ist momentan in SA auf Einladung der Wilddogs.

    Der Mann ist schlichtweg der Guru von RTW. Er ist inzwischen 79 Jahre, faehrt momentan auf einer gesponsorten F800GS durch SA und haelt ein paar Vortraege ueber Organisation und Durchfuehrung von RTW Trips. Was ein ausgeglichener Mensch, total sympatisch. Absolut relaxed, bekommt das Grinsen nicht aus dem Gesicht, total freundlich. Hat seit 1964 keinen Job, braucht auch keinen. 1973 hat er auf einer Triumph damit angefangen. Morgen gibt er Bilder/Video Vortrag und wird dazu erzaehlen. Leute, so einem Mann kann ich Wochenlang zuhoeren.
    ich kenne beide Bücher und fand das zweite unnötig. Aber sicher kann der was erzählen..... das würde ich mir auch antun!!

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    Standard 2. Teil Strasbourg

    #55
    So schnell wie die Mädels aufgetaucht sind, waren sie auch wieder verschwunden, dafür traten kurz nacheinander 2 andere Typen auf. Der erste, ein Franzose, klein, untersetzt,fett,angeberisch, erster Eindruck- und der täüscht mich selten " OBER.........."
    Dann kam der zweite mit ner SUZUKI GS 500. HN am Nummernschild, a Schwoob, aber sowas von auf unserer Spur. Die SUSI sah aus als wenn er 5000 km durch Wüste und Schlamm gefahren wär, Ich hatte bis da noch nie so ein stumpfes Ritzel gesehen, Die Kette hing fast am Boden, und war aussen nur Rost, dafür innen blitzblank War jetzt schon gegen 23Uhr, und wir 3 Süddeutschen gaben den Franzosen zu verstehen, das wir für heute Nacht noch eine Unterkunft, Schlafgelegenheit brauchten.

    Jean Pierre sagte dann, sie hätten für uns eine freistehende Wohnung,,wo wir schlafen könnten. War alles etwas "misteriös", zumal das "OA" ständig mit einem Klappmesser rumfuchtelte.

    Schließlich haben wir schweren Herzens unsere Motorräder stehen lassen, und sind mit der Gang zu Fuß mehrere Straßen weiter marschiert. Dabei erzählte mir Jean Pierre das die Cote d' Azur sein Ziel ist, und dabei hat das "OA" ständig Passanten mit seinem scheiß Messer angemacht und sich richtig aufgebaut. Solche Typen kotzten mich an.....aber wie.

    Wir waren dann plötzlich im Aufzug eines ca 10stöckigen Wohnblocks-total ermüdet,-Wohnunstür. Es hatte niemand einen Schlüssel.

    Es ging ratzfatz, die hatten Messer, Schraubenzieher, Nageleisen etc. und die Tür war auf. Komplett eingerichtet, hier können wir schlafen, alle. So einfach eine Whg. aufgeknackt

    Uwe der Heilbronner hat noch in aller Ruhe gebadet. Die Nacht haben wir trotz aller Müdigkeit mit einem offenem Auge....verbracht. Am Morgen haben wir uns bei den Franzosen bedankt und verabschiedet und sind mit Uwe richtung Heimat gedüst, und haben noch eine Nacht in HN verbracht.

    Die Mädels, die Gang, Jean Pierre und den Uwe, hab ich nie wieder gesehen.

    Positive Erfahrung

    2 Jahre später das genaue Gegenteil,auch im Elsass, wir wurden als Motorradfahrer nur abgelehnt.

    26 Jahre her,okay hab keinen Bock mehr auf Frankreich.

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    #56
    Fortsetzung von hier!!!
    Nun die Geschichte der Heimfahrt am nächsten Tag!
    Wie sich jeder denken kann, ging es beim Treffen etwas feucht-fröhlich zu und natürlich
    wurde es auch ziemlich spät, bis wir in die Schlafsäcke fanden!
    Egal, jedenfalls brachen wir am Sonntagmorgen so gegen 10.30 Uhr auf, um in Richtung Heimat zu fahren, schön ordentlich und gesittet, man will ja schließlich nicht auffallen!
    Natürlich, es kommt wie es kommen muss, da steht nach einigen Kilometern so ein kleines grünes Männchen mit einer Kelle in der Hand und will uns nicht vorbei lassen, sondern fordert uns unmissverständlich auf, in die Parkbucht vor uns zu fahren, in der noch so ein grünes Männlein in einem grünen VW-Bus sitzt!!
    Tja, der eine oder andere geneigte Leser weiß jetzt sicher was kommt und denkt sich insgeheim,
    selber Schuld, wer saufen kann, der muss auch die Konsequenzen tragen können!
    Richtig, aber wir waren jung und wir haben es auch nicht übertrieben auf der Heimfahrt, den wir wussten, der eine oder andere hat noch Restalkohol im Blut!
    Ja, ok, die meisten natürlich und wir mussten auch was uns jetzt blüht, da kommen wir jetzt nicht so ganz ungeschoren aus der Affäre!

