Seite 4 von 14 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte
Ergebnis 31 bis 40 von 135

Bußgeld in Frankreich: 375.- € für 1 km/h zu schnell

Erstellt von Christian S, 11.09.2015, 08:59 Uhr · 134 Antworten · 17.675 Aufrufe

  1. Registriert seit
    25.10.2011
    Beiträge
    8.003

    Standard

    #31
    Zitat Zitat von Rizzelrotzer Beitrag anzeigen
    Wiedereinsetzung in den vorigen Stand

    Ist die Einspruchsfrist versäumt worden, kann der Betroffene einen Wiedereinsetzungsantrag stellen, wenn er die Frist schuldlos versäumt hat. Auch hierfür gibt es eine Frist. Der Antrag auf Wiedereinsetzung muss innerhalb einer Woche nach Wegfall des Hindernisses gestellt werden, § 44 Abs.1 StPO. Gleichzeitig muss Einspruch eingelegt werden, § 44 Abs.2 StPO.

    Unverschuldet ist eine Fristversäumnis bei Krankenhausaufenthalt, bei Unkenntnis der Zustellung bei Abwesenheit von der Wohnung, z.B. Urlaub.
    Sollte soweit auch bei Bussgeldern möglich sein.
    Schuldlos ist relativ.
    Flo12GS, als gutes Beispiel herangenommen, war im Urlaub und hat aufgrund dessen den Brief nicht rechtzeitig gelesen.
    Selber Schuld, denn er hätte für die Zeit seiner Abwesenheit eine Vertrauensperson beauftragen können die den Briefkasten leert und wichtige Dinge klärt/bearbeitet/erledigt.
    Alles eine Frage der Organisation vorab...

    Es mag Härtefälle geben, bei 99% der Einsprüche bzw. versäumten Zahlungen ist die Sachlage jedoch ähnlich: Es werden Gründe vorgeschoben die einzig und allein der Ausrede dienen - man will sich lediglich aus der Verantwortung stehlen.

    Verantwortungsvolle Personen schieben wichtige Dinge nicht auf die lange Bank und stehen zu ihren Fehlern, deswegen wird es für sie billiger.
    Leute die nicht bemerken wenn sie zu schnell fahren, deswegen von einem Strafzettel überrascht werden und glauben man werde abgezockt, legen Einspruch ein und latzen extra.
    Von daher finde ich die französische Regelung sehr gut, weil fair.

  2. Registriert seit
    13.08.2010
    Beiträge
    6.388

    Standard

    #32
    Ich hatte mal vor ein paar Jahren den Fall, dass ich in .de angehalten wurde, weil ich im Auto während der Fahrt dem Handy in der Hand telefoniert habe. Soll man nicht machen, ist verboten, Diskussion zwecklos.

    Was mich im Nachhinein geärgert hat, war folgendes: Das Bußgeld für dieses Delikt ist von 30 auf 40 Euro heraufgesetzt worden. Das ist es aber noch nicht allein, denn Beamte dürfen vor Ort ein Bußgeld in eine gebührenpflichtige Verwarnung verwandeln. Voraussetzung dafür ist, meines Wissens, dass der Fahrer einsichtig ist und sofort zahlt. Und: Beamte dürfen ein Bußgeld nur dann in eine Verwarnung ummünzen, wenn es niedriger als 35 Euro liegt. Also durfte die Beamtin das Ticket gar nicht sofort kassieren, hat sie auch nicht gemacht, also kam das Ticket per Post, 20 Euro Bearbeitungsgebühr drauf, 3,50 Euro Porto. Macht statt 40 Euro über 50% mehr.

    Da ärgere ich mich dann schon. Jedes Privatunternehmen, das Geldforderungen gegen einen Verbraucher hat, muss ihm mindestens eine Option eröffnen, dien Rechnungsbetrag ohne Zuschläge zu zahlen. Und den Verwaltungsaufwand, den das Unternehmen mit dem Ausfertigen der Rechnung hat, den darf es auch nicht extra berechnen. Dazu kommt ja, dass dem Betrag (Bußgeld) keine Leistung gegenüber steht. Ich kaufe ja nichts vom Staat, sondern er berechnet mir einfach was für nix. Und dann sehe ich es ehrlich gesagt nicht ein, warum ich dann auch noch seinen Verwaltungsaufwand mitbezahlen soll. ich bezahle ja bei der Steuererklärung auch keine Bearbeitungsgebühr, damit sich der Finanzbeamte das ansieht.

