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Blow-ups auf deutschen Autobahnen

Erstellt von FENNEC, 18.07.2013, 12:20 Uhr · 26 Antworten · 3.492 Aufrufe

  1. Heesters Gast

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    #11
    Hmm, find ich jetzt ehrlich gesagt ein wenig komisch die Reaktionen hier über dieses Thema, etwas Sarkasmus ist ja schon gut, aber ein potenziell tödliches Problem auf Autobahnen bei der Hitze nur mit lapidaren Sprüchen abzutun find ich doch ein wenig doof.

    Solche Teile sind ja zur Zeit nich selten und haben einem Menschen der unser Hobby teilte das Leben gekostet.

  2. Registriert seit
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    1.220

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    #12
    Zitat Zitat von Heesters Beitrag anzeigen
    Hmm, find ich jetzt ehrlich gesagt ein wenig komisch die Reaktionen hier über dieses Thema, etwas Sarkasmus ist ja schon gut, aber ein potenziell tödliches Problem auf Autobahnen bei der Hitze nur mit lapidaren Sprüchen abzutun find ich doch ein wenig doof.

    Solche Teile sind ja zur Zeit nich selten und haben einem Menschen der unser Hobby teilte das Leben gekostet.


    Dem kann ich nur zustimmen

  3. Registriert seit
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    #13
    Jetzt wollen wir mal die Kirche beim Dorf lassen. Natürlich versucht man auch solchen ernsten Themen eine spaßige Seite abzugewinnen, denn wenn wir uns über kleine Ausrutscher oder "hingelegte Maschinen" amüsieren, dann doch nur, weil wir auch den sehr ernsten, oft tödlichen Hintergrund kennen und uns dessen bewusst sind! Ansonsten würde wohl kein Motorradfahrer alt werden.

    Heute morgen erst bin ich von Starnberg nach Regensburg und zurück über die "verbotene AB" gefahren, es ruckelte sicher etwas mehr bei abgeplatzten Betonstücken, aber mit einer GS fühlt man sich in solchen Situationen sicher. Ich fahre ja auch in Marokko oder anderswo 150 km/h über reine Wellblechpisten und bügle Löcher und Einsenkungen weg. Genau dafür ist die GS geschaffen und wir sind hier im GS Forum! Dass eine Harley oder eine 1000 RR das nicht schafft, ist klar und deshalb sollte das Thema etwas differenziert betrachtet werden. Der verstorbene Motorradfahrer war mit einer Softail mit wenig Bodenfreiheit unterwegs und hatte leider wenig Chancen oder einfach zu wenig Erfahrung oder schlichtweg Pech.

    Es gibt im GS Leben genug andere, gefährliche Situationen, wie feiner Rollkies in engen Bergkurven, Öllachen oder Ölspuren auf hunderten von Metern, Rehe, Hunde, Kurven schneidende Autofahrer, Vorfahrtsverletzungen,... so dass man die aktuelle Gefahr der Fahrbahnaufplatzungen zwar nicht ignorieren sollte, aber auch nicht überdramatisieren muss! Wie gesagt, die GS schluckt vieles und solche "Problemstellen" gibt es millionenfach auf den Strassen unserer Welt!

  4. 084ergolding Gast

    Standard

    #14
    A92 Landshut <-> A9 München = permanente Fahrbahnüberwachung durch Messfahrzeug

    A92 Landshut <-> Dingolfing = auch hier permanente Fahrbahnüberwachung durch Straßenmeisterei.

    Dazu sind im Pulk je Richtung vier Fahrzeuge unterwegs. Drei mobile Warntafelschlepper, ein Messfahrzeug.

    Werde morgen die A93 Mainburg <-> Weiden fahren, rechne jetzt schon mit 80er Reduzierung.

    Mal schauen. Bis jetzt habe ich keine schlechtere Fahrbahn als bisher auch empfunden.

    Grüße Jan

  5. Registriert seit
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    #15
    Hi
    Zitat Zitat von petitprince Beitrag anzeigen
    Gestern kam die Nachricht in Bayern 3, dass Motorradfahrer gewisse Autobahnen - darunter A 93, Inntalautobahn - zur Zeit meiden sollten, da sich die Fahrbahn in Sekundenschnelle aufwölben könne und dann zu einer tödlichen Falle wird!
    Ich würde auf jeden Fall vermeiden direkt hinter einem LKW zu fahren. Sind die Betonplatten bereits latent verspannt undüberfährt ein LKW eine Fuge, dann wird die bereitsüberfahrende Platte ent- die "neue" Platte belastet. Die "hintere" kann somit leichter hoch weil die "vordere" grad nach unten gedrückt wird.
    1976 habe ich auf der A7 life gesehen als eine Platte etwa 60cm hochsprang. "Sprang" klingt in Verbindung mit Beton zwar witzig, aber sie schaffte es tatsächlich in der Zeit die dem Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse eines Lasters bei "80" entspricht! Die Hinterachse war schlagartig "ausgebaut"!

    Alle mir bekannten BlowUps waren auf den rechten Fahrbahnen.
    gerd

  6. Registriert seit
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    #16
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Alle mir bekannten BlowUps waren auf den rechten Fahrbahnen.
    Ah, das erklärt die elendige Linksfahrerei in D. Haben alle Angst vor einem "BlowUp".

  7. Registriert seit
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    #17
    Ich hätte erwartet, dass es eher auf der rechten Spur sicherer sei, wenn es zu einem ....... kommt.

    Wie man sich doch täuschen kann ...

