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Biospritbeimischung (E10)

Erstellt von nypdcollector, 05.01.2008, 17:33 Uhr · 273 Antworten · 26.248 Aufrufe

  1. Baumbart Gast

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    Zitat Zitat von GSAchris Beitrag anzeigen
    und nach ein paar Monaten wieder zurück kommen, weils anderswo auch ned besser ist.
    Im Gegenteil, eher schlimmer.

  2. MHL
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    Vorbehaltlich eines Irrtums:

    In der Bundesrepublik werden jährlich etwa 2000PJ an Energie für den Straßenverkehr aufgewendet (Umweltbundesamt). Das entspricht etwa 66 Mrd. Liter Kraftstoff. Legt man die angekündigten 400 Mio € auf diese Menge um, dann bleiben für einen Liter Sprit etwa 0,6 cent übrig, plus Steuern also etwa 1 cent. (Ja, der Statt verdient auch noch mal etwa 400 Mio. daran ....). Wollen wir mal abwarten, um wieviel cent der Sprit dann teurer wird. Ich nehme noch Wetten an.

  3. Registriert seit
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    In Deutschland fallen Kraftfahrzeuge bei 10 % Bio-Ethanol auseinander, aber warum funktioniert es in anderen Ländern sogar teils mit deutlich höheren Beimischungen und dort ohne Kapitale Schäden.
    Oder sind wir Deutsche nur mal wieder aufgrund einer Veränderung voller Panik und es geht auch noch um etwas Heiliges, unser Kfz.
    Wir Deutsche neigen glaube ich zur Ängstlichkeit (da ist ja wieder das Thema Angst), in keinem Land der Welt wurde z.B. auf die Einführung von Google Street View so ängstlich reagiert.
    Und letzten Endes wegen zwei Jahre alter pixeliger Bilder und die Unkenntlich gemachten Häuser grenzen an Lächerlichkeit und machen erst recht Neugierig.

    Und in zehn Jahren werden wir vermutlich über 10 % Bio-Ethanol lachen.

  4. Baumbart Gast

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    kein Problem wen einer Nahrungsmittel durch den Auspuff blasen will, aber das der Staat dafür ne Zwangsquote einführt ist zum Ko**** - das die Mineralöliindustrie die Gelegenheit nutzt und ein paar Milliönchen abschöpft - wer täte das nicht

  5. Registriert seit
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    Das Nahrungsmittel Argument wird ja immer gerne gegen E10 verwendet, zeitgleich mit dem Argument das ein drittel der Weltbevölkerung Hunger leidet.
    Das dies Argument inhaltlich natürlich Quatsch ist wird den meisten auch klar sein, aber wenn es sonst kein Argument gibt.
    Quatsch ist dies Argument weil zwei drittel der Menschheit seit Jahrzehnten Lebensmittel Müllberge Produziert und es Hungersnöte auch vor der Verwendung von Biosprit gegeben hat.
    Damit ja auch immer alles verfügbar ist und wir Luxus verwöhnt wie wir sind auch um 21:30 Uhr im Supermarkt noch unser Frischgebackenes Brot, jegliches Gemüse und Obst kaufen können werden täglich tausende Tonnen an Lebensmitteln in Müll geworfen aber beim Tanken bekommen wir plötzlich Moralische bedenken.
    Ob es durch Biosprit auch nur einen Hungernden mehr geben wird oder ob die Lebensmittelpreise durch Biosprit steigen werden ist Philosophisch und somit eine Glaubensfrage, ganz bestimmt aber nicht durch die fünf Prozent mehr um die es bei uns hier geht.

    In vielen Ländern Hungern Menschen weil sie sich ihre eigenen Lebensmittel nicht leisten können, wir zahlen einfach besser!

  6. MHL
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    Zitat Zitat von Mortenhh Beitrag anzeigen
    In Deutschland fallen Kraftfahrzeuge bei 10 % Bio-Ethanol auseinander, aber warum funktioniert es in anderen Ländern sogar teils mit deutlich höheren Beimischungen und dort ohne Kapitale Schäden.
    Im Prinzip hast Du Recht, aber es ist natürlich nicht so Black&White, wie du es darstellst.

    Andere Länder jammern nicht, weil z.B. Frankreich nichts beimischt, Spanien ebenfalls nicht. Andere EU-Länder weiß ich z.Z. nicht.

