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Brustprotektor

Erstellt von fishermanGS, 08.01.2010, 18:20 Uhr · 20 Antworten · 4.614 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #11
    Hallo Klaus,

    erst einmal freue ich mich, dass Du den Unfall doch "relativ" gut überstanden hast. Festzuhalten bleibt, wie wichtig die richtige Schutzkleidung auch bei normalem Fahrbetrieb ist.

    Zu Deiner Frage:
    Protektorenjacken und -westen gibt es viele, und die meisten davon ohne Zertifizierung. Allerdings gibt Dir die Zertifizierung auch nur eine Aussage über den Mindestschutz der einzelnen Komponenten, nachgewiesen im Labor.

    Für mich ist -fast- jede Protektorenjacke qualitativ besser und wirksamer, als eine Standardjacke mit CE-Protektoren. Allein weil der Rundumschutz besser realisiert ist.
    Es gibt viele Tests zu den verschiedensten Protektorenjacken, meistens sind aber die, die man selbst im Visier hat, nicht dabei.

    Also meine Empfehlung:
    Nachfragen, anprobieren und ausprobieren. Du must Dich darin wohlfühlen, sonst wirst Du sie nicht benutzen. Insbesondere solltest Du auf die Beweglichkeit der Protektoren an den Gelenken achten, sonst wird es auf Dauer unangenehm. Ich möchte jetzt keine Empfehlung geben, Du wirst selbst sehen, welche Jacke Dir zusagt.
    Ich selbst fahre eine Jacke, die in keinem Test zu finden war und für die ich mich nach einem ausführlichen Telefonat mit dem Lieferanten entschieden haben; und ich habe es nicht bereut.

    Gruß
    Jörg

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    #12
    Moin,

    @ Raubritter - ich hab deine Polizeiwesten Idee mal weiter verfolgt und bin dabei auf Stichschutzwesten gestoßen.
    Sah zunächst sehr interessant aus: Schutz nur vorne, relativ handlich. Diese Westen haben aber auch ein Blech in der Brusttasche.
    Das geht gar nicht. Preislich sind die Polizeiwesten (zertifiziert und mit aktueller Garantie) jenseits von Eden.
    Hast Du ja auch geschrieben- geht bis über 1200 €. Gebraucht gibts sowas für 90,-€ im Armyshop, aber nur als Dekoartikel.

    Deine Idee hat mich aber dazu gebracht mal über den berühmten Tellerrand zu gucken und dabei bin ich im Reitsportzubehör
    – also Pferde und nicht Kühe – vielleicht fündig geworden.

    Gelände - und Springreiter riskieren bei einem Sturz in das Hindernis, auf einen Baumstumpf oder unter das Pferd
    auch die vorderen Innereien wie Milz, Leber, Bauchspeicheldrüse, Rippen.
    Deshalb gibt es Protektorenwesten, die ich auf den ersten Blick sehr interessant finde.
    Zertifiziert nach einem sehr hohen Standart, trotzdem geschmeidige Protektoren, müssten unterm Leder zu tragen sein,
    Preis ca. 140,- € . Gesehen habe ich sowas bei z.B. https://www.williams-eventing.de.
    Ich werde das weiter verfolgen.

    @ Werner - Das Acerbis Hemd erscheint aber sehr Panzer - mäßig, kann ich mir unter der normalen Jacke nicht vorstellen.

    @ Angie – Deine berechtigte Frage wie das ganze passieren konnte, kann ich nicht beantworten.
    Unsere Spekulationen gehen von kein Grip, Schmiere auf dem Vorderreifen, Idiotenfehler, bis zum Technik GAU – Vorderrad blockiert wegen ABS-Fehler.

    @ Jörg – Du sprichst ein sehr wichtiges Problem an, nämlich dass ich mich in so einem Kleidungsstück uneingeschränkt
    beweglich fühlen muss. Ich muss es also vor Kauf anprobieren und da wird es schwierig, weil entsprechende Anbieter im Umkreis fehlen.

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    #13
    Zitat Zitat von fishermanGS Beitrag anzeigen
    Moin,

    .....
    Deine Idee hat mich aber dazu gebracht mal über den berühmten Tellerrand zu gucken und dabei bin ich im Reitsportzubehör
    – also Pferde und nicht Kühe – vielleicht fündig geworden.

