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Biospritbeimischung (E10)

Erstellt von nypdcollector, 05.01.2008, 17:33 Uhr · 273 Antworten · 26.274 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Zitat Zitat von Presi7XL Beitrag anzeigen
    ...und bei uns sind deshalb seit der letzten Ernte die Getreidepreise so hoch. Die "Verspritung" lohnt inzwischen mehr, als die Verwendung als Lebensmittel (wird ja auch noch als ökologisch sinnvoll gefördert..). In MV war der Anteil des Getreides zur Spritproduktion in 2007 deutlich höher, als die sonstige Verwendung.

    Gruß
    Berndt
    Wenn es so weiter geht, dann kann ein landwirt wieder von
    seiner Hände arbeit leben. So falsch ist das nicht, denke ich!

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    #12
    Er lebt auch da nicht von seiner Hände Arbeit, sondern von den exorbitanten Subventionen zum Biosprit (mithin auch von meiner Kohle) - ich subventioniere lieber Nahrungsmittel als Benzinzusätze . Außerdem hat auch hier mal wieder nicht der Landwirt den Vorteil, sondern nur die Agrarkonzerne. Aber nun wirds politisch - off topic

    Gruß
    Berndt

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    #13
    Zitat Zitat von Presi7XL Beitrag anzeigen
    Er lebt auch da nicht von seiner Hände Arbeit, sondern von den exorbitanten Subventionen zum Biosprit (mithin auch von meiner Kohle) - ich subventioniere lieber Nahrungsmittel als Benzinzusätze . Außerdem hat auch hier mal wieder nicht der Landwirt den Vorteil, sondern nur die Agrarkonzerne. Aber nun wirds politisch - off topic

    Gruß
    Berndt
    Mein schwager hat ca 50ha getreide. Seid langer zeit bleibt mal wieder
    eine summe übrig, dass sich alles lohnt und er sowas wie ein ausrechenbaren
    stundenlohn bekommt.
    Durch die verknappung des überangebotes kommen wir wieder zu einem
    "normalen markt" und wenn es in der welt so weiter geht, dann bracuht
    es keine subventionen mehr, da es sich schlechtweg lohnt, etwas anzubauen.

    -> das war mein letztes statement zu anbauflächen etc.

    Bye, jens

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    #14
    Zitat Zitat von Presi7XL Beitrag anzeigen
    Er lebt auch da nicht von seiner Hände Arbeit, sondern von den exorbitanten Subventionen zum Biosprit (mithin auch von meiner Kohle) - ich subventioniere lieber Nahrungsmittel als Benzinzusätze . Außerdem hat auch hier mal wieder nicht der Landwirt den Vorteil, sondern nur die Agrarkonzerne. Aber nun wirds politisch - off topic

    Gruß
    Berndt
    Moin Berndt,
    die von dir genannten Subventionen sind so hoch, dass neu gebaute Biodiesel-firmen lediglich nur noch Raps pressen aber nicht mehr zu Biodiesel weiter verarbeiten. Denn wenn sie dies tun, dann wird der ganze Spass ganz einfach zu teuer. Es kommt diesen Firmen billiger, wenn sie das Rapsoel nach Amerika verschiffen, dort veredeln lassen und dann wieder zurueck verschiffen. Erst unter diesem gigantischen und in meinen Augen absolut schwachsinnigen Aufwand lohnt sich des ganze im Moment. Also soviel Subvention steckt da zumindest in Deutschland nicht drin.

    Ralf

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    #15
    Zitat Zitat von Sunsurfer_81 Beitrag anzeigen
    Mein schwager hat ca 50ha getreide. Seid langer zeit bleibt mal wieder
    eine summe übrig, dass sich alles lohnt und er sowas wie ein ausrechenbaren
    stundenlohn bekommt.
    Durch die verknappung des überangebotes kommen wir wieder zu einem
    "normalen markt" und wenn es in der welt so weiter geht, dann bracuht
    es keine subventionen mehr, da es sich schlechtweg lohnt, etwas anzubauen.

    -> das war mein letztes statement zu anbauflächen etc.

    Bye, jens
    Moin Jens,
    das ganze hat aber auch ne kleine andere Seite. Wir nehmen jetzt einfach mal an, dass du in einer Firma arbeitest die Landwirtschaftliche Geraete herstellt wie zb. die Firma mit dem gelben Hirsch. Ich nehme jetzt absichtlich dieses Beispiel um des ganze ab zu kuerzen. Der Landwirt verkauft sein Getreide dem jenigen der ihm am meisten zahlt. Egal ob der jenige damit Strom, Sprit oder Brot macht. ( Wuerde ja jeder so machen) . Nun tritt eine kleine Verknappung an Getreide ein. Vielleicht noch gefoerdert durch irgendwelche Missernten in anderen Laendern. Brot, Bier und alles wo auch nur ein Fizelchen Getreide drin steckt wird teurer, weil ja auch die Rohstoffe teurer werden. Tja, nun verdienst du aber nur nen bestimmten Betrag. Irgendwann kannste dir dann nix mehr leisten und gehst zu deinem Chef und bittest ihn um ne kleine Gehaltserhoehung. Er gibt sie dir und da du aber nicht alleine zu deinem Chef gehst, sondern auch noch hunderte andere aus deinem Betrieb sagt sich dein Chef. Da ich nun hoehere Kosten habe muss ich auch meine Produkte verteuern. Dann kommt dein Schwager und braucht ein neues Landwirtschaftliches Geraet. Und nun stellt er mit erstaunen fest, dass er zwar mehr Einnahmen durch hoehere Getreidepreise hat, aber jetzt auch mehr zahlen muss. Also verdient er im Schnitt zwar mehr, hat aber trotzdem net mehr, weil er doch wieder weniger fuer sein Geld bekommt. Ich hoffe, du verstehst, was ich damit meine.
    Klar soll ein Landwirt fuer seine Arbeit gerecht entlohnt werden, aber des ganze hat wie schon gesagt immer zwei Seiten.