  3. Registriert seit
    27.03.2013
    Beiträge
    4.684

    Standard

    #33
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    .....
    Da ärgere ich mich dann schon. Jedes Privatunternehmen, das Geldforderungen gegen einen Verbraucher hat, muss ihm mindestens eine Option eröffnen, dien Rechnungsbetrag ohne Zuschläge zu zahlen. Und den Verwaltungsaufwand, den das Unternehmen mit dem Ausfertigen der Rechnung hat, den darf es auch nicht extra berechnen. Dazu kommt ja, dass dem Betrag (Bußgeld) keine Leistung gegenüber steht. Ich kaufe ja nichts vom Staat, sondern er berechnet mir einfach was für nix. Und dann sehe ich es ehrlich gesagt nicht ein, warum ich dann auch noch seinen Verwaltungsaufwand mitbezahlen soll. ich bezahle ja bei der Steuererklärung auch keine Bearbeitungsgebühr, damit sich der Finanzbeamte das ansieht.
    Ja Sampleman,
    es geht eben hier niemals darum, einen Verkehrsünder möglichst gerecht zu behandeln oder Kosten entsprechend der tatsächlichen Aufwendungen abzurechnen, sondern nur darum, möglichst viel für das Staatssäckel einzutreiben.
    Daher habe ich vor geraumer Zeit beschlossen , diese Spiel nicht mehr mitzuspielen und halte mich so gut wie ich es schaffe einfach an die Verkehrsregeln. Schont Geldbeutel und auch das Punktekonto ungemein. Mittlerweile ist mein Ehrgeiz, dem Staate Einnahmen aus dieser Quelle vorzuenthalten größer, als die Lust an schneller motorisierter Fortbewegung, möglicherweise ist das auch altersbedingt.
    Ich weis natürlich, dass dieses Verhalten asozial ist, denn damit trage ich nichts dazu bei, die Löcher in den Renten- und sonstigen Kassen zu stopfen, welche sich überall auftun, aber damit kann ich ganz gut leben.

    Gruß Thomas

  4. Registriert seit
    10.11.2011
    Beiträge
    1.477

    Standard

    #34
    Immer die Ruhe bewahren.
    Mittlerweile haben sich Strafzettel aus ES (300€), NL, A 60€/ersatzweise 8 Stunden Arrest, angesammelt. Hab sie ignoriert, die Spanier waren am hartnäckigsten, nachdem ich das zweite Einschreiben nicht angenommen kam habe nichts mehr.(zog sich über 2 Jahre hin)
    Und wenn was kommen würde, haben die unter Garantie einen Formfehler begangen. Bescheid nicht in Deutsch, kein Nachweis wer der Fahrer ist etc.

  5. Registriert seit
    25.10.2011
    Beiträge
    8.003

    Standard

    #35
    Zitat Zitat von sampleman Beitrag anzeigen
    Ich hatte mal vor ein paar Jahren den Fall, dass ich in .de angehalten wurde, weil ich im Auto während der Fahrt dem Handy in der Hand telefoniert habe. Soll man nicht machen, ist verboten, Diskussion zwecklos.

    Was mich im Nachhinein geärgert hat, war folgendes: Das Bußgeld für dieses Delikt ist von 30 auf 40 Euro heraufgesetzt worden. Das ist es aber noch nicht allein, denn Beamte dürfen vor Ort ein Bußgeld in eine gebührenpflichtige Verwarnung verwandeln. Voraussetzung dafür ist, meines Wissens, dass der Fahrer einsichtig ist und sofort zahlt. Und: Beamte dürfen ein Bußgeld nur dann in eine Verwarnung ummünzen, wenn es niedriger als 35 Euro liegt. Also durfte die Beamtin das Ticket gar nicht sofort kassieren, hat sie auch nicht gemacht, also kam das Ticket per Post, 20 Euro Bearbeitungsgebühr drauf, 3,50 Euro Porto. Macht statt 40 Euro über 50% mehr.

