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BMW-Motorrad-Chef von Kuenheim Interview FAS 25.12.2011

Erstellt von marss73, 28.12.2011, 17:06 Uhr · 37 Antworten · 3.884 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    UB: Zu den Motorrädern: Der anhaltende Erfolg der Reise-Enduro R 1200 GS dürfte Sie mehr als zufrieden stimmen.

    HvK:Wir tun ja auch viel dafür. Jetzt gibt es beispielsweise neue Sondermodelle. Na ja, andere Hersteller kopieren uns da jetzt auch schon. Aber wenn man was kopiert, kann man niemals gewinnen. Man muss mit einem Original auf den Markt kommen.
    Dann erkläre ich ihm mal wie das geht:
    1. Mit einer chinesischen Firma eine Co-Operation eingehen, der den (ueberraschend preiswerten) Bau von Motorradteilen sowie einen gewissen Technologietransfer umfasst
    2. Sich über 2 oder 3 Prototypen kaputt lachen
    3. Sich die Augen reiben wenn auf einmal in Lateinamerika, Asien und Teilen Afrikas Chinchong R 1288 GS Marktführer sind.

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    #12
    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Dann erkläre ich ihm mal wie das geht:
    1. Mit einer chinesischen Firma eine Co-Operation eingehen, der den (ueberraschend preiswerten) Bau von Motorradteilen sowie einen gewissen Technologietransfer umfasst
    2. Sich über 2 oder 3 Prototypen kaputt lachen
    3. Sich die Augen reiben wenn auf einmal in Lateinamerika, Asien und Teilen Afrikas Chinchong R 1288 GS Marktführer sind.
    So die bunte Theorie. Wieviele Motorräder über 500ccm werden denn in Lateinamerika, Afrika und Asien verkauft? Ich gehe mal davon aus, dass die dort auch verschenkt nicht wesentlich besser gehen würden.

    Grüße
    Steffen

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    #13
    Du gehst nur davon aus was Du jetzt siehst. Und das ist genau der Fehler der Manager Oberschicht. Warte mal 10 Jahre.

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    #14
    Zitat Zitat von moeli Beitrag anzeigen
    bin mal gespannt wie lange es dauert bis dies merken hihi
    29.12.11, 11.03h - bis jetzt noch nicht

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    #15
    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    Du gehst nur davon aus was Du jetzt siehst. Und das ist genau der Fehler der Manager Oberschicht. Warte mal 10 Jahre.
    Mache ich gern. Aber worauf? Benzin wird in den nächsten Jahren nicht preiswerter - was sollen die dort also mit spritfressenden übermotorisierten Zweirädern? Es sei denn, ich unterschätze die Wunderwerke des Marketings

    Grüße
    Steffen

  6. TomTom-Biker Gast

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    #16
    Ich denke, daß die Aussage von Peter sich nicht nur auf Motorräder bezog. Auch wenn er nur diese nannte.

    Wer in China Kooperationen (auf neudeutsch: Joint ventures) eingeht, tut dies, weil das die einzige Möglichkeit ist überhaupt in den Markt reinzukommen. Und der Markt ist groß und lukrativ.

    Wer in dem Markt ist, verdient am Anfang richtig viel Geld. Einige jahre später ist das Geschäft vorbei, da haben die Chinesen in ihrer kopierfleißigen Art genügend Know-How abgezogen, das Werk geklont und verkaufen nun in eigenem Namen.

    Jeder Unternehmer weiß das und dennoch will jeder (fast jeder, es gibt auch welche die sich aus China wieder zurückgezogen haben) solche Kooperationen eingehen. Denn wir verdienen insgesamt mit China nicht schlecht. Zahlreiche Arbeitsplätze in Deutschland hängen von unseren Geschäften ab, die wir mit China machen. Deswegen auch immer etwas vorsichtig sein mit "nur Made-in-Germany-kaufen" oder "nur-in-Deutschland-produzieren". Die Wirtschaft funktioniert heute etwas anders als noch im 19. Jh. oder in der Mitte des 20. Jh.