    Ralf

  6. Registriert seit
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    #16
    Nur so ein klitzekleiner Hinweis vom TE:

    Die Fragestellung war, wie die BMW Motorradmotoren die 10% Bio-Ethanol Beimischung aushalten, oder ob wir ab 2009 auf Superplus ausweichen müssen.
    Das thread-Hijacking war eigentlich so nicht erwünscht.
    Vielleicht kann es ein Mod ja absplitten.

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    #17
    Hallo Ralf,

    das gibts ein Missverständnis - du redest von Rapsöl, ich von Methanol.
    Für Rapsöl vollsten Beifall, aber für die Alkoholproduktion sieht es ganz anders aus. Nein, nicht den zum Schlucken..., sondern den der blind macht - und für den keine Alkoholsteuer fällig wird. Also die Plempe, die ins Benzin (nicht Diesel) kommt, seit kurzem sogar mit erhöhtem Anteil, so hoch, das wg des gesetztlichen "Muss" der Preis dafür wg. Knappheit gestiegen ist.
    Deswegen wurden im letzten Jahr reichlich Werke aus dem Boden gestampft. M.E. in MV sogar das größte in Europa.
    Und die vergären tatsächlich Getreide - alles was sie bekommen können, nicht nur Mais. Und diese Produktion wird auch noch subventioniert - sogar doppelt, weil die Rückstände nochmal "verstromt" werden - als regenerative Energie mit Einspeisung zum Festpreis...

    Den Landwirten mache ich keinen Vorwurf, die produzieren wofür sie das meiste Geld bekommen - den Rest hast Du ja trefflich geschildert...

    So, das solls aber nun von meiner Seite endgültig zu diesem Thema gewesen sein - nicht, dass wir uns hier noch streiten ...

    Gruß
    Berndt

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    #18
    Zitat Zitat von nypdcollector Beitrag anzeigen
    Nur so ein klitzekleiner Hinweis vom TE:

    Die Fragestellung war, wie die BMW Motorradmotoren die 10% Bio-Ethanol Beimischung aushalten...
    Sorry, Du hast recht, tut mir leid, war so nicht geplant .

    Gruß
    Berndt

  9. Chefe Gast

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    #19
    Zitat Zitat von nypdcollector Beitrag anzeigen
    Deswegen gibt es auch die Bestätigungen aus der Mineralölwirtschaft/Politik/Fahrzeughersteller, dass Bio-Ethanol die verarbeiteten Leichtmetalle angreifen kann?
    Ist wie beim Bio-Diesel. Die Verbraucher haben (Geiz ist geil) den Biodiesel völlig kritiklos überall hineingekippt. Biodiesel wirkt als Lösungsmittel, das auch Rückstände des normalen Diesels ausspült und/oder ältere Gummiarten angreift (Dichtungen, Schläuche...) Nach vielen Beschwerden der Autofahrer (selbst kann man ja nie was dafür ) hat z.B. Audi seine offizielle Freigabe für den Biodiesel wieder zurückgezogen - man wollte nicht für die Dummheit des Verbrauchers den Kopf hinhalten müssen. Ich glaube, dass sich hier die Firmen nur absichern wollen gegen zu viel "meine Karre ist kaputt und ihr seid schuld".

  10. Registriert seit
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    #20
    Hallo GS-ler,
    habe mich mal bei BMW schlau gemacht und habe folgende Antwort erhalten:

    vielen Dank für Ihre Anfrage.

    Handelsübliche Kraftstoffe, die Sie heute an Markentankstellen erhalten,
    enthalten bereits einen Anteil an Kraftstoffen (Mindestanteil 1,2 % in
    2007, 2 % in 2008, 2,8 % in 2009) die biologisch erzeugt wurden. Gegen
    die Verwendung dieser Kraftstoffe bestehen unsererseits keine Bedenken,
    da diese der Norm DIN EN 228 unterliegen, die den Anteil an Bioethanol
    regelt. Bitte beachten Sie, dass gemäß dieser Norm bei einer
    Ethanolbeimischung von bis zu 5 % keine Kennzeichnungspflicht besteht.

    Seitens BMW Motorrad bestehen gegen eine Verwendung von Ottokraftstoffen
    mit einer Beimischung von maximal 10 % Ethanol keine Bedenken. Höhere
    Beimischraten haben wir allerdings nicht getestet und raten Ihnen daher
    davon ab eigene Mischungen zu erstellen oder auf Kraftstoffe
    zurückzugreifen, die nicht der o.g. Normung unterliegen.

    Wir wünschen Ihnen eine sonnige Motorradsaison 2008 und stets gute
    Fahrt.

    Viele Grüße
    BMW Motorrad Direct

    -------------------------------------------------------
    Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft
    Vorstand: Norbert Reithofer, Vorsitzender,
    Frank-Peter Arndt, Ernst Baumann, Herbert Diess,
    Klaus Draeger, Friedrich Eichiner, Michael Ganal,
    Stefan Krause
    Vorsitzender des Aufsichtsrats: Joachim Milberg
    Sitz und Registergericht: Muenchen HRB 42243
    --------------------------------------------------------


 
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