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    #18
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi


    Ich würde auf jeden Fall vermeiden direkt hinter einem LKW zu fahren. Sind die Betonplatten bereits latent verspannt undüberfährt ein LKW eine Fuge, dann wird die bereitsüberfahrende Platte ent- die "neue" Platte belastet. Die "hintere" kann somit leichter hoch weil die "vordere" grad nach unten gedrückt wird.
    1976 habe ich auf der A7 life gesehen als eine Platte etwa 60cm hochsprang. "Sprang" klingt in Verbindung mit Beton zwar witzig, aber sie schaffte es tatsächlich in der Zeit die dem Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse eines Lasters bei "80" entspricht! Die Hinterachse war schlagartig "ausgebaut"!

    Alle mir bekannten BlowUps waren auf den rechten Fahrbahnen.
    gerd


    Super Beitrag !

  9. Registriert seit
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    #19
    Für alle die, die meinen, sich über derartige Ereignisse sarkastisch äußern zu müssen (o. gar es auf die Unfähigkeit eines Harleyfahrers schieben zu müssen, der mit lächerlich geringer Geschwindigkeit unterwegs ist, wie man das so kennt ):
    5m Plattenlänge, Anheben an einem Ende um 10cm, die Geschwindigkeit 200km/h (= 55.55 m/s ):
    Die 5m legt man dann in 0.09s zurück, gleichzeitig wird man "nur" 10cm vertikal bewegt, über die 5m leider nicht kontinuierlich beschleunigt (denn dann müsste die Platte nicht gerade geblieben und an einem Ende um 10cm angehoben sein, sondern eine, bzgl. der Beschleunigung angepasste Krümmung über die volle Länge aufweisen -etwas, was man z.B. bei gut konstruierten Nockenwellen erwartet).
    Egal wie, bei 200km/h erleidet das Moped bereits bei nur 10cm Höhenunterschied über 5m Distanz eine mittlere Vertikalbeschleunigung von 2.5g (24.7m/s²) und hat dann (rein theoretisch, bei angenommenem, tats. nicht vorhandenem, konstantem Verlauf der Beschleunigung) nach den 5m, eine Vertikalgeschwindigkeit von lockeren 2,2m/s = 8 km/h. Möglicherweise beherrschbar (lässt Gabel u. Heck etwas sehr viel tiefer eintauchen, sehr wahrsch. auf Block gehen, ihr wiegt eben mal kurz 250kg, anstatt "satter" 100kg ...), wenn man drauf vorbereitet ist u. das Material hält.
    Dummerweise ist da der Umstand, daß die Platte sich eben nicht auf voller Länge angehoben hat (10cm auf 5m Länge), sondern nur an einem ihrer Enden aufgebrochen ist, und das nicht nur um 10cm, sondern um 30-50cm (soviel gibt das Bild her). Bei 10cm auf nur einen Meter, der bei 200km/h in 0.018s durchfahren wird, beträgt die vertikale Beschleunigung (theoretisch) bereits unglaubliche 617m/s² = 63g, die Vertikalgeschwindigkeit am Ende der Rampe ungefähr 40km/h. Bei 30cm Vertikalversatz auf einen Meter sind's dann unglaubliche 1852 m/s² = 189g -das knackt locker auch die allerletzte Bandscheibe , die Vertikalgeschwindigkeit endet bei 33,34m/s = lockere 120km/h (nach nur einem Meter ).
    Wenn ich ca. 120km/h (33,33 m/s = 0.03s/m) voraussetze, etwas, was ich ohne Windshield, mit relativ breitem Lenker, durchaus über längere Zeit fahren kann, bleiben bei den letzten Zahlen für den Aufbruch immer noch 667 m/s² Beschleunigung, etwa 68g. Keine Chance, irgendwas dagegen zu tun, egal ob mit GS o. Harley (auch GS-Fahrer können die Physik nicht aushebeln).
    Bei derartigen Beschleunigungen, auch wenn sie nur theoretische Werte sind (und je nach Aufeinandertreffen der physikalischen Gegebenheiten deutlich höher/niedriger ausfallen können)), hält weder die Struktur einer GS/Harley (jedes x-beliebigen Motorrades), noch die eines LKW, derartiges aus, wie Gerd bereits beschrieb.

    Grüße
    Uli
    p.s.
    Zahlenwerte "ohne Gewehr"

  10. TomTom-Biker Gast

    Standard

    #20
    Erklär mir mal einer wie es überhaupt zu solchen Schäden kommen kann. Die Physik, die dahinter steckt ist mir schon klar, nur die Zahlenwerte nicht.

    Da ich kein Bauingenier bin oder jemand der sich mit der Materie von Beruf wegen beschäftigt, habe ich im Netz mal nachgeschaut: Wärmeausdehnungskoffezien von Beton 10exp-5/K, d. h. 0,001 %/K (ohne Garantie). Jetzt unterstelle ich mal 100 K Differenz (ist schon heftig, m. E. kritisch gerechnet ) und eine Plattenlänge von 5 m (wurde in einem Beitrag hier genannt). Das sind dann 0,00001/K x 100K x 5 m = 0,005 m = 0,5 cm.

    Die Dehnfugen sind 2 cm, oder von mir aus auch nur 1 cm. Wie das denn nun. Schlampig gearbeitet? Oder stimmen die Zahlenwerte nicht.

    Daß die Platten hoch gegangen sind steht ja fest. Aber warum?


    Ergänzung zur eigenen Erklärung nach etwas Lesen:
    die Platten sind soweit ich gelesen habe 7 m lang und die Fugen können tatsächlich auch kleiner als 1 cm sein und der Beton kann je nach verwendeter Qualität sich auch mal etwas mehr ausdehnen. Das paßt dann alles zusammen, um zu dem Effekt zu führen. Und es tritt ja auch nicht bei jeder Platte auf.

    Gruß Thomas


 
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