    Um wettbewerbsfähig zu sein muß man den Chinesen immer einen Schritt voraus sein. Dann hat man auch in Zukunft noch einen Wettbewerbsvorteil. Z. B. auch bei den Motorrädern die BMW verkauft und von denen sie auch Teile in China produziert. Dann wird auch eine Chinyong R1288 GS kein wirkliches Wettbewerbsprodukt zum Original sein.

    Nebenbei bemerkt finde BMW sehr innovativ und teile von daher die optimistische Einschätzung des BMW-Chefs.

    Gruß Thomas

  7. Registriert seit
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    #17
    Richtig Tom, so war's gemeint. Auch wenn ich's im Ganzen nicht so optimistisch sehe.

    BMW allerdings hat so gut wie alles richtig gemacht, und die werden es auch auch weiterhin besser wie andere machen, so wie es aussieht.

    Der Motorradmarkt über 500 Kubik ist nur noch halb so groß wie vor vier Jahren (Anmerkung PK: in Europe meint er). Unter solchen Umständen kann es kein Zurücklehnen geben.
    Wer sowas sagt fährt perfekt die richtige Linie.

  8. Geronimo Gast

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    #18
    Zitat Zitat von Baumbart Beitrag anzeigen
    Stimmt, dem Chef des zumindest in Deutschland erfolgreichsten Motorradherstellers muss man viele kritische Fragen stellen, er hat ja so viel falsch gemacht in den letzten Jahren.
    Jaja, BMW hat in einem schwindenden Markt vieles richtig gemacht. Ändert aber nichts an der Tatsache das auch BMW keine Antwort darauf hat, wer denn in 10 Jahren noch Motorräder kaufen soll. Ausser höher, schneller, weiter fällt den Herstellern doch nichts mehr ein.
    Solche Fragen hätte ich mir gewünscht, so gibt man einem Topmanager die Möglichkeit das übliche PR Gesülze von sich zu geben. Aber wer die Interviews oder die Berichte von Ulf Böhringer über BMW kennt, wusste was kommt.

    grüße,
    Jürgen

  9. Geronimo Gast

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    #19
    Zitat Zitat von peter-k Beitrag anzeigen
    2. Sich über 2 oder 3 Prototypen kaputt lachen
    3. Sich die Augen reiben wenn auf einmal in Lateinamerika, Asien und Teilen Afrikas Chinchong R 1288 GS Marktführer sind.
    Und ? Wie sind wir gross geworden ?
    Wo kommt denn das Label Made in Germany her ?
    Alle grossen Industrienationen haben fröhlich abgekupfert und jeder Hersteller geht heute hin und kauft ein Modell des Konkurrenten und zerlegt das.

    grüße,
    Jürgen

  10. Registriert seit
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    #20
    Zitat Zitat von Geronimo Beitrag anzeigen
    Jaja, BMW hat in einem schwindenden Markt vieles richtig gemacht. Ändert aber nichts an der Tatsache das auch BMW keine Antwort darauf hat, wer denn in 10 Jahren noch Motorräder kaufen soll. Ausser höher, schneller, weiter fällt den Herstellern doch nichts mehr ein.
    Solche Fragen hätte ich mir gewünscht, so gibt man einem Topmanager die Möglichkeit das übliche PR Gesülze von sich zu geben. Aber wer die Interviews oder die Berichte von Ulf Böhringer über BMW kennt, wusste was kommt.

    grüße,
    Jürgen
    Warum denn immer nur die Euro-Perspektive, und warum immer nur das Jetzt? Die Käufer gibt es in anderen Teilen der Welt. Darum hebt er hervor wie wichtig es für BMW Motorrad war den Weltmarktanteil bei Motorrädern über 500 ccm zu erhöhen. Die haben den in den vergangen 4 Jahren nicht nur erhöht sondern verdoppelt.

    Aus diesem Blickwinkel kratzt die das wahrscheinlich nur sekundär um wieviel Deutschland absackt.

    (Zu dem anderen Post mag ich jetzt nichts sagen, denn das führt uns zu weit weg.)


 
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