    Nun, zusammen mit uns wurde ein junger Autofahrer zur Kontrolle mit raus gewunken,
    der nur kurz vor uns fuhr und der stand jetzt zusammen mit mir vor den grünen Männchen,
    die uns so lustige Luftballons in die Hand drückten, mit der Aufforderung,
    diese kräftig aufzublasen!
    Ich wusste natürlich, was kommt und hab mir verzweifelt überlegt, wie ich aus der Sache noch irgendwie aussteigen kann,
    aber eine Lösung viel mir auf die Schnelle nicht wirklich ein!

    Jedenfalls hatte der junge Autofahrer zwischenzeitlich seinen Luftballon aufgeblasen
    und im selben Moment kam von einer nicht weit entfernten Kreuzung ein fürchterlicher Krach,
    in Form von Reifengequitsche, was die beiden grünen Männchen veranlasste, kurz unkonzentriert zu sein und sich in diese Richtung zu drehen!
    Und jetzt kommt´s!
    Der junge Autofahrer reißt mir in selben Augenblick meinen Luftballon aus der Hand, drückt mir seinen eigenen wiederum in meine Hand und bläst meinen gleichzeitig ganz schnell auf!
    Leute, das ging so schnell, dass es selbst von meinen Kumpels nur zwei mitbekommen hatten!
    Der Krach war wieder vorbei, die beiden grünen Männchen wendeten ihre Aufmerksamkeit wieder unserer Person zu und waren etwas erstaunt, als sie meinen Luftballon wieder in Empfang nahmen, den er war nicht so farbig, wie sie es sich erhofft hatten!
    Lange Rede, kurzer Sinn, die beiden grünen Männchen nahmen Abstand davon, auch noch einem meiner Kumpels einen Luftballon in die Hand zu drücken, den ich hatte ja wahrheitsgemäß geantwortet, ja, wir haben gestern Abend so zwei, drei Bier getrunken!
    Sicher hat auch dazu beigetragen, dass keiner aus der Rolle viel und sich der Konsequenzen bewusst war!

    Richtig, der junge Autofahrer, oder was auch immer er wirklich war, hat uns allen den Arsch gerettet und wir konnten und durften uns nicht einmal bei ihm bedanken, den als wir wieder unsere Motorräder besteigen konnten, war er weg und auch eine Suche in verschiedene Richtungen brachte keinen Erfolg!
    Nummernschild?
    Richtig, aber zu dem Zeitpunkt dachte da keiner dran!

