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Biospritbeimischung (E10)

Erstellt von nypdcollector, 05.01.2008, 17:33 Uhr · 273 Antworten · 26.253 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    Ausrufezeichen Biospritbeimischung (E10)

    #1
    Laut aktueller Gesetzgebung sieht es ja so aus, dass ab 1.1.2009 in Deutschland 10% Biosprit zum normalen Benzin (Normal + Super) beigemischt werden muss. In der ADAC-Motorenwelt stand letzten Monat (12/07) dass aber nur die wenigsten Motoren (BMW war in der Liste nicht vertreten) für diese hohe Beimischung freigegeben sind. Die meisten haben nur eine Freigabe für bis zu 5% Bioethanolbeimischung, da der Biokraftstoff teilweise die verwendeten Metalllegierungen angreifen kann.
    Folge ist, dass die Mineralölwirtschaft einen verwendbaren Kraftstoff bereit stellen muss, der mit maximal 5% Bioethanol vermischt ist. Dies wird nach Verlautbarung die Sorte "Superplus" sein, mit dem für Mineralölwirtschaft und Politik erfreulichem Ergebnis, dass der sauteure Kraftstoff, der momentan gerade einmal 3% des Umsatzes ausmacht deutlich mehr getankt werden wird/muss.

    Die Frage ist, wie verhält es sich mit unseren Motoren in der Q? Diese dürften aller Voraussicht ja auch nach den selben Herstellungsverfahren wie PKW-Motoren gefertigt sein und damit der selben Problematik unterliegen. Weiss da einer von Euch näheres?

  2. Registriert seit
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    #2
    Ja, mein Vater hatte mir das auch schon erzählt. Desweiteren soll der
    Biosprit auch umwelt schädlicher sein als normaler Sprit, da bei der
    verbrennung (außer co2) viel gefährlichere "Klimakiller" entstehen. Das
    hab ich in einer Reportage im Tv gesehen, kan aber leider nicht mehr
    genau sagen, wann und wo.
    Wenn das so sein sollte, dann wäre das mal wieder eine riesen
    Geldschneiderei! Was es wohl eh ist...

    Bye, jens

  3. Ulf
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    #3
    Zitat Zitat von Sunsurfer_81 Beitrag anzeigen
    soll der
    Biosprit auch umwelt schädlicher sein als normaler Sprit, da bei der
    verbrennung (außer co2) viel gefährlichere "Klimakiller" entstehen.
    Wenn es sich beim hinzugemischten Kraftstoff tatsächlich um 100% Ethanol handelt, mit Sicherheit nicht.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ethanol

    Prost!

  4. Registriert seit
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    #4
    Zitat Zitat von Ulf Beitrag anzeigen
    Wenn es sich beim hinzugemischten Kraftstoff tatsächlich um 100% Ethanol handelt, mit Sicherheit nicht.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Ethanol

    Prost!
    Richtig das sehe ich ein. Im Tv rechtfertigten sie das mit der begründung:
    "Pflanzenstoffe und Rückstände wären extrem fein in der Beimischung
    enthalten."
    Also ein Cocktail aus vielem mit dem Hauptbestnadteil Ethanol.

  5. Registriert seit
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    #5
    Hallo,
    habe mal bei BMW angefragt und folgende Antwort bekommen:

    "...vielen Dank für Ihre Anfrage.

    Handelsübliche Kraftstoffe, die Sie bereits heute an Markentankstellen
    erhalten, enthalten oftmals bereits einen Anteil an Kraftstoffen, die
    biologisch erzeugt wurden. Gegen die Verwendung dieser Kraftstoffe
    bestehen unsererseits keine Bedenken, da diese einer Norm unterliegen,
    die den Anteil an Biofuel regelt. Dieser Anteil ist mit den
    Fahrzeugherstellern abgestimmt und wirkt sich nicht negativ auf den
    Betrieb eines Kfz aus. Wir raten Ihnen aber in jedem Fall davon ab
    eigene Mischungen zu erstellen oder auf Kraftstoffe zurückzugreifen, die
    nicht dieser Normung unterliegen.

    Viele Grüße
    BMW Motorrad Direct"

  6. Registriert seit
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    #6
    Gut und schön, aber der heutige Anteil liegt bei 7% und nicht bei den in einem Jahr kommenden 10%. Wie sieht es da aus?

  7. Ulf
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    #7
    Zitat Zitat von Sunsurfer_81 Beitrag anzeigen
    "Pflanzenstoffe und Rückstände wären extrem fein in der Beimischung enthalten."
    Naja, da macht halt jemand Stimmung gegen sogenannte "Bio"kraftstoffe. Das Zeug ist nicht gefährlicher als Kraftstoff aus destilliertem Rohöl. Wirklich ökologisch ist eh nur: sparen, sparen, sparen.

    Allzu hoch kann der "Bio" Anteil eh nicht werden. Soviel Ackerfläche bietet dieser Planet gar nicht, um den Brennstoffbedarf der Menschheit damit abzudecken. In Mexiko gabs schon erste Demos wegen steigender Maispreise. Ist bei denen Grundnahrungsmittel.

    Ulf

  8. Registriert seit
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    #8
    Zitat Zitat von Ulf Beitrag anzeigen
    Das Zeug ist nicht gefährlicher als Kraftstoff aus destilliertem Rohöl.
    Deswegen gibt es auch die Bestätigungen aus der Mineralölwirtschaft/Politik/Fahrzeughersteller, dass Bio-Ethanol die verarbeiteten Leichtmetalle angreifen kann?

  9. Registriert seit
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    #9
    ...und bei uns sind deshalb seit der letzten Ernte die Getreidepreise so hoch. Die "Verspritung" lohnt inzwischen mehr, als die Verwendung als Lebensmittel (wird ja auch noch als ökologisch sinnvoll gefördert..). In MV war der Anteil des Getreides zur Spritproduktion in 2007 deutlich höher, als die sonstige Verwendung.

    Gruß
    Berndt

  10. Ulf
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    #10
    > deswegen gibt es auch die Bestätigungen aus der Mineralölwirtschaft/Politik/Fahrzeughersteller,

    Deswegen werden viele Motoren von VW und Opel unverändert nach Brasilien verkauft. Die fahren mit 22% Anteil -- seit Jahren schon. Nichts, worauf sich die Automobilindustrie nicht einstellen kann. Bei älteren Fahrzeugen (auf dem europäischen Markt) mag es anders aussehen.

    Es ging mir außerdem um echte "Gefahren" für dei Umwelt durch Ethanol. Und die bestehen nicht.


 
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