    Gelände - und Springreiter riskieren bei einem Sturz in das Hindernis, auf einen Baumstumpf oder unter das Pferd
    auch die vorderen Innereien wie Milz, Leber, Bauchspeicheldrüse, Rippen.
    Deshalb gibt es Protektorenwesten, die ich auf den ersten Blick sehr interessant finde.
    Zertifiziert nach einem sehr hohen Standart, trotzdem geschmeidige Protektoren, müssten unterm Leder zu tragen sein,
    Preis ca. 140,- € . Gesehen habe ich sowas bei z.B. https://www.williams-eventing.de.
    Ich werde das weiter verfolgen.

    @ Werner - Das Acerbis Hemd erscheint aber sehr Panzer - mäßig, kann ich mir unter der normalen Jacke nicht vorstellen.
    Was du meinst sind Military-Westen, die in der Vielseitigkeit beim Pferdesport getragen werden. Meine Tocher hatte auch so eine. Die sind gut, wenn man darunter ein T-Shirt trägt und drüber nichts.
    Die sind noch unbeweglicher als das Acerbishemd.
    Ich trage auch so ein "Netzhemd" im Gelände. Die trägst du sehr körpernah, evtl. nur ein dünnes Shirt drunter, sie sind wie eine zweite "Haut". Der Nachteil ist nur im Sommer, da alles aus Kuststoff ist, du schwitzt sehr in den Dingern. Im Gelände nicht so tragisch, aber zur Sonntagsausfahrt??!!!
    Nur wie schon gesagt, der Brustpanzer hört ungefähr Höhe Bauchnabel auf. Ob der dir in deinem speziellen Fall geholfen hätte

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    #14
    Gute Idee, Reiter müssen auch sitzen können.
    Du wirst nie alles schützen können.... zu lang kann sowas vorne auch nicht sein.

    Wer hat noch Ideen?

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    #15
    Es gibt doch auch nur die Brustpanzer mit Rückenprotektor, also ohne Ärmel. Vllt. kannst du auch einen in einer oder zwei Nummern größer nehmen, der dadurch vllt. auch länger ist. Es muss natürlich die restliche Passform noch gegeben sein. Also wirklich mal in einem shop ausprobieren.

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    #16
    Moin!

    @ all: Vielen Dank für Eure Hinweise, Denkanstöße und Meinungen zum Thema Brustprotektor!

    Ich habe mich jetzt - zumindest jetzt – entschieden, diese zwei Westen in die engste
    Wahl zu ziehen.
    http://www.ixs-otorradbekleidung.de/artikel.php?artikel=979&herkunft=schnellsuche&such string=protektor&offset=0&order=0

    http://www.alpinestars.com/Bionic_SP_Vest/pd/c/170/np/170/p/650807.html

    Es ist ein Kompromiss zwischen Schutzbedürfnis und Bequemlichkeit.

    Vor meinem Sturz ist es mir auch nicht aufgefallen, aber jetzt finde ich es erstaunlich, dass
    die Hersteller der gängigen Jacken keinen Brust- Bauchschutz vorsehen!
    Wir sollten dies bei Poluise und Co. nachfragen!

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    #17
    Hallo zusammen,

    ich habe mir im letzten Jahr auch nach einem Sturz ein Protektoren Jacke von Dainese gekauft. Wenn man die originalen Protektoren aus der Jacke entfernt passt diese auch locker drüber. Am Anfang fühlt man sich wie das Michelin Männchen aber nach ner Weile gewöhnt man sich darin und es gibt ein super sicheres Gefühl. Inzwischen fahre ich das Ding immer.

    Ein guter Laden lässt Dich damit auch eine ausführliche Probefahrt machen, also einfach ausprobieren was in Frage kommt.

    Viele Grüße
    Alex

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    #18
    Nachdem ich am Gardasee bei einer Tour eine Hitzeerschöpfung hatte (ja klar, z.t. zu wenig getrunken), habe ich in meinem Moppedkleiderfundus auch ein SJ von Dainese. Im Sommer angenehm luftig, gerade wenns heiß ist. Und dazu die schon erwähnten Vorteile: Rückenpanzer, Ellenbogen, Schulter....
    Wenn Du´s einmal auf Dich passend eingestellt hast, ists top
    Kann auch die Arme abzippen, dann hab ich nur Rücken, Brust und Nierengurt.

    Würde ich mir heute gleich wieder kaufen..

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    Lächeln

    #19
    Hi,

    auch ich benutze zum Endurofahren eine Protektorenjacke von Dainese mit Hartprotektoren (Netzhemd mit aufgesetzten Protektoren).

