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Bußgeld in Frankreich: 375.- € für 1 km/h zu schnell

Erstellt von Christian S, 11.09.2015, 08:59 Uhr · 134 Antworten · 17.612 Aufrufe

  1. Registriert seit
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    #81
    Kann den Nordmann absolut verstehen. Wer mal mit dem Gesetz dieserart in Konflikt gekommen ist, hat die volle Breitseite der absoluten Unmenschlichkeit zu spüren bekommen und kennt von da an ebenfalls keine Gnade mehr. Ich würde heute bis an die Grenze dessen gehen, was mir die Gesetzeslage an Spielraum lässt, und über Leute lachen, die auf Grund von irgendwelchen antiquarischen Moralvorstellungen freiwillig zahlen "wie ein Mann".

    Gruß
    Serpel

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    #82
    Wenn man etwas falsch verstehen möchte, dann gelingt das auch. Wo habe ich gesagt, dass ich mich nicht an die Gesetze meines Gastgebers halte. Selbstverständlich halte ich die Geschwindigkeitsbegrenzung ein, dass dies nicht zu 100% gelingt, ist glaube ich klar, sonst gäbe es die Diskussion gar nicht.

    Wenn mir dann ein Bußgeldbescheid ins Haus flattert, der wegen einer Bagatelle zB. 6 km/h über Limit 90€ kostet, mit Widerspruch 375€ und auf Grund unserer Gesetze nicht volltreckt werden kann, dann zahle ich ganz einfach nicht. Oder rufen die Spitzfindigen und guten Menschen bei der Bußgeldstelle an, wenn sie mit dem Motorrad von vorne geblitzt wurden und teilen mit, dass war ich?

    Aber macht was ihr wollt, ich werde es so halten wie beschrieben.

    Wie hat einer hier so schön geschrieben, nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich, soviel zu euren Vorschlägen. *gg*

    Gruß

    Nik

  3. SLK
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    #83
    Zitat Zitat von R69S Beitrag anzeigen
    Entschuldigung, aber das kann ich so nicht glauben. Mich würde interessieren, was auf dem Bußgeldbescheid wegen zu schnellen Fahrens, als Beweismittel aufgeführt war. Zeuge Anton Huber, der die Geschwindigkeit auf exakt 73,45 km/h eingeschätzt hat?
    'n Abend,

    Du kannst es ruhig glauben, mein Sohn sollte 35,00 € Verwarngeld zahlen. Da hat er natürlich widersprochen und brauchte auch nicht zahlen. Den Bescheid habe ich leider nicht mehr, aber ich bin mir sicher, dass irgendwas wegen überhöhter Geschwindigkeit drinstand.

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    #84
    Zitat Zitat von SLK Beitrag anzeigen
    ...dass irgendwas wegen überhöhter Geschwindigkeit drinstand.
    ja und? Man kann ja auch weit unterhalb der zulässigen Höchstgeschwindigkeit zu schnell fahren - unangepasst fahren. das Schild gibt nur die maximale Obergrenue vor und bedeutet nicht, dass man diese Geschwindigkeit auch in allen Situationen fahren darf

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    #85
    Hi
    Es geht nicht darum ob jemand in einem Unfallbericht fälschlicher Weise als "zu schnell" bezeichnet wird. Die "Grünen" MÜSSEN eine Ursache reinschreiben und da ist "unangepasste Geschwindigkeit" immer gut. Stimmt ja auch. Wäre er nicht gefahren sondern gestanden so wäre er nicht von der Strasse abgekommen. Wenn es den "abschreitenden" Poli dann auf die Fresse legt, merkt er, "oops, da isses ja glatt". Selbst dann stimmt "unangepasst" noch! :-) Nur als "ursächlich" würde ich es im Juli nicht unbedingt werten.

    Es geht ja um Messanlagen. Sicherlich sind auch diese mal falsch aufgebaut etc. und ganz sicher muss man sich dann dagegen wehren und sich auch trauen können ohne gleich Angst um sein Vermögen zu haben. Deshalb halte ich die "Rechnung" "entweder zahlst Du 20 EUR, oder es könnte auch 1500 kosten" für überzogen.
    Offenbar ist es aber so, dass in FR die Rechtsprechung etwas anders abläuft und "jeder" einen sinnlosen Einspruch provozierte der dann scheinbar aufwändiger als bei uns abgearbeitet werden musste, sich ewig hinzog und u.U. verjährte weil nicht genug Richter da waren die den reinen Quatsch unter den Einsprüchen bearbeiteten. Man scheint dort ein 20 EUR Ticket ziemlich in die Länge ziehen zu können.
    gerd

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    #86
    Das entspräche dann spontan den regionalen Gegebenheiten angepasster Gesetzgebung auf mediterrane Art, die im germanischen Sprachraum traditionell falsch verstanden wird und bisweilen zu hysterischen Reaktionen führt, wie unlängst mit dem italienischen "Hände-bleiben-am-Lenker"-Gebot geschehen. Stand in der MOTORRAD sehr schön beschrieben, dass das Gesetz einzig dem ausschreitenden Handtaschenklau in Neapel geschuldet war, aber leider nicht zum gewünschten Erfolg führte. Weil sich die Gesetzesbrecher davon ebenso wenig beeindrucken ließen wie vom generellen Verbot, Handtaschen zu klauen. Nur - nördlich der Alpen wurde das so verstanden, dass man sich beim Motorradfahren buchstäblich nicht die Nase schnäuzen dürfe …

    Gruß
    Serpel

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    #87
    Zitat Zitat von Serpel Beitrag anzeigen
    Kann den Nordmann absolut verstehen. Wer mal mit dem Gesetz dieserart in Konflikt gekommen ist, hat die volle Breitseite der absoluten Unmenschlichkeit zu spüren bekommen und kennt von da an ebenfalls keine Gnade mehr. Ich würde heute bis an die Grenze dessen gehen, was mir die Gesetzeslage an Spielraum lässt, und über Leute lachen, die auf Grund von irgendwelchen antiquarischen Moralvorstellungen freiwillig zahlen "wie ein Mann".

