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Blitzgedanke vor dem Sturz

Erstellt von Moni70, 18.08.2008, 10:45 Uhr · 29 Antworten · 3.179 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #21
    Entgegen der allgmeinen Aussage, bei einem Sturz gehe alles blitzschnell, habe ich eine andere Erfahrung gemacht.
    Während einem Sturz geht alles so langsam, dass man sich echt noch diverse Gedanken machen kann.

    Ich hatte einen Sturz bei 190km/h auf der Rennstrecke (in einer schnellen Rechts ist mir das Vorderrad weggerutscht)
    Während dem kurzen Rutschen merkte ich, wie der Handballen rechts warm wurde und dachte: "...., Handschuh durchgeribbelt". Hab dann einfach die Handflächen nach oben gedreht.
    Dann im Kies merkte ich wie in Zeitlupe, wie ich mich zu drehen begann und dachte "hm. Jetzt wohl die Arme anziehen, damit es die mir nicht um die Ohren haut." So getan wurde ich unzählige Male um meine Achse gedreht.
    Merkte sogar noch den einzelnen Stein, der mir bei halb aufgerissenem Visier an den Nasenrücken geschlagen wurde.
    Als ich dann endlich zum Stillstand kam hörte ich noch fast wie mein Kollege immer sagte: "Bleibt einen Moment liegen. Wer noch in der Bewegung aufstehen möchte fällt auf die Fresse, weil das Gleichgewicht noch nicht da ist."
    Gesagt getan. 5sek liegen geblieben, aufgestanden.
    Dann hab ich mit dem gesunden Arm die Ambulanz hergewunken

    Meine Frau erzählte vom Sturz letzten Freitag das selbe.
    Während dem Rutschen versuchte sie sich vom Motorrad weg zu stossen, ging aber nicht, weil der Fuss noch unter dem Motorrad eingeklemmt war.
    Noch während dem Schliddern dachte sie, dass sie schnellstmöglich aufstehen und aus der Gegenfahrbahn flüchten müsste.

    Es geht alles seeeeehr langsam, wenn man fliegt.

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    #22
    Zitat Zitat von spitzbueb Beitrag anzeigen
    Es geht alles seeeeehr langsam, wenn man fliegt.
    schon ein bisserl was von den Schweizern angenommen gell?

  3. Motoduo Gast

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    #23
    Jooooh, daaaas stimmt. Hab mir beim letzten Abflug noch während der Rutschphase ne Latte machiato reingepfiffen und über die Ungerechtigkeit auf der Welt und im Universum nachgedacht...das das immer sooo lange dauert bis zum Aufprall hätte ich gar nicht für möglich gehalten....

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    #24
    Hallo
    Mein erster und bisher einziger Sturz (auf Holz klopf)ist jetz schon 15 Jahre her. Es war dunkel , schöne linkskurve und in schräglage erst dieses riesige schlagloch gesehen welches mich komplett aus der spur brachte. Ab da ging alles in zeitlupe ... Ach da ist die laterne da willste aber nicht gegen ...... oh da beginnt der Zaun , da willste auch nicht rein.....Scheisse da beginnt der Acker vom Bauern ,wenn du da reinbretterst ist die Gabel hin . Also Kontrolliert auf die seite legen und über die Wiese rutschen lassen. Für mich spielte sich alles total langsam ab. Für meinen Kollegen der sich 1 min später auch da hingelegt hatte liefs wohl genau andersrum ab.
    Sein erster satz war: Wat isn nu los.
    So unterschiedlich kanns gehn.....

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    #25
    Hallo,
    vor 6 Wochen bin ich mitten in einer Ortschaft vor der Kreuzung abgestiegen.
    Das Vorderrad auf war Sand (habe ich hinterher festgestellt, als der Sand auf Augenhöhe war) weggerutscht. Ich hatte ein wenig zu fest gebremst.
    Mein einziger Gedanke, an den ich mich trotz angestrengtem Überlagen noch erinnern kann, war --- au Schei.. --.
    Es ging alles fürchterlich schnell. Ich hatte keine Zeit mir eine gute Abgangsposition zu verschaffen und einen geigneten Landeplatz zu suchen.

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    #26
    Zitat Zitat von dominotec Beitrag anzeigen
    ....habe ich links die KUPPLUNG gezogen, da beim Mountainbike links leider die Vorderradbremse greift....
    Das "Problem" kenn ich
    Drum hatte ich bei meinem Rad die Bremsen umgehängt - rechts bremst vorne, wie sich das gehört - und war lange Zeit glücklich und zufrieden.
    Und dann hat sich mein Sohn mein Radl unter den Nagel gerissen.
    Ui hat's den aufzaht wie er im Regen mit der rechten Bremse gebremst hat .