    Wenn ich das Ding anziehe, glaube ich während den ersten 3 Minuten immer, ich wäre eingeschnürt, insbesondere weil ich vorne am Schlüsselbein keine Weitenverstellung habe, wie z. B. Heike bei Ihrer Alpinestars (Männerversion, rote Keder, angeboten bei Polo z. B., s. hierzu Beitrag 16, allerdings mit Armen). Nach kurzer Zeit empfinde ich die Jacke kaum noch als störend. Während der Fahrt - nicht zuletzt wegen der Sitzhaltung - habe ich dann ohnehin anderes zu tun, als an mein Protektorenhemd zu denken und nehme nichts negatives mehr wahr.

    Wenngleich ich die erwähnten und sicher auch vergleichbare Produkte zum Endurofahren für absolut empfehlenswert halte, so hätten sie Klaus (fishermanGS) wohl kaum etwas in der beschriebenen Situation genutzt.

    Ich selbst hatte Mitte Oktober mit der Enduro (Protektorenhemd in Kombi Endurohemd) vergleichsweise niedriger Geschwindigkeit (Wechsel schlammig zu nasser Steinplatte) und habe mir hierbei eine Rippe angebrochen. Der Schlag ging etwa einen Zentimeter rechts vom Protektor auf den Brustraum (halb unter der Achsel). Hier schützt eben - genau wie im Bauchraum - eigentlich nichts.

    Da ich neulich bei Louis einen "Neuchopperfahrer" bei der Auswahl seiner Bekleidung beobachten durfte, noch folgendes: Nach meinem Wissenstand ist eine Hartprotektorenweste (oder alternativ ein Panzer) in Kombination mit einem leichten Endurohemd ein Muß zum Endurofahren. Ich selbst würde aber an heißen Sommertagen zu Straßenfahrten nicht auf die Idee kommen, eine solche Weste - ergänzt um ein Hemd - reiche aus. Meines Wissens sind die Hartprotektoren nicht in der Lage, einer starken Reibung, wie sie z. B. bei einem Rutsch auf Teer enstehen kann, Stand zu halten. Außerhalb des Geländes wäre m. E. daher immer eine Motorradjacke darüber sinnvoll (natürlich mit zuvor entfernten Einschúbprotektoren). Für kältere Tage und für "Mischbetrieb Gelände/Straße" habe ich mir eine um eine Nummer größere Jacke zugelegt.

    Bei rein straßenorientierten Fahrten mit der GS verwende ich die Hartprotektorenjacke nie. Grund sind insbesondere auch die bereits von Raubritter in Beitrag #3 gebrachten Gründe.

    Zitat Raubritter: Ein Moto-Cross-Panzer ist hauptsächlich dafür gedacht, von vorne anfliegende Steine (vom Hinterrad des Vorausfahrenden) nicht wie ein Geschoss auf die Brust aufprallen zu lassen. Es handelt sich um recht unbewegliche - harte, nicht nachgebende Plastikformteile........

    Weiter im Zitat: Zum Strassenfahren wäre ein nachgiebiger "Panzer" mit Formschaum-Platten wohl besser, da er selbst mehr Energie aufnehmen und abbauen kann als ein hartes Plastikteil, das große Schläge eher nur verteilt, aber auch an den Körper weiterleitet.

    Protektorenwesten mit Weichprotektoren (auch im Brustbereich aber eben nicht im Bauchbereich) gibt es inzwischen auch zumindest bei Louis und Polo, vermutlich auch bei Gericke. Die Katalogbeschreibungen lassen bezüglich Einsatzgebiet und funktionsweise aber noch zu wünschen übrig.

    Allgemein: Diskussionen wie diese, tragen sicher dazu bei, daß Schutzsysteme immer wieder in Frage gestellt und überdacht werden. Wer sollte auch etwas einzuwenden haben, so lange der Fahrspaß erhalten bleibt. Sicher will wohl niemand den unbeweglich machenden "Ganzkörperprotektor" aber offensichtlich besteht noch eine Menge Entwicklungspotential. Den Ideenbogen zu den Polizei-Sicherheitswesten finde ich klasse.

    In diesem Sinne: "Stets gute Fahrt" und - wenn nicht zu vermeiden - auch "stets guten Sturz" .

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    #20
    Hallo,
    hab die Büse Rossano die hat auch Rippen und Brustschutz.Sind keine Hartprotektoren sondern weiche was man beim Fahren nicht spürt.
    Nur die Ellenbogenprotektoren sind etwas klein ,wurden durch größere ersetzt.Auf der Rennstrecke tragen viele diese unterm Lederkombi und machen die Schulter und Ellenbogenprotektoren raus.
    grüße Hagge


 
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