    Da ärgere ich mich dann schon. Jedes Privatunternehmen, das Geldforderungen gegen einen Verbraucher hat, muss ihm mindestens eine Option eröffnen, dien Rechnungsbetrag ohne Zuschläge zu zahlen. Und den Verwaltungsaufwand, den das Unternehmen mit dem Ausfertigen der Rechnung hat, den darf es auch nicht extra berechnen. Dazu kommt ja, dass dem Betrag (Bußgeld) keine Leistung gegenüber steht. Ich kaufe ja nichts vom Staat, sondern er berechnet mir einfach was für nix. Und dann sehe ich es ehrlich gesagt nicht ein, warum ich dann auch noch seinen Verwaltungsaufwand mitbezahlen soll. ich bezahle ja bei der Steuererklärung auch keine Bearbeitungsgebühr, damit sich der Finanzbeamte das ansieht.
    So läuft das eben in einer Demokratie.
    Wer sich vorher nicht schlau macht wie etwas läuft, der sollte sich im Nachhinein nicht hinsetzen und schmollen.
    Oder doch?
    Sollen wir nun die Mehrheit befragen ob sie hinter dir steht?

  6. Registriert seit
    03.06.2015
    Beiträge
    858

    Standard

    #36
    Mein lieber Scholly, die Franzosen haben saftige Preise. Ok, das mit den Drogen, dass da die Strafe richtig hoch vollzogen wird is ok. Aber bei nicht mal 10km/h zu viel, das ist schon heftig

  7. Registriert seit
    08.11.2014
    Beiträge
    1.638

    Standard

    #37
    Zitat Zitat von gerd_ Beitrag anzeigen
    Hi


    Das ist die Methode mit der BILD seine reisserischen Schlagzeilen generiert. Die Aussage ist nicht falsch, sähe aber kommoder/ uninteressanter aus wenn da stünde "für bis zu 20 Km/h zuviel". Wenn ohnehin erst mal 5 km/h abgezogen werden, dann ist der Tarif OK.Bei "5 bis 25" sind -bei nominell "50"- auf den meisten Tachos incl derjenigen der 1150 immerhin 61 bis 81. Unsere 10 ...15 EUR sind den Verwaltungsaufwand nicht wert (weswegen es auf Schnellstrassen mit "80" erst bei "95" blitzt; dann aber 15km/h - 3km/h Rabatt zu schnell).
    gerd
    Stimmt, da bin ich wohl auch auf die Überschrift reingefallen. Ohne weiter darüber nachzudenken bin auch ich davon ausgegangen, daß in F die gleiche Abstufung gilt wie bei uns, das wären dann bis 10 km/h zu schnell gewesen. Das wären nach deutschem Tarif dann läppische 10-15 Euro. Bis 20 km/h zu schnell dann 30-35 Euro. Mit Vorsatz bis 70 Euro. Wenn die Franzosen grundsätzlich Vorsatz unterstellen, könnte ja sein, dann passen die 90 Euro wieder irgendwie. Ok, das sind 20 Euro mehr als bei uns, dafür ist bei denen auch der Mindestlohn höher als bei uns. Paßt zwar nicht unmittelbar zusammen, für mich aber schon.

    Gut, was lerne ich daraus:
    wenn schon zu schnell in Frankreich, dann wenigstens richtig. Natürlich innerhalb des genannten Limits. Es soll sich ja schließlich auch rechnen. Und gleich zahlen, sonst wird's richtig teuer.