    Und von einem Kapitalstern meinerseits gibts auch noch zu berichten.
    Nämlich nichts.
    Ich wachte nämlich im Spital auf und hatte keine Ahnung warum ich, ausser den Schmerzen im Brustkorb, dort war, und wie ich hingekommen bin.
    Keine Ahnung von einem Unfall oder wo der passiert ist. Nur das Bild eines karierten Sakkos war im Hirn eingebrannt, und ein Schrei "Bleib Steh'n Trottel".
    Die letzte Erinnerung war wie ich zu Hause weggefahren bin.
    Als mir die Polizei später berichtete wo und was passiert war wusste ich dass mir etwa 15 Minuten davor und 45 Minuten danach komplett (bis heute) fehlen, und ich war gegen einen ca 80 jährigen Fußgänger (mit kariertem Sakko!) der hinter einem Lastwagen herausgekommen ist geknallt.
    Dank einer Zeugenaussage wurde ich freigesprochen und hab dann noch von seiner Haushaltsversicherung saftiges Schmerzengeld bekommen. Bei Konfrontationen Motorrad versus Fussgänger recht selten.
    Die netten Kieberer vom Unfallkommando haben mein Motorrad übrigens mit steckendem Schlüssel und eingeschalteter Zündung am Gehsteig abgestellt, und einfach dort stehen lassen.
    Es wurde dann ein paar Tage später abgeschleppt und ich durfte es (als ich mich wieder rühren konnte) in der "KFZ-Verwahrstelle" abholen. Die sehr saftigen Kosten fürs Abschleppen und das "Aufbewahren" habe ich dann nach einer erfolgreichen Klage gegen die Republik wieder bekommen. (Es lebe die Rechtsschutzversicherung)

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    #27
    Zitat Zitat von AmperTiger Beitrag anzeigen
    schon ein bisserl was von den Schweizern angenommen gell?
    Was heisst hier "angenommen"?? Ich bin ein purer Schweizer
    Darum kam mir warscheinlich alles so langsam vor

  8. Registriert seit
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    #28
    Zitat Zitat von spitzbueb Beitrag anzeigen
    Ich bin ein purer Schweizer
    Da verbietet sich der Begriff "Blitzgedanke" doch von selbst, oder?

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    #29
    Salü zusammen

    Überlegen vor dem Reden braucht halt Zeit.

    Bei mir ist auch alles sehr langsam abgelaufen. Ich habe einfach nicht aufgehört zu rutschen und das Motorrad gleich hinter mir. Mal auf dem Rücken, mal mit der Schulter, bis der Helm an der Leitplanke eingehängt hat. Trotz Gleichgewichtsproblemen fahre ich seit dem Zwischenfall fast weitere
    30 Jahre Motorrad. Manchmal muss ich halt bei einer Ausfahrt passen.

    Was solls!
    Gruss
    Daniel

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    Standard Mal so mal so

    #30
    Von meinem Ausrutscher habe ich schon vor ein paar Wochen erzählt. In der einen Sekunde fährt man in die Kurve, in der anderen liegt man wie eine Schildkröte auf der Fahrbahn. Warum das so war, weiss ich bis heute nicht.
    Andererseits der Unfall vor 20 Jahren : Mercedes nimmt mir die Vorfahrt , Vollbremsung, die (damals) Kawa legt sich schräg, ich wäge ab (!), ob ich soll oder nicht und springe dann weg, um dem Auto zu entgehen, gelingt nahezu (meine Hüfte und Schulter spüre ich bis heute). Dauer des ganzen : Vielleicht eine Sekunde. Ich kann's heute noch wie einen 30-Sekunden Werbespot vor meinen Augen ablaufen lassen.

    Der Ausgangspunkt war jedoch die Frage von Moni70 zu ihrem Offroad-Umfaller. Die meisten dieser Dinge passieren bei langsamen Tempo. Mir auch schon. Extreme Felsen, Löcher, Auswaschungen, ziemlich steiler Pfad, zack, wieder Loch, die Q stirbt ab. Es braucht eine ganze Zeit, sie wieder in Gang zu bringen (schliesslich sitzt man ja im Loch). Das passiert mir nicht mehr, denke ich. Bei der nächsten scharfen Biegung nach rechts nehme ich die linke äussere Kante. Alles andere war mir einfach zu kitzlig, weil sehr steil und steinig. Hoffentlich bleibt sie nicht wieder stehen. Was sie natürlich doch tut. Und sich nach rechts neigt. Der Fuss sucht den Grund, findet aber nur eine tiefe, tiefe Rinne. In der liegt jetzt die Q kopfüber. Es dauert 5 Minuten, bis der nach mir kommende Kumpel helfen kann (der war nämlich auch in einem Loch verhockt). Wir brauchen einige Zeit um die Kuh wieder in eine Stellung zum Losfahren hinzustellen.
    Erster Gedanke : .... happens
    Zweiter Gedanke : Nie wieder Offroad
    Letztendliche Konsequenz : 18./19.10. Kurs in Hechlingen
    Vielleicht hilft's ja.


 
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