    Brasilien fährt schon seit Jahrzehnten nur mit Alkohol. Diese Fahrzeuge erhalten aber auch seit Jahrzehnten eine andere Kraftstoffversorgungsanlage. Dann kam USA mit E85. Hierfür wurden dann besondere FlexFuel Fahrzeuge entwickelt. Die gleichen Fahrzeuge wurden dann auch nach z.B. Schweden eingeführt.

    OB es der richtige Weg ist, den Sprit zu verdünnen sei mal dahingestellt. Es gibt auch Ansätze, Großfeuerungsanlagen auf Alkohol umzustellen. Grosstechnologisch ließe sich so etwas wahrscheinlich leichter in den Griff bekommen als Änderungen an ein paar Millionen Fahrzeugen. Am Ende würde dann aber ebenfalls ein erheblicher Anteil fossiler Brennstoffe durch nachwachsende Ressourcen ersetzt. Aber das ist glaube ich eine andere Diskussion.

    Für den EU Markt entwickeln wir seit über 10 Jahren Systeme, die ähnlich dem Flexfuel Ansatz alle möglichen Sorten von Sprit vertragen. Auch davor gab es schon "Bio-kompatible" Fahrzeuge, die wurden aber hauptsächlich von den großen Exporteuren nach USA vertrieben.

    Es ist Fakt, dass ein nicht dafür vorgesehenes Fahrzeug kein E10 verträgt. Der Alkohol bzw. das Wasser, welches sich im "Schnaps" löst, greift alle Buntmetalle an, Alu korridiert und bestimmte Dichtungen geben ihren Geist auf (allerdings nicht bereits nach 1x falsch betanken.)
    Fakt ist aber auch, das heute über 80% aller unserer Fahrzeuge den Biosprit vertragen, die Panik also absolut nicht nachvollziehbar ist.

    Und da gebe ich dir wieder Recht: Der Deutsche hat sich von der Lobby sauber vorführen lassen, tankt den sauteuren Super-XXXXL Sprit und wird in Zukunft noch ein paar cent als Strafe für sein Verhalten drauflegen. Die Marketingexperten haben jedenfalls alles richtig gemacht.

    Aber es hilft nichts, solange der Preisunterschied nur ganz wenige cent beträgt. Ohne den Weg über den Geldbeutel wird es da keinen Wandel geben. Aber vielleicht ist das ja auch so gewollt?

  7. Registriert seit
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    Übersicht E10 Sprit in Europa (allerdings 5 Monate alt):

    http://www.tankstellenmarkt.com/e10-...a-1010717.html

  8. Momber Gast

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    Zitat Zitat von Mortenhh Beitrag anzeigen
    Das Nahrungsmittel Argument wird ja immer gerne gegen E10 verwendet, zeitgleich mit dem Argument das ein drittel der Weltbevölkerung Hunger leidet.
    Das dies Argument inhaltlich natürlich Quatsch ist
    Welches der beiden? Das erste ist jedenfalls kein Quatsch.

  9. Geronimo Gast

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    Zitat Zitat von Mortenhh Beitrag anzeigen
    Das Nahrungsmittel Argument wird ja immer gerne gegen E10 verwendet, zeitgleich mit dem Argument das ein drittel der Weltbevölkerung Hunger leidet.
    Das dies Argument inhaltlich natürlich Quatsch ist wird den meisten auch klar sein, aber wenn es sonst kein Argument gibt.
    Es geht nicht um den Hunger, es geht um die Flächen, um die fruchtbaren Böden die dann nur noch dazu benutzt werden. Oder warum gehen grosse Hedgefonds mittlerweile dazu über in Afrika gute Ackerflächen aufzukaufen.

    Problematisch ist ebenfalls die Rodung der Tropenwälder um dort anzubauen, das fällt uns irgendwann auch mal wieder vor die Füsse. E10 ist unter Garantie der falsche Weg in Industrienationen die Co2 Emission in den Griff zu kriegen.

    grüße,
    Jürgen

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    Zitat Zitat von Geronimo Beitrag anzeigen
    Es geht nicht um den Hunger, es geht um die Flächen, um die fruchtbaren Böden die dann nur noch dazu benutzt werden. Oder warum gehen grosse Hedgefonds mittlerweile dazu über in Afrika gute Ackerflächen aufzukaufen.

    Problematisch ist ebenfalls die Rodung der Tropenwälder um dort anzubauen, das fällt uns irgendwann auch mal wieder vor die Füsse. E10 ist unter Garantie der falsche Weg in Industrienationen die Co2 Emission in den Griff zu kriegen.

    grüße,
    Jürgen
    Das genau sind für mich die einzig wesentlichen Argumente in dieser Diskussion


 
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