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    Standard Sommer 1983

    #57
    haben wir beschlossen, mit unseren 80gern in die Bretagne zu fahren. Wir, das waren 5 Jungs die sich seit dem Kindergarten kannten. Die Hinfahrt wollten wir in zwei Etappen meistern, und so steuerten wir am ersten Tag den Campingplatz am Fuße des Mont Saint Michel an. Am nächsten Morgen packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren weiter. Kurz hinter Rennes im Foret de Paimpont blieb Ralf plötzlich zurück. Als wir dann seine Zündapp untersuchten stellte sich heraus, das er in jedem Gang Gas geben konnte, jedoch ohne Vortrieb. Nach kurzer Diskussion, was das denn sein könnte, nahmen wir schliesslich den linken Motordeckel ab. Da zeigte sich dann das Dilemma: Ralf hatte in Bochum getreu Schildbürgermanier das Sicherungsblech zum krummschlagen über der Ritzelmutter nicht montiert. Diese lag nu irgendwo herum, war aber trotz langer Suche nicht aufzufinden. Als wir schon dran dachten, von irgendeinem herumstehenden Bagger ne Mutter mit einem viel gröberen Gewinde auf die Welle zu würgen, donnerte ein hagerer Kerl in schwarzem Leder und klitzekleiner fliegenübersäter Halbschale auf ner MV Agusta 350 an uns vorbei. Aus unserer damaligen Perspektive war das nen ultracooler Kerl und ne ultracoole Maschine. 5 Minuten später kam er zurück und hielt an. Dann sahen wir auch, daß er eine Handtellergrosse Tätowierung mit zwei Buchstaben auf dem Oberarm hatte: MV Wir konnten kaum französisch und er kein Englisch. Als wir ihm das Dilemma mit Händen und Füssen beschreiben konnten, das die Welle ein Feingewinde hat (in Frankreich waren damals Zündapp-Läden mehr als selten) sagte er sowas wie "no Problem" und donnerte davon. 20 Minuten später kam der Kerl doch tatsächlich wieder und brachte uns ne Mutter mit Sicherungsblech. Original Zündapp, mit passendem Feingewinde. Unglaublicher Zufall, wir konntens kaum fassen. Anschliessend luden wir den Kerl noch auf ein Bier und ein Ricard in Rennes ein und konnten unsere Fahrt fortsetzen. Das war mein erster Motorradurlaub und auch einer der schönsten. 3 Wochen Bretagne auf dem Campingplatz und mit Sprit, Camping und Essen alles zusammen für 535 DM. Unglaublich, wenn man da heute drüber nachdenkt.......

  8. Registriert seit
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    Standard Hildesheim - München

    #58
    Autozug Hildesheim - München !
    Ich wollte mit meinem Bike zu M-Tec in Hohenlinden !
    Nur hin und zurück in kürzester Zeit - nee -zweimal über 400Km Autobahn hat ich keinen Bock ! Also Autoreisezug ab Hildesheim bis München !
    In Hildesheim kannte ich mich eigentlich schon aus - die 10 Biker fuhren ihre Kisten auf die Waggons und anschließend dauert es noch eine halbe Ewigkeit,bis es denn endlich los geht ! Es war schon 23 Uhr vorbei und Bahnhof Hildesheim war absolut tot ! In mir meldete sich aber die Seele,die unbedingt per Nahrung mit dem Körper verbunden gehalten werden wollte .Ich ging also nach draußen ,eine Straße ein paar hundert Meter runter und fand dort eine Dönerbude - Döner 1,50€ - klar weiß ich ,daß das nur Müll sein kann - aber wurde trotzdem riskiert.Als ich am Bahnhof wieder ankam quäkte der Lautsprechen irgendwas von Autozug Gleis so und so .Ist ja bekannt,daß diese Durchsagen nicht der Information dienen,sondern dem Sprecher zur Darstellung seiner verquasten Ausdrucksform - und wenn es denn noch eine Frau ist,dann versteht man schon mal überhaupt nichts mehr !Na ja - die Eckdaten hatte ich aufschnappen können - Autozug und Gleis .
    Ich also hoch zum Gleis und richtig .- Autozug stand dort und war abfahrbereit! Drinnen hab ich erstmal abgewartet bis sich alles sortiert hatte und der Schaffner sichtbar wurde !Bei einer anderen Fahrt hatte ich von einem Harleytreiber mitbekommen,wie man sich das Leben in einem Autozug etwas erleichtern kann . Ist nämlich im Eventualfall eine echte Herausforderung,wenn so ein Abteil voll besetzt ist ! Wenn vier Kerle ,die sich in solche einem kleinen Raum arrangieren müssen,irgendwann jeder auf seiner Liege Platz gefunden hat und 2 davon im Schlaf richtig am Abzug ziehen und ihren ganzen Groll per röhrendem Druckabbau den Rest der Besatzung unterhalten wollen !
    Aber das ist gar nichts gegenüber weiblichen Begleitungen,denen das eher lautlos passiert aber im Übrigen eher einem Gasangriff entspricht-auch der Hinweis auf die Genfer Konventionen hilft da nicht mehr !!
    Jedenfalls bin ich auf den Schaffner zugesteuert ,in der Rechten verdeckt einen 20er und hab den kamaradschaftlich angesprochen - Rechte etwas vorgestreckt -" Sag mal - kannst du mir ein evtl. freies Abteil zuweisen ?" Durch die vorgestreckte Rechte und der Erfahrung des Schaffners unterstützt muß jetzt nur noch Tonlage,Lautstärke und Körperhaltung passen - hier passte es. Er nahm meine Hand ,aus der der Zwanziger in seine glitt und fragte -" In welchem Abteil bist du denn ?" " 286 B " Er sieht mich eine Weile an - " zeig doch mal dein
    Ticket !" " aber du weißt schon ,daß du im falschen Zug bist ? dieser fährt nach Lörrach und es gibt keinen gemeinsamen Haltepunkt der beiden Züge mehr!" Ach du Scheiße !! was jetzt ? ich steig in Lörrach aus - o.k.- aber mein Bike ist auf dem Zug nach München und dort holt es niemand vom Waggon .....!! so etwas wie Entsetzen wollte aufkommen - - - " warte mal hier !" Schaffner entschwand und kam nach 10 langen Minuten wieder !!
    " So,paß auf - in Göttingen hält der Zug ,nein - normalerweise nicht ,aber heute hält er eben dort!! Du steigst aus und wartest auf den nachfolgenden Autozug nach München - der hält eigentlich auch nicht in Göttingen ,aber heute eben doch ! steigst du einfach ein und dann meldest du dich bei meinem Kollegen !!"
    Unter lautem Quitschen stoppt der Autozug im menschenleeren Bahnhof Göttingen - inzwischen war ea 00: 46 Uhr - alle Fenster gingen runter und einer stieg aus - ich !!!
    Nun stand ich da und lernte in dieser Nacht mal etwas über unsren Güterfernverkehr - ich glaub das weiß kaum jemand,was nachts auf den Schienen abgeht !! Alle 5 Minuten donnerte ein Güterzug durch den Bahnhof - wenn sich unsere Rennleitung hier mal positionieren würde - diese Lokführer nehmen keinen Millimeter den Fuß vom Gas ,wenn die durch Göttingen fahren - reiche Ernte wäre ihnen sicher !! Nach dem dreißigsten Güterzug näherte sich quitschend der von mir herbeigesehnte Autozug nach München ! Wieder gingen überall die Fenster runter und einer stieg ein - ich !! Der Schaffner kam auf mich zu -" komm mit ,ich hab ein leeres Abteil !" Meine neuerlich ausgestreckte Rechte ignorierte er " Nee ,ist schon in Ordnung !" Ich weiß nicht ,ob die einen gemeinsamen Topf haben - jedenfalls wollte er nichts annehmen ! Ich lag lange wach in meinem eigenen Abteil - so ab Fulda bin ich dann in einen herrlichen Schlaf gefallen !!
    Ja - und wer es nicht glaubt - das alles hat sich in Deutschland abgespielt !!