    Gruß Tom

  8. Registriert seit
    04.06.2014
    Beiträge
    121

    Standard

    #38
    Zitat Zitat von Windcbx Beitrag anzeigen
    Um allen Gerüchte und Halbwissen entgegen zu wirken im folgenden ein relativ aktueller Strafzettel. Gruss Sturmi Anhang 173857
    Danke für dieses reale Beispiel, genau so einen Zettel bekam letztes Jahr auch ein Freund von mir, der in der Nähe von Figeac außerorts (90 km/h) mit 104 km/h geblitzt wurde. Nun wäre es für ihn kein finanzielles Desaster gewesen, die 45,-€ gleich zu zahlen, aber aus Prinzip legte er Einspruch ein ... könne sich nicht erinnern, wer gefahren sei ... man möge doch ein Foto des Fahrers vorlegen ... also so, wie man das in D via Rechtschutz wohl machen würde.

    Nun gilt in F die Halterhaftung, von daher wurde sein Einspruch natürlich abgewiesen und gemäß der Tarife im Strafzettel wurde das Bußgeld letztlich auf 180,-€ erhöht.

    Nun weiß ich zwar nicht, welche Verjährungsfristen in F für solche Verkehrsdelikte gültig sind, aber in den nächsten 1-2 Jahren sollte er tunlichst nicht in eine Verkehrskontrolle geraten, denn man kann wohl davon auszugehen, daß die Polizei vor Ort Zugriff auf solche Daten haben wird. Nachdem ich seit vielen Jahren in F herumfahre, schätze ich die Wahrscheinlichkeit, in eine Verkehrskontrolle zu geraten, jedoch als sehr gering ein ...

  9. Registriert seit
    08.11.2014
    Beiträge
    1.638

    Standard

    #39
    Man macht gar nichts in Deutschland, auch nicht mit Rechtschutzversicherung und auch nicht mit finanziellem Desaster. Er, wie man jetzt weiß, wohl schon. Ein mords Kerl, wie man bei uns zu sagen pflegt

    Vielleicht bin ich auch einfach zu altmodisch das zu verstehen. Hab halt auch so meine Prinzipien.

    Gruß Tom

  10. Registriert seit
    31.12.2012
    Beiträge
    5.674

    Standard

    #40
    Zitat Zitat von der_brauni Beitrag anzeigen
    Ja Sampleman,
    es geht eben hier niemals darum, einen Verkehrsünder möglichst gerecht zu behandeln oder Kosten entsprechend der tatsächlichen Aufwendungen abzurechnen, sondern nur darum, möglichst viel für das Staatssäckel einzutreiben.
    Daher habe ich vor geraumer Zeit beschlossen , diese Spiel nicht mehr mitzuspielen und halte mich so gut wie ich es schaffe einfach an die Verkehrsregeln. Schont Geldbeutel und auch das Punktekonto ungemein. Mittlerweile ist mein Ehrgeiz, dem Staate Einnahmen aus dieser Quelle vorzuenthalten größer, als die Lust an schneller motorisierter Fortbewegung, möglicherweise ist das auch altersbedingt.
    Ich weis natürlich, dass dieses Verhalten asozial ist, denn damit trage ich nichts dazu bei, die Löcher in den Renten- und sonstigen Kassen zu stopfen, welche sich überall auftun, aber damit kann ich ganz gut leben.

    Gruß Thomas
    So halte ich es mittlerweilen auch, das dauernde Spähen wo " sie stehen " ist mir zu blöd und zu innefizient geworden, schön die Toleranzen nutzten,
    in den Ecken richtig ziehen, die Fahrt als solche geniessen und gut isses.


 
Seite 4 von 14 ErsteErste ... 23456 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 11.02.2014, 11:47
  2. Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 04.04.2013, 11:07
  3. Neue Vorschrift für Motorradfahrer in Frankreich
    Von Detour im Forum Motorrad allgemein
    Antworten: 45
    Letzter Beitrag: 28.01.2013, 18:48
  4. Rukka Statement zu Vorschrift in Frankreich
    Von agustagerd im Forum Motorrad allgemein
    Antworten: 29
    Letzter Beitrag: 22.11.2012, 22:06
  5. Alpen in Frankreich
    Von chrisu im Forum Reise
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 21.07.2004, 09:25