    Gruß
    Serpel
    Du bist einfach Der Held, ehrlich

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    #88
    Zitat Zitat von havelmike Beitrag anzeigen
    >>Sollte ich jetzt doch einen Blitzer (überdimensionale Warnschilder) übersehen haben und ein Bescheid flattert ins Haus, ich zahle bestimmt nicht.<<

    Tja, soviel zum Thema Respekt dem Gastgeber gegenüber...
    Er regt sich ja sicher nicht über unanständiges Touri`s die in D ihr Unwesen treiben auf.

    Josef

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    #89
    Zitat Zitat von Serpel Beitrag anzeigen
    Kann den Nordmann absolut verstehen. Wer mal mit dem Gesetz dieserart in Konflikt gekommen ist, hat die volle Breitseite der absoluten Unmenschlichkeit zu spüren bekommen und kennt von da an ebenfalls keine Gnade mehr. Ich würde heute bis an die Grenze dessen gehen, was mir die Gesetzeslage an Spielraum lässt, und über Leute lachen, die auf Grund von irgendwelchen antiquarischen Moralvorstellungen freiwillig zahlen "wie ein Mann".

    Gruß
    Serpel

    In so einem Forum oder am Stammtisch ist immer ganz leicht gepostet, dass man zum RA geht, die Gesetze ausnutzt und sich bis zum letzten wehrt etc. - fraglich wers wirklich tut.
    Ich kann für mich nur sagen, wann immer ich irgendwo zahlen musste wusste ich warum - das wurde weiter oben von anderen ja auch schon so gesagt. Wogegen dann wehren??

    Und wegen 90€ (egal ob D oder ein anderes Land) den Stress, das Prozessrisiko, den immensen Zeitaufwand, die Unsicherheit oder auch das Risiko bei Nichtzahlung später in einem anderen Land erwischt zu werden einzugehen halte ich für absolut dämlich.
    Speziell die Italiener sind dann nicht zimperlich - da steht das beschlagnahmte Mopped dann halt mal ein halbes Jaht in Italien... Kosten für die Wiederbeschaffung locker vierstellig.

    Selbst wenn sowas ungerechtfertigt aus dem Ausland kommt würde ich mich allenfalls bei wirklich großen Beträgen mal mit Einsprüchen beschäftigen.


    @Serpel: bitte nicht persönlich nehmen. Dein Beitrag ist nur Synonym für diese Meinungen.

    Gruß
    matze

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    #90
    Für Deutschland - Österreich weiß ich es sicher (weil ich auch sehr grenznah wohne): Es gibt ein zwischenstaatliches Übereinkommen, dass Bußgelder gegenseitig eingezogen / eingetrieben werden. Dies gilt auch dann, wenn der selbe Verstoß in D nicht strafbar wäre bzw. andere Rechtsgrundlagen bestehen. Da in Österreich z.B. bei Geschwindigkeitsverstößen eine Halterhaftung besteht, zahlt man als Deutscher dieses Bußgeld unabwendbar. Wenn man nicht gleich 'freiwillig' bezahlt, wird es über und von den deutschen Behörden mit allen Konsequenzen eingetrieben. Die Rechtsmittel stehen einem natürlich auch da frei, nur wenn man geblitzt wurde, was will man dann abstreiten? Vielleicht, dass das Auto nicht in Österreich war? Also einfach zahlen und nächstes mal langsamer fahren oder besser aufpassen

    Hier geht es zwar um Frankreich, aber ich gehe ganz stark davon aus, dass auch zwischen F und D ein zwischenstaatliches Übereinkommen besteht.
    Das Verfahren mit den steigenden Kosten ist übrigens nix besonderes, auch nicht für D. Wenn ich z.B. ein Parkticket bekomme und dieses einfach nicht bezahle, dann wird halt ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Der Bußgeldbescheid am (vorläufigen) Ende dieses Verfahrens beinhaltet neben dem identischen Bußgeld auch noch die Gebühren, schon ist der Zahlbetrag höher. Lege ich Einspruch ein, kommt der Fall vor Gericht. Die Gerichtskosten im Falle einer Verurteilung kommen auf das Bußgeld oben drauf und die sind wiederum höher.

    Ich sehe das auch nicht so, dass da jeder davon abgehalten werden soll, im Falle eines berechtigten Zweifels den Fall überprüfen zu lassen. Andererseits: Ich möchte als Steuerzahler nicht mit Kosten belastet werden, bloß weil jemand bei einer Radaranlage gepennt hat und dann noch meint, er müsse den ganzen Apparat bis zum OGH bemühen, ob diese 30,- Euro in seinem speziellen Fall schon gerechtfertigt sind. Sind sie es nicht, wird er frei gesprochen und er bezahlt gar nix. Sind sie es doch, soll er auch den Mehraufwand für seine sinnlose Klage bezahlen. Just my two Cents.


 
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