  9. Registriert seit
    17.10.2010
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    1.597

    Standard

    #59
    Hättest du die Dönerbude gleich gegenüber ausgewählt,

    wäre das evtl. nicht passiert.

    Gruß aus Hildesheim

  10. Lisbeth Gast

    Standard

    #60
    ich hab eben woanders des tigers verweis auf diesen fred gesehen. das schtümmt, kein mensch schreibt hier mehr!

    dann hab ich was kurzes, klitzekleines:

    bin isch misch großes fronkraischfan. mag isch das essen und die leute ganz besonders. die camargue, provence... isch könnte da öfter sein

    bandol im mai 2010, 19.00 uhr, ein bank direkt an der hafenpromenade. zwei erledigte motorradfahrer sitzen glücklich und beseelt von einer wunderschönen tagestour mit ausgestreckten beinen auf selbiger. zwischen beiden eine flasche rotwein, eine salami auf holzbrettchen und ein baguette. in regelmäßigen abständen wohliges geseufze wechselweise. einer der beiden hat pinke haare. pink im sinne von pink. nicht rötlich, rosa oder flieder, nein, pink.
    es nähert sich von links mit kleinen trippelschritten eine ältere dame. alt, um es direkt zu sagen. schneeweißes haare und gekleidet, wie es sich für eine oma ziemt. an der hand ein kleines mädchen von vielleicht 5 jahren. kleine kinder gucken, wenn sie was sehen. nicht unauffällig, sondern voll drauf. pinke haare sind für kleine kinder eine sensation.
    als sie auf gleicher höhe mit uns sind, höre ich die kleine fragen "oma, weshalb hat die frau pinke haare?" - die oma zögert nur kurz, zwinkert mir zu und sagt "die dame möchte gerne prinzessin sein".
    da haben wir uns aber gefreut, das kleine und das große